Dynemicin A
chemische Verbindung
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Dynemicin A gehört zur Gruppe der Angucycline und Endiine.
| Strukturformel | |||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||
| Name | Dynemicin A | ||||||||||||
| Summenformel | C30H19NO9 | ||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
violetter Feststoff[1] | ||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||
| Molare Masse | 537,48 g·mol−1 | ||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest[1] | ||||||||||||
| Schmelzpunkt | |||||||||||||
| Löslichkeit | |||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||
Eigenschaften
Dynemicin A reagiert über eine Bergman-Cyclisierung, wodurch ein para-Didehydrobenzol gebildet wird, das über seine Epoxid-Gruppe einen Doppelstrangbruch in B-DNA induziert.[4] Daher wird es auf die Verwendung als Chemotherapeutikum untersucht.[5] Der Strangbruch erfolgt zufällig mit leichter Tendenz zu Guaninen.[6] Die Wirkung von Dynemicin A kann durch Distamycin A und Anthramycin gehemmt werden, die beide in der kleinen Furche doppelsträngiger DNA binden.[6] Daher bindet Dynemicin A vermutlich auch in der kleinen Furche.[6]
Synthese
Die erste Totalsynthese für Dynemicin A wurde 1995 publiziert.[7]
Dynemicin A wird von den Actinomyceten Micromonospora chersina (aus Gujarat) und Micromonospora globosa (aus Japan) gebildet und wurde Mitte der 1980er Jahre erstmals isoliert.[6] Die Biosynthese läuft über den Polyketidweg.[8][9][10][11]
