Frankenhofen (Weiltingen)

Ortsteil des Marktes Weiltingen From Wikipedia, the free encyclopedia

Frankenhofen ist ein Gemeindeteil des Marktes Weiltingen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Frankenhofen hat eine Fläche von 8,813 km². Sie ist in 764 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11.535,81 m² haben.[3] In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Ruffenhofen.[4]

Schnelle Fakten Markt Weiltingen ...
Frankenhofen
Koordinaten: 49° 2′ N, 10° 28′ O
Höhe: 458 m ü. NHN
Einwohner: 240 (2016)[1]
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 91744
Vorwahl: 09853
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St. Bartholomäus

Geographie

Das Pfarrdorf liegt am Helmleinswiesgraben (im Unterlauf Schellengraben genannt), der ein rechter Zufluss in die Wörnitz ist. Der Ort ist von Acker- und Grünland mit vereinzeltem Baumbestand umgeben. Im Westen wird die Flur Lindenbuck und Roßkopf (483 m ü. NHN) genannt, im Nordosten Hängender Berg (472 m ü. NHN), im Osten Weitfeld und Schellenbuck. 1 km südöstlich im Irsinger Wald erhebt sich der Königsberg (514 m ü. NHN).

Die Kreisstraße AN 47 führt nach Weiltingen zur Staatsstraße 2385 (1,6 km nordwestlich) bzw. nach Himmerstall (2 km südöstlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Irsingen (1,6 km nordöstlich), nach Ruffenhofen zur St 2385 (1,4 km nördlich) und nach Seglohe (4,2 km südlich).[5]

Geschichte

Die Fraisch über Frankenhofen war umstritten. Sie wurde sowohl vom ansbachischen Oberamt Wassertrüdingen als auch vom oettingen-spielbergischen Oberamt Aufkirchen beansprucht. Die Reichsstadt Dinkelsbühl wollte sie auf ihren Gütern geltend machen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Frankenhofen 56 Anwesen. Außerdem gab es eine Kirche, ein Pfarrhaus und ein Schul- und ein Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren

Die Dorf- und Gemeindeherrschaft wurde ganerblich von den Grundherren übernommen.[6][7]

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde der Steuerdistrikt und die Ruralgemeinde Frankenhofen gegründet, zu der Ruffenhofen gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Untergericht Aufkirchen zugeordnet, ab 1820 dem Herrschaftsgericht Mönchsroth[8][9] und ab 1831 dem Landgericht Dinkelsbühl.[10] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 8,745 km².[11] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Mai 1978 in den Markt Weiltingen eingemeindet.[12][13]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Frankenhofen

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181818401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 387411426420408401419407444454458442408417430417407386383584543489421389
Häuser[14] 798692889188938987
Quelle [15][16][17][17][18][19][20][21][22][23][24][17][25][17][26][17][27][17][17][17][28][17][11][29]
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Ort Frankenhofen

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987002006002016
Einwohner 296318292326350311301426329301267 *259 *240
Häuser[14] 6167707074716960
Quelle [15][16][18][20][23][25][27][28][11][29][30][1][1]
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inklusive Nebenwohnsitze

Baudenkmäler

In Frankenhofen gibt es drei Baudenkmäler:[31]

  • Haus Nr. 49/53: Friedhof, Anlage wohl 20. Jahrhundert, mit Grabsteinen.
  • Haus Nr. 51: Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Bartholomäus, Chorturmkirche wohl des späten 14. Jahrhunderts, Veränderungen 1802 und 1965; mit Ausstattung.
  • Haus Nr. 53: Pfarrhaus, zweigeschossiger, massiver Walmdachbau, Anfang 19. Jahrhundert; ehemalige Pfarrscheune, Massivbau mit Halbwalmdach, 2. Hälfte 19. Jahrhundert

Bodendenkmäler

In der Gemarkung Frankenhofen gibt es acht Bodendenkmäler.[31]

Religion

Der Ort ist Sitz der Pfarrei St. Bartholomäus und ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.[32] Die Katholiken sind nach St. Margareta (Wilburgstetten) gepfarrt.[11]

Persönlichkeiten

  • Paul Keim (1912–1985), Jurist und Politiker

Literatur

Commons: Frankenhofen (Weiltingen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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