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Sant’Abbondio TI

Dorf im Kanton Tessin, Schweiz From Wikipedia, the free encyclopedia

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Sant’Abbondio
Wappen von Sant’Abbondio
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Locarnow
Kreis: Kreis Gambarogno
Gemeinde: Gambarognoi2
Postleitzahl: 6577
frühere BFS-Nr.: 5128
UN/LOCODE: CH SBD
Koordinaten: 703165 / 107396
Höhe: 322 m ü. M.
Höhenbereich: 193–1593 m ü. M.
Fläche: 3,21 km²
Einwohner: 137 (31. Dezember 2009)
Einwohnerdichte: 43 Einw. pro km²
Website: www.gambarogno.ch
Karte
Sant’Abbondio TI (Schweiz)
Sant’Abbondio TI (Schweiz)
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Gemeindestand vor der Fusion am 25. April 2010
Dorf Sant’Abbondio (1940)
Bahnhof Ranzo-Sant’Abbondio
TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Sant’Abbondio zu vermeiden.

Sant’Abbondio, im lombardischen Ortsdialekt Sant’Abbundi [santaˈbundi],[1] ist ein Ort in der politischen Gemeinde Gambarogno im Schweizer Kanton Tessin. Er bildete mit seinen zwei Fraktionen Calgiano und Ranzo bis zum 24. April 2010 eine eigenständige politische Gemeinde.

Geographie

Das Dorf liegt auf 335 m ü. M. auf einer Terrasse rund 140 Meter über dem linken Ufer des Langensees und 1 Kilometer südlich der Station Ranzo-S. Abbondio der Bahnstrecke Cadenazzo–Luino der Schweizerischen Bundesbahnen.

Geschichte

Die Nennung Sancto Abundio findet sich erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1192.[2] Die Kirche wurde 1364 erstmals mit dem Patrozinium der heiligen Abbondio und Andreas erwähnt. 1558 trennte sich der Ort kirchlich und administrativ von Vira; seither nennt sich das Dorf Sant’Abbondio. 1774 lösten sich Gerra, 1850 Caviano von Sant’Abbondio.

Am 25. November 2007 wurde von den Stimmberechtigten der Gemeinden Caviano, Contone, Gerra (Gambarogno), Indemini, Magadino, Piazzogna, Sant’Abbondio und Vira (Gambarogno) die Fusion der neun Gemeinden am Südufer des Langensees zur Gemeinde Gambarogno gutgeheissen. Einzig San Nazzaro war mehrheitlich dagegen. Gegen den Entscheid des Tessiner Grossen Rates, die Fusion trotzdem wie geplant durchzuführen, wurde beim Bundesgericht Beschwerde eingelegt. Nach der Ablehnung der Beschwerde konnte die Fusion per 25. April 2010 in Kraft treten.

Wappen

Blasonierung: In Rot ein silberner Pfahl mit einem Krummstab, der von zwei silbernen Hirschstangen begleitet wird.

Bevölkerung

Sant'Abbondio TI: Einwohnerzahlen von 1799 bis 2009
Jahr  Einwohner
1799
  
220
1808
  
240
1824
  
263
1836
  
272
1850
  
251
1860
  
208
1870
  
194
1880
  
?
1888
  
187
1900
  
170
1910
  
163
1920
  
132
1930
  
150
1941
  
123
1950
  
116
1960
  
122
1970
  
117
1980
  
132
1990
  
142
1991
  
145
1992
  
149
1993
  
144
1994
  
135
1995
  
140
1996
  
144
1997
  
149
1998
  
147
1999
  
144
2000
  
147
2001
  
138
2002
  
138
2003
  
145
2004
  
137
2005
  
134
2006
  
135
2007
  
139
2008
  
136
2009
  
137
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik[3][4] ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024[5]

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche Santi Abbondio und Andrea[6]
  • Oratorium Maria Addolorata im Ortsteil Lauro[6]
  • Atelier Bick (Künstlerhaus) (1989/1993), Architekten: Emilio Bernegger, Edy Quaglia[6]

Persönlichkeiten

(Sortierung nach Geburtsjahr.)

  • Gioachimo Masa (1783–1862), Arzt, Tessiner Grossrat und Staatsrat
  • Gustavo Branca-Masa (* 1861 in Caviano; † 8. März 1929 in Sant’Abbondio), Forstingenieur, Gemeindepräsident von Caviano und Sant’Abbondio, Tessiner Grossrat[7]
  • Federico Branca-Masa (* 18. April 1900 in Ranzo; † 1968 ? ebenda), Unternehmer, Gemeindepräsident von Sant’Abbondio[7]
  • Peter Voltz (1910–1978), Maler, wohnhaft in Sant’Abbondio. Der aus Zürich stammende Maler war 1934 über seine Frau, die Berliner Künstlerin Tamara Thiele (∗ 23. März 1896 in Berlin; † 4. August 1985 in Klosters)[8], zur buddhistischen Lehre gekommen.[9]
  • Hans Heinz Holz (* 26. Februar 1927; † 11. Dezember 2011), Philosoph mit Altersruhesitz in Sant’Abbondio
  • Franca Branca-Masa (* 1957 in Locarno), Gemeindepräsidentin von Sant’Abbondio[7]

Literatur

Einzelnachweise

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