Corinna Schnitt

Künstlerin und Filmemacherin From Wikipedia, the free encyclopedia

Corinna Schnitt (* 1964 in Duisburg, Nordrhein-Westfalen) ist eine deutsche Künstlerin, Filmemacherin und Professorin.[1]

Leben und Werk

Corinna Schnitt studierte nach einer Ausbildung als Schnitzerin ab 1989 an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main und an der Kunstakademie Düsseldorf, wo sie 1996 als Meisterschülerin von Nan Hoover ihr Studium abschloss. Sie lehrte an verschiedenen Hochschulen, u. a. am California Institute of the Arts, in Valencia und an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Seit 2009 ist sie Professorin für Film und Video an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.[2] 2012 wurde Schnitt Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

„Allen Filmen gemeinsam ist die subtile und ironische Beobachtung des bürgerlichen Alltagslebens, das ohne Aggression oder gar totale Distanz, gleichwohl mit Humor und Überzeichnung geschildert wird. Oft kreisen die Gedanken um Schlüsselbegriffe wie die folgenden“: Ordnung und Sauberkeit; Architektur und Besitz; Beziehung; Zivilisation und Authetizität.[3]

Corinna Schnitts Arbeit umfasst neben Video und Film auch Zeichnung, Fotografie und Text.[4]

Filmografie (Auswahl)

  • 1995: Schönen, guten Tag (Darstellerin, Regie, Drehbuch, Schnitt)[5]
  • 1998: Zwischen vier und sechs (Regie)
  • 1998/1999: Raus aus seinen Kleidern 7‘18 (Darstellerin, Regie, Drehbuch, Schnitt)[6]
  • 2001: Das schlafende Mädchen (Regie, Drehbuch, Schnitt, Produzentin)[7]
  • 2002: Schloss Solitude (Regie)
  • 2003: Das nächste Mal (Regie, Drehbuch, Schnitt, Produzentin)
  • 2003/2004: Living a Beautiful Life (Regie, Drehbuch, Schnitt, Produzentin)[8]
  • 2006: Once Upon A Time 25‘ (Regie, Kamera)[9]
  • 2007: Spielplatz (Regie)
  • 2007: Von einer Welt (Regie, Produzentin)
  • 2009: Hänschen Klein (Regie, Drehbuch, Produzentin)
  • 2012: Tee trinken (Regie, Drehbuch, Produzentin)[10]

Ausstellungen

Einzelausstellungen

Gruppenausstellungen

Künstlerresidenzen

Auszeichnungen

  • 2000: 1. Preis bei den 46. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen
  • 2000: 3sat-Förderpreis für „Raus aus seinen Kleidern“,
  • 2001: HAP-Grieshaber-Preis der VG Bild-Kunst, Stiftung Kunstfonds, Bonn
  • 2002: Medienkunstpreis, Kunstadapter, Kulturamt, Wiesbaden
  • 2002: Preis der deutschen Filmkritik: Bester Experimentalfilm für „Das schlafende Mädchen“
  • 2004: 1. Preis, Deutscher Wettbewerb für „Living a Beautiful Life“, 50. Kurzfilmtage Oberhausen
  • 2005: Förderung, Else-Heiliger-Fonds, Konrad-Adenauer-Stiftung, Berlin
  • 2005: Preis der deutschen Filmkritik: Bester Experimentalfilm, für „Living a Beautiful Life“
  • 2006: Edith-Ruß-Haus für Medienkunst in Oldenburg[11]

Einzelnachweise

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