Landkreis Stadtsteinach

ehemaliger Landkreis in Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Landkreis Stadtsteinach gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken. Vor dem Beginn der bayerischen Gebietsreform am Anfang der 1970er Jahre gehörten dem Landkreis 34 Gemeinden an.[1]

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Landkreis Stadtsteinach
Deutschlandkarte, Position des Landkreises Stadtsteinach hervorgehoben
Basisdaten (Stand 1972)
Koordinaten: 50° 10′ N, 11° 30′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Verwaltungssitz: Stadtsteinach
Fläche: 228,18 km²
Einwohner: 20.195 (27. Mai 1970)
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: SAN
Kreisschlüssel: 09 4 45
Kreisgliederung: 34 Gemeinden
Landrat: Hans Köstner (CSU)
Lage des Landkreises Stadtsteinach in Bayern
Karte
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Geographie

Wichtige Orte

Die einwohnerstärksten Orte waren Stadtsteinach, Marktleugast, Grafengehaig, Presseck und Kupferberg.

Nachbarkreise

Der Landkreis grenzte 1972 im Nordwesten beginnend im Uhrzeigersinn an die Landkreise Kronach, Naila, Münchberg und Kulmbach sowie an die kreisfreie Stadt Kulmbach.

Geschichte

Bezirksamt

Das Bezirksamt Stadtsteinach folgte im Jahr 1862 dem flächengleichen Landgericht älterer Ordnung Stadtsteinach.[2]

Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter trat das Bezirksamt Stadtsteinach am 1. Januar 1880 Gemeinden an das Bezirksamt Kronach ab.

Landkreis

Am 1. Januar 1939 wurde die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[3] So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Stadtsteinach.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Stadtsteinach im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst und größtenteils dem Landkreis Kulmbach zugeschlagen. Der Markt Seibelsdorf fiel an den Landkreis Kronach und schloss sich dort mit den Gemeinden Unterrodach, Oberrodach, Großvichtach und Zeyern zum Markt Marktrodach zusammen.[4][5]

Von den Gemeinden des Altkreises Stadtsteinach wechselte die Gemeinde Gössersdorf am 1. Juli 1976 aus dem Landkreis Kulmbach in den Landkreis Kronach und wurde dort ein Gemeindeteil von Weißenbrunn. Der Markt Enchenreuth und die Gemeinde Gösmes wechselten am 1. Januar 1977 aus dem Landkreis Kulmbach in den Landkreis Hof und wurden Gemeindeteile der Stadt Helmbrechts.

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner Quelle
186419.148[6]
188519.105[7]
190017.329[8]
191016.896[8]
192516.756[9]
193916.234[10]
195022.767[11]
196020.400[12]
197120.200[13]
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Bezirksamtsvorstände (bis 1938) und Landräte (ab 1939)

Gemeinden

Dem Landkreis gehörten bis zum Beginn der bayerischen Gebietsreform 34 Gemeinden an:

Landkreis Stadtsteinach, Gemeindegrenzenkarte von 1961

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen SAN zugewiesen. Es wurde bis zum 30. April 1973 ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 ist es im Rahmen der Kennzeichenliberalisierung wieder in den Landkreisen Kronach und Kulmbach, seit dem 4. August 2014 auch im Landkreis Hof erhältlich.

Literatur

  • Verwaltungsgeschichte des Kreises bis 1945
  • Bezirksamt Stadtsteinach. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 1. Oktober 2020; abgerufen am 25. Februar 2026.
  • Michael Rademacher: Statistische Daten bis 1960. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.

Einzelnachweise

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