Dair (Gugleur)

osttimoresische Aldeia im Suco Gugleur (Verwaltungsamt Maubara, Gemeinde Liquiçá) From Wikipedia, the free encyclopedia

Dair (Daire) ist eine osttimoresische Aldeia im Suco Gugleur (Verwaltungsamt Maubara, Gemeinde Liquiçá).[1] 2015 lebten in der Aldeia 502 Menschen.[2]

Schnelle Fakten Basisdaten, Staat ...
Dair
Dair (Osttimor)
Dair (Osttimor)
Dair
Koordinaten  38′ S, 125° 8′ O

Karte des Sucos Gugleur
Basisdaten
Staat Osttimor
Gemeinde Liquiçá
Verwaltungsamt Maubara
Suco Gugleur
Einwohner 502
Politik
Chefe de Aldeia Boaventura S. de Jesu (2023)
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Geographie

Dair liegt im Nordwesten des Sucos Gugleur, an der Sawusee. Südlich befindet sich die Aldeia Palistla, östlich die Aldeia Cai-Cassa und nordöstlich die Aldeia Puquelete. Im Westen grenzt Dair an den Suco Vatuboro.[1] Im Süden mündet der Paroho in den Baulu, dem Grenzfluss zu Vatuboro.[3] Die beiden kleinen Flüsse umrahmen den Foho Sesrai, dessen Höhenzug von Süden her bis nach Dair reicht.[4] Am Ostufer des Baulu liegt an dessen Mündung das Dorf Dair. In ihm befindet sich eine Grundschule. Die Überlandstraße an der Nordküste Timors führt durch Dair und über eine Brücke über den Baulu.[1]

Geschichte

In Dair lebte ein führender Adliger, der dem Herrscher in Maubara unterstellt war.[5.1] Bereits in der Kolonialzeit diente der Ort als Handelsposten am Meer.[5.2]

Im September 1867 wurde ein portugiesischer Offizier auf dem Weg nach Batugade in Dair angegriffen. Der Historiker Pélissier nennt diesen Vorfall eine „Revolte“. Vatuboro musste als Entschädigung tausend Rupien zahlen.[5.3]

Am 26. Mai 1893 griffen Rebellen die portugiesischen Zollstationen in Vatuboro und Dair an. Dies war der Beginn der Revolte von Maubara. Die Angaben von Gouverneur Cipriano Forjaz über das Schicksal der dort stationierten Soldaten ist widersprüchlich. In einem Bericht ist nur von Verletzten die Rede, laut dem anderen wurde die Besatzung von den Angreifern geköpft.[5.4] Im Juni nahm das portugiesische Kanonenboot Diu die Küstenorte Vatuboro und Dair unter Beschuss. In Dair wurde auch ein Landekommando abgesetzt. Da viele Leichen liegen blieben, brach später in Maubara die Cholera aus.[6]

Politik

2023 wurde Boaventura S. de Jesu zum Chefe de Aldeia gewählt.[7]

Einzelnachweise

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