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Yang-Mills-Fluss

Gradientenfluss der Yang-Mills-Wirkung From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Yang-Mills-Fluss ist im mathematischen Teilgebiet der Differentialgeometrie ein durch die Yang-Mills-Gleichungen beschriebener Gradientenfluss, also eine Methode zur Beschreibung des Gradientenverfahrens für die Yang-Mills-Wirkung. Vereinfacht ausgedrückt ist der Yang-Mills-Fluss ein Weg, welcher stets in die Richtung des stärksten Abstiegs zeigt, ähnlich wie der Weg eines einen Hügel hinunterrollenden Balles. Dadurch können kritische Punkt, bekannt als Yang-Mills-Zusammenhänge oder Instantonen, welche die Yang-Mills-Gleichungen lösen, sowie deren Stabilität untersucht werden. Anschaulich sind es genau die Stellen des Hügels, auf welchen der Ball in Ruhe bleiben kann.

Visualisierung des Gradientenabstiegsverfahrens mit einer Flusslinie

Benannt ist der Yang-Mills-Fluss nach Chen Ning Yang und Robert Mills, welche die zugrundeliegende Yang-Mills-Theorie im Jahr 1954 formuliert haben. Erstmals untersucht wurde der Yang-Mills-Fluss jedoch im Jahr 1982 von Michael Atiyah und Raoul Bott. Ebenfalls untersucht wurde dieser von Simon Donaldson im Rahmen der Kobayashi-Hitchin-Korrespondenz (oder Donaldson-Uhlenbeck-Yau-Theorem).

Definition

Sei eine kompakte Lie-Gruppe mit Lie-Algebra und ein -Hauptfaserbündel, wobei eine kompakte orientierbare Riemannsche Mannigfaltigkeit mit Metrik und Volumenform ist. Sei das adjungierte Vektorbündel. , ein affiner Vektorraum über und daher nicht kanonisch isomorph, ist der Raum der Zusammenhänge. Diese sind also unter der adjungierten Darstellung invariante -wertige (Lie-Algebra-wertige) Differentialformen auf und unterscheiden sich beim Rückzug entlang glatter Schnitte um -wertige (vektorbündelwertige) Differentialformen auf .

Die Yang-Mills-Wirkung ist gegeben durch:[1][2][3]

ist ein Vektorraum mit einem von induziertem Skalarprodukt. Dadurch lässt sich der Gradient definieren durch:

Genau dieser Ausdruck liegt den Ableitungen der Yang-Mills-Gleichungen zugrunde, nämlich genau den kritischen Punkten der Yang-Mills-Wirkung ohne einen Gradient:

Für ein offenes Intervall ist eine -Abbildung (also stetig differenzierbar) mit:[4][5][2][3]

ein Yang-Mills-Fluss.

Eigenschaften

  • Für einen Yang-Mills-Zusammenhang ist der konstante Weg auf diesem ein Yang-Mills-Fluss.
  • Für einen Yang-Mills-Fluss gilt:
ist also eine monoton sinkende Funktion. Alternativ kann die Ableitung mit der obigen Gleichung mit der Bi-Yang-Mills-Wirkung verbunden werden:[6]
Da die Yang-Mills-Wirkung immer positiv ist, wird ein in die Unendlichkeit fortgesetzter Yang-Mills-Fluss zwangsläufig gegen eine verschwindende Ableitung und daher nach obiger Gleichung einen Yang-Mills-Zusammenhang konvergieren.
  • Für einen Zusammenhang gibt es einen eindeutigen Yang-Mills-Fluss mit . Dabei ist ein Yang-Mills-Zusammenhang.
  • Für einen stabilen Yang-Mills-Zusammenhang gibt es eine Umgebung, sodass für jeden eindeutigen Yang-Mills-Fluss mit Anfangsbedingung darin gilt:

Literatur

Siehe auch

Einzelnachweise

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