Corinna Schnitt
Künstlerin und Filmemacherin
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Corinna Schnitt (* 1964 in Duisburg, Nordrhein-Westfalen) ist eine deutsche Künstlerin, Filmemacherin und Professorin.[1]
Leben und Werk
Corinna Schnitt studierte nach einer Ausbildung als Schnitzerin ab 1989 an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main und an der Kunstakademie Düsseldorf, wo sie 1996 als Meisterschülerin von Nan Hoover ihr Studium abschloss. Sie lehrte an verschiedenen Hochschulen, u. a. am California Institute of the Arts, in Valencia und an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Seit 2009 ist sie Professorin für Film und Video an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.[2] 2012 wurde Schnitt Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
„Allen Filmen gemeinsam ist die subtile und ironische Beobachtung des bürgerlichen Alltagslebens, das ohne Aggression oder gar totale Distanz, gleichwohl mit Humor und Überzeichnung geschildert wird. Oft kreisen die Gedanken um Schlüsselbegriffe wie die folgenden“: Ordnung und Sauberkeit; Architektur und Besitz; Beziehung; Zivilisation und Authetizität.[3]
Corinna Schnitts Arbeit umfasst neben Video und Film auch Zeichnung, Fotografie und Text.[4]
Filmografie (Auswahl)
- 1995: Schönen, guten Tag (Darstellerin, Regie, Drehbuch, Schnitt)[5]
- 1998: Zwischen vier und sechs (Regie)
- 1998/1999: Raus aus seinen Kleidern 7‘18 (Darstellerin, Regie, Drehbuch, Schnitt)[6]
- 2001: Das schlafende Mädchen (Regie, Drehbuch, Schnitt, Produzentin)[7]
- 2002: Schloss Solitude (Regie)
- 2003: Das nächste Mal (Regie, Drehbuch, Schnitt, Produzentin)
- 2003/2004: Living a Beautiful Life (Regie, Drehbuch, Schnitt, Produzentin)[8]
- 2006: Once Upon A Time 25‘ (Regie, Kamera)[9]
- 2007: Spielplatz (Regie)
- 2007: Von einer Welt (Regie, Produzentin)
- 2009: Hänschen Klein (Regie, Drehbuch, Produzentin)
- 2012: Tee trinken (Regie, Drehbuch, Produzentin)[10]
Ausstellungen
Einzelausstellungen
- 2008: Von einer Welt, Museum Ludwig, Köln
- 2008: Corinna Schnitt, Haus für Medienkunst Oldenburg, Oldenburg
- 2010: VideoZone, Kunsthalle Mainz, Mainz
- 2011: Once upon a time, Rhode Island School of Design Museum, USA
- 2012: display, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen
- 2012: Tee trinken, Kunstverein Wolfenbüttel
- 2013: Living a Beautiful Life, Galerie Stadtpark Krems, Krems, Österreich
- 2013: Art Goes Cinema, Offenes Kulturhaus Oberösterreich, Linz, Österreich
- 2014: Videokunst im Schau_Raum, Museum für Neue Kunst, Freiburg
- 2015: Corinna Schnitt, Sprengel Museum Hannover, Hannover
Gruppenausstellungen
- 2011: Die Familie hält sich zurück, Overbeck-Gesellschaft, Lübeck
- 2011: Gifts of Intimacy, Tensta Konsthall, Spanga, Schweden
- 2011: Big Picture (Orte / Projektionen), K 21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
- 2012: Bis hier. 50 Jahre Kunstverein Bochum, Kunstmuseum Bochum, Bochum
- 2012: Familienalbum, Städtische Galerie Nordhorn, Nordhorn
- 2013: Von Hier und Jetzt, Ausstellung niedersächsischer Künster, Kunstverein Hannover, Hannover
- 2013: Lufonauten, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen
- 2013: Blowing free, KunstVereineRuhr, Emscherkunst
- 2014: Gestern die Stadt von Morgen, Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum, Skulpturenmuseum Marl
- 2014: Elsewhere- Sehnsuchtsbilder in der zeitgenössischen Kunst, Kallmann-Museum, Ismaning
- 2015: Et in Arcadio Ego, Museum Kurhaus Kleve, Kleve
Künstlerresidenzen
- 2003: Artist in Residence, Villa Aurora, Los Angeles, Kalifornien
- 2004: Artist in Residence, Chinati Foundation, Marfa, Texas
- 2004: Aufenthaltsstipendium Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen, Schloss Ringenberg, Hamminkeln
- 2005: Rompreis Villa Massimo, Rom
Auszeichnungen
- 2000: 1. Preis bei den 46. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen
- 2000: 3sat-Förderpreis für „Raus aus seinen Kleidern“,
- 2001: HAP-Grieshaber-Preis der VG Bild-Kunst, Stiftung Kunstfonds, Bonn
- 2002: Medienkunstpreis, Kunstadapter, Kulturamt, Wiesbaden
- 2002: Preis der deutschen Filmkritik: Bester Experimentalfilm für „Das schlafende Mädchen“
- 2004: 1. Preis, Deutscher Wettbewerb für „Living a Beautiful Life“, 50. Kurzfilmtage Oberhausen
- 2005: Förderung, Else-Heiliger-Fonds, Konrad-Adenauer-Stiftung, Berlin
- 2005: Preis der deutschen Filmkritik: Bester Experimentalfilm, für „Living a Beautiful Life“
- 2006: Edith-Ruß-Haus für Medienkunst in Oldenburg[11]