Jeebel (Salzwedel)

Ortsteil von Salzwedel From Wikipedia, the free encyclopedia

Jeebel gehört zur Ortschaft Riebau und ist ein Ortsteil der Hansestadt Salzwedel im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Schnelle Fakten Stadt Salzwedel ...
Jeebel
Stadt Salzwedel
Koordinaten: 52° 52′ N, 11° 16′ O
Höhe: 25 m ü. NHN
Fläche: 5,25 km²[1]
Einwohner: 84 (31. Dez. 2023)[2]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1963
Eingemeindet nach: Riebau
Postleitzahl: 29410
Vorwahl: 039037
Jeebel (Sachsen-Anhalt)
Jeebel (Sachsen-Anhalt)
Lage von Jeebel in Sachsen-Anhalt
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Geographie

Das altmärkische Dorf Jeebel liegt 8 Kilometer östlich von Salzwedel am Graben aus Jeebel, der nach Norden in das Fauna-Flora-Habitat-GebietLandgraben-Dumme-Niederung nördlich Salzwedel“ fließt.[3] Jeebel ist ein kurzes Straßendorf mit kleinen Erweiterungen im Südwesten und Südosten.[1] Nachbarorte sind Riebau und Groß Chüden.

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Im Jahre 1381 wurde her Johann Gebell, Rector der Kirchen zu Sant Jacob in Stendal als Zeuge in einer Urkunde genannt.[4]

Das Dorf selbst wurde im Jahre 1440 als Jebel erwähnt. Hartwig, Bürger in Salzwedel, erhält das Angefälle über Güter in zwei Dörfern für die von der Schulenburg.[5] Einige Jahre später, 1446, wurde über einen Tausch des Dorfes Jebel zwischen dem Kloster Dambeck und den von der Schulenburg berichtet.[6] Weitere Nennungen sind 1541 Gebel, 1551 Hebel, 1579 Jebell, 1687 Jebell[1] und 1804 Jebel.[7]

Ersterwähnung 1375

Ob der Beleg Jebeo im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 zu Jeeben oder zu Jeebel gehört, da sind sich die Experten nicht einig. Ernst Fidicin[8] und Johannes Schultze[9] sind für Jeeben, Wilhelm Zahn[10] und Joachim Stephan[11] sind für Jeebel.

Vorgeschichte

Die Großsteingräber bei Jeebel wurden spätestens im 19. Jahrhundert zerstört.

Eingemeindungen

Ursprünglich gehörte das Dorf zum Arendseeischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Landkanton Salzwedel auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Salzwedel, dem späteren Landkreis Salzwedel.[1]

Am 20. Juli 1950 wurde die Gemeinde Jahrsau aus dem Landkreis Salzwedel in die Gemeinde Jeebel eingemeindet.[12] Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde Jeebel aus dem Landkreis Salzwedel in den neu errichteten Kreis Salzwedel umgegliedert. Am 1. Januar 1963 wurde die Gemeinde Jeebel zusammen mit ihrem Ortsteil Jahrsau in die Gemeinde Riebau eingemeindet.[13]

Mit der Eingemeindung von Riebau nach Salzwedel am 1. Januar 2010 kam der Ortsteil Jeebel zur Stadt Salzwedel und zur gleichzeitig neu errichteten Ortschaft Riebau.

Einwohnerentwicklung

Gemeinde

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1734092
1774091
1789094
1798112
1801083
1818070
1840125
1864139
1871144
Jahr Einwohner
1885113
1892[00]117[10]
1895127
1900[00]124[10]
1905121
1910[00]110[10]
1925135
1939125
1946186
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946:[1]

Ortsteil

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
2014[00]79[14]
2015[00]77[14]
2020[00]86[15]
2021[00]81[16]
2022[00]84[16]
2023[0]84[2]
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Religion

Die evangelischen Christen aus Jeebel gehörten früher zur Kirchengemeinde Riebau und damit zur Pfarrei Groß Chüden.[17] Heute gehören die Evangelischen aus Jeebel zum Pfarrbereich Salzwedel-St. Georg im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[18]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kirche in Jeebel

In der Liste der Kulturdenkmale Salzwedel sind für Jeebel zwei Kulturdenkmale aufgeführt, darunter

Vereine

Der Himmelfahrtverein Jeebel e. V. organisiert das Jeebeler Kartoffelfest. Seit Anfang der 1990er Jahre hatte der Verein die Jeebeler Himmelfahrts-Party in der Himmelfahrtsscheune organisiert mit drei Tagen Zelttanz und einem Programm für Familien.[20]

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Hof Jeebel mit etwa 30 Mitarbeitern handelt seit 2005 mit Biosaatgut und Pflanzkartoffeln.[21]

Literatur

  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 1056–1059, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 132 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
  • J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Hrsg.: J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes, M[ichael] J[ulius] Weigelt. Zweiter, oder topographischer Teil. Selbstverlag und W. Heinrichshofen in Kommission, Magdeburg 1842, OCLC 1071081004, S. 336, 83. Jeebel (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Commons: Jeebel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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