1. Schwere Mechanisierte Brigade
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Die 1. Separate Schwere Mechanisierte Brigade Siwersk (Militäreinheit Nr. A1815 | ukrainisch 1-ша окрема важка механізована Сіверська бригада, в/ч: A1815) ist eine Brigade des ukrainischen Heeres.[1][2][3]
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1. Schwere Mechanisierte Brigade | |
|---|---|
| Aufstellung | 1992 |
| Staat | |
| Streitkräfte | |
| Teilstreitkraft | |
| Truppengattung | |
| Typ | Brigade |
| Unterstellung | |
| Standort | Hontschariwske, Oblast Tschernihiw |
| Spitzname | Siwersk-Brigade |
| Motto | Schlage zuerst! |
| Schlachten | Russisch-Ukrainischer Krieg |
| Auszeichnungen | Für Mut und Tapferkeit |
| Website | 1otbr.army |
| Führung | |
| Kommandeur | Oberstleutnant Oleh Mohulskyj |
| Alte Bezeichnungen | |
| 1992–1997 | 292. Panzerregiment |
| 1997–2025 | 1. Panzerbrigade |
| Insignien | |
| Ehemaliges Wappen | |
| Barettabzeichen der ehemaligen Panzertruppe | |
Geschichte
Die Brigade wurde 1997 aus dem 292. Panzerregiment gebildet.[1] Im Jahr 2014 wurde die Brigade an die Grenze zu Russland in der Rajon Sumy verlegt, um die Route nach Kiew zu sichern.[4] Ein Bataillon wurde außerdem zur Unterstützung mechanisierter Brigaden in die Rajon Luhansk, hauptsächlich um den Flughafen Luhansk, entsandt.[5] 2015 unterstützte die Brigade die 30. Mechanisierte Brigade in Debalzewe, wo sie mindestens drei feindliche Panzer zerstörte.[6]
Zu Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine 2022 zerstreute sich die Brigade in Erwartung des bevorstehenden Bombardements.[7] Nach dem Bombardement kehrte die Einheit nach Tschernihiw zurück, um die Vorhut der russischen Einheiten abwehren zu können.[5] Russische Streitkräfte versuchten, die Stadt einzunehmen, wurden jedoch zurückgeschlagen.[6] Schließlich umgingen sie die Stadt, was zur Belagerung von Tschernihiw führte.[8] Trotz der Einkesselung hielt die Brigade eine Nachschubroute für Kommunikation und Versorgung aufrecht.[6] Am 31. März 2022 hatte die Brigade die Stadt erfolgreich gegen russische Angriffe verteidigt, und die Belagerung wurde aufgehoben. Überlebende Teile der russischen 41. Luftlandebrigade zogen sich Richtung Norden nach Belarus zurück.
Die Brigade befreite darauf umliegende ukrainische Städte und erlangte Kontrolle über die Autobahn M01 nach Kiew zurück.[9] Nach einer Erholungs- und Auffrischungsphase im Mai wurden Teile der Brigade erneut in die Schlacht um den Donbas im südlichen Donezk und Kramatorsk verlegt.[10]
Für ihren Einsatz in Tschernihiw, bei der südlichen Gegenoffensive und im Donbas wurde die Einheit von Präsident Wolodymyr Selenskyj mit der Ehrenauszeichnung Für Mut und Tapferkeit ausgezeichnet.[11] Selenskyj erklärte außerdem, dass innerhalb von sechs Monaten über tausend Angehörige dieser Brigade staatliche Auszeichnungen erhalten hätten.[1]

Im Oktober 2023 wurde berichtet, dass Teile der Brigade, einschließlich ihres mechanisierten Bataillons, in der Nähe der Dörfer Nowokalinowe und Krasnohoriwka (inzwischen in Jasnohoriwka umbenannt) in der Oblast Donezk im Rahmen einer russischen Offensive in der Region operierten, die auf die Eroberung von Awdijiwka abzielte.[12][13]
Im August 2024 trat Oberst Leonid Choda nach vier Jahren als Brigadekommandeur von seinem Posten zurück, und Oberstleutnant Oleh Mohulskyj übernahm seine Nachfolge. In einer Abschiedsrede an seine Soldaten erklärte Choda, die Brigade habe an Kämpfen in und bei Lyman, Lyssytschansk, Awdijiwka, Marjinka, Staromaiorske und Robotyne teilgenommen.[14]
Kurz darauf kämpfte die Brigade dann auch in Sudscha, im Rahmen der Kursk-Offensive. Berichten zufolge leistete sie in der Stadt Feuerunterstützung mit Panzern.[15]
Im Frühjahr 2025 wurde der Verband Teil des damals neugegründeten 18. Armeekorps.[16] Ab Juli des Jahres wurde die 1. Panzerbrigade zur 1. Schweren Mechanisierten Brigade umstrukturiert. Damit folgt sie der 5. und der 17. Panzerbrigade, jetzt schwere mechanisierte Brigaden, die bereits ab Oktober und November 2024 umstrukturiert wurden. Grund für die Neuausrichtung sind doktrinälle Veränderungen, ein Mangel an Kampfpanzern, und die Dominanz von Drohnen. Im Rahmen der Umstrukturierung verlor die Brigade ein Panzerbataillon und bekam ein neues mechanisiertes Bataillon. Zudem ist der Prozess Teil der großangelegten Umstrukturierung des ukrainischen Herres in Korps.[17][18]
Struktur

- 1. Schwere Mechanisierte Brigade
- Hauptquartier
1. Panzerbataillon
2. Panzerbataillon
1. Mechanisiertes Bataillon
2. Mechanisiertes Bataillon
1. Schützenbataillon
2. Schützenbataillon
Artilleriegruppe
Hauptquartier und Feuerleitung
1. Artilleriebataillon (2S1)- 2. Artilleriebataillon (2S3)
- Raketenartilleriebataillon (BM-21)
- Panzerabwehrartilleriebataillon (MT-12, AGTM, MT-LB)
- Instandhaltungskompanie
- Logistikkompanie
- Fernmeldebataillon
- ABC-Abwehrkompanie
- Flugabwehrbataillon
Aufklärungskompanie
Angriffsdrohnenkompanie Pegasus
- FPV-Drohnengruppe Tuman
- FPV-Drohnengruppe Bora
- Dronengruppe Predator
Pionierbataillon
Instandhaltungsbataillon- Logistikbataillon
- Fernmeldekompanie
- Radarkompanie
- Sanitätskompanie
- ABC-Abwehrkompanie
Ausrüstung
Die Brigade benutzt hauptsächlich Ausrüstung, die die Ukraine von der Sowjetunion geerbt hat. Darunter Modernisierte Kampfpanzer so wie Eigenproduktionen, wie die T-64BV Bulat, und westlich-geliefertes Equipment, wie M777.[19][20][21][22]
Zusätzlich eroberte die Brigade russische T-72, T-90 und T-80.[23][19]
| Typ | Bild | Herkunft | Funktion | Nummer | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|---|
| Panzer | |||||
| T-64BV | Sowjetunion/ Ukraine |
Kampfpanzer | ? | Diverse Modernisierungspakete und Feldmodifikationen | |
| T-64BV Bulat | Ukraine | Kampfpanzer | ? | In der Ukraine entwickelte Modernisierung aus Eigenproduktion | |
| T-80BV | Sowjetunion | Kampfpanzer | ? | Diverse Modernisierungspakete und Feldmodifikationen | |
| BMP-1 | Sowjetunion | Schützenpanzer | ? | ||
| 2K22 Tunguska | Sowjetunion | Flakpanzer | ? | ||
| 2S1 | Sowjetunion | Panzerartillerie | ? | ||
| 2S3 | Sowjetunion | Panzerartillerie | ? | ||
| Artillerie | |||||
| BM-21 | Sowjetunion | Mobile Raketenartillerie | 6 | ||
| D-30 | Sowjetunion | Haubitze | ? | ||
| M777 | USA | Haubitze | ? | Ab April 2022 an die Ukraine geliefert[24] | |
Kommandeure
- Oberst Wolodymyr Samana (01.09.1997 ― 03.07.1999)
- Oberst Serhij Mychejewskyj (03.07.1999 ― 10.02.2003)
- Oberst Ihor Tanzjura (10.02.2003 ― 30.08.2005)
- Oberst Ihor Schpak (30.08.2007 ― 28.08.2009)
- Oberst Andrij Hryzkow (16.12.2008 ― 30.04.2015)[25][26]
- Oberst Oleksij Sobnin (30.04.2015 ― 03.05.2016)
- Oberst Serhij Malenko (03.05.2016 ― 31.08.2017)[27]
- Oberst Oleh Bilitschenko (21.11.2017 ― 04.01.2019)[28]
- Oberst Jurij Meschakow (04.01.2019 ― 28.05.2020)[29]
- Oberst Leonid Choda (19.09.2020 ― August 2024)[30][31]
- Oberstleutnant Oleh Mohulskyj (seit 2024)[30][31]

