Argenthal

Gemeinde in Rheinland-Pfalz, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Argenthal ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen an.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Argenthal
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Argenthal hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 59′ N,  36′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Simmern-Rheinböllen
Höhe: 458 m ü. NHN
Fläche: 28,59 km²
Einwohner: 1720 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55496
Vorwahl: 06761
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 003
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 1
55494 Rheinböllen
Website: www.argenthal.de
Ortsbürgermeister: Hans-Werner Merg
Lage der Ortsgemeinde Argenthal im Rhein-Hunsrück-Kreis
KarteLahrMörsdorf
Karte
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Rathaus im Dorfzentrum

Geographie

Argenthal befindet sich am Nordwestrand des Soonwalds, einem bis 657 m hohen Teil des Hunsrücks, der zum Rheinischen Schiefergebirge zählt.

Zu Argenthal gehören die Wohnplätze Birkenhof, Eckelhornerhof, Weidenhof, Forsthaus Ellern, Forsthaus Thiergarten, Haus am Waldsee, Jägerhof und Wacholderhof.[2]

Mit 28,52 km² Fläche, davon 19,85 km² Wald (Soonwald), ist die Gemarkung Argenthal nach Boppard die zweitgrößte im Rhein-Hunsrück-Kreis (Quelle: statistisches Landesamt, Stand 31. Dezember 2007). Größere Ortschaften in der Nachbarschaft sind Simmern im Westen und Rheinböllen im Osten.

Höchste Erhebung von Argenthal ist der Opel mit 649,3 m ü. NHN. Auf dem Gebiet der Gemeinde befindet sich der Waldsee, dieses Badegewässer entstand aus einer 1935 stillgelegten Erzgrube.

Geschichte

Der Ort wurde erstmals im Jahre 1091 als „Argantal“ erwähnt. Argindal war im 13. Jahrhundert als Reichslehen im Besitz Ritter von Schönburg auf Wesel. Namentlich erwähnt wird ein Merbodo dictus de Argindal. Landesherr war seit dem 14. Jahrhundert der Pfalzgraf bei Rhein. Mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch. 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Argenthal, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohner
1815730
1835880
1871792
1905851
1939849
19501.023
19611.091
JahrEinwohner
19701.394
19871.479
19971.565
20051.660
20111.661
20171.620
20241.720[1]
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Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Argenthal besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Weitere Informationen Wahl, SPD ...
WahlSPDFWGAZAGesamt
202410616 Sitze[4]
20199716 Sitze[5]
2014per Mehrheitswahl16 Sitze[6]
20097916 Sitze[7]
200461016 Sitze
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  • FWGA = Freie Wählergruppe Argenthal e. V.
  • ZA = Zukunft Argenthal e. V.

Bürgermeister

Ortsbürgermeister ist Hans-Werner Merg (FWGA). Bei der Stichwahl am 16. Juni 2019 setzte er sich mit einem Stimmenanteil von 59,49 % durch, nachdem bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 keiner der ursprünglich drei Kandidaten die notwendige Mehrheit erreicht hatte. Er wurde damit Nachfolger der bisherigen Ortsbürgermeisterin Sarah Groß.[8] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er mit 79,6 % der Stimmen ohne Gegenkandidat in seinem Amt bestätigt.[9] Im Januar 2026 kündigte Merg an, sein Amt zum 30. April vorzeitig niederzulegen. Parallel zur Landtagswahl am 22. März 2026 soll daher ein Nachfolger gewählt werden.[10][11]

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Ort in die Landschaft eingebettet

Gewerbe

Argenthal gehört zu den größeren Hunsrück-Orten, in dem nur noch wenige Menschen in der Landwirtschaft tätig sind. Die Mehrheit der Einwohner sind als Arbeiter, Angestellte, Beamte, Handwerker, Gewerbetreibende und Soldaten beschäftigt.

Verkehr

Der Haltepunkt Argenthal lag an der mittlerweile stillgelegten Hunsrückquerbahn LangenlonsheimHermeskeil.

Siehe auch

Persönlichkeiten

  • Peter Engelmann (1823–1874), US-amerikanisch-deutscher Pädagoge, Autor und Gründer der German-English Academy (heute: University School of Milwaukee)
  • Dirk Jasper (1947–2011), freier Publizist, Sachbuchautor und Multimedia-Produzent, wohnte mit seiner Familie in Argenthal.

Literatur

  • Achim R. Baumgarten, Fritz Schellack: 900 Jahre Argenthal 1091–1991. Mit Beiträgen von H. Dunger und J. König. Hrsg.: Gemeinde Argenthal. 1991, DNB 930042751.
Commons: Argenthal – Sammlung von Bildern
  • Literatur über Argenthal in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie

Einzelnachweise

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