Grapsoidea

Überfamilie der Ordnung Zehnfußkrebse (Decapoda) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Grapsoidea sind eine Überfamilie von Krebstieren aus der Teilordnung der Krabben (Brachyura) in der Ordnung der Zehnfußkrebse (Decapoda).[1]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Grapsoidea

Rote Klippenkrabbe (Grapsus grapsus), Galapagosinseln

Systematik
Unterstamm: Krebstiere (Crustacea)
Klasse: Höhere Krebse (Malacostraca)
Ordnung: Zehnfußkrebse (Decapoda)
Unterordnung: Pleocyemata
Teilordnung: Krabben (Brachyura)
Überfamilie: Grapsoidea
Wissenschaftlicher Name
Grapsoidea
MacLeay, 1838
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Hemigrapsus nudus, Puget Sound, Washington, USA
Chinesische Wollhandkrabbe (Eriocheir sinensis), Elbe, Deutschland
Chiromantes haematocheir
Hemigrapsus tokanoi, Niederlande

Merkmale

Der Cephalothorax ist annähernd quadratisch bis annähernd rund und gewöhnlich etwas breiter als lang. Vorderer und hinterer Seitenrand sind oft nicht klar abgrenzbar. Die Rückenseite is gekörnt bis glatt, die Regionen sind schwach oder mäßig abgegrenzt. Die H-förmige Einziehung ist meist deutlich. Die Stirn ist meist glatt, manchmal gelappt oder mit tiefen Spalten (Plagusiidae, Percnidae). Sie überragt das Epistom nach vorn, ihr Rand ist glatt oder mit Dornen besetzt (Percnidae). Augen und Augenhöhlen sind gut entwickelt, die Augen liegen am oder nahe des vorn-seitlichen Winkels. Die Antennulen falten sich quer oder leicht schräg. Das Proepistom variiert von einem schmalen Kiel bis zu einer breiten Platte. Das basale Antennenglied ist gut entwickelt, das fünfte und die Antennengeißel meist abgebogen. Die Mundhöhle ist quadratisch. Die geschlossenen dritten Maxillipeden lassen keinen Spalt fei. Ihr Exopodit ist vorhanden, meist mit einer gut entwickelten Geißel.[2]

Die Scherenbeine sind kräftig, relativ kurz und meist symmetrisch. Die Schreitbeine (P2–P5) sind gut entwickelt. Das Sternum ist breit, die Nähte zwischen erstem und zweiten und zweiten und dritten Sterniten (1/2–2/3) sind deutlich, die zwischen 3/4 undeutlich und die folgenden unterbrochen. Das erste Gonopodium ist sehr verschieden geformt, gewöhnlich mit einer verhornten Spitze, die meist von einem Borstenbüschel verborgen ist und einer seitlichen Palpe vor dem Ende. Dritter bis fünfter (Plagusiidae, Glyptograpsidae) bzw. dritter bis sechster (Percnidae) Somit des Pleons sind bei Männchen verschmolzen oder alle Somiten sind frei beweglich. Das Telson ist gewöhnlich schmaler als der sechste Somit, länger als breit und am Ende abgerundet.[2]

Vorkommen

Die Gattungen und Arten der Grapsoidea leben semiaquatisch (halb an Land, halb im Wasser), sowohl an Süßgewässern als auch am Meer. Sie kommen hauptsächlich in den Tropen vor, nur wenige Arten leben auch in gemäßigten Breiten.

Systematik

William Sharp MacLeay listete im Jahr 1838 fünf Familien unter dem Oberbegriff Grapsina or Square Crabs (deutsch ‚Quadratkrabben‘) auf:[1]

  • Gecarcinidae
  • Gonoplacidae
  • Grapsidae
  • Ocypodidae
  • Telphusidae

Die von MacLeay als „normal groupe“ bezeichneten Gecarcinidae und Grapsidae befinden sich heute noch in der Überfamilie Grapsoidea, die als „aberrant groupe“ bezeichneten weiteren drei Familien wurden inzwischen in andere Überfamilien gestellt.

Gemäß dem World Register of Marine Species (WoRMS) besteht die Überfamilie der Grapsoidea 2025 aus neun Familien:[3]

Einzelnachweise

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