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107. Raketenartilleriebrigade

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Die 107. Raketenartilleriebrigade Krementschuk (Militäreinheit Nr. A1546; ukrainisch 107-а реактивна артилерійська бригада Кременчука, 107 РеАБр, в/ч: A1546) ist eine Brigade des ukrainischen Heeres.[1]

Aufstellung16. Dezember 1942
StaatSowjetunion Sowjetunion (1942–1991)
Ukraine Ukraine (seit 1992)
TeilstreitkraftUkrainische Streitkräfte Ukrainisches Heer
Schnelle Fakten Aufstellung, Staat ...

107. Raketenartilleriebrigade
— 107 ReABr —
X

Aufstellung 16. Dezember 1942
Staat Sowjetunion Sowjetunion (1942–1991)
Ukraine Ukraine (seit 1992)
Streitkräfte Ukrainische Streitkräfte Ukrainische Streitkräfte
Teilstreitkraft Ukrainische Streitkräfte Ukrainisches Heer
Truppengattung Raketen- und Artillerieteilstreitkräfte
Typ Brigade
Unterstellung Oberkommando des Heeres
Standort Krementschuk, Oblast Poltawa
Spitzname Krementschuk
Motto Stärke und Ehre
Schlachten Russisch-Ukrainischer Krieg
Auszeichnungen
Für Mut und Tapferkeit
Website 107reabr.mil.gov.ua
Führung
Kommandeur Oberst Serhij Sawtschenko
Alte Bezeichnungen
1967–2005 107. Raketenbrigade
2005–2019 107. Raketenartillerieregiment
Insignien
Alte Insigne
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Geschichte

Sowjetunion

Die Brigade geht auf die 67. Haubitzenartilleriebrigade der Roten Armee zurück, die am 16. Dezember 1942 bei Moskau aufgestellt wurde. Die Brigade kämpfte bei Leningrad sowie in der Ukraine, Moldawien, Rumänien, Ungarn und Österreich. Sie erhielt den Ehrennamen Leningrad und wurde mit dem Kutusoworden II. Klasse ausgezeichnet.[2][3][4][5]

Nach dem Krieg war die Brigade in der Ukraine und in Ungarn stationiert. Ihre Standorte waren Dnipro, Bila Zerkwa, Kiew und letztendlich Krementschuk.[5][6]

Im Jahr 1967 wurde die Einheit in die 107. Raketenbrigade umstrukturiert. Sie erhielt taktische ballistische Raketen vom Typ R-11 Semlja und R-17 Elbrus.[2]

Ukraine

Eine BM-30 der Brigade während einer Unabhängigkeitsparade in Kyjiw

Im Jahr 1992 leistete die Brigade den Treueeid auf das ukrainische Volk.[2] Die Brigade wurde 2003 mit den Systemen 9K79-1 Totschka-U ausgestattet. 2005 wurde sie zum Regiment reorganisiert und wurde somit zum 107. Raketenartillerieregiment und in den Folgejahren mit Raketenwerfern des Typs BM-30 neu ausgerüstet.[5]

Russisch-Ukrainischer Krieg

Die Brigade ist seit 2014 an Kampfhandlungen in der Ukraine beteiligt.

Nach Übungen in Dnipro und Cherson sicherte eine Raketendywision des Regiments die Ukraine vor dem Einmarsch russischer Truppen aus Richtung der Krim. Nach Beginn der aktiven Phase der Anti-Terror-Operation im Donbass wurde die andere Raketendywision in den Osten des Landes verlegt, um dort Kampfeinsätze durchzuführen.[7][8][9]

Am 17. und 18. August 2014 griff die 1. Raketendywision des Regiments zusammen mit Einheiten der 19. Raketenbrigade eine Kolonne der 18. Separaten Motorisierten Schützenbrigade der russischen Armee in der Nähe der Stadt Snischne an.[10]

Im Verlaufe des Augusts 2014, nach der massiven Verlegung regulärer russischer Truppen auf ukrainisches Territorium, verlegte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte neben anderen Einheiten auch Teile des Regiments nach Ilowajsk um den Rückzug ukrainischer Truppen aus der Einkesselung zu decken. Das Feuer wurde auf Anforderung eröffnet. Dabei wurden etwa 12 Gruppen- und Einzelraketenangriffe mit 1 bis 4 Tochka-Anlagen und etwa 15 Feuerangriffe des Smerch-Mehrfachraketenwerfers mit 1 bis 3 Kampffahrzeugen durchgeführt.[10]

Am 18. November 2015 wurden dem Regiment die Ehrenbezeichnungen Leningrad des Kutusoworden im Zuge einer landesweiten Abschaffung sowjetischer Auszeichnungen und Orden der ukrainischen Streitkräfte aberkannt.[11]

Am 1. Januar 2019 wurde das Regiment wieder zur Brigade erhoben und wurde die heutige 107. Raketenartilleriebrigade.[4]

Am 11. Dezember 2022 wurde der Brigade der Ehrentitel Krementschuk verliehen.[12]

Während der ukrainischen Gegenoffensive 2023 war die Brigade an Operationen im Süden in Richtung Saporischschja beteiligt.[13]

Am 4. Dezember 2024 wurde der Brigade die Ehrenauszeichnung Für Mut und Tapferkeit vom Präsidenten der Ukraine Wolodymyr Selenskyj verliehen.[14]

Struktur

Probeschießen der Wilcha am 18.12.2019
  • 107. Raketenartilleriebrigade[1]
  • Hauptquartier
    • 1. Artilleriedywision
    • 2. Artilleriedywision
    • 3. Artilleriedywision
    • 4. Artilleriedywision
    • Artillerieaufklärungsdywision
    • Instandhaltungskompanie
    • Fernmeldekompanie
    • Sanitätskompanie
    • Pionierkompanie
    • Logistikkompanie
    • Radarkompanie
    • CBRN-Abwehrkompanie

Ausrüstung

Aufgrund des akuten Munitionsmangels für die alten sowjetischen Systeme, ist die 107. Raketenartilleriebrigade eine der wenigen noch existenten der Ukraine. Neben den zahlenmäßig immer weniger werdenden Sowjetsystemen kommen vermehrt ukrainische Eigenproduktionen bzw. Weiterentwicklungen wie Wilcha oder westliche Mehrfachreketenwerfersystemen M270 zum Einsatz.[15][16][17]

Weitere Informationen Typ, Bild ...
Typ Bild Herkunft Funktion Anzahl Anmerkung
Raketenartillerie
Wilcha Ukraine MLRS ? Ukrainische Weiterentwicklung des BM-30
BM-30 Smertsch Sowjetunion MLRS ?
M270
MARS II
LRU
USA MLRS ? Ab 2022 von Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Italien und Norwegen geliefert[18][17]
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Kommandeure

  • Oberst Witalij Dobrunow (1992–2004)
  • Oberst Serhij Schkuratow (2004–2011)[19]
  • Oberst Mykola Komlyk (2012–2015)[20]
  • Oberst Oleksandr Kelembet (2015–2023)[21]
  • Oberst Serhij Sawtschenko (Seit 2023)[21]

Siehe auch

Commons: 107. Raketenartilleriebrigade – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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