Gambarogno TI

Gemeinde im Kanton Tessin in der Schweiz From Wikipedia, the free encyclopedia

Schnelle Fakten Lage der Gemeinde ...
Gambarogno
Wappen von Gambarogno
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Locarnow
Kreis: Kreis Gambarogno
BFS-Nr.: 5398i1f3f4
Postleitzahl: 6571 Indemini
6573 Magadino
6574 Vira
6575 San Nazzaro
6576 Gerra (Gambarogno)
6577 Sant’Abbondio
6578 Caviano
6579 Piazzogna
6594 Contone
Koordinaten: 705977 / 110204
Höhe: 196 m ü. M.
Höhenbereich: 193–1963 m ü. M.[1]
Fläche: 51,79 km²[2]
Einwohner: 5024 (31. Dezember 2024)[3]
Einwohnerdichte: 97 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
23,2 %
(31. Dezember 2024)[4]
Gemeindepräsident: Gianluigi Della Santa (FDP)
Website: www.gambarogno.ch
Lage der Gemeinde
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TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Gambarogno zu vermeiden.

Gambarogno, im lombardischen Ortsdialekt Gambarögn, ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Tessin. Er gehört zum Bezirk Locarno und innerhalb dessen zum Kreis Gambarogno.

Geographie

Lago Maggiore, Höhe Maggiadelta, Gambarogno. Historisches Luftbild von Walter Mittelholzer (1933)

Die Gemeinde umfasst das ganze linke Ufer des Langensees von der Magadinoebene bis zur italienischen Grenze und vom See (193 m ü. M.) zum Gipfel des Monte Tamaro (1960 m ü. M.).

Geschichte

Die Gemeinde Gambarogno entstand am 25. April 2010 durch die Fusion der Gemeinden des Kreises Gambarogno, nämlich Caviano, Contone, Gerra (Gambarogno), Indemini, Magadino, Piazzogna, San Nazzaro, Sant’Abbondio und Vira.[5]

Die Fusion wurde am 25. November 2007 durch die Stimmberechtigten von acht Gemeinden gutgeheissen, wobei sich zustimmende Mehrheiten von 66 % bis 84 % ergaben. Einzig San Nazzaro sprach sich mit 60 % Nein-Stimmen gegen die Gemeindezusammenlegung aus. Das Kantonsparlament beschloss am 23. Juni 2008 trotzdem, alle neun Gemeinden zu fusionieren, wie es unter bestimmten Bedingungen vom Gesetz vorgesehen war – ein Ausscheren von San Nazzaro hätte die neue Gemeinde zweigeteilt.[6] Gegen diesen Parlamentsentscheid wurde Rekurs beim Bundesgericht eingelegt. Da dieser abgelehnt wurde, war der Weg zur Gemeindefusion frei.

Bevölkerung

Seit der Fusion am 25. April 2010 entwickelte sich die Bevölkerung wie folgt:

Gambarogno (Gemeindestand nach der Fusion 25. April 2010): Einwohnerzahlen von 2009 bis 2024
Jahr  Einwohner
2009
 
4.906
2010
 
4.948
2011
 
4.950
2012
 
5.015
2013
 
5.073
2014
 
5.060
2015
 
5.136
2016
 
5.154
2017
 
5.137
2018
 
5.192
2019
 
5.136
2020
 
5.163
2021
 
5.115
2022
 
5.076
2023
 
5.086
2024
 
5.024
Quelle(n): Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024[7]

Die Bevölkerung der am 25. April 2010 fusionierten Gemeinden Caviano, Contone, Gerra (Gambarogno), Indemini, Magadino, Piazzogna, San Nazzaro, Sant'Abbondio und Vira (Gambarogno) entwickelte sich bis 2009 wie folgt:

Gambarogno (Gemeindestand vor der Fusion 25. April 2010): Einwohnerzahlen von 1850 bis 2009
Jahr  Einwohner
1850
 
3.683
1860
 
3.678
1870
 
3.553
1880
 
?
1888
 
3.311
1900
 
3.078
1910
 
2.994
1920
 
3.019
1930
 
2.870
1941
 
2.847
1950
 
2.892
1960
 
2.856
1970
 
3.497
1980
 
3.468
1990
 
3.845
1991
 
3.973
1992
 
4.109
1993
 
4.163
1994
 
4.208
1995
 
4.268
1996
 
4.360
1997
 
4.392
1998
 
4.435
1999
 
4.516
2000
 
4.523
2001
 
4.494
2002
 
4.532
2003
 
4.636
2004
 
4.647
2005
 
4.704
2006
 
4.698
2007
 
4.737
2008
 
4.823
2009
 
4.906
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik[8][9] ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024[10]

Zersiedelung

Die Gemeinde Gambarogno gilt als Beispiel für grossflächige Zersiedelung, wie sie an Schweizer Seen verbreitet ist. Im Gegensatz zur gegenüberliegenden Agglomeration Locarno handelt es sich bei der Gemeinde Gambarogno nicht um einen urbanen Raum, in dem ein starker Siedlungsdruck zu erwarten wäre, sondern um ein ländliches Gebiet mit geringer Bevölkerungsdichte. Auffällig ist an der Gemeinde Gambarogno, dass die Zersiedelung trotzdem zu einem unkontrollierten Zusammenwachsen von Orten geführt hat, die über drei Kilometer voneinander entfernt liegen, so beispielsweise die Strecke von Gerra bis Dirinella. Auch das Seeufer von Magadino bis nach San Nazzaro ist mit weit verstreuten Häusern überbaut. Die Zersiedelung im Gambarogno beschränkt sich nicht auf das Seeufer; auch die Dörfchen über dem Lago Maggiore sind weitgehend zusammengewachsen. Die einzige ehemalige Gemeinde, die von Zersiedelung kaum betroffen ist, ist das Bergdorf Indemini.

Kultur und Sport

  • Circolo di Cultura del Gambarogno[11]
  • Mostra Internazionale di Scultura all’Aperto del Gambarogno[12]
  • Football Club Gambarogno-Contone (früher: Unione Sportiva Gambarogno)[13]

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Siehe die einschlägigen Kapitel in den Einzelartikeln über die früheren Gemeinden Caviano, Contone, Gerra (Gambarogno), Indemini, Magadino, Piazzogna, San Nazzaro, Sant’Abbondio und Vira.

Literatur

Einzelnachweise

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