Contone

ehemalige Gemeinde im Schweizer Kanton Tessin From Wikipedia, the free encyclopedia

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Contone
Wappen von Contone
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Locarnow
Kreis: Kreis Gambarogno
Gemeinde: Gambarognoi2
Postleitzahl: 6594
Koordinaten: 714906 / 111885
Höhe: 206 m ü. M.
Fläche: 2,33 km²
Einwohner: 846 (31. Dezember 2009)
Einwohnerdichte: 363 Einw. pro km²
Website: www.gambarogno.ch
Karte
Contone (Schweiz)
Contone (Schweiz)
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Gemeindestand vor der Fusion am 24. März 2010
Pfarrkirche San Giovanni Battista
Blick auf Contone und die Magadinoebene
Industriegebiet Luserte

Contone, im lombardischen Ortsdialekt Cuntugn [kumˈtuŋ],[1] ist ein Ortsteil der Gemeinde Gambarogno im Schweizer Kanton Tessin. Er bildete bis zum 24. April 2010 eine selbständige politische Gemeinde.

Geographie

Werner Friedli (Fotograf): Contone, historisches Luftbild (1964)

Das ländliche Dorf liegt auf einer Höhe von 206 m ü. M. am Südrand der Magadinoebene, fünf Kilometer vom Lago Maggiore entfernt. Contone ist umgeben von Kastanienwäldern und Rebbergen.

Geschichte

Der Name der späteren Gemeinde wird erstmals 1152 als Gondono urkundlich erwähnt. Doch schon um 1104 liess der adlige Langobarde Wido von Samarate eine dem heiligen Nikolaus geweihte Kirche errichten oder wiederaufbauen und schenkte sie dem Benediktinerkloster San Giorgio im Ortsteil Quartino. Die Kirche zerfiel später; Pfarrkirche wurde San Giovanni Battista, die im 16. Jahrhundert wiederaufgebaute Spitalkirche. Der Ursprung und die Lage eines 1219 erwähnten Spitals des Johanniterordens sind umstritten. Im Jahr 1497 schlug der Herzog von Mailand, Ludovico il Moro, Contone zur wiedergebildeten Grafschaft Angera. Contone wurde später Kommende des Malteserordens, deren Güter im 16. Jahrhundert an das Spital von Lugano und 1811 an die Familie Antognini von Bellinzona übergingen. Die Eidgenossen gestatten Contone 1731–1741 und 1788–1798 die Erhebung eines Zolls zum Unterhalt der Strasse.

Am 25. November 2007 wurde die Fusion der Gemeinden am Südufer des Lago Maggiore zur neuen Gemeinde Gambarogno von den Stimmberechtigten der Gemeinden Caviano, Contone, Gerra (Gambarogno), Indemini, Magadino, Piazzogna, Sant’Abbondio und Vira (Gambarogno) gutgeheissen. Einzig San Nazzaro war mehrheitlich dagegen. Gegen den Entscheid des Tessiner Grossen Rates, die Fusion trotzdem wie geplant durchzuführen, wurde beim Bundesgericht Beschwerde eingelegt. Nach der Ablehnung der Beschwerde trat die Fusion per 25. April 2010 in Kraft. Contone bildet nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.[2]

Bevölkerung

Contone: Einwohnerzahlen von 1600 bis 2009
Jahr  Einwohner
1600
 
70
1683
 
71
1719
 
74
1769
 
80
1799
 
81
1808
 
89
1824
 
101
1836
 
100
1850
 
139
1860
 
167
1870
 
170
1880
 
?
1888
 
196
1900
 
199
1910
 
244
1920
 
270
1930
 
300
1941
 
317
1950
 
305
1960
 
322
1970
 
418
1980
 
435
1990
 
460
1991
 
502
1992
 
552
1993
 
567
1994
 
585
1995
 
612
1996
 
647
1997
 
650
1998
 
708
1999
 
722
2000
 
738
2001
 
723
2002
 
756
2003
 
776
2004
 
750
2005
 
759
2006
 
752
2007
 
786
2008
 
819
2009
 
846
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik[3][4] ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024[5]

Wappen

Blasonierung: Gespalten von Blau und Rot, überdeckt von einem silbernen (weissen) Malteserkreuz

Das Wappen zeigt die umgekehrten Farben des Kantons, darauf das Malteserkreuz als Hinweis auf die örtliche Kommende (Ordensniederlassung).

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche San Giovanni Battista[6][7]
  • romanische Kirche Sankt Nicola von Bari[6].

Sport

  • Football Club Gambarogno-Contone[8]

Persönlichkeiten

  • Adamo de Contone (* um 1160 in Como; † nach 1205 in Giubiasco), Grundherr in Contone und Giubiasco, zeitweilig auch im Bleniotal[9][10]
  • Fausto Leoni (* 23. März 1921 in Contone), Maler, Bildhauer[11]
  • Diego Invernizzi (* 13. Januar 1935 in Quartino; † 30. September 2014 in Bellinzona), Schriftsetzer, Redaktor, Präsident des Circolo di Cultura del Gambarogno[12][13]

Literatur

Einzelnachweise

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