Zehn

natürliche Zahl From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Zehn (10) ist die natürliche Zahl zwischen Neun und Elf. Sie ist gerade.

Schnelle Fakten Darstellung, Mathematische Eigenschaften ...
Zehn
10
Darstellung
Römisch X
Dual 1010
Oktal 12
Duodezimal A
Hexadezimal A
Chinesisch
Mathematische Eigenschaften
Vorzeichen positiv
Parität gerade
Faktorisierung
Teiler 1, 2, 5, 10
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Zehn
10×10×10-Zauberwürfel

Sprachliches

Eine Zusammenstellung von zehn Dingen (zumeist Jahren) ist die Dekade. Ein Polygon mit zehn Seiten ist ein Dekagon. Mit dem indogermanisch urverwandten lateinischen Wort decem (mit der Grundbedeutung „zwei Hände“)[1] werden Fremdwörter gebildet wie Dezember, (urspr.: der 10. Monat), Dezime (ein Intervall in der Musik oder eine Strophenform), bzw. der aus dem Präfix Dezi- der Zehntelbruch: Dezimeter, Dezitonne, Deziliter oder Dezimierung.

Etwas um ein Zehntel zu reduzieren bedeutet, es zu dezimieren. (Im alten Rom war die Tötung jedes zehnten Soldaten einer Kohorte die Strafe für Feigheit oder Meuterei; oder ein Zehntel der wehrfähigen Männer eines Dorfes als Form der Vergeltung, was in agrarischen Gesellschaften zu Arbeitskräftemangel und Hungersnot führte.)

Mathematik

Die Zehn ist die Basis des Dezimalsystems, das auf die Zahl der zehn menschlichen Finger zurückgeht. Die indogermanische Bedeutung (ahd. zehan) dürfte, ähnlich wie lateinisch decem, mit „zwei Hände“ zu deuten sein. Die Zehn ist außerdem zugleich eine Dreieckszahl und die Summe der ersten drei Primzahlen.

Zehn ist die vierte Tetraederzahl. Eine Tetraederzahl beschreibt eine bestimmte Folge von natürlichen Zahlen, die sich geometrisch als „Steine“ in einer regelmäßigen dreiseitigen Pyramide (Tetraeder) anordnen lassen. Die Tetraederzahl Zehn gibt an, dass 10 Kugeln bzw. Steine nötig sind, um ein Tetraeder mit drei Schichten zu bauen.

Bildliche Darstellung der ersten vier Dreieckszahlen.

Zusätzlich ist die Zehn nach der Eins, der Drei und der Sechs, die vierte Dreieckszahl, d. h. die Summe der ersten Fünf natürlichen Zahlen . Die Bezeichnung „Dreieckszahl“ leitet sich von der geometrischen Figur des Dreiecks her.

Weiteres

Geometrie

Dekagramm {10/3, 10/7}
Dekagramm {10/3, 10/7}

In der Geometrie ist das Zehneck oder Dekagon (von altgriechisch δέκα déka, deutsch zehn und γωνία gōnía, deutsch Winkel, Ecke)[2] ein beliebiges Polygon mit zehn Seiten und zehn Ecken.

Naturwissenschaft

Chemie

Die Ordnungszahl des Elements Neon im Periodensystem ist 10. Neon-Atome weisen im Atomkern jeweils 10 Protonen sowie im neutralen Zustand 10 Elektronen in der Hülle auf. Gemäß dem Schalenmodell beträgt die Anzahl der Elektronen in der vollständig besetzten L-Schale zehn (K=2, L=8 ergibt insgesamt 10 Elektronen bei Neon).

In der chemischen Nomenklatur steht das griechische Präfix „deca-“ für die Zahl 10. Der Begriff „Decan“ beschreibt ein Molekül, das aus zehn Kohlenstoffatomen besteht.

