Kippekausen

Ortsteil von Bergisch Gladbach From Wikipedia, the free encyclopedia

Kippekausen ist ein Stadtteil von Bergisch Gladbach und gehört unter Nr. 63 zum Statistik-Bezirk 6 der Stadt.[2]

Schnelle Fakten Stadt Bergisch Gladbach ...
Kippekausen
Koordinaten: 50° 57′ N,  7′ O
Einwohner: 2530 (31. Dez. 2025)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Eingemeindet nach: Bergisch Gladbach
Postleitzahl: 51427
Vorwahl: 02204
Kippekausen (Bergisch Gladbach)
Kippekausen (Bergisch Gladbach)
Lage von Kippekausen in Bergisch Gladbach
Motte Kippekausen (2015)
Motte Kippekausen (2015)
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Kippekausen auf der Preußischen Neuaufnahme 1895
Keppinghausen auf der Preußischen Uraufnahme 1844
Keppikhausen auf der Müfflingkarte 1825

Geographie

Der Stadtteil Kippekausen grenzt an die Stadtteile Refrath, Alt-Refrath, Gronau, Lückerath, Frankenforst.

Alt-Refrath Alt-Refrath, Gronau Lückerath
Refrath Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Lückerath
Refrath Frankenforst Frankenforst

Geschichte

Der Name des Stadtteils Kippekausen bezieht sich auf eine hochmittelalterliche Burganlage – die Motte Kippekausen –, die um das Jahr 1000 errichtet worden war. Die Burg wurde ab dem Beginn des 15. Jahrhunderts nicht mehr bewohnt, nachdem die ritterliche Eigentümerfamilie vermutlich ausgestorben war. Von da an war die Befestigungsanlage in einem ruinösen Zustand und in wirtschaftlicher Hinsicht bedeutungslos. In späteren Jahren errichtete hier die Familie von Merheim eine neue Hofstelle, die künftig Gut Kippekausen genannt wurde.[2] 1843 erwarb Johann Anton Lautz (* 16. Dezember 1789 in Saarbrücken; † 21. März 1881 in Köln) das Gut, sein Sohn Heinrich später den Rest des alten Rittergutes Saal.[3]

Sie hat bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts bestanden und wurde, bedingt durch die Anlage der Parksiedlung Kippekausen, im Jahr 1965 niedergerissen.[2]

Der Stadtteil entstand durch die kommunale Neugliederung 1975. Davor bildete Kippekausen zusammen mit Refrath, Alt Refrath und Lustheide den alten Bensberger Stadtteil Refrath.

Zu Kippekausen gehört auch der Bereich um den Saaler Mühlenteich herum mit der Eissporthalle und dem Wellnesscenter Mediterana, einer Thermalbad- und Saunaanlage. Der Teich ist das Relikt des früheren Braunkohlentagebaus der Grube Consolidation Alfred. Spuren von dieser Bergbautätigkeit finden sich auch im angrenzenden Wald Richtung Frankenforst.

Bevölkerung

Evangelische Zeltkirche (2015)

Kippekausen hatte 2024 insgesamt 2.442 Einwohner.[4]

Siehe auch

Trivia

In Kippekausen ist die Sage des Kipphäuser von Refrath angesiedelt, der als Untoter in der Gegend um Refrath und den nahegelegenen Frankenforst gewütet haben soll. Er soll der Herr der Motte Kippekausen gewesen sein.

Die Kölner Punkband Ernte 77 veröffentlichte 2019 ihr drittes Album namens "Kippekausen". Das Coverbild spielt auf die Station Kippekausen der KVB an.

Siehe auch

Literatur

  • Gerd Müller: Refrath, Geschichte der Stadtteile Bensberg-Refrath und -Frankenforst, Neustadt an der Aisch 1974
  • Helmut Höher: Das Gut Kippekausen in Refrath und seine 1000jährige Geschichte, Bergisch Gladbach 2006, ISBN 3-932326-47-4
  • Helmut Höher, Hans Peter Müller: Refrath gestern und heute. Große Güter und keine Höfe, Band 3/II Hrsg. Bürger– u. Heimatverein Refrath, Bergisch Gladbach 2015, o. ISBN.
Commons: Bergisch Gladbach-Kippekausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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