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Konzert zum Nationalfeiertag

österreichische Festveranstaltung From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Konzert zum Nationalfeiertag war eine österreichische Festveranstaltung, die zwischen 2006 und 2019 am Vorabend des Nationalfeiertages (26. Oktober) stattfand. Die Wiener Symphoniker spielten im Wiener Konzerthaus, alljährlich geleitet von einem Gastdirigenten aus einem anderen Land.

Nationalfeiertag der Republik Österreich

Das Konzert stand traditionell unter dem Ehrenschutz des Bundespräsidenten der Republik Österreich, der im Regelfall auch persönlich daran teilnahm.

Offizielle Festveranstaltung

Die Wiener Symphoniker sind eines der vier österreichischen Orchester von Weltrang. Es ist überwiegend ein Konzertorchester, spielt jedoch auch bei den Bregenzer Festspielen und im Theater an der Wien in Opernaufführungen. Der Klangkörper wird neben den Wiener Philharmonikern regelmäßig für repräsentative Zwecke der Republik Österreich eingesetzt, beispielsweise für das alljährlich stattfindende Fest der Freude am Wiener Heldenplatz, und vertritt die Nation auch auf Tourneen in der ganzen Welt.

Das Konzert wurde traditionell mit der Österreichischen Bundeshymne nach einem Text von Paula Preradović gespielt, wozu sich das Publikum erhob.[1] Geleitet wurde das Konzert alljährlich von einem anderen Dirigenten, beispielsweise aus Australien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Russland oder Tschechien. Programmpunkte waren häufig mit großen Orchesterwerken der 3 großen B (Beethoven, Brahms und Bruckner), die allesamt als große Komponisten Österreichs angesehen werden, obgleich Beethoven aus Bonn und Brahms aus Hamburg stammte. Wie Dirigenten, Sänger und Instrumentalisten wurden auch die Programmpunkte nicht nach nationalen oder nationalistischen Gesichtspunkten ausgesucht.

Bis 2014 fand das Festkonzert alljährlich im Großen Saal des Wiener Musikvereines statt, danach im Wiener Konzerthaus. Seit 2013 wurde das Festkonzert einmal wiederholt, zumeist am Tag nach dem Nationalfeiertag.

In Ermangelung eines Bundespräsidenten wurde im Jahre 2016 auf den Ehrenschutz verzichtet.[2][3]

Programm und Mitwirkende

Weitere Informationen Jahr, Orchester, Dirigent ...
Jahr Orchester, Dirigent Solisten, Sänger, Sprecher Programm
2006 Wiener Symphoniker
Fabio Luisi
Yundi Li Klavier
Aeyko Uehara Klavier
Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüre zu Le nozze di Figaro
Wolfgang Amadeus Mozart 22. Klavierkonzert
Wolfgang Amadeus Mozart 40. Symphonie
[4]
2007 Wiener Symphoniker
Yakov Kreizberg
Sol Gabetta Violoncello Antonín Dvořák Cellokonzert
Peteris Vasks Dolcissimo, 2. Satz aus "Gramata cellam"
Ludwig van Beethoven Fünfte
Jean Sibelius Valse triste
[5]
2008 Wiener Symphoniker
Yakov Kreizberg
Gerald Pachinger Klarinette Wolfgang Amadeus Mozart Klarinettenkonzert
Antonín Dvořák Achte
[6]
2009 Wiener Symphoniker
Fabio Luisi
Louis Schwizgebel-Wang Klavier Felix Mendelssohn Bartholdy 2. Klavierkonzert
Robert Schumann Vierte
Ludwig van Beethoven 3. Leonoren-Ouvertüre
[7]
2010 Wiener Symphoniker
Vladimir Fedoseyev
Martin Stadtfeld Klavier Ludwig van Beethoven 3. Klavierkonzert
Johannes Brahms Vierte
[8]
2011 Wiener Symphoniker
Hans Graf
Gottfried von Einem Capriccio für Orchester op. 2
Wolfgang Amadeus Mozart Linzer Symphonie
Johannes Brahms Zweite
[9]
2012 Wiener Symphoniker
Vasily Petrenko
Christiane Oelze Sopran Johannes Brahms Akademische Festouvertüre op. 80
Richard Strauss Sechs Orchesterlieder
Sergei Prokofjew Fünfte
[10][11]
2013 Wiener Symphoniker
Hans Graf
Camilla Tilling Sopran
Nicholas Ofczarek Sprecher
Samuel Barber Adagio for Strings
Richard Strauss Vier letzte Lieder
Ludwig van Beethoven Musik zu Goethes Trauerspiel Egmont, op. 84
[12]
2014 Wiener Symphoniker
Jakub Hrůša
Gerald Resch Land
Bedřich Smetana Mein Vaterland
[13]
2015 Wiener Symphoniker
Wiener Singakademie
Heinz Ferlesch Chorleitung
Simone Young
Louis Lortie Klavier Kurt Schwertsik Schrumpf-Symphonie op. 80
Franz Schubert Wanderer-Fantasie in C-Dur
Franz Liszt Sinfonie nach Dantes Divina Commedia
[1]
2016 Wiener Symphoniker
Robin Ticciati
Renaud Capuçon Violine Max Bruch Erstes Violinkonzert
Anton Bruckner Sechste
[14][15]
2017 Wiener Symphoniker
François-Xavier Roth
Julian Rachlin Violine Johannes Brahms Violinkonzert
Johannes Maria Staud Stromab
Robert Schumann Zweite
[16]
2018 Wiener Symphoniker
Edward Gardner
Miah Persson Sopran
HK Gruber Chansonnier
HK Gruber "Frankenstein!!", Ein Pandämonium für Chansonnier und Orchester nach Kinderreimen von HC Artmann
Gustav Mahler Symphonie Nr. 4 G-Dur
[17]
2019 Wiener Symphoniker
Lahav Shani
Yefim Bronfman Klavier Johannes Brahms Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83
Franz Schubert Symphonie Nr. 7 h-moll D 759 »Unvollendete«
Richard Wagner Ouvertüre zu Tannhäuser
[18]
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Namensgleiche Veranstaltungen

Da Österreich eine musikbegeisterte Nation darstellt, haben sich weitere Konzerte zum Nationalfeiertag im ganzen Land etabliert, unter anderem in Bad Deutsch-Altenburg,[19] Bad Gastein,[20] Euratsfeld,[21] Gmunden,[22] Hirtenberg[23] Linz,[24] Salzburg,[25] Spittal an der Drau,[26] Ternitz,[27] Thurn[28] und Wiener Neustadt.[29] Zumeist handelt es sich um Veranstaltungen örtlicher Orchester oder Blasmusikkapellen, oft bei freiem Eintritt. Auch das Wiener Johann Strauß Orchester veranstaltet regelmäßig Konzerte zum Nationalfeiertag, geleitet von Johannes Wildner oder Alfred Eschwé. Diese Konzerte finden am Vormittag des Nationalfeiertags im Goldenen Saal des Wiener Musikvereines statt und sind ausschließlich oder überwiegend der Musik der Strauß-Dynastie gewidmet.[30]

Siehe auch

Einzelnachweise und Anmerkungen

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