Gumpersdorf (Untersteinach)
Gemeindeteil der Gemeinde Untersteinach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern)
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Gumpersdorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Untersteinach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[2] Gumpersdorf liegt in der Gemarkung Untersteinach.[3]
Gumpersdorf Gemeinde Untersteinach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 8′ N, 11° 29′ O |
| Höhe: | 394 m ü. NHN |
| Einwohner: | 63 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95369 |
| Vorwahl: | 09225 |
Geografie
Das Dorf liegt im Tal des Kesselbachs, eines rechten Zuflusses des Weißen Mains. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Kauernburg (3 km südlich), an Ramscheid vorbei nach Baumgarten (1,5 km nordwestlich), nach Stadtsteinach (2,4 km nordöstlich) und nach Untersteinach (3,1 km östlich). Ein Wirtschaftsweg führt nach Oberndorf (1,1 km südwestlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde wahrscheinlich schon während der Fränkischen Landnahme (5. bis 8. Jahrhundert) gegründet. Das Bestimmungswort des Ortsnamens der Personenname Gumpert. Ein fränkische Dienstmann dieses Namens erhielt von den Grafen von Henneberg einen Teil des Herrschaftsgebiet Steinaha.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Gumpersdorf aus 11 Anwesen. Das Hochgericht sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Grundherren waren
- das Kastenamt Kulmbach mittelbar für das Bayreuthische Kanzleilehen (1 Halbhof, 1 Gütlein), das Gotteshaus St. Peter, Kulmbach (1 Gut),
- das Klosteramt Kulmbach unmittelbar für 1 Hof, mittelbar für das Bürgerhospital Kulmbach (1 Gut),
- die Verwaltung Burghaig (1 Gut, 3 Gütlein),
- das Ritterkanton Gebürg mittelbar für das Rittergut Steinenhausen (1 Hof),
- die Vogtländische Ritterschaft mittelbar für das Rittergut Fischbach (1 Halbhof).[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand Gumpersdorf dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Untersteinach und der im gleichen Jahr gebildeten Ruralgemeinde Untersteinach zugewiesen. Zwei Anwesen unterstanden in der freiwilligen Gerichtsbarkeit bis 1848 dem Patrimonialgericht Steinenhausen.[7][8]
Baudenkmäler
- Haus Nr. 9, 10, 12 14 und 22
Einwohnerentwicklung
Religion
Gumpersdorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Oswald (Untersteinach) gepfarrt.[6][18]
Literatur
- Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 38). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2012, ISBN 978-3-7696-6554-3.
- Johann Kaspar Bundschuh: Gumpertsdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 434 (Digitalisat).
- Erich Freiherr von Guttenberg, Hanns Hubert Hofmann: Stadtsteinach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 3). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 451738985 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Gumpertsdorf. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 254 (Digitalisat).
- Otto Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 190.
- Karl-Ludwig Lippert: Landkreis Stadtsteinach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 20). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453135242, S. 28.
Weblinks
- Gumpersdorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 8. Januar 2025.
- Gumpersdorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 8. Januar 2025.