Physik

In der Physik werden Werte wie Entfernungen im Universum (z. B. Lichtjahre), die Masse von Elementarteilchen oder die Zahl von Molekülen (Avogadro-Zahl) praktisch immer als Potenzen der Zahl 10 notiert. Dies dient der Übersichtlichkeit und ist in der Fachliteratur üblich. Im vorliegenden Kontext steht „[10³]“ für „Tausend“, „[10⁶]“ für „eine Million“ und umgekehrt „[10‐³]“ für ein Tausendstel. Diese Schreibweise erleichtert in der Forschung den Vergleich, die Berechnung und die Kommunikation von Größenordnungen.

Mythologie und Religion

Seit jeher zählte man mit den Fingern. Die Zehn stand wohl auch deshalb für Anfang und Ende aller Zahlen, erschien als magische Grenze. Sie bildet die Summe der ersten vier Zahlen (1+2+3+4) und wurde früh zum Zeichen der Vollkommenheit und Vollendung.

In der Bibel spielen die Zehn Gebote und die zehn Plagen in Ägypten eine wichtige Rolle.

Judentum

Die Zehn Gebote, auch die Zehn Worte oder der Dekalog genannt, sind eine Reihe von Geboten und Verboten (hebr. Mitzwot) des Gottes Israels, JHWH, in der Tora, den fünf Büchern Mose der Hebräischen Bibel.

Die zehn Tage der Umkehr oder Die zehn ehrfurchtsvollen Tage (Jamim Noraim) zwischen dem jüdischen Neujahrsfest (Rosch ha-Schana) und dem Versöhnungstag (Jom Kippur) sind eine besondere Zeit der Buße und inneren Einkehr.

Als Gott die Städte Sodom und Gomorra zerstören will, handelt Abraham so lange mit Gott, bis dieser verspricht: Wenn er zehn Gerechte in der Stadt finde, werde die Stadt nicht zerstört. Diese Erzählung dient als Grundlage für den Minjan, das Quorum für jüdische Gottesdienste.

Zehn ist in der Kabbalistik die Zahl der Sephiroth, der Emanationen im kabbalistischen Lebensbaum: Neun Sphären sind mit den Sinnen zu erschließen, die zehnte bleibt unsichtbar.

Christentum

Wie im Judentum haben auch im Christentum Die Zehn Gebote einen zentralen Rang für die theologische Ethik und haben die Kirchen- und Kulturgeschichte Europas und des außereuropäischen Westens mitgeprägt.

Die zehn Plagen bezeichnen eine Reihe von Katastrophen, die nach der biblischen Erzählung etwa im 13. Jahrhundert v. Chr. das Land Ägypten plagten. Historisch ist diese in der Bibel überlieferte Geschichte nicht belegt.

Der griechische Buchstabe χ – vgl. den römischen Zahlwert Zehn – steht als zentraler Buchstabe des Christusmonogramms für Christus selber.[3]

Buddhismus

Im Buddhismus gibt es folgende Zehn „den Geist trübenden Leidenschaften“ (Geistesverschmutzungen):[4]

  1. Gier, Begierde
  2. Hass
  3. Verblendung
  4. (Ich-)Dünkel
  5. (falsche) Ansichten
  6. Zweifel, Zweifelsucht
  7. Starrheit, Trägheit
  8. Aufgeregtheit, Anmaßung
  9. Schamlosigkeit
  10. Gewissenlosigkeit, Rücksichtslosigkeit.

Die Nummern 1 bis 3 werden zusammengefasst als Drei Geistesgifte bezeichnet.

Im Buddhismus sind die Zehn Betrachtungen (Pali: Anussati) bedeutende Meditations- und Kontemplationsthemen. Sie dienen dazu, Geist und Herz zu entwickeln und Achtsamkeit zu vertiefen. Im Theravada-Buddhismus werden sie als klassische Übung für Mönche und Praktizierende beschrieben.

Islam

Aschura (arab. für „zehn“) ist der jeweils im zehnten Muharram stattfindende schiitische Gedenktag der Tötung al-Husain ibn Alis.

Weiteres

Siehe auch

Einzelnachweise

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