Hohenmühle (Leutershausen)
Ortsteil der Stadt Leutershausen
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Hohenmühle (fränkisch: Hoong-mil[2]) ist ein Gemeindeteil der Stadt Leutershausen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[3] Hohenmühle liegt in der Gemarkung Neunkirchen bei Leutershausen.[4]
Hohenmühle Stadt Leutershausen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 18′ N, 10° 30′ O |
| Höhe: | 440 m ü. NHN |
| Einwohner: | 5 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91578 |
| Vorwahl: | 09823 |
Geografie
Die Einöde liegt am Hohenmühlbach, einem rechten Zufluss des Onolzbachs. Im Osten liegt der Schönfeldwald und der Dornberger Ranken, 1 km südwestlich liegt die Hohbühl. Ein Anliegerweg führt zur Staatsstraße 2246 (0,25 km nordöstlich) zwischen Schalkhausen (2,5 km östlich) und Lengenfeld (1 km westlich).[5]
Ortsnamendeutung
1447 wurde der Ort als „Hagenmül“ erstmals urkundlich erwähnt, 1498 als „Hagenmüller“ und 1732 als „Hagen Mühl“. 1790 wurde der Ort erstmals „Hohmühl“ genannt. Der Ortsname setzt sich aus dem Grundwort „mül“ und dem Bestimmungswort „hag“ (mhd.: Gesträuch, Gebüsch) zusammen, so dass der Ortsname als Mühle beim Gebüsch gedeutet werden kann. Das „lange“ „a“ ist in der Mundart zu einem „langen“ „o“ verdumpft; schließlich erfolgte die Verschriftung zur heutigen Namensform.[6]
Geschichte
Nach der Vetterschen Oberamtsbeschreibung von 1732 gehörte die Mühle dem eichstättischen Kastenamt Herrieden, war nach Neunkirchen gepfarrt und entrichtete den Zehnt dem Landkapitel Herrieden; die Fraisch hatte das Ober- und Kastenamt Ansbach inne.[7] Gegen Ende des Alten Reiches gehörte die Mühle zur Realgemeinde Lengenfeld und unterstand nun grundherrschaftlich dem brandenburg-ansbachischen Hofkastenamt Ansbach.[8][9][10] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.[11]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hohenmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Neunkirchen zugeordnet. Es gehörte auch der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Neunkirchen an.[12] 1870 gehörte zum Mühlgut eine Scheune, ein Schweinestall, eine Remise, ein ganzes Gemeinde- und Schafweiderecht, ein Forstrecht zum Bezug von einer gewissen Holzmenge, Äcker, Wiesen, einen Weiher und Waldungen in den Steuergemeinden Neunkirchen, Elpersdorf bei Ansbach und Schalkhausen; insgesamt etwa 63 Tagewerke.[13]
Am 1. Januar 1972 wurde Hohenmühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Leutershausen eingemeindet.[14][15]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Georg (Neunkirchen bei Leutershausen) gepfarrt.[8] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.[25]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hohmühl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 745 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 99–100.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Hermann Schreiber: Leutershausen. Leutershausen 1975, ISBN 3-922175-02-3, S. 382–395.
Weblinks
- Hohenmühle in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 20. November 2021.
- Hohenmühle in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 16. September 2019.
- Hohenmühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 28. März 2025.