Arthur Hauptmann

deutscher Werbegrafiker, Maler und Burgenforscher From Wikipedia, the free encyclopedia

Arthur Hauptmann (* 15. September 1906 in Freiburg im Breisgau; † 2. November 1988) war ein deutscher Werbegrafiker, Maler und Burgenforscher.

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Leben und Werk

Arthur Hauptmann wurde 1906 als Sohn des bekannten Schwarzwaldmalers Karl Hauptmann in Freiburg geboren. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Freiburg studierte er Grafik in Berlin und Köln. Anschließend arbeitete er im Werbeatelier bei Hertie.[1] Er absolvierte eine Ausbildung zum Werbegrafiker und war unter anderem vierzig Jahre für den Musikinstrumentenhersteller Hohner in Trossingen als Freier Mitarbeiter und Leiter der Grafikabteilung tätig.[2] Auch im Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg sowie im Hohner-Archiv und im Harmonika Museum in Trossingen befinden sich Arbeiten von ihm.[3] Werbe-Postkarten aus dieser Ära sind bei Sammlern sehr gesucht. Sein eigentlicher Berufswunsch war Archäologe gewesen, dies sei aufgrund des Krieges aber nicht möglich gewesen.[4]

Neben seiner beruflichen Tätigkeit widmete sich Hauptmann jahrzehntelang der Erforschung mittelalterlicher Befestigungsanlagen in Südbaden und den angrenzenden Regionen. Seine Besonderheit bestand darin, die historische Bausubstanz nicht nur textlich zu dokumentieren, sondern als Grafiker auch präzise, perspektivische Rekonstruktionszeichnungen der Burgen in ihrer Blütezeit anzufertigen. Seine Zeichnungen basierten auf gründlichen Vermessungen der Ruinen vor Ort und Archivstudien. Zudem kombinierte er seine exakten künstlerischen Darstellungen mit Fotografien, sodass eine jeweils interessante Dokumentation der jeweiligen Burg zustande kam.

Sein Hauptwerk Burgen – einst und jetzt erschien ab Mitte der 1980er Jahre im Verlag des Südkurier.

Die Beiträge erschienen zuerst von 1980 bis 1983 als Fortsetzungsserie unter dem Titel Burgen - einst und jetzt in der Tageszeitung Südkurier. Im Jahr 1984 wurden diese gesammelt in Buchform herausgegeben.

Der Folgeband entstand auf gleiche Weise in den Jahren 1984 bis 1986 und wurde 1987 als Buch herausgegeben.[5] Es entwickelte sich zu einem regionalen Standardwerk, das bis heute in der landeskundlichen Literatur zitiert wird. Seine Zeichnungen und Grundrisse werden bis heute von regionalen Vereinen wie dem Förderverein Freunde des Mägdeberg e. V. für Lehrpfade und Informationstafeln genutzt.[6] Seine baugeschichtlichen Beiträge und Rekonstruktionen wurden in den Publikationen und Dokumentationen der Badischen Heimat besprochen und gewürdigt.[7]

Standardwerk für Burgenforscher

Arthur Hauptmann: Rekonstruktionszeichnung (S.138 Band 1.) der Sausenburg in einer schlechten Kopie

Das zweibändige Werk Burgen – einst und jetzt gilt in der regionalen Burgenforschung Südbadens und darüber hinaus[8] als Standardwerk. Das zweibändige Werk von Arthur Hauptmann wird in der regionalgeschichtlichen Forschung als Standardwerk für den südbadischen Raum, so bei den zahlreichen Geschichtsvereinen der Region, wie etwa dem Bodensee Geschichtsverein[9] rezipiert und regelmäßig herangezogen.[10][11] Es wird zudem fortlaufend in wissenschaftlichen Literaturdatenbanken geführt.[12]Die Bücher werden außerdem auch im Antiquariatshandel als Standardwerke bezeichnet.[13] In der K10-Datenbank für wissenschaftliche Literatur werden die Werke ebenso als Standardwerke gelistet.[14]

Resümee

Zahlreiche, teils sehr interessante, der großen Allgemeinheit unbekannte Burgen und Ruinen machte er mit seiner Arbeit umfänglich bekannt. Öffentliche Ehrungen sind nicht bekannt.

Familie

Hauptmann stammte aus einer künstlerisch geprägten Familie. Er war der Vater der deutschen Schriftstellerin und Journalistin Gaby Hauptmann.

Schriften

  • Burgen – einst und jetzt. Burgen und Burgruinen in Südbaden und angrenzenden Gebieten. Band 1. Verlag Südkurier, Konstanz 1984, ISBN 3-87799-040-1 (4. Auflage 1990).
  • Burgen – einst und jetzt. Burgen und Burgruinen in Südbaden und angrenzenden Gebieten. Band 2. Verlag Südkurier, Konstanz 1987, ISBN 3-87799-075-4.

Einzelnachweise

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