Amdorf (Herborn)

Ortsteil der Stadt Herborn im Lahn-Dill-Kreis in Hessen From Wikipedia, the free encyclopedia

Amdorf ist der kleinste Stadtteil von Herborn im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis.

Schnelle Fakten Stadt Herborn ...
Amdorf
Stadt Herborn
Koordinaten: 50° 41′ N,  15′ O
Höhe: 265 (265–299) m ü. NHN
Fläche: 3,34 km²[1]
Einwohner: 243 (31. Dez. 2024)[2]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Dezember 1970
Eingemeindet nach: Burg
Postleitzahl: 35745
Vorwahl: 02772
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Geographische Lage

Die Ortschaft Amdorf liegt mittig zwischen Schönbach und Uckersdorf am Dill-Zufluss Amdorfbach.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Amdorf erfolgte im Jahr 1345.[3] Dabei taucht der Ort in der schriftlichen Überlieferung mit der Namensform „Amberfe“ erstmals in dem in den Jahren nach 1351 verfassten Güter- und Stiftungsverzeichnis der Kapelle in Ballersbach auf. Der Ortsname wird vom Ambach abgeleitet. Um 1530 wurde die Reformation eingeführt. Im Jahr 1587 besaß Amdorf eine Kapelle und eine Schule. Eine überlieferte Bauinschrift von 1597 weist auf einen Neubau oder Umbau. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Kirche baufällig und stürzte ein. 1722 folgte ein Neubau der Kirche, die 1782 instand gesetzt wurde. 1833/1834 entstand die heutige Kirche, die mit der Schule unter einem Dach kombiniert wurde. Zu Beginn der 1900er Jahre wurde Farberde im Bergbau abgebaut und in einer Mineralmühle aufbereitet. Sie besteht heute noch. Im Ort sind noch viele Fachwerkhäuser erhalten.

Amdorf hatte von 1906 bis 1959 im Personenverkehr und im Güterverkehr einen direkten Bahnanschluss durch die Bahnstrecke Herborn–Montabaur (Westerwaldquerbahn), die aber stillgelegt und größtenteils demontiert ist. Die Schule wurde 1968 geschlossen und an die Kirchengemeinde verkauft, die dort eine Küsterwohnung und einen Gemeinderaum einrichtete.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Amdorf am 1. Dezember 1970 auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Burg eingegliedert,[4] die ihrerseits am 1. Januar 1977 durch das Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen mit der Stadt Herborn und mehreren anderen Gemeinden zur Stadt Herborn zusammengeschlossen wurden.[5][6] Für den Stadtteil Amdorf wurde, wie für die anderen eingemeindeten ehemals eigenständigen Gemeinden, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.[7]

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,[Anm. 1] denen Amdorf angehört(e):[1][8]

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

(1961 und 1970 Volkszählungsergebnisse am 6. Juni bzw. am 27. Mai; ab 1984 jeweils am 31. Dezember)

Amdorf: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020
Jahr  Einwohner
1834
 
133
1840
 
137
1846
 
139
1852
 
156
1858
 
135
1864
 
125
1871
 
121
1875
 
135
1885
 
130
1895
 
145
1905
 
158
1910
 
166
1925
 
173
1939
 
154
1946
 
213
1950
 
218
1956
 
224
1961
 
205
1967
 
208
1970
 
239
1984
 
279
1987
 
259
1991
 
262
1997
 
263
1999
 
258
2003
 
290
2008
 
275
2011
 
264
2014
 
244
2018
 
239
2020
 
244
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: nach 1970 Stadt Herborn: Einwohnerzahlen[9]; Zensus 2011[10]

Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

Politik

Für Amdorf gibt es einen Ortsbeirat mit einem Ortsvorsteher. Der Ortsbeirat besteht aus vier Mitgliedern. Nach den Kommunalwahlen in Hessen 2016 ist Hans Joachim Gabel Ortsvorsteher.[11]

Kulturdenkmäler

Für die Kulturdenkmäler des Ortes siehe Liste der Kulturdenkmäler in Amdorf.

Verkehr

Amdorf liegt an der Westerwaldquerbahn (Herborn-Bahnhof Rennerod-Westerburg-Wallmerod-Montabaur), jedoch ist diese stillgelegt und teilweise abgebaut.

Commons: Amdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

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