Eckartsreuth (Kirchenpingarten)
Gemeindeteil der Gemeinde Kirchenpingarten im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern)
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Eckartsreuth ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Kirchenpingarten im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).[2] Eckartsreuth liegt in der Gemarkung Kirchenpingarten.[3]
Eckartsreuth Gemeinde Kirchenpingarten | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 56′ N, 11° 47′ O |
| Höhe: | 560 m ü. NHN |
| Einwohner: | 89 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95466 |
| Vorwahl: | 09278 |
Geografie
Das Dorf liegt auf freier Flur an einem namenlosen linken Zufluss des Heinersbachs. Im Nordosten steigt das Gelände zum Schieferberg an (722 m ü. NHN). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2177 bei Kirchenpingarten (0,7 km südlich) bzw. nach Muckenreuth (1,2 km nördlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1378 als „Ekhartsreut“ erstmals urkundlich erwähnt. Er gehörte damals den Herren von Weidenberg.[5]
Eckartsreuth lag im Fraischbezirk des oberpfälzischen Landrichteramtes Waldeck-Kemnath. Die Grundherrschaft übte ursprünglich das Rittergut Weidenberg, Unteres Schloss und das Rittergut Weidenberg, Oberes Schloss aus, beides Markgräfliche Lehen. 1606 waren dies drei Anwesen (1 Hof, 1 Sölde, 1 Hirtenhaus) des Unteren Schlosses und drei Anwesen (2 Höfe, 1 Gut des Oberen Schlosses. 1745 wurden beide Rittergüter vom Fürstentum Bayreuth gekauft, die in der Oberpfalz liegenden Orte wurden zeitgleich an das Rittergut Reislas abgegeben.[6] Der ehemals unterschlössische Grundbesitz bestand aus zwei Anwesen (Baumgartenhaus zu 3⁄4 Hoffuß), Neugut zu 1⁄10) und einem Inwohner, der oberschlössische Grundbesitz aus sechs Anwesen (Ackerhaus mit 1⁄2 Hoffuß, Bachbauer, Lorenzenbauer, Painthaus je 1⁄4, Wasserbauer mit 9⁄32, Schmiedhaus mit 3⁄32) und einem Hirtenhäusel mit Inwohner. Daneben gab es noch fünf Anwesen der sogenannten Bartl Reißischen Untertanen (Schermhaus, Brunnengut, Hammerhaus mit je 1⁄4 Hoffuß, Weixlhaus mit 1⁄10 und 1⁄64, Schulgütel mit 1⁄16) und zwei Inwohner.[7] Der Gutsherrschaft Tressau unterstanden sechs Anwesen (Gusengut, Schustergütel, Wirtsgeorgengut, Bachgut, Weihergut mit je 3⁄8 Hoffuß) und zwei Inwohner.[8]
Mit dem Gemeindeedikt wurde Eckartsreuth dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Kirchenpingarten[9][10] und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Kirchenpingarten zugewiesen.[11][12]
Einwohnerentwicklung
Religion
Eckartsreuth ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Michael (Mockersdorf) gepfarrt,[14] seit den 1880er Jahren ist die Pfarrei St. Jakobus der Ältere (Kirchenpingarten) zuständig.[16]
Literatur
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 121.
- Heribert Sturm: Kemnath: Landrichteramt Waldeck-Kemnath mit Unteramt Pressath (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. I, 40). Michael Laßleben, Kallmünz 1975, ISBN 3-7696-9902-5 (Digitalisat).
- Richard Winkler: Bayreuth – Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 30). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1999, ISBN 3-7696-9696-4.
Weblinks
- Eckartsreuth in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 10. Dezember 2024.
- Eckartsreuth in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 10. Dezember 2024.
- Eckartsreuth im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 10. Dezember 2024.