Landkreis Gerolzhofen

ehemaliger Landkreis in Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Landkreis Gerolzhofen im bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken wurde 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Landkreis Gerolzhofen
Deutschlandkarte, Position des Landkreises Gerolzhofen hervorgehoben
Basisdaten (Stand 1972)
Koordinaten: 49° 54′ N, 10° 21′ O
Bestandszeitraum: 1862–1972
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Verwaltungssitz: Gerolzhofen
Fläche: 477,42 km²
Einwohner: 41.200 (31. Dez. 1971)
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: GEO
Kreisschlüssel: 09 6 38
Kreisgliederung: 77 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
8723 Gerolzhofen
Lage des Landkreises Gerolzhofen in Bayern
Karte
Karte
Schließen

Geographie

Nachbarkreise

Der Landkreis grenzte 1972 im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Landkreise Schweinfurt, Haßfurt, Bamberg, Scheinfeld und Kitzingen.

Geschichte

Das Bezirksamt Gerolzhofen wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Gerolzhofen und Wiesentheid gebildet.[1] Dieses wurde 1872 um einige Gemeinden des aufgelösten Bezirksamts Volkach vergrößert.

Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter trat das Bezirksamt Gerolzhofen am 1. Januar 1880 die Gemeinde Wiesenbronn an das Bezirksamt Kitzingen ab.

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[2] So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Gerolzhofen.

Zwischen 1945 und 1948 amtierte Thomas Keller als Landrat, er war von den amerikanischen Besatzungsbehörden eingesetzt worden. Keller wurde von Josef Eugen Held abgelöst, der bis 1964 amtierte. Von 1964 und 1972 stand Ernst Kastner als Landrat dem Landkreis vor.

Durch die Kreisreform wurde der Landkreis am 1. Juli 1972 aufgelöst:[3][4]

Die ehemalige Kreisstadt Gerolzhofen behielt zunächst eine Anzahl überörtlicher Behörden, die aber mit Ausnahme einer Polizeiinspektion in der Folgezeit alle geschlossen wurden.

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner Quelle
186420.868[5]
188532.179[6]
190030.470[7]
191031.502[7]
192532.132[8]
193932.048[9]
195044.336[10]
196039.000[11]
197141.200[12]
Schließen

Gemeinden

Die Gemeinden des Landkreises Gerolzhofen und ihre heutige Zugehörigkeit:[13][14]

Landkreis Gerolzhofen, Gemeindegrenzenkarte von 1961
Weitere Informationen Frühere Gemeinde, Heutige Gemeinde ...
Frühere
Gemeinde
Heutige
Gemeinde
Heutiger
Landkreis
Abtswind, MarktAbtswindKT
AlitzheimSulzheimSW
AltenschönbachPrichsenstadtKT
AltmannsdorfMichelau im SteigerwaldSW
AstheimVolkachKT
AtzhausenKleinlangheimKT
BimbachPrichsenstadtKT
BischwindDingolshausenSW
BreitbachOberschwarzachSW
BrünnauPrichsenstadtKT
BrünnstadtFrankenwinheimSW
CastellCastellKT
DimbachVolkachKT
DingolshausenDingolshausenSW
DonnersdorfDonnersdorfSW
DüllstadtSchwarzach am MainKT
EbersbrunnGeiselwindKT
EichfeldVolkachKT
EscherndorfVolkachKT
FahrVolkachKT
FalkensteinDonnersdorfSW
FeuerbachWiesentheidKT
FrankenwinheimFrankenwinheimSW
GaibachVolkachKT
GeesdorfWiesentheidKT
GernachKolitzheimSW
Gerolzhofen, StadtGerolzhofenSW
GeusfeldRauhenebrachHAS
GreuthCastellKT
HandthalOberschwarzachSW
HerlheimKolitzheimSW
HundelshausenMichelau im SteigerwaldSW
JärkendorfPrichsenstadtKT
KirchschönbachPrichsenstadtKT
KleinrheinfeldDonnersdorfSW
KöhlerVolkachKT
KolitzheimKolitzheimSW
KrautheimVolkachKT
LaubPrichsenstadtKT
LindachKolitzheimSW
LülsfeldLülsfeldSW
Michelau im SteigerwaldMichelau im SteigerwaldSW
MönchstockheimSulzheimSW
MutzenrothOberschwarzachSW
NeudorfPrichsenstadtKT
Neuses am SandPrichsenstadtKT
Nordheim am MainNordheim am MainKT
Obereisenheim, MarktEisenheim
Oberschwarzach, MarktOberschwarzachSW
OberspiesheimKolitzheimSW
ObervolkachVolkachKT
Prichsenstadt, StadtPrichsenstadtKT
PrüßbergMichelau im SteigerwaldSW
PusselsheimDonnersdorfSW
RehweilerGeiselwindKT
ReupelsdorfWiesentheidKT
RimbachVolkachKT
Rüdenhausen, MarktRüdenhausenKT
RügshofenGerolzhofenSW
SchallfeldLülsfeldSW
SiegendorfOberschwarzachSW
SommerachSommerachKT
StadelschwarzachPrichsenstadtKT
StammheimKolitzheimSW
SulzheimSulzheimSW
TraustadtDonnersdorfSW
UntereisenheimEisenheim
UntersambachWiesentheidKT
UnterspiesheimKolitzheimSW
VögnitzSulzheimSW
Volkach, StadtVolkachKT
WiebelsbergOberschwarzachSW
Wiesentheid, MarktWiesentheidKT
WohnauKnetzgauHAS
WüstenfeldenCastellKT
WustvielRauhenebrachHAS
ZeilitzheimKolitzheimSW
Schließen

Verkehr

Das Gebiet des ehemaligen Landkreises Gerolzhofen wird von der Bundesautobahn 3, den Bundesstraßen 286 und 22, der Bahnstrecke Kitzingen–Schweinfurt, der Mainschleifenbahn und der Bundeswasserstraße Main tangiert.

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen GEO zugewiesen. Es wurde bis zum 30. Juni 1972 ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 ist es im Zuge der Kennzeichenliberalisierung wieder im Landkreis Schweinfurt, seit dem 1. April 2014 auch im Landkreis Haßberge erhältlich.

Literatur

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI