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Winfried

männlicher Vorname From Wikipedia, the free encyclopedia

Winfried ist ein deutscher männlicher Vorname; Namenstag ist der 5. Juni (Bonifatiustag).

Herkunft und Verbreitung

Der Name Winfried ist urgermanischer Herkunft und lässt sich von den althochdeutschen Stämmen vin[1] (‚Freund‘) und frith[2] bzw. fridu (‚Frieden, Schutz‘)[3] ableiten. In den meisten großen altgermanischen Sprachen wie dem Althochdeutschen (Winifrid, Winfrit, Winefred),[4] Angelsächsischen (Vinfrið, Wynfriþ, Wynfreth),[4][5] Langobardischen (Winifrid, Guinifred),[6] Gotischen[1][3] (Vifrid)[7] oder Altnordischen (Vinfriðr)[8] finden sich Kognaten, oft auch latinisiert zu Winifridus.

Bekanntester Namensträger ist der heilige Bonifatius, der aus England stammte und als „Missionar der Deutschen“ in Erinnerung blieb, was dazu führte, dass sich der Name auch nach der im 12. Jahrhundert einsetzenden allgemeinen Verchristlichung der Namensgebung in Europa[9] im deutschsprachigen Raum erhalten konnte. Auch die obligatorische Vergabe von Heiligennamen im katholischen Bereich seit dem Konzil von Trient,[10] die zum Verschwinden vieler germanischer Namen führte, welche erst in der Romantik wieder populär wurden, hatte in diesem Fall keine solche Wirkung. Aus diesem Grund ist der Name heute praktisch nur noch im deutschen Sprachraum vorhanden.

Eine Kuriosität ist die Entwicklung im Altenglischen, wo sich der eigentlich (wie alle germanischen Namen auf -friþ bzw. -fridus) stets männliche Name Wynfriþ (modern Winfred) unter walisischem Einfluss im Mittelalter zu einem Frauennamen wandelte (Winifred), der seither deutlich verbreiteter ist als die autochthone männliche Variante.[11]

Varianten

Bekannte Namensträger

Siehe auch

Einzelnachweise

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