Westlicher Johanneskopf
Hauptgipfel der Johannesköpfe im Lechquellengebirge in Vorarlberg
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Der Westliche Johanneskopf ist ein Berg im Lechquellengebirge im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Er ist mit 2573 m Höhe der höchste Berg in der nach ihm benannten Johannesgruppe. Der Östliche Johanneskopf liegt rund 700 m weiter östlich.[1]
| Westlicher Johanneskopf | ||
|---|---|---|
| Westlicher Johanneskopf, Bettlerspitze, Glattmar und Rote Wand; Blick von Fontanella auf dem Weg zur Türtschalpe | ||
| Höhe | 2573 m ü. A. | |
| Lage | Sonntag, Bezirk Bludenz, Vorarlberg, Österreich | |
| Gebirge | Johannesgruppe, Lechquellengebirge, Ostalpen | |
| Dominanz | 2,1 km → Hochlichtspitze | |
| Schartenhöhe | 327 m ↓ Gamsbodenjoch bei der Göppinger Hütte | |
| Koordinaten | 47° 12′ 37″ N, 10° 1′ 20″ O | |
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| Typ | Felsgipfel | |
| Gestein | Hauptdolomit; Plattenkalk | |
| Alter des Gesteins | Oberes Karnium – Norium | |
Lage
Politische Lage
Politisch liegt der Berg in der Gemeinde Sonntag, Bezirk Bludenz, Vorarlberg, Österreich. Die Gemeindegrenze zu Dalaas befindet sich rund 300 m weiter südlich am unteren Ende der Felswand. Die Gemeindegrenze zur Gemeinde Lech befindet sich rund 900 m weiter östlich.[2]
Gebirgsgeographische Lage
Die Johannesköpfe gehören zur Johannesgruppe, einer Untergruppe des Lechquellengebirges.
Das Lechquellengebirge wiederum ist in der AVE eine von 27 Gruppen der Nördlichen Ostalpen (Nr. 3a), in der SOIUSA einen von sechs Unterabschnitten der Nordtiroler Kalkalpen, die dort ihrerseits ein Abschnitt der Nördlichen Ostalpen sind.
| Einordnung nach SOIUSA | ||
|---|---|---|
| Teil | II | Ostalpen |
| Sektor | II/B | Nördliche Ostalpen |
| Abschnitt | II/B-21 | Nordtiroler Kalkalpen |
| Unterabschnitt | II/B-21.II | Lechquellengebirge |
| Gruppe | II/B-21.II-A.2 | Rote Wand-Johannes-Kette |
| Untergruppe | II/B-21.II-A.2.d | Johannesgruppe |
Vom Westlichen Johanneskopf gehen drei Grate weg, einer nach Norden zum Bratschenkopf, einer nach Osten zum Östlichen Johanneskopf und einer nach Südwesten zur Schwarzen Wand und zur Hirschenspitze. Im Westen und Nordwesten liegt das Karfeld Diesnergschröf.[3]
Lage nach Regionen, Tälern und Gewässern
Der Berg liegt regional im Grenzgebiet von Großem Walsertal, Hochtannberggebiet und Klostertal. Nach Nordwesten hin zieht sich das Gadental mit dem Rotenbrunnenbach, im Nordosten liegt das Tal des Alpschellenbachs. Beide Täler sind südliche Seitentäler des Großen Walsertals. Nach Südosten hin zieht sich das Johannestal mit dem Johannesbach, dieser mündet in den jungen Lech, das Gebiet gehört zum Hochtannberggebiet. Das Klostertal ist nicht direkt angrenzend, aber der Ortskern von Dalaas liegt im Klostertal.[4] Der Berg liegt auf einer europäischen Hauptwasserscheide (Rhein-Donau-Wasserscheide).
Zustieg
Von der Göppinger Hütte aus führt ein alpiner Steig Richtung Oberes und Unteres Johannesjoch. Der Weg ist Teil des Nordalpenwegs 01. Von diesem Weg aus kann man den Westlichen Johanneskopf besteigen, es ist allerdings weglos und nicht markiert. Die Schwierigkeit wird mit T4 und Klettern Grad I beschrieben. Teils gibt es bröselig-kleinsplittrige Schutthänge. Der Gipfel wird wenig besucht.[5] Der Ausblick ist in alle Richtungen weitreichend, von Norden im Uhrzeigersinn: Zitterklapfengruppe, Braunarlgruppe, dahinter die Allgäuer Alpen und die Lechtaler Alpen, Untere Wildgrubenspitze, Spullerschafberg, hinten der Verwall, vorne die Gehrengratgruppe, dahinter die Silvretta mit dem Piz Buin, der östliche Rätikon mit der Sulzfluh, die Rote Wand vorne, der westliche Rätikon mit der Schesaplana, Bettlerspitze vorne, dahinter der Säntis, Walserkamm, Glatthorngruppe und die markante Damülser Mittagspitze in der Ferne.[6]
Naturschutz
Mit Ausnahme des Johannestals gehört das Gebiet zum UNESCO-Biosphärenpark Großes Walsertal. Das Gadental ist zudem ein Europaschutzgebiet. Unter anderem sind die Kalkfelsen mit ihrer Felsspaltenvegetation besonders geschützte Lebensräume.[7][8]
Nicht erschlossene und schützenswerte Landschaften sind in Vorarlberg im Inventar Weißzone erfasst. Am Westlichen Johanneskopf treffen drei Weißzonen zusammen, die Weißzonen Gadental, Metzgertobel und Johannestal.[9] In der kargen Fels- und Karstlandschaft leben zahlreiche Gämsen und Steinböcke.[10][11][12]
