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Leininger-Gymnasium

Gymnasium in Grünstadt, Rheinland-Pfalz From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Leininger-Gymnasium ist ein allgemeinbildendes Gymnasium in Grünstadt. Es geht ursprünglich auf die Höninger Lateinschule zurück und gilt als eine der ältesten Schulen Deutschlands und als eines der ältesten Gymnasien von Rheinland-Pfalz.

SchulformGymnasium
Schulnummer50824[1]
Gründung1752 als Gymnasium (1573 Kloster Höningen)
AdresseKreuzerweg 4
Schnelle Fakten Schulform, Schulnummer ...
Leininger-Gymnasium
Ansicht Eingangsbereich (Aufnahme 2016)
Schulform Gymnasium
Schulnummer 50824[1]
Gründung 1752 als Gymnasium (1573 Kloster Höningen)
Adresse Kreuzerweg 4
Ort Grünstadt
Land Rheinland-Pfalz
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 33′ 39″ N, 8° 9′ 56″ O
Träger Landkreis Bad Dürkheim
Schüler 1026[2]
Lehrkräfte 87 (2023/2024)
Leitung Kerstin Hanisch
Website www.leiningergymnasium.de
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Alte Lateinschule Grünstadt, Schulgebäude von 1834 bis 1960

Geschichte

1729 wurde die alte Höninger Lateinschule des Klosters Höningen, welche 1630 während der Wirren des Dreißigjährigen Krieges untergegangen war, als Lateinschule aus dem Vermögen der Klosterschaffnerei Höningen in Grünstadt[3] neu gegründet und 1752 in ein Gymnasium umgewandelt. 1802 wurde das Gymnasium Grünstadt in eine École Secondaire im Département du Mont-Tonnerre mit Sitz in Grünstadt umgewandelt. 1811 erhielt die École Secondaire den Titel Collège. Nach dem Ende der Napoleonischen Herrschaft wurde das Collège wieder zum Gymnasium. Von 1819 bis 1938 firmierte die Schule offiziell als bayerisches Progymnasium. Von 1933 bis 1945 wurde die Lateinschule als Oberschule geführt. Ab 1945 wurde die Schule erst Realschule, ab 1950 dann Progymnasium. 1962 erfolgte die Umwandlung in ein Vollgymnasium.

Unter Schulrektor Heinrich Dittmar errichtete man 1832/34 in der Grünstadter Neugasse, am Platz des bisherigen ersten Schulhauses von 1729, ein neues Schulgebäude, das 1836 um einen Stock erhöht wurde.[4] Es ist die sogenannte „Alte Lateinschule“ (Neugasse 17), ein repräsentatives Gebäude im Stil des Spätklassizismus, das man erst 1960, zugunsten der jetzigen Anlage im Kreuzerweg, als Schulsitz aufgab. Entworfen wurde es vom Architekten Johann Bernhard Spatz, von dem das heutige Erdgeschoss stammt, den Plan zur Aufstockung lieferte 1836 Kreisbauschaffner Foltz.[5][6]

Besonderheiten

Im 19. Jahrhundert galt der Französischunterricht als eine der Besonderheiten der Schule, wobei dies schon auf die vorrevolutionären „Französischmeister“ an der Lateinschule Grünstadