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Schesaplana-Gruppe

Untergruppe des Rätikons in Vorarlberg und Graubünden From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Schesaplana-Gruppe, auch Schesaplanagruppe, ist eine Untergruppe des Rätikons nach der Alpengliederung der SOIUSA und auch entsprechend den Alpenvereinsführern. Der höchste Berg ist die namensgebende Schesaplana.[1]

Schnelle Fakten
Schesaplana-Gruppe
Panoramaaufnahme vom Schesaplana-Massiv, aufgenommen auf den Schaftköpfen auf dem Weg von der Schesaplana zur Mannheimer Hütte
Panoramaaufnahme vom Schesaplana-Massiv, aufgenommen auf den Schaftköpfen auf dem Weg von der Schesaplana zur Mannheimer Hütte
Panoramaaufnahme vom Schesaplana-Massiv, aufgenommen auf den Schaftköpfen auf dem Weg von der Schesaplana zur Mannheimer Hütte
Höchster Gipfel Schesaplana (2965 m ü. A.)
Lage Österreich
  • Vorarlberg
    • Nenzing
    • Brand
    • Vandans

Schweiz

  • Graubünden
    • Seewis im Prättigau
    • Schiers
Teil des Rätikons
Einteilung nach SOIUSA 15.VIII/A.3.a
Schesaplana-Gruppe (Vorarlberg)
Schesaplana-Gruppe (Vorarlberg)
Koordinaten 47° 3′ N,  42′ O
Gestein Kalkgestein
Fläche 54 km²
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p1
p5
Schesaplana (Mitte) vom Saulakopf. Links vorn der (Lüner-)Seekopf, 2698 m, rechts hinten der Panüeler Kopf. Vorn in der Tiefe das hintere Brandner Tal. Zwischen Schesaplana und Panüeler Kopf liegen die Reste des Brandner Gletschers
Kartenausschnitt
Blick von der Lünerkrinne auf den Lünersee
Totalphütte
Schesaplanahütte auf der Schweizer Seite
Das Schesaplan-Massiv mit folgenden Gipfel auf Vorarlberger Seite von links: Seekopf 2698 m, Zirmenkopf 2806 m, Felsen Kopf 2835 m, die Schesaplana 2965 m. In der Bildmitte hinter dem Brandner Gletscher die Schafköpfe 2792 m + 2713 m, der Salaruel Kopf 2841 m und vor dem Panüeler Kopf 2859 m der Wilberg 2788 m. Gesehen vom 2065 m hohen Saulajoch
Denkmalgeschützte Kapelle Hl. Rochus (1367 m) im Nenzinger Himmel, dahinter der Oberzalimkopf und der Panüelerkopf

Einordnung nach SOIUSA

Nach der Einteilung der SOIUSA gehört der Rätikon zu den Zentralen Ostalpen.

Weitere Informationen Einordnung nach SOIUSA ...
Einordnung nach SOIUSA
Teil II Ostalpen
Sektor II/A Zentrale Ostalpen
Abschnitt 15 Westliche Rätische Alpen
Unterabschnitt 15.VIII Rätikon
Gruppe A.3 Schesaplana-Fundelkopf-Girenspitz
Untergruppe A.3.a Schesaplana-Gruppe
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Lage und Umgrenzung

Die Schesaplana-Gruppe liegt im österreichischen Bundesland Vorarlberg und im schweizerischen Kanton Graubünden, die Nordseite gehört zum Walgau, Gemeinden Brand, Vandans (rund um den Lünersee) und Nenzing, die Südseite zum Prättigau, Gemeinden Seewis im Prättigau und Schiers. Im Nordwesten liegt das Gamperdonatal, im Nordosten das Brandnertal, im Süden auf der Schweizer Seite das Camitobel und das Valser Tobel.

