Kaule (Bergisch Gladbach)
Stadtteil und Innerortsstraße in Bergisch Gladbach
From Wikipedia, the free encyclopedia
Kaule ist der Name eines Stadtteils von Bergisch Gladbach sowie der den Stadtteil durchquerenden Straße. Der Stadtteil gehört unter Nr. 54 zum Statistik-Bezirk 5 der Stadt.[2][3]
Kaule Stadt Bergisch Gladbach | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 50° 58′ N, 7° 9′ O | |
| Einwohner: | 3997 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1975 | |
| Postleitzahl: | 51429 | |
| Vorwahl: | 02204 | |
Lage von Kaule in Bergisch Gladbach
| ||
Kaule (Kule) mit Welscherheide, Sand und Broichen auf der Tranchot-Karte 1824 | ||
| Kaule | ||
|---|---|---|
| Kaule auf der Preußischen Neuaufnahme | ||
| Basisdaten | ||
| Ort | Bergisch Gladbach | |
| Ortsteil | Bensberg, Kaule | |
| Angelegt | vor 1920 (Benennungsjahr) | |
| Hist. Namen | Weg von Köln nach der Kaule, Weg nach Bensberg | |
| Anschlussstraßen | Gartenstraße und Kaulerstraße; Kölner Straße | |
| Nutzergruppen | Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr | |
| Technische Daten | ||
| Länge | 1030 m | |
Geographie
Der Stadtteil Kaule liegt im Süden der Stadt Bergisch Gladbach und grenzt an die Stadtteile Frankenforst, Lückerath, Bensberg, Bockenberg.
| Lückerath | Bensberg | Bensberg |
| Frankenforst | Bockenberg | |
| Frankenforst | Bockenberg | Bockenberg |
Lage der Straße Kaule
Die Straße Kaule beginnt im Stadtteil Bensberg kurz vor der Grenze zum Stadtteil Kaule an der Kauler Straße in Verlängerung der Gartenstraße. Von dort führt sie gradlinig nach Südwesten bis zur Einmündung der Straße Am Uhlenbruch. Hier schwenkt sie nach Nordwesten und endet an der Kölner Straße nördlich der Stadtteilgrenze zwischen Kaule und Frankenforst.
Abzweigende Straßen
Die Straße Kaule berührt folgende Straßen (von Norden nach Süden): Ferdinand-Stucker-Straße (rechts), Auf der Halde (links), Forststraße (re) und Reiser (li), Kauler Kreuzgasse (li), Uhlweg (li), Im Alten Feld (re), Im Krähenwinkel (re), Am Uhlenbruch (li).
Etymologie
Die Bezeichnung Kaule geht auf die ursprünglichen Siedlungskerne von drei mittelalterlichen Hofstellen mit dem Namen „auf der Kaule“ in der Freiheit Bensberg zurück.[4] Im 17. Jahrhundert existierten im Bereich Kaule zehn Güter.[5][6]

Der Siedlungsname leitet sich etymologisch aus dem mittelhochdeutschen „kûle“ (=Grube) her und bezieht sich auf eine künstlich angelegte Vertiefung, aus der Erz, Sand, Kies oder Lehm gewonnen wurde.[3] In diesem Zusammenhang ist die Straßenbezeichnung „Am Pangenfeld“ hinter der Johannes-Gutenberg-Realschule interessant. Wie alte Luftaufnahmen zeigen, hat es in diesem Bereich ein größeres Pingenfeld gegeben. Unter Pinge versteht man eine schüssel- oder trichterförmige Vertiefung im Gelände, die durch einen oberflächennah geführten Bergbau entstanden ist. Es ist bekannt, dass man hier im Hochmittelalter Bergbau betrieben hat. Von daher müsste die Straße eigentlich Am Pingenfeld heißen. Der Bergbau war auch seit der Mitte des 19. Jahrhunderts mit der auf Blei- und Zinkerz verliehenen Grube Julien bestimmend. Daran erinnert unter anderem die Straßenbezeichnung Auf der Halde.[7] Noch heute lagern dort circa 1,4 Millionen Tonnen Erz, die gefördert werden können.[8]
Geschichte
Die Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Porz, belegt, dass der Wohnplatz 1715 als Freyhof kategorisiert wurde und mit Kuhle bezeichnet wurde. Carl Friedrich von Wiebeking benennt die Hofschaft auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 als Kuhlen. Aus ihr geht hervor, dass Kaule zu dieser Zeit Teil der Freiheit Bensberg war.[9]
Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und Kaule wurde politisch der Mairie Bensberg im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Bensberg im Kreis Mülheim am Rhein.
Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 als Kule, auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 und der Preußischen Neuaufnahme von 1892 auf Messtischblättern regelmäßig als Kaule verzeichnet.
Aufgrund des Köln-Gesetzes wurde die Stadt Bensberg mit Wirkung zum 1. Januar 1975 mit Bergisch Gladbach zur Stadt Bergisch Gladbach zusammengeschlossen. Dabei wurde auch Kaule Teil von Bergisch Gladbach.
Bevölkerung
Kaule hatte 2024 insgesamt 4.018 Einwohner.[17]
Relevante Bauwerke und Einrichtungen
Im Stadtteil Kaule existieren zahlreiche denkmalgeschützte Bauwerke, die in der Denkmalliste der Stadt Bergisch Gladbach eingetragen sind.
- Haus Kaule 44
- Haus Kaule 50
- Haus Uhlweg 2
- Haus Uhlweg 4
Siehe auch
Literatur
- Kurt Kluxen: Geschichte von Bensberg. Paderborn 1976, ISBN 3-506-74590-5



