Franjo von Allmen

Schweizer Skirennläufer From Wikipedia, the free encyclopedia

Franjo von Allmen (* 24. Juli 2001 in Zweisimmen im Kanton Bern) ist ein Schweizer Skirennfahrer. Er ist auf die Disziplinen Abfahrt und Super-G spezialisiert. Er ist dreifacher Olympiasieger (Mailand-Cortina 2026) und zweifacher Weltmeister (Saalbach 2025).

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Franjo von Allmen
Nation Schweiz Schweiz
Geburtstag 24. Juli 2001 (24 Jahre)
Geburtsort Zweisimmen, Schweiz
Grösse 183 cm
Gewicht 93 kg
Beruf Zimmermann
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G
Verein SC Boltigen
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 3 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Junioren-WM 0 × Goldmedaille 3 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Winterspiele
Gold 2026 Mailand-Cortina Abfahrt
Gold 2026 Mailand-Cortina Super-G
Gold 2026 Mailand-Cortina Team-Kombination
 Alpine Skiweltmeisterschaften
Gold 2025 Saalbach Abfahrt
Gold 2025 Saalbach Team-Kombination
 Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
Silber 2022 Panorama Abfahrt
Silber 2022 Panorama Super-G
Silber 2022 Panorama Kombination
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 4. März 2023
 Einzel-Weltcupsiege 5
 Gesamtweltcup 4. (2024/25)
 Abfahrtsweltcup 2. (2024/25, 2025/26)
 Super-G-Weltcup 4. (2024/25)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 4 5 0
 Super-G 1 1 4
letzte Änderung: 16. April 2026
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Biografie

Von Allmen stammt aus Boltigen im Kanton Bern, erlernte das Skifahren am Jaunpass und ist gelernter Zimmermann.[1][2] Als 16-Jähriger bestritt er im November 2017 erstmals FIS-Rennen, wobei er zunächst in allen Disziplinen an den Start ging. Der erste Sieg auf dieser Stufe gelang ihm Mitte Januar 2021. Unmittelbar darauf debütierte er im Europacup, wobei er sich am 19. Januar im Super-G von Zinal erstmals in den Punkterängen klassierte. Zwei Monate später gewann er am selben Ort den ersten von drei Schweizer Juniorenmeistertiteln. Nach einem Abstecher zum Nor-Am Cup, der ihm im Dezember 2021 einen zweiten Platz einbrachte, konnte sich von Allmen allmählich auch im Europacup etablieren und fuhr mehrmals unter die besten zehn. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2022 im kanadischen Panorama gewann er in der Abfahrt, im Super-G und in der Kombination jeweils die Silbermedaille.

Sein erster Sieg in einem Europacuprennen gelang von Allmen am 29. Januar 2023 in der Abfahrt von Orcières-Merlette. Daraufhin erhielt er seine erste Startgelegenheit im Weltcup, wobei er am 4. März in der Abfahrt von Aspen den 46. Platz belegte.[3] Am Ende der Europacupsaison 2022/23 belegte er den zweiten Platz in der Abfahrtswertung, wodurch er einen Fixstartplatz für die kommende Weltcupsaison erhielt. Bei der ersten Abfahrt auf der Saslong in Gröden am 14. Dezember 2023 fuhr von Allmen trotz einem Stockbruch unmittelbar beim Start auf Platz 35 und verpasste die ersten Weltcuppunkte um lediglich neun Hundertstelsekunden. Einen Tag später fuhr er im Super-G bei seinem erst dritten Weltcupeinsatz als Neuntplatzierter mitten in die Weltelite.[4] Am 28. Januar 2024, in seinem erst vierten Weltcup-Super-G, erzielte er mit Platz drei in Garmisch-Partenkirchen seine erste Podestplatzierung.[5]

Zu Beginn der Saison 2024/25 erzielte von Allmen zwei zweite Plätze in den Abfahrten von Gröden und Bormio.[6] Am 17. Januar 2025 gelang ihm beim Super-G von Wengen auf der Lauberhorn-Piste der erste Weltcupsieg.[7] Einen Tag später wurde er bei der Weltcupabfahrt in Wengen Zweiter und markierte so seinen dritten Podestplatz in der Abfahrt. Am 9. Februar wurde von Allmen Weltmeister in der Abfahrt an der Ski-WM in Saalbach, ohne zuvor im Weltcup in dieser Disziplin ein Rennen gewonnen zu haben. Er platzierte sich vor Vincent Kriechmayr (Österreich) und Alexis Monney (Schweiz).[8] Drei Tage später gewann er zusammen mit Loïc Meillard auch die Goldmedaille in der Team-Kombination.

Am 1. Februar 2026 gewann von Allmen wie schon im Jahr davor die Abfahrt von Crans-Montana.[9] Eine Woche später, am 7. Februar, wurde der 24-Jährige im italienischen Bormio Olympiasieger in der Abfahrt.[10] Kurz darauf gewann er ebenso die Goldmedaille in der Team-Kombination (zusammen mit Tanguy Nef) und im Super-G. Vor ihm schafften ein alpines Gold-Triple nur Toni Sailer, Jean-Claude Killy und Janica Kostelić.[11]

Persönliches

Franjo von Allmen hat eine vierjährige Ausbildung zum Zimmermann abgeschlossen. Er hat einen Bruder und eine Schwester.[12] Als er 17 Jahre alt war, starb überraschend sein Vater.[13] Ihm widmete er seine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2026.

Die Hauptsponsoren von Franjo von Allmen sind Red Bull[14], sein Skihersteller Head sowie der Schweizer Uhrenhersteller Breitling. Das Preisgeld in der Saison 2024/25 lag für ihn bei total 327'750 Schweizer Franken. Damit war der Schweizer im Preisgeld-Ranking der Saison 2024/25 im Skisport die Nummer drei – hinter seinen beiden Landsmännern Marco Odermatt (725'640 Franken) und Loïc Meillard (376'550 Franken).

Erfolge

Olympische Spiele

Weltmeisterschaften

Weltcup

  • 15 Podestplätze, davon 5 Siege:
Weitere Informationen Datum, Ort ...
DatumOrtLandDisziplin
17. Januar 2025WengenSchweizSuper-G
22. Februar 2025Crans-MontanaSchweizAbfahrt
8. März 2025KvitfjellNorwegenAbfahrt
20. Dezember 2025GrödenItalienAbfahrt
1. Februar 2026Crans-MontanaSchweizAbfahrt
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Weltcupwertungen

Weitere Informationen Saison, Gesamt ...
Saison Gesamt Abfahrt Super-G
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2023/2438.23117.10314.128
2024/254.8362.5224.314
2025/267.7702.5156.255
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Europacup

  • Saison 2022/23: 7. Gesamtwertung, 2. Abfahrtswertung
  • 10 Platzierungen unter den besten zehn, davon 1 Sieg:
Weitere Informationen Datum, Ort ...
DatumOrtLandDisziplin
29. Januar 2023Orcières-MerletteFrankreichAbfahrt
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Nor-Am Cup

  • 2 Platzierungen unter den besten zehn, davon 1 Podestplatz

Juniorenweltmeisterschaften

  • Panorama 2022: 2. Abfahrt, 2. Super-G, 2. Kombination, 19. Riesenslalom, 26. Slalom

Weitere Erfolge

Commons: Franjo von Allmen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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