Die Umgrenzung der Schesaplana-Gruppe verläuft von Norden im Uhrzeigersinn entlang der Linie Amantschonjoch – Palüdbach – AlvierLünerseeGafalljochGolrosa – Valser Bach – Canibach – Salarueljoch oder Kleine Furka – Salaruelbach – Meng – Virgloriatobel – Amatschonjoch. Die Grenze ist teilweise nicht eindeutig.[1]

Umliegende Berggruppen

Die Schesaplana-Gruppe bildet den höchsten Teil des Rätikon-Hauptkamms und mehrere nördliche Seitenkämme. Das Barthümeljoch ist die Verbindung zur Falknis-Naafkopf-Gruppe, das Gafalljoch zur Kirchlispitzengruppe, Das Amantschonjoch zur Fundelkopf-Gruppe, die Golrosa zur Girenspitz-Sassaunagrat-Gruppe.[1]

Umliegende Berggruppe
Galina-Gruppe Fundelkopf-Gruppe Zimbagruppe
Falknis-Naafkopf-Gruppe Kirchlispitzengruppe
Girenspitz-Sassaunagrat-Gruppe

Berge und Sättel

Der Hauptkamm des Rätikons verläuft entlang der Grenze zwischen Österreich und der Schweiz mit folgenden Sätteln und Bergen von West nach Ost:[1]

Weitere Informationen Gipfel/Sattel, Höhe m ü. A. ...
Gipfel/Sattel Höhe m ü. A. Anmerkung
Salarueljoch oder Kleine Furka 2245
Schafberg 2729
Salaruelkopf 2841 großer Ausläufer nach Norden (Zalimgrat)
Schafloch 2713
Schafköpfe 2806 kleiner Ausläufer nach Nordnordost mit Wildberg (2788 m) und Mottakopf (2176 m)
Schesaplanasattel 2739
Schesaplana 2965 höchster Gipfel des Rätikons, kurzer Ausläufer zum Felsenkopf (2835 m), Zirmenkopf (2806 m) und Seekopf (2698 m)
Gamsluggen 2374
Kanzelwand 2411
Lüneregg 2297
Gafalljoch 2239 Übergang zur Kirchlispitzen-Gruppe
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Der Zalimgrat besteht aus folgenden Gipfeln und Sättel von Süd nach Nord:[1]

Weitere Informationen Gipfel/Sattel, Höhe m ü. A. ...
Gipfel/Sattel Höhe m ü. A. Anmerkung
Salaruelkopf 2841
Panüelerkopf 2859 auf der Ostseite liegt die Mannheimer Hütte (2679 m)
Oberzalimscharte 2237 auf der Ostseite liegt die Oberzalimhütte (1889 m)
Pfannenknechtle 2234 auf der Westseite liegt die Setschalpe (1722 m)
Blankuskopf 2334
Windeggerspitze 2331
Amatschonjoch 2028 Übergang zur Fundelkopf-Gruppe
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Ein kurzer Kamm verläuft von der Schesaplana nach Ostnordosten mit dem Felsenkopf, dem Zirmenkopf und dem Seekopf. Nördlich des Brandner Gletschers verläuft eine Kette nach Norden mit dem Wildberg und dem Mottakopf.

Siedlungen

Der Ortskern von Brand und das dortige Skigebiet Brandnertal befinden sich teils in der Berggruppe. Sonst gibt es keine ganzjährig bewohnten Siedlungen in der Bergregion. Die Ferienhaussiedlung und Alpe Nenzinger Himmel im Gamperdonatal ist nur im Sommer erreichbar und offen.[1]

Schutzhütten

Folgende Schutzhütten befinden sich in der Berggruppe:

Naturschutz

Die Zone zwischen dem Lünersee und der Schesaplana gehört zum geschützten Landschaftsteil Rellstal und Lünerseegebiet. In diesen Schutzgebieten sind Veränderungen untersagt, welche die Natur schädigen, das Landschaftsbild verunstalten oder den Naturgenuss beeinträchtigen. Diese Schutzgebietskategorie wurde 1969 erlassen und ist vergleichbar mit der Kategorie der Landschaftsschutzgebiete. Südwestlich vom Pfannenknechtle liegt ein Teilgebiet des Europaschutzgebiets Alpenmannstreu Gamperdonatal. Das Großraumbiotop Schesaplanastock umfasst das Hauptmassiv der Schesaplana mit dem Brandner Gletscher von der Schattalagant Alpe bis zum Panüelerkopf und den Nordgrat des Wildbergs bis zum Mottakopf. Es ist nicht nur wegen der Pflanzen- und Tierwelt schützenswert, sondern auch wegen der vielfältigen Geologie. Der Brandner Gletscher ist wegen der globalen Erwärmung schon beinahe verschwunden, zudem schwindet der Permafrost immer mehr.[2][3] Das macht gerade das Hochgebirge sehr instabil, vermehrter Steinschlag und ganze Bergstürze sind die Folge.[4][5][6][7][8]

Commons: Schesaplana-Gruppe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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