ÖBB 4750
Akkumulatortriebwagen der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) vom Typ Stadler Flirt Akku
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Die Triebwagen der Reihe 4750[2][3] der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sind batterieelektrische Triebzüge des Typs Flirt Akku, die ab Dezember 2027[4][2] für den Einsatz im Regionalverkehr in Niederösterreich vorgesehen sind. Die Züge entstammen der Familie Flirt des Herstellers Stadler Rail und werden in Bussnang gefertigt. Im Gegensatz zu den Flirt Akku aus Pankow basieren sie auf dem Flirt 4.[5]
| ÖBB 4750 | |
|---|---|
| Nummerierung: | 001–023 |
| Anzahl: | 23 (120 bestellbar) |
| Hersteller: | Stadler Rail |
| Plattform: | FLIRT Akku |
| Achsfolge: | Bo’2’2’Bo’ |
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) |
| Länge über Kupplung: | 63 200 mm |
| Breite: | 2 820 mm |
| Höhe: | 4 250 mm |
| Drehgestellachsstand: | 2700 mm |
| Raddurchmesser: | 870 mm (neu) |
| Höchstgeschwindigkeit: | 160 km/h |
| Kurzzeitleistung: | 2000 kW |
| Dauerleistung: | 1600 kW |
| Anfahrzugkraft: | 140 kN |
| Beschleunigung: | 1 m/s² |
| Stromsystem: | 15 kV 16,7 Hz, 25 kV 50 Hz, ~ |
| Sitzplätze: | 150 (+12 Klappsitze) |
| Stehplätze: | 228 |
| Fußbodenhöhe: | 600 mm (Niederflur) 1140 mm (Hochflur)[1] |
| Niederfluranteil: | etwa 70 % (Stufen in den Bereichen der Drehgestelle) |
| Klasse(n): | 2. Klasse |
Beschaffung
Einzelne Triebwagen der Reihe 5047, die aktuell auf nicht elektrifizierten Strecken in Österreich eingesetzt werden, sind bereits 40 Jahre alt und entsprechen nicht mehr den Barrierefreiheits- sowie Abgasvorschriften.[6] Diese sollen daher durch neuere Fahrzeuge ersetzt werden.
Nach zahlreichen Testfahrten sowohl mit Wasserstoff-Batterietriebwagen (H2-iLint) als auch Akku-Triebzügen (Cityjet-Eco) entschlossen sich die ÖBB schlussendlich auf batterieelektrische Triebzüge zu setzen.[7] Ursprünglich war dafür eine Serie der Reihe 4746 mit verstärkten Mittelwagen vorgesehen, welche die Möglichkeit für einen kleinen Akku am Dach besaßen. Dies wurde aber nicht umgesetzt, stattdessen wurde eine Ausschreibung für bis zu 120 Akkutriebzüge im Wert von 1,3 Milliarden Euro gestartet, welche Stadler Rail mit dem Flirt Akku in dreiteiliger Ausführung gewann.
In einem ersten Abruf bestellten die ÖBB 16 Züge für den Einsatz zwischen St. Pölten und Sigmundsherberg auf der Kremser und Kamptalbahn bis zu 194 Millionen Euro.[8]
Im März 2026 gaben die ÖBB bekannt, sieben weitere Garnituren für den Einsatz auf der Erlauftalbahn abzurufen.[9]
Abrufe
| Nummerierung | Anzahl | Fertiggestellt | Baujahre | Inbetriebnahme | Linien | Einsatzgebiet |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 001–016 | 16 | 0 | 2025+ | Dezember 2027[4] | REX44 R44 |
Sigmundsherberg-Kamptalbahn-Kremser Bahn-St.Pölten |
| 017–023 | 7 | 0 | 2026+ | 2028[9] | R57 | Erlauftalbahn |
Ausstattung
Im Vergleich zu den Vorgängern 5022 und 5047 erhalten die Züge nun auch USB-C- sowie Schuko-Steckdosen, Klapptische sowie eine Klimaautomatik. Es gibt zwei Rollstuhlplätze, ein behindertengerechtes WC und einen Lift für verschiedene Bahnsteighöhen. In den Mehrzweckbereichen können bis zu zwölf Fahrräder oder acht Kinderwagen transportiert werden.[8][10]