Bertelsdorf (Stein)

Gemeindeteil der Stadt Stein From Wikipedia, the free encyclopedia

Bertelsdorf (fränkisch: Bärdlschduaf[2]) ist ein Gemeindeteil der Stadt Stein im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).[3] Bertelsdorf liegt in der Gemarkung Stein.[4]

Schnelle Fakten Stadt Stein ...
Bertelsdorf
Stadt Stein
Koordinaten: 49° 24′ N, 11° 0′ O
Höhe: 333–346 m ü. NHN
Einwohner: 401 (1. Jan. 2022)[1]
Postleitzahl: 90547
Vorwahl: 0911
Schließen

Geographie

Durch das Dorf fließt der Herbstgraben, ein linker Zufluss der Rednitz. Im Norden liegen die Flurgebiete Buchleite und Huffeld. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Eckershof (0,7 km südwestlich) bzw. nach Deutenbach (0,9 km nordöstlich); eine weitere führt nach Oberweihersbuch (1 km nordwestlich).[5]

Geschichte

Der Ort wurde 1346 als „Berchtoldsdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname hat als Bestimmungswort den Personennamen des Gründers Berthold. Der Ort bestand ursprünglich aus drei Höfen.[6][7]

Im Jahre 1732 gab es laut den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter in Bertelsdorf vier Anwesen. Grundherren waren das Spitalamt Heilig Geist der Reichsstadt Nürnberg (zwei Halbhöfe), und Nürnberger Eigenherren (von Pömer: ein Ganzhof; von Tucher: ein Ganzhof).[8] Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Bertelsdorf weiterhin vier Anwesen. Das Hochgericht übten südlich der Regelsbacher Straße das brandenburg-ansbachische Oberamt Schwabach und nördlich der Regelsbacher Straße das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Reichsstadt Nürnberg. Die grundherrschaftliche Aufteilung war dieselbe wie 1732.[9]

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Bertelsdorf dem Steuerdistrikt Regelsbach (I. Sektion) und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Regelsbach zugeordnet.[10] 1925 beantragten Bertelsdorf und Eckershof die Umgemeindung nach Stein, was aber von der Gemeinde Regelsbach abgelehnt wurde. Am 1. Januar 1967 wurde Bertelsdorf nach Stein eingegliedert.[6][11] Mit Stein gehörte Bertelsdorf damit von 1967 bis 1972 zum Landkreis Nürnberg.

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987002022
Einwohner 57647670725774110141185248401
Häuser[12] 77101013152561
Quelle [13][14][15][16][17][18][19][20][21][22][23][1]
Schließen

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Laurentius (Roßtal) gepfarrt,[9] wurde dann im frühen 19. Jahrhundert nach St. Johannes Baptist (Eibach) umgepfarrt,[14] spätestens ab 1950 nach St. Jakobus (Oberweihersbuch).[20] Die Katholiken waren ursprünglich nach St. Sebald (Schwabach) gepfarrt.[21] Heute ist die Pfarrei St. Albertus Magnus (Stein) zuständig.[24]

Literatur

Fußnoten

Related Articles

Wikiwand AI