Gewerkschaften in Russland

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Gewerkschaftsbünde

Die Gewerkschaften in Russland gehören zum größten Teil einem der folgenden Gewerkschaftsbünde an:[1]

Weitere Informationen Name des Gewerkschaftsbunds, Mitglieder ...
Name des Gewerkschaftsbunds Mitglieder Zugehörigkeit zu einem
Internationalen Gewerkschaftsverband
Föderation Unabhängiger Gewerkschaften Russlands (FNPR)[2] 13–19 Millionen WGB, BRICS-Gewerkschaftsforum, L20
Konföderation der Arbeit Russlands (KTR)[3] 1,3 Millionen IGB, BRICS-Gewerkschaftsforum, L20, OECD-Gewerkschaftskomitee
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Einzelgewerkschaften, Branchenverbände

Einzelgewerkschaften / Branchenverbände sind u. a.:[4]

Weitere Informationen Name der Gewerkschaft, Mitgliedschaft in Dachverband ...
Name der Gewerkschaft Mitgliedschaft in
Dachverband
Mitglieder Zugehörigkeit zu
Europäischen / Globalen Gewerkschaftsföderationen
Gewerkschaft der Beschäftigten im Agrar- und Lebensmittelsektor FNPR 1 000 000 IUF
Russische Industriegewerkschaft ROSPROFPROM FNPR 323 000 -
Bergbau- und Metallgewerkschaft Russlands GMPR FNPR 378 000 -
Interregionale Gewerkschaft »Arbeitsassoziation« (MPRA) KTR 5 000 -
Föderaler Verband der Fluglotsen (FPAD) KTR 12 000 -
Interregionale Gewerkschaft »Nowoprof« KTR 6 000
Interregionale Gesundheitsgewerkschaft »Dejstwie« KTR 5 000 -
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Geschichte, rechtliche Situation

In Russland kam es nach dem Ende der Sowjetzeit, wie in vielen Staaten der ehemaligen Sowjetunion, zu einer Legitimitätskrise und damit einhergehend, zu einem Mitgliederschwund. Die FNPR, der formell größte Dachgewerkschaftsverband Europas, hat zwar immer noch 28 (nach anderen Angaben für das Jahr 2012: 24) Millionen Mitglieder, aber 1993 waren es noch fast 60 Millionen. Zwischen 1992 und 1999 verließen ca. 3 Millionen Arbeiter pro Jahr die Gewerkschaften. Die KTR, der zweitgrößte Gewerkschaftsdachverband, entstanden aus der Zeit des sowjetischen Arbeiteraktivismus von 1988 – 1993 und 1995 offiziell gegründet, konnte davon jedoch kaum profitieren.[5]

Die Corona-Krise hat zur Bildung neuer Gewerkschaften im Sektor der Plattformökonomie geführt. Es bildeten sich Zusammenschlüsse von Arbeitern (z. B. Taxifahrer oder Lieferpersonen des Delivery Clubs), die entstehende Verstoße gegen das Arbeitsrecht bekämpften. Einige von ihnen bildeten sich weiter zu Gewerkschaften, andere wiederum zerfielen kurz danach.[6]

Die Zivilgesellschaft in Russland ist insbesondere nach 2012 mit der Verabschiedung des sogenannten »Agenten-Gesetzes« in einer schwierigen Situation. Gewerkschaften fallen eigentlich nicht unter diese einschränkenden Gesetze, bisher müssen sie also nicht ihre Finanzen in gleichem Maße offenlegen und laufen keine Gefahr, als »ausländische Agenten« deklariert zu werden. Anfang 2018 wurde dennoch die Gewerkschaft MPRA (Interregionale Gewerkschaft Arbeiter-Allianz) von einem Gericht in St. Petersburg mit Verweis auf Grundlage des »Agenten-Gesetzes« verboten. Im Mai 2018 wurde die Entscheidung vom Obersten Gericht zwar wieder zurückgenommen. Dennoch war der Versuch deutlich zu erkennen den Gewerkschaften die Grenzen ihres Handlungsbereiches zu verdeutlichen.[6]

Literatur

Commons: Gewerkschaften in Russland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch

Einzelnachweise

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