Gföhleramt
Ortschaft im Bezirk Krems
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Gföhleramt ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Gföhl im Bezirk Krems in Niederösterreich mit 270 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1967 bildete das Amt eine selbständige Ortsgemeinde.[2]
| Gföhleramt (Streusiedlung) Ortschaft Katastralgemeinde Gföhleramt | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Krems (KR), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Krems an der Donau | |
| Pol. Gemeinde | Gföhl | |
| Koordinaten | 48° 31′ 23″ N, 15° 31′ 31″ O | |
| Höhe | 580 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 270 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 22,92 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 04206 | |
| Katastralgemeindenummer | 12013 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Die Streusiedlung beiderseits der Landesstraße L57 liegt östlich von Gföhl und besteht aus dem Lagen Allinger, Aschauer (nordwestlich vom Stackelberg (582 m ü. A.)), Aschauer (südwestlich vom Stackelberg), Burker, Denk, Enzinger, Feiertag, Gutmann, Hauer (nordöstlich vom Kühberg), Hauer (südwestlich der Pfeifferhöhe), Knödelstorfer, Mayer, Mold, Niederlage, Rauscher, Rosaliakapelle, Steiner, Tiefenbacher, Topf (auf der Pfeifferhöhe), Topf (nordwestlich der Rosaliakapelle), Völker und Winkler. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 120 Adressen.[3]
Geschichte
Der Gföhlerwald war bis 1570 vollständig unbewohnt und wurde danach mit Mühlen und Köhlerhütten besiedelt. Im Jahre 1585 wurde der Gföhlerwald gänzlich in 14 Gebiete, sogenannte Waldämter, unterteilt und jedes als Wohnort des Forstmannes ausgewiesen. Diese 14 Waldämter waren: Droßeramt, Eisenbergeramt, Eisengraberamt, Gföhleramt, Lengenfelderamt, Meislingeramt, Mittelbergeramt, Mottingeramt, Oberes-Tautendorferamt, Unteres-Tautendorferamt, Reichaueramt, Schiltingeramt, Senftenbergeramt und Wolfshoferamt; das Eisenbergeramt war das größte der 14 Waldämter.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Amt mit 82 zerstreuten Häusern genannt, das nach Gföhl eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Gföhl besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Gföhleramt ein Gastwirt, ein Schneider und zwei Schneiderinnen, ein Schuster, vier Viehhändler und zahlreiche Landwirte ansässig.[5] Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1968 die damaligen Ortsgemeinden Gföhl, Gföhleramt, Großmotten, Litsch- und Wurfenthalgraben, Mittelbergeramt, Moritzreith, Rastbach, Reittern und Seeb.[2]
Sehenswürdigkeiten
- Rosaliakapelle Gföhleramt, eine 1875 errichtete Wallfahrtskapelle
Persönlichkeiten
- Karl Simlinger (1906–1965), Landwirt und Landtagsabgeordneter
- Franz Fux (1927–2009), Landwirt, Autor und Abgeordneter zum Nationalrat
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 192 (Ausgabe 1769; Gefälling in der Google-Buchsuche).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 166.
