Juliette Binoche

französische Schauspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Juliette Binoche [ʒyljɛt biˈnɔʃ] (* 9. März 1964 in Paris) ist eine französische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin.

Juliette Binoche (2025)

Leben und Laufbahn

Binoche auf der Berlinale 2015

Der Vater, Jean-Marie Binoche, war Regisseur, Schauspieler und Bildhauer. Die Mutter Monique Stalens, polnischer Herkunft, war Schauspielerin und Lehrerin.

Die Eltern gaben das künstlerische Interesse an ihre Tochter weiter. Schon als Kind spielte Juliette Binoche Theater. 1985 erhielt sie eine kleine Rolle in Jean-Luc Godards Film Maria und Joseph. Rasch folgten weitere Filme in den unterschiedlichsten Genres, und sie drehte mit bedeutenden jungen wie mit etablierten französischen Regisseuren, darunter Jacques Doillon, Leos Carax, Jacques Rouffio, André Téchiné, Louis Malle. Ihre erste Auszeichnung, den Prix Romy Schneider, erhielt sie 1986. International machte sie 1988 mit dem US-Film Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins an der Seite von Daniel Day-Lewis auf sich aufmerksam, einer Verfilmung des gleichnamigen Romans von Milan Kundera. Weitere Erfolge waren Die Liebenden von Pont-Neuf (1991, Regie: Leos Carax), Der Husar auf dem Dach (1995, nach dem Roman von Jean Giono, Regie: Jean-Paul Rappeneau), Der englische Patient (1996, nach dem Roman von Michael Ondaatje, Regie: Anthony Minghella) und Chocolat – Ein kleiner Biss genügt (2000, Regie: Lasse Hallström). Im Jahr 1997 hatte sie ihr englischsprachiges Bühnendebüt im Londoner Almeida Theatre in der Rolle der Ersilia Dei in Luigi Pirandellos Stück Vestire gli ignudi (Naked). Neben weiteren europäischen Filmpreisen wurde Binoche 1997 für ihre Darstellung der Hana in Der englische Patient als beste Nebendarstellerin mit einem Oscar ausgezeichnet. Für die Leistung in dem Film Chocolat war sie im Jahr 2000 für einen weiteren Oscar (beste weibliche Hauptrolle) nominiert.[1]

Im Dezember 2018 wurde Binoche zur Jury-Präsidentin der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2019 bestimmt. Im Mai 2024 löste sie Agnieszka Holland als Präsidentin der Europäischen Filmakademie ab,[2] die alljährlich die Europäischen Filmpreise verleiht. Im folgenden Jahr wurde sie zur Jurypräsidentin des Filmfestivals von Cannes 2025 bestimmt.

Juliette Binoche ist Hobbymalerin und lebt in Paris. Sie engagiert sich in Umweltfragen. Am 3. September 2020 empfing Papst Franziskus sie und weitere französische Aktivisten, um über ökologische Fragen zu diskutieren.[3]

Sie war von 1999 bis 2003 mit dem Schauspieler Benoît Magimel liiert, den sie bei den Dreharbeiten zu Das Liebesdrama von Venedig kennenlernte. Mit ihm hat sie eine Tochter. Beide standen für das Historiendrama Geliebte Köchin (2023) erneut gemeinsam vor der Kamera. Aus einer früheren Beziehung hat Binoche einen Sohn.

Filmografie

Binoche und Jean Reno beim Filmfestival in Cannes, 2002

Ehrungen und Auszeichnungen

Oscar

British Academy Film Award

César

Europäischer Filmpreis

  • 1992 ausgezeichnet als „Beste Darstellerin“ in Die Liebenden von Pont-Neuf
  • 1997 ausgezeichnet als „Beste Darstellerin“ in Der englische Patient
  • 2001 ausgezeichnet mit dem Jameson-Publikumspreis als „Beste Darstellerin“ in Chocolat – Ein kleiner Biss genügt
  • 2005 nominiert als „Beste Darstellerin“ in Caché
  • 2017 nominiert als „Beste Darstellerin“ in Meine schöne innere Sonne
  • 2019 ausgezeichnet mit dem Preis für die Beste europäische Leistung im Weltkino[5]

Golden Globe Award

Internationale Filmfestspiele Berlin

Internationale Filmfestspiele von Cannes

Eponyme

Sonstige

Literatur

Einzelnachweise

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