Krzyżowice (Olszanka)

Siedlung in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Krzyżowice (deutsch: Kreisewitz) ist ein Dorf der Landgemeinde Olszanka (Alzenau) im Powiat Brzeski der Woiwodschaft Opole in Polen.

Schnelle Fakten Basisdaten, Wirtschaft und Verkehr ...
Krzyżowice
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Krzyżowice (Polen)
Krzyżowice (Polen)
Krzyżowice
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Opole
Powiat: Brzeski
Gmina: Olszanka
Geographische Lage: 50° 48′ N, 17° 28′ O
Einwohner: 556 (31. März 2011[1])
Postleitzahl: 49-332
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OB
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 401 Krzyżowice–Stobrawa
DW 462 PakosławiceŻłobizna
Nächster int. Flughafen: Breslau
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Geographie

Krzyżowice liegt rund drei Kilometer östlich von Olszanka, 13 Kilometer südöstlich von Brzeg (Brieg) und 35 Kilometer nordwestlich von Opole [Oppeln] in der Schlesischen Tiefebene. Westlich des Dorfes fließt der Pępicki Potok (Pampitzer Bach), der auch als Pępicki Kanał (Pampitzer Kanal) bezeichnet wird.[2]

Nachbarorte von Krzyżowice sind im Norden Żłobizna (Schüsselndorf), im Osten Gierszowice (Giersdorf), im Südosten Olszanka (Alzenau), im Südwesten Obórki (Schönfeld) und im Nordwesten Pępice (Pampitz).

Geschichte

„Crisowiz“ wurde erstmals im Jahre 1288 erwähnt.[3] Der Ortsname leitet sich von der Bestimmung des Ortes ab, das Grenzdorf.[4]

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Kreisewitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Kreisewitz ab 1818 zum Landkreis Brieg, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. Für das Jahr 1845 sind belegt: ein Schloss, ein Vorwerk, eine evangelische Kirche, eine Brauerei, eine Brennerei und weitere 60 Häuser. Von den damals 421 Einwohnern waren 18 katholisch.[3] 1874 wurde der Amtsbezirk Alzenau gebildet, dem Kreisewitz eingegliedert wurde.[5]

Über die Generationen entwickelte sich das örtliche Rittergut, die letzten Besitzer stellte ab 1860 die alte schlesische Adelsfamilie von Pfeil, die zugleich Politiker und Offiziere wurden und von Kreisewitz aus Nebengüter erbten und bewirtschafteten. Neben dem Parlamentarier Graf Ewald von Pfeil war dies sein ältester Sohn Günter von Pfeil-Klein Ellguth, verheiratet mit Frieda von Rathenow, als Nutznießer und Verwalter. Erbe wurde nämlich im Minorat sein jüngster 1878 geborener Bruder, der dt. Konsul Walter von Pfeil-Klein Ellguth, der mit seiner Ehefrau Friedemarie von Oheimb und den fünf Kindern das große Gutshaus bewohnte. Auf Gut Kreisewitz fanden auch zu allen Zeiten die Hochzeiten der Familienangehörigen statt, die bis in die 1920er Jahre ausnahmslos adelige Ehepartner wählten.[6][7]

1885 lebten 325 Einwohner in Kreisewitz.[8] 1933 waren es 420 Einwohner und für 1939 sind 403 Einwohner nachgewiesen.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Kreiselwitz 1945 unter polnische Verwaltung. Nachfolgend wurde es in Krzyżowice umbenannt. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.

Von 1945 bis 1950 gehörte Krzyżowice zur Woiwodschaft Schlesien und anschließend zur Woiwodschaft Opole. Seit 1999 gehört es zum Powiat Brzeski.

Sehenswürdigkeiten

Schrotholzkirche Mariä Himmelfahrt
  • Die Kirche Mariä Himmelfahrt ist eine Schrotholzkirche aus dem 15. Jahrhundert. Der Holzturm stammt aus dem Jahr 1580. Seit der Reformation bis zum Übergang an Polen 1945 diente die Kirche der protestantischen Gemeinde. Im Inneren befinden sich Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert, die 1963 freigelegt wurden.[9] Die Kirche steht seit 1964 unter Denkmalschutz.[10]
  • Das Schloss Kreisewitz wurde im 19. Jahrhundert im klassizistischen Stil erbaut. Das Gebäude dient heute als Wohnhaus.[11]

Vereine

  • Sportverein LKS Krzyżowice

Persönlichkeiten

Literatur

  • Kreisewitz, In: Hans Lutsch: Die Kunstdenkmäler der Landkreise des Reg.-Bezirks Breslau. In: Verzeichnis der Kunstdenkmäler der Provinz Schlesien. Band II, Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1889, S. 349 f.
Commons: Krzyżowice (Olszanka) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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