Landkreis Marktoberdorf

ehemaliger Landkreis in Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Landkreis Marktoberdorf gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Schwaben. Vor der Gebietsreform in Bayern Anfang der 1970er Jahre umfasste er 37 Gemeinden.[1] Das ehemalige Kreisgebiet liegt heute größtenteils im Landkreis Ostallgäu.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Landkreis Marktoberdorf
Deutschlandkarte, Position des Landkreises Marktoberdorf hervorgehoben
Basisdaten (Stand 1972)
Koordinaten: 47° 47′ N, 10° 37′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Verwaltungssitz: Marktoberdorf
Fläche: 540 km²
Einwohner: 41.689 (27. Mai 1970)
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: MOD
Kreisschlüssel: 09 7 41
Kreisgliederung: 37 Gemeinden
Lage des Landkreises Marktoberdorf in Bayern
Karte
Karte
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Altes Ortsschild: Landkreis Marktoberdorf

Geographie

Wichtige Orte

Die größten Orte waren Marktoberdorf, Obergünzburg, Unterthingau und Aitrang.

Nachbarkreise

Anfang 1972 grenzte der Landkreis im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Mindelheim und Kaufbeuren, an die kreisfreie Stadt Kaufbeuren sowie an die Landkreise Schongau, Füssen, Kempten (Allgäu) und Memmingen.

Geschichte

Bezirksamt

Das Bezirksamt Oberdorf wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Oberdorf und Obergünzburg gebildet.[2]

Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter erhielt das Bezirksamt Oberdorf am 1. Januar 1880 die Gemeinde Lengenwang des Bezirksamtes Füssen.

Am 26. Februar 1898 wurde das Bezirksamt Oberdorf in Bezirksamt Markt Oberdorf umbenannt.

Landkreis

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[3] So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Marktoberdorf (amtlich Markt Oberdorf).

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Marktoberdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern umgestaltet. Seine Gemeinde Ingenried wurde dem Landkreis Weilheim-Schongau im Regierungsbezirk Oberbayern zugeordnet. Die übrigen Gemeinden wurden mit dem größten Teil des Landkreises Kaufbeuren sowie dem Landkreis Füssen zum neuen Landkreis Marktoberdorf zusammengefasst, der am 1. Mai 1973 in Landkreis Ostallgäu umbenannt wurde.[4][5]

Landräte

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner Quelle
186419.452[6]
188521.744[7]
190023.443[8]
191025.582[8]
192526.885[9]
193925.240[10]
195040.846[11]
196038.000[12]
197141.900[13]
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Gemeinden

Die 37 Gemeinden des Landkreises Marktoberdorf vor der Gemeindereform.[14][15] Heute noch existierende Gemeinden sind fett geschrieben.

Landkreis Marktoberdorf, Gemeindegrenzenkarte von 1961
Weitere Informationen frühere Gemeinde, heutige Gemeinde ...
frühere Gemeindeheutige Gemeindeheutiger Landkreis
AitrangAitrangLandkreis Ostallgäu
AltdorfBiessenhofenLandkreis Ostallgäu
BayersriedEggenthalLandkreis Ostallgäu
BernbachBidingenLandkreis Ostallgäu
BertoldshofenMarktoberdorfLandkreis Ostallgäu
BidingenBidingenLandkreis Ostallgäu
BlöcktachFriesenriedLandkreis Ostallgäu
BurgObergünzburgLandkreis Ostallgäu
EbenhofenBiessenhofenLandkreis Ostallgäu
EbersbachObergünzburgLandkreis Ostallgäu
FriesenriedFriesenriedLandkreis Ostallgäu
GeisenriedMarktoberdorfLandkreis Ostallgäu
GörisriedGörisriedLandkreis Ostallgäu
HopferbachUntrasriedLandkreis Ostallgäu
HuttenwangAitrangLandkreis Ostallgäu
ImmenthalGünzachLandkreis Ostallgäu
IngenriedIngenriedLandkreis Weilheim-Schongau
KraftisriedKraftisriedLandkreis Ostallgäu
LengenwangLengenwangLandkreis Ostallgäu
LeuterschachMarktoberdorfLandkreis Ostallgäu
Marktoberdorf, StadtMarktoberdorfLandkreis Ostallgäu
Obergünzburg, MarktObergünzburgLandkreis Ostallgäu
OberthingauUnterthingauLandkreis Ostallgäu
ReinhardsriedUnterthingauLandkreis Ostallgäu
RemnatsriedStötten a.AuerbergLandkreis Ostallgäu
Rettenbach a.AuerbergRettenbach a.AuerbergLandkreis Ostallgäu
RiederMarktoberdorfLandkreis Ostallgäu
Ronsberg, MarktRonsbergLandkreis Ostallgäu
RuderatshofenRuderatshofenLandkreis Ostallgäu
SteinbachStötten a.AuerbergLandkreis Ostallgäu
Stötten a.AuerbergStötten a.AuerbergLandkreis Ostallgäu
SulzschneidMarktoberdorfLandkreis Ostallgäu
Thalhofen an der WertachMarktoberdorfLandkreis Ostallgäu
Unterthingau, MarktUnterthingauLandkreis Ostallgäu
UntrasriedUntrasriedLandkreis Ostallgäu
WaldWaldLandkreis Ostallgäu
WillofsObergünzburgLandkreis Ostallgäu
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Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen MOD zugewiesen. Die Kfz-Kennzeichen der Landkreise Marktoberdorf und Füssen (FÜS) blieben nach der Auflösung dieser Landkreise am 1. Juli 1972 noch für einige Jahre gültig. Insbesondere wegen heftiger Proteste aus dem vormaligen Landkreis Füssen galt erst seit dem 1. August 1979 für den gesamten Landkreis uneingeschränkt das Kfz-Kennzeichen OAL.

Seit dem 10. Juli 2013 ist das Unterscheidungszeichen MOD im Landkreis Ostallgäu wieder erhältlich (Kennzeichenliberalisierung).

Einzelnachweise

Literatur

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