Birkach (Frensdorf)
Ortsteil der Gemeinde Frensdorf in Oberfranken
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Birkach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Frensdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Birkach hat eine Fläche von 10,010 km². Sie ist in 1543 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6487,09 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Abtsdorf, Hundshof und Vorra.[4]
Birkach Gemeinde Frensdorf | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 50′ N, 10° 50′ O |
| Höhe: | 291 m ü. NHN |
| Einwohner: | 270 (1. Jan. 2024)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 |
| Postleitzahl: | 96158 |
| Vorwahl: | 09502 |
Panorama (2024) | |
Geografie
Das Dorf liegt am Birkacher Graben, einem linken Zufluss der Reichen Ebrach. Im Norden grenzt der Birkacher Wald an. Die Bundesstraße 22 führt nach Oberharnsbach (3 km südwestlich) bzw. über den Mutzershof nach Stegaurach (3,1 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Mutzersdorf zur B 22 (2,6 km nordöstlich).[5]
Geschichte
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Birkach aus 22 Anwesen. Das Hochgericht hatte das bambergische Centamt Bechhofen. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Burgebrach. Grundherren waren
- das Amt Burgebrach: 2 Höfe, 1 Hof mit Braurecht, 4 Sölden, 1 Sölde mit Braurecht, 1 Söldengut mit Schmiedefeuerrecht, 1 Söldengütlein, 1 Achtelhof, 1 bebaute Hofstatt;
- die Bischöfliche Kanzlei, Bamberg: 1 Söldengütlein, 1 Häuslein;
- das Kloster Michelsberg: 1 Söldengütlein;
- die Freiherren von Seefried zu Buttenheim: 3 Gütlein, 1 Gütlein mit Zapfenschenkrecht.
Der Gemeinde unterstand 3 Tropfhäuslein, eines davon diente als Hirtenwohnung.[6] Der Boden galt als „kalt und spröde“, dadurch war der Getreidebau nicht sonderlich und die Viehhaltung wegen Futtermangel eingeschränkt.[7]
Im Jahre 1802 kam Birkach an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde im Jahr 1811 der Steuerdistrikt Birkach gebildet, zu dem Abtsdorf, Hundshof und Vorra gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Birkach, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Burgebrach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Burgebrach (1919 in Finanzamt Burgebrach umbenannt, von 1928 bis 1945 Finanzamt Bamberg-Land, ab 1945 Finanzamt Bamberg). Ab 1862 war das Bezirksamt Bamberg II (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt) für Birkach zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Burgebrach (1880 Amtsgericht Burgebrach umbenannt, 1932 aufgelöst, seitdem Amtsgericht Bamberg).[8] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 10,010 km².[9]
Am 1. Mai 1978 wurde Birkach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Frensdorf eingemeindet.[10][11]
Baudenkmäler
In Birkach gibt es drei Baudenkmäler:[12]
- Antoniuskapelle
- Birkacher Hauptstraße 7: Kapelle Unbefleckte Empfängnis
- Marter
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Birkach
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 472 | 493 | 517 | 527 | 532 | 582 | 577 | 562 | 551 | 544 | 501 | 530 | 524 | 547 | 548 | 523 | 532 | 508 | 489 | 633 | 632 | 605 | 547 | 568 |
| Häuser[13] | 79 | 92 | 94 | 92 | 95 | 95 | 94 | 109 | ||||||||||||||||
| Quelle | [8] | [14] | [14] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] | [21] | [14] | [22] | [14] | [23] | [14] | [24] | [14] | [14] | [14] | [25] | [14] | [9] | [26] |
Ort Birkach
Religion
Birkach ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Johannes der Täufer (Frensdorf) gepfarrt,[6] seit 1922 ist die Kuratie Mariä Heimsuchung (Vorra) zuständig.[24]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Birkach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 391 (Digitalisat).
- Peter Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau. Stürtz, Würzburg 1958, DNB 454428790, OCLC 1070929849, S. 170.
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3 (Digitalisat).
Weblinks
- Birkach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 23. November 2025.
- Birkach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 23. November 2025.
- Birkach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 23. November 2025.
