Franjo von Allmen
Schweizer Skirennläufer
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Franjo von Allmen (* 24. Juli 2001 in Zweisimmen im Kanton Bern) ist ein Schweizer Skirennfahrer. Er ist auf die Disziplinen Abfahrt und Super-G spezialisiert. Er ist dreifacher Olympiasieger (Mailand-Cortina 2026) und zweifacher Weltmeister (Saalbach 2025).
| Franjo von Allmen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nation | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 24. Juli 2001 (24 Jahre) | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Zweisimmen, Schweiz | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Grösse | 183 cm | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht | 93 kg | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Beruf | Zimmermann | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Disziplin | Abfahrt, Super-G | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verein | SC Boltigen | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Status | aktiv | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Platzierungen im Alpinen Skiweltcup | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| letzte Änderung: 16. April 2026 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
Biografie
Von Allmen stammt aus Boltigen im Kanton Bern, erlernte das Skifahren am Jaunpass und ist gelernter Zimmermann.[1][2] Als 16-Jähriger bestritt er im November 2017 erstmals FIS-Rennen, wobei er zunächst in allen Disziplinen an den Start ging. Der erste Sieg auf dieser Stufe gelang ihm Mitte Januar 2021. Unmittelbar darauf debütierte er im Europacup, wobei er sich am 19. Januar im Super-G von Zinal erstmals in den Punkterängen klassierte. Zwei Monate später gewann er am selben Ort den ersten von drei Schweizer Juniorenmeistertiteln. Nach einem Abstecher zum Nor-Am Cup, der ihm im Dezember 2021 einen zweiten Platz einbrachte, konnte sich von Allmen allmählich auch im Europacup etablieren und fuhr mehrmals unter die besten zehn. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2022 im kanadischen Panorama gewann er in der Abfahrt, im Super-G und in der Kombination jeweils die Silbermedaille.
Sein erster Sieg in einem Europacuprennen gelang von Allmen am 29. Januar 2023 in der Abfahrt von Orcières-Merlette. Daraufhin erhielt er seine erste Startgelegenheit im Weltcup, wobei er am 4. März in der Abfahrt von Aspen den 46. Platz belegte.[3] Am Ende der Europacupsaison 2022/23 belegte er den zweiten Platz in der Abfahrtswertung, wodurch er einen Fixstartplatz für die kommende Weltcupsaison erhielt. Bei der ersten Abfahrt auf der Saslong in Gröden am 14. Dezember 2023 fuhr von Allmen trotz einem Stockbruch unmittelbar beim Start auf Platz 35 und verpasste die ersten Weltcuppunkte um lediglich neun Hundertstelsekunden. Einen Tag später fuhr er im Super-G bei seinem erst dritten Weltcupeinsatz als Neuntplatzierter mitten in die Weltelite.[4] Am 28. Januar 2024, in seinem erst vierten Weltcup-Super-G, erzielte er mit Platz drei in Garmisch-Partenkirchen seine erste Podestplatzierung.[5]
Zu Beginn der Saison 2024/25 erzielte von Allmen zwei zweite Plätze in den Abfahrten von Gröden und Bormio.[6] Am 17. Januar 2025 gelang ihm beim Super-G von Wengen auf der Lauberhorn-Piste der erste Weltcupsieg.[7] Einen Tag später wurde er bei der Weltcupabfahrt in Wengen Zweiter und markierte so seinen dritten Podestplatz in der Abfahrt. Am 9. Februar wurde von Allmen Weltmeister in der Abfahrt an der Ski-WM in Saalbach, ohne zuvor im Weltcup in dieser Disziplin ein Rennen gewonnen zu haben. Er platzierte sich vor Vincent Kriechmayr (Österreich) und Alexis Monney (Schweiz).[8] Drei Tage später gewann er zusammen mit Loïc Meillard auch die Goldmedaille in der Team-Kombination.
Am 1. Februar 2026 gewann von Allmen wie schon im Jahr davor die Abfahrt von Crans-Montana.[9] Eine Woche später, am 7. Februar, wurde der 24-Jährige im italienischen Bormio Olympiasieger in der Abfahrt.[10] Kurz darauf gewann er ebenso die Goldmedaille in der Team-Kombination (zusammen mit Tanguy Nef) und im Super-G. Vor ihm schafften ein alpines Gold-Triple nur Toni Sailer, Jean-Claude Killy und Janica Kostelić.[11]
Persönliches
Franjo von Allmen hat eine vierjährige Ausbildung zum Zimmermann abgeschlossen. Er hat einen Bruder und eine Schwester.[12] Als er 17 Jahre alt war, starb überraschend sein Vater.[13] Ihm widmete er seine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2026.
Die Hauptsponsoren von Franjo von Allmen sind Red Bull[14], sein Skihersteller Head sowie der Schweizer Uhrenhersteller Breitling. Das Preisgeld in der Saison 2024/25 lag für ihn bei total 327'750 Schweizer Franken. Damit war der Schweizer im Preisgeld-Ranking der Saison 2024/25 im Skisport die Nummer drei – hinter seinen beiden Landsmännern Marco Odermatt (725'640 Franken) und Loïc Meillard (376'550 Franken).
Erfolge
Olympische Spiele
- Mailand-Cortina 2026: 1. Abfahrt, 1. Super-G, 1. Team-Kombination
Weltmeisterschaften
- Saalbach 2025: 1. Abfahrt, 1. Team-Kombination, 12. Super-G
Weltcup
- 15 Podestplätze, davon 5 Siege:
Weltcupwertungen
Europacup
- Saison 2022/23: 7. Gesamtwertung, 2. Abfahrtswertung
- 10 Platzierungen unter den besten zehn, davon 1 Sieg:
| Datum | Ort | Land | Disziplin |
|---|---|---|---|
| 29. Januar 2023 | Orcières-Merlette | Frankreich | Abfahrt |
Nor-Am Cup
- 2 Platzierungen unter den besten zehn, davon 1 Podestplatz
Juniorenweltmeisterschaften
- Panorama 2022: 2. Abfahrt, 2. Super-G, 2. Kombination, 19. Riesenslalom, 26. Slalom
Weitere Erfolge
- Schweizer Meister in der Abfahrt (2025)
- 3 Schweizer Juniorenmeistertitel (Kombination 2021 und 2022, Super-G 2022)
- 5 Siege in FIS-Rennen
Weblinks
- Website von Franjo von Allmen
- Franjo von Allmen in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch)
- allmen_sui_512471.php Franjo von Allmen in der Datenbank von SKI-DB.com (englisch)
- Franjo von Allmen in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)
- Porträt bei Swiss-Ski