Gewerkschaften in Nordmazedonien

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Gewerkschaftsbünde

Die Gewerkschaften in Nordmazedonien gehören zum größten Teil einem der folgenden Gewerkschaftsbünde an:[1]

Weitere Informationen Name des Gewerkschaftsbunds, Mitglieder ...
Name des Gewerkschaftsbunds Mitglieder Zugehörigkeit zu einem
Internationalen Gewerkschaftsverband
Sojuz na Sindikati na Makedonija, SSM
(Verband der Gewerkschaften Mazedoniens, SSM)
[2]
Ca.
76.500
IGB, EGB
Konfederacija na Slobodni Sindikati, KSS
(Bündnis der Freien Gewerkschaften)
[3]
Ca.
55.000
IGB, EGB
Konfederacija na sindikalni organizacii na Makedonija – KSOM
(Bündnis der Gewerkschaftlichen Organisationen Mazedoniens)
Ca.
15.000
-
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Einzelgewerkschaften, Branchenverbände

Einzelgewerkschaften / Branchenverbände sind u. a.:[4]

Weitere Informationen Name der Gewerkschaft, Mitgliedschaft in Dachverband ...
Name der Gewerkschaft Mitgliedschaft in
Dachverband
Mitglieder Zugehörigkeit zu
Europäischen / Globalen Gewerkschaftsföderationen
Samostoen sindikat za zdravstvo, farmacija i socijalna zaštita SSZFSZ
(Unabhängige Gewerkschaft für Gesundheit, Pharmazie und Sozialarbeit)
SSM 8.700 IÖD, EGÖD
Sindikat na rabotnicite od upravata, pravosudnite organi I zdruzenijata na gragjani – UPOZ
(Gewerkschaft der öffentlichen Verwaltung und der Beamten, Justiz und Zivilgesellschaft)
SSM 4.433 IÖD, EGÖD
Makedonski Policiski Sindikat – MPS
(Mazedonische Polizeigewerkschaft)
SSM 7.819 CESP
Sindikat za gradezhnishtvoto, industrija proektiranje – SGIP
(Gewerkschaft für Bau, Industrie und Design)
SSM 3.691 BWI, EFBWW
Nezavisniot sindikat rabotnici na energetikata, rudarite i industrijata na Makedonija, SSERI
(Gewerkschaft Energie, Bergbau und Industrie)
KSS Ca.
5.500
IÖD, EGÖD
Nezavisen sindikat za energija i ekonomii na Makedonija, SSESM
(Unabhängige Gewerkschaft für Energie und Wirtschaft)
SSM 2.153 IÖD, EGÖD,
IndustriAll, IndustriAll Europe (Energie)
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Geschichte der Gewerkschaften in Nordmazedonien

Vor 1991 war der größte (und einzige) Dachverband der Gewerkschaften Mazedoniens der SSM, eine stark zentralisierte Einheit. Der Vorstand traf alle Entscheidungen, während die Vorstände der verschiedenen Sektoren diese Entscheidungen umzusetzen hatten, was bedeutete, dass es keine definierten Branchengewerkschaften gab. Nach der Unabhängigkeit und den Reformen 1991/92 wurden die Vorstände der Sektoren zu allerdings recht schwachen Branchengewerkschaften. Die Funktionsprinzipien der Gewerkschaften blieben weitgehend unverändert. Sie waren gekennzeichnet durch einen zentralisierten undemokratischen Entscheidungsprozess, Nepotismus und eine Abhängigkeit von der Sozialdemokratischen Union Mazedoniens (SDSM), der Nachfolgerin der kommunistischen bzw. sozialistischen Partei, später jedoch auch von der nachfolgenden Regierungspartei (VMRO DPMNE). Eine Dezentralisierung der Gewerkschaftsorganisationen trat erst 1995/96 ein, als der SSM beschloss, seinen Branchengewerkschaften einen gesonderten rechtlichen Status zu geben. Dies führte zu autonomeren Gewerkschaften, nicht jedoch zu ihrer Demokratisierung. Die Mitgliederzahlen sinken seit 40 Jahren; am höchsten sind sie noch im öffentlichen Dienst. Auf betrieblicher Ebene existieren keine Formen von Beteiligung und Mitbestimmung, die westeuropäischen Praktiken entsprechen (z. B. Betriebsräte).[5]

Rechtliche Situation

Der Allgemeine Tarifvertrag (ATV) ist für alle Unternehmen und Arbeitnehmer im privaten Sektor verpflichtend, lief jedoch Mitte 2017 aus. Gemäß dem Arbeitsgesetz werden nach Ablauf seine Bestimmungen bis zum Abschluss eines neuen Vertrags verwendet. Die Organisation der Arbeitgeber (ORM) und der Dachverband der Gewerkschaften (SSM) haben hinsichtlich der Gehälter und Zulagen sehr unterschiedliche Vorstellungen für eine Neuverhandlung, die bisher nicht erfolgreich war. Gemäß dem Arbeitsgesetz soll es auch einen Allgemeinen Tarifvertrag für den öffentlichen Sektor geben, der zwischen der Regierung und den im öffentlichen Sektor vertretenen Konföderationen ausgehandelt wird, jedoch bisher nicht abgeschlossen wurde. Viele Themen sind in der Zwischenzeit durch Gesetze reguliert worden, was die Verhandlungsspielräume für einen ATV verringert und den sozialen Dialog verhindert.[6]

Literatur

Einzelnachweise

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