Wolfram Schubert

deutscher Maler, Grafiker und Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Wolfram Schubert (* 30. September 1926 in Körbitz) ist ein deutscher Maler, Grafiker und Hochschullehrer.[1]

Dieses Bild von Wolfram Schubert gilt der sozialistischen Landwirtschaft, die Brot für alle schafft. Es befand sich im Palast der Republik.

Leben

Nach Schulzeit an der Saldria in Brandenburg an der Havel meldete sich Wolfram Schubert 1944 als Kriegsfreiwilliger zur Wehrmacht. Im gleichen Jahr geriet er in Breslau in Kriegsgefangenschaft und wurde bis 1949 beim Wiederaufbau der sowjetischen Wirtschaft eingesetzt.

1950 begann er ein Studium der Malerei an der Hochschule für angewandte Kunst Berlin-Weißensee und beendete dieses 1955 erfolgreich mit Diplom. Zu seinen Lehrern gehörten Kurt Robbel, Horst Strempel und Bert Heller. Als Aspirant bei Fritz Dähn blieb er bis 1959 an der Hochschule. Danach arbeitete er freiberuflich1960 zog die Familie nach Neubrandenburg. Dort war er von 1965 bis 1988 Bezirksvorsitzender des Verbandes Bildender Künstler der DDR. Studienreisen führten ihn in dieser Zeit unter anderem in die Sowjetunion, nach Rumänien, Usbekistan, Guinea, Mali, Syrien und Nordkorea. U. a. hatte er 1972 und 1973 mit Siegfried Besser, Günther Brendel, Eberhard Hückstädt und Dieter Rex Studienaufenthalte im Donbassgebiet, wo sie insbesondere im Stahlwerk Asow künstlerisch arbeiteten und Kontakt zu den Arbeitern fanden.[2]

1969 gehörte Schubert zu den Mitbegründern des Zentrum Bildende Kunst Neubrandenburg, dessen Mitarbeiter er bis 1972 war.

Im Rahmen einer Ausstellung in Weimar wurde 1969 erstmals sein Gemälde Prager Frühling gezeigt. Nur durch die Umbenennung des Bildes in Auseinandersetzung wurde es nicht aus der Ausstellung entfernt.

1972 wurde er von Walter Womacka an die Kunsthochschule Berlin-Weißensee geholt, wo er bis 1977 als Dozent arbeitete und das Fachgebiet Malerei leitete. Schubert hatte in der DDR und im Ausland eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. von 1958 bis 1988 an allen Deutschen Kunstausstellungen bzw. Kunstausstellungen der DDR in Dresden.

Nach 1990 gab er sein Atelier auf. 2003 wurde er Mitglied im Künstlersonderbund in Deutschland. Anlässlich seines 80. Geburtstages wurde 2006 ein großer Katalog der künstlerischen Werke veröffentlicht. 2019 wurde bekannt, dass der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte das gesamte Werk von Wolfram Schubert übernimmt.[3]

Schubert lebte und arbeitete von 1970 bis 2020 in Potzlow in der Uckermark. Heute wohnt er mit seiner Frau in Gardelegen in der Altmark,[4] wo er sich ein neues Atelier aufbaute. Zu seinem 99. Geburtstag eröffnete er in Pirna die Ausstellung Und ab morgen werde ich 100, in der er sein Lebenswerk präsentierte.[5]

Auszeichnungen (Auswahl)

Werkbeispiele

Tafelbilder

  • Im grünen Zimmer (1959, Öl, 60 × 100 cm)
  • Liegende (1960, Öl, 72,5 × 100 cm)
  • Selbstporträt (1961, Öl, 48 × 70 cm)
  • Frau mit weißem Kopftuch (1961, Öl, 75 × 47 cm)

Baugebundene Werke

Literatur

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI