Dommershausen
Gemeinde in Deutschland
From Wikipedia, the free encyclopedia
Das Dorf Dommershausen, im örtlichen Dialekt Dommasch,[2] liegt inmitten der Mittelgebirgslandschaft des Hunsrücks in der Verbandsgemeinde Kastellaun im Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz. Aufgrund von Gebietsreformen ist das Dorf seit dem 17. März 1974 ein Ortsbezirk und Namensgeber der Ortsgemeinde Dommershausen.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
| ||
| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 50° 9′ N, 7° 24′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Rhein-Hunsrück-Kreis | |
| Verbandsgemeinde: | Kastellaun | |
| Höhe: | 340 m ü. NHN | |
| Fläche: | 24,69 km² | |
| Einwohner: | 1108 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 45 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 56290 | |
| Vorwahl: | 02605 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SIM, GOA | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 40 202 | |
| LOCODE: | DE DMH | |
| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Kirchstraße 1 56288 Kastellaun | |
| Website: | www.ortsgemeinde-dommershausen.de | |
| Ortsbürgermeister: | Dietmar Emmerich | |
| Lage der Ortsgemeinde Dommershausen im Rhein-Hunsrück-Kreis | ||

Nachbarorte
Geschichte
Dommershausen wird erstmals im Jahre 1220 als Dumershusen urkundlich erwähnt. Aus der Erwähnung geht hervor, dass Dumershusen zu keinerlei Steuer herangezogen wird. Der Ort gehörte zum Kondominium Beltheimer Gericht und lag damit unter der Herrschaft von Kurtrier, Sponheim und den Herren von Braunshorn (nach deren Aussterben Winneburg und nach deren Aussterben Metternich). Mit der Besetzung des Linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch, 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz. Bis 1969 gehörte Dommershausen zum aufgelösten Landkreis Sankt Goar.
Museum
Das Vorderhunsrückmuseum beherbergt das Pies-Archiv und die Bibliothek zur Personen- und Ortsgeschichte (seit 1992) im ehemaligen Pfarrhaus von 1837/38. Präsenzausstellungen dokumentieren die auf dem Hunsrück in und um Dommershausen seit dem Dreißigjährigen Krieg tätigen Wundärzte und „Knochenflicker“ der Familie Pies sowie medizinische Instrumente aus zwei Jahrtausenden.
Dazu kommen Wechselausstellungen zur Geschichte des Vorderhunsrücks. Die Bibliothek sammelt Daten aus Kirchenbüchern vom 16. bis 19. Jahrhundert von rund 1400 Orten vor allem des Rhein-Mosel-Nahe-Saargebietes und regionale Geschichtsliteratur.[3]
Jugendraum
2001 wurde in Dommershausen der Jugendraum eröffnet, gleichzeitig mit dem neuen Feuerwehrhaus. Der Ortsbürgermeister bezeichnete die Eröffnung „Als einen großen Schritt für die Gemeinde Dommershausen“.
Politik
Entwicklung des Gemeindegebietes
Die heutige Ortsgemeinde Dommershausen entstand zum 17. März 1974 im Rahmen der in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre begonnenen ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungs- und Gebietsreform durch Neubildung aus den aufgelösten und bis dahin selbständigen Gemeinden Dommershausen (damals 421 Einwohner), Dorweiler (234), Eveshausen (115) und Sabershausen (339). [4]
Ortsgemeinderat
Der Ortsgemeinderat der Ortsgemeinde Dommershausen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Die 16 Sitze verteilen sich auf insgesamt vier Wählergruppen.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat:
Ortsbürgermeister
Ortsbürgermeister ist Dietmar Emmerich. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 88,54 %[8] und am 9. Juni 2024 als einziger Bewerber mit 83,9 % jeweils für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[9]
Ortsbeirat und Ortsvorsteher
Der Ortsbezirk Dommershausen ist gemäß Hauptsatzung einer von vier Ortsbezirken und umfasst das Gebiet der bis 1974 eigenständigen ehemaligen Gemeinde Dommershausen. Er wird von einem eigenen Ortsbeirat und einem Ortsvorsteher politisch vertreten.[10]
Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsvorsteher als Vorsitzendem.[11]
Ortsvorsteher ist Dietmar Emmerich. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 88,36 %[12] und am 9. Juni 2024 als einziger Bewerber mit 87,45 % jeweils für fünf Jahre gewählt.[13] Da er auch zum Ortsbürgermeister der Gesamtgemeinde gewählt wurde, übt er beide Ämter in Personalunion aus.
Wappen
| Blasonierung: „Geviert, in 1 in Blau ein silbernes Ankerkreuz, in 2 rot-silbern geschacht (4 mal 4), in 3 in Silber drei schwarze Muscheln (2;1) und in 4 in Rot drei schrägbalkenweise aneinandergestellte (schräggereihte), rautenförmige, silberne Schnallen (Rincke).“ | |
| Wappenbegründung: Das Ankerkreuz steht als Symbol für die Verbundenheit mit Geschichte und Heimat, die rot-silberne Schachtung weist auf die Grafschaft Sponheim, die Farben auf die Zugehörigkeit zur Kurtrier hin, die Muscheln entstammen dem Wappen von Metternich und die Schnallen dem von Boos von Waldeck. |
Sohn des Ortes
- Johann Jakob Wagner (1867–1959), römisch-katholischer Pfarrer und Heimatforscher
Siehe auch
Literatur
- Eike Pies: Dommershausen, Geschichte eines Hunsrückdorfes. Verlag Eike Pies, Dommershausen-Sprockhövel 1993, ISBN 3-928441-07-8.
Weblinks
- Ortsteil Dommershausen
- Ortsgemeinde Dommershausen auf den Seiten der Verbandsgemeinde Kastellaun
- Literatur über Dommershausen in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie

