47. Mechanisierte Brigade (Ukraine)
militärischer Großverband des ukrainischen Heeres
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Die 47. Separate Mechanisierte Brigade Magura (Militäreinheit Nr. A4699; ukrainisch 47-ма окрема механізована бригада «Маґура», 47 ОМБр, в/ч: A4699) ist ein Verband des ukrainischen Heeres. Die Brigade wurde nach der russischen Vollinvasion 2022 aus Freiwilligen gebildet.[1]
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47. Mechanisierte Brigade | |
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| Aufstellung | 26. April 2022 |
| Staat | |
| Streitkräfte | |
| Teilstreitkraft | |
| Truppengattung | |
| Typ | Brigade |
| Unterstellung | |
| Standort | Hostomel, Oblast Kiew |
| Spitzname | Magura-Brigade |
| Motto | Stets wagemutig! |
| Schlachten | Russisch-Ukrainischer Krieg |
| Auszeichnungen | Für Mut und Tapferkeit |
| Website | 47.army |
| Kommandeure | |
| Kommandeur | Oberstleutnant Maksym Danyltschuk |
Geschichte
Die Brigade wurde im Jahr 2022 aus dem 47. Separaten Sturmbataillon formiert. Dieses rekrutierte Freiwillige nach einem strengen Auswahlverfahren. Durch den großen Zulauf wählten die Ausbilder die fähigsten Kandidaten aus. Das Bataillon bewährte sich – obwohl es aus mehrheitlich unerfahrenen Zivilisten bestand, die über keine Kampferfahrung verfügten – in Gefechten um das Kraftwerk Wuhlehirsk. Der ukrainische Generalstab befahl daraufhin die Vergrößerung zum Regiment.[2] Die Formation wurde als Regiment nie im Kampf eingesetzt, am 15. November 2023 wurde die Erweiterung zur Brigade befohlen.
Die 47. mechanisierte Brigade ist unter anderem mit dem M2 Bradley und dem M55S ausgestattet.[3] Mitglieder der Brigade trainierten unter anderem auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr in Deutschland.[4]
Ukrainische Gegenoffensive 2023
Im Zuge der Ukrainischen Gegenoffensive 2023 wurde die 47. mechanisierte Brigade dem 10. Korps unterstellt.[3] Zusammen mit anderen Einheiten griff die Brigade seit Juni 2023 auf der Angriffsachse Robotyne südlich von Orichiw an. Sie stieß auf heftigen Widerstand und erlitt durch ausgedehnte Minenfelder und russische Artillerie vor allem in den ersten Tagen und Wochen der Gegenoffensive Verluste an Gerät.[5] Fortan klärte die Brigade die Minenfelder ausschließlich mit Infanterie und bei Nacht.[6] Nach dem Durchbrechen des Minenfeldes und der ersten lokalen russischen Verteidigungslinie hisste die 47. Brigade im August 2023 die ukrainische Flagge in Robotyne.[7]
Nach der Einnahme von Robotyne beteiligt sich die 47. Brigade weiter am Angriff Richtung Tokmak, welcher jedoch nur schleppend verläuft. Trotz kleinerer Erfolge konnte das übergeordnete Ziel der Gegenoffensive, zunächst Tokmak zu befreien und von dort die Schwarzmeerküste bei Mariupol zu bedrohen, bisher nicht erreicht werden. Sie wird von westlichen Militärs dennoch als Teilerfolg verbucht.[8]
Schlacht um Awdijiwka 2023
Nach Konsolidierung der Gewinne bei Robotyne erfolgte Ende Oktober 2023 eine Verlegung mehrerer Bataillone der 47. Brigade in die schwer umkämpfte Frontstadt Awdijiwka.[9]
Die Brigade wurde im Norden der Stadt eingesetzt und schlug dort russische Angriffe auf den Bahndamm bei Stepove und die Avdeyevskiy Kokerei zurück. In der Nacht auf den 2. November begann die Brigade einen Entlastungsangriff auf die Flanken der russischen Angriffsspitzen und rückte dabei entlang der Autobahn H20 hinter die russischen Linien vor.[10]
2024
Am 6. Mai 2024 erhielt der Verband die Ehrenauszeichnung Für Mut und Tapferkeit von Präsident Wolodymyr Selenskyj.[11]
- Kursk-Offensive
Die 47. Brigade war ab September 2024 an der ukrainischen Operation in der russischen Oblast Kursk beteiligt.[12][13]
2025
Im September 2025 wurde der 26-jährige Oberstleutnant Held der Ukraine Maksym Danyltschuk zum neuen Brigadekommandeur ernannt.[14]
Struktur
47. Mechanisierte Brigade[15]
- Hauptquartier
1. Mechanisiertes Bataillon
2. Mechanisiertes Bataillon
3. Mechanisiertes Bataillon- 1. Motorisiertes Bataillon
- 2. Motorisiertes Bataillon
Panzerbataillon
Bataillon Unbemannter Systeme Striks- Schkval-Bataillon (Strafbataillon)
- Artilleriegruppe
- Flugabwehrdywision
Instandhaltungsbataillon- Logistikbataillon
- Pionierbataillon
Internationale Mechanisierte Kompanie Atlas
Aufklärungskompanie- Fernmeldekompanie
- Sanitätskompanie
Patronagedienst
Kommandeure
- Oberst Iwan Schalamaha (April–November 2022)
- Oberst Oleksandr Sak (November 2022–September 2023)[16][17][18]
- Oberst Dmytro Rjumschyn (September 2023–Februar 2024)[19][20]
- Oberst Pawlij Oleksandr (Februar–März 2024)[21]
- Oberst Jan Jazyschen (März 2024–September 2025)[22]
- Oberst Maksym Danyltschuk (September 2025)[23].