Gafalljoch

Gebirgspass im Rätikon an der Grenze Vorarlberg / Graubünden From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Gafalljoch, in der Schweiz auch Cavälljoch,[1] ist ein 2239 m hoher Gebirgspass und Bergsattel im Rätikon.[2]

Schnelle Fakten Karte (Vorarlberg) ...
Gafalljoch
Gafalljoch und Kirchlispitzen
Gafalljoch und Kirchlispitzen
Himmels­richtung Norden Süden
Passhöhe 2239 m ü. A.
Politische Lage Österreich, Vorarlberg, Vandans Schweiz, Graubünden, Seewis im Prättigau
Wasser­scheide Värabach → LünerseeAlvierIllRhein Cavällbach → Älplibach → Großbach → Schrabach → Landquart → Rhein
Talorte Brand Schiers
Ausbau Wanderweg
Gebirge Rätikon
Karte (Vorarlberg)
Gafalljoch (Vorarlberg)
Gafalljoch (Vorarlberg)
Koordinaten 47° 2′ 13″ N,  45′ 7″ O
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Lünersee, links das grasbewachsene Gafalljoch
Gafalljoch mit den Kirchlispitzen

Lage

Politische Lage

Der Pass liegt an der Grenze Österreich/Schweiz. Die nördliche österreichische Seite gehört zum Bundesland Vorarlberg, Bezirk Bludenz, Gemeinde Vandans im Montafon. Talort ist jedoch Brand im Brandnertal. Die südliche schweizerische Seite gehört zum Kanton Graubünden, Region Prättigau/Davos, Gemeinde Seewis im Prättigau. Talort ist Schiers.[2][1]

Lage bezüglich Gebirge

Das Gafalljoch liegt am Hauptkamm des Rätikons. Es trennt die Schesaplana-Gruppe im Westen von der Kirchlispitzen-Gruppe im Osten. Im Westen ist der nächstgelegene Berg das Lünereck mit 2296 m Höhe. Im Osten erhebt sich die erste Spitze der Kirchlispitzen.[2][1]

Lage bezüglich Tälern und Gewässern

Das Gafalljoch liegt auf der Wasserscheide der beiden Rheinzuflüsse Landquart im Süden und Ill im Norden. Die Nordseite wird entwässert über einen namenlosen Bach, der in den Värabach mündet, dieser entspringt am Verajoch. Der Värabach mündet in den Lünersee. Von dort fließt die Alvier nordwärts und mündet bei Bürs in die Ill. Das Tal der Alvier und die Region ist das Brandnertal. Der Talabschnitt zwischen Lünersee und dem Ort Brand heißt auch Seetal. Die grasbewachsenen Hänge zwischen Gafalljoch und Lünersee gehören zur Lünersee-Alpe.[2][3]

Nach Süden wird das Joch entwässert über den Cavällbach, Älplibach, Großbach, Schrabach, Landquart und Rhein. Die nächstgelegene Ortschaft ist Schuders oberhalb von Schiers. Vom Gafalljoch nach Südwesten erreicht man über einen Wanderweg zwei weitere Sättel, das Fürggli und die Golrosa, von beiden Sätteln westwärts erreicht man das Alpgebiet Vals mit dem Valser Bach. Von dort aus geht es südwestlich über das Valser Tobel nach Seewis.[1]

Wandern

Der kürzeste und leichteste Zustieg ist von der Bergstation Lünerseebahn bzw. der Douglasshütte vom Lünersee aus, laut Wegweiser 105 Minuten Gehzeit.[4] Auf der schweizerischen Seite verläuft die Via Alpina Red R60 (Prättigauer Höhenweg) von der Schesaplanahütte über das Gafalljoch zur Carschinahütte. Sie ist Teil des Fernwanderwegs Via Alpina.[2][1]

Naturschutz

Der österreichische Teil gehört zum geschützten Landschaftsteil Rellstal und Lünerseegebiet.[5]

Einzelnachweise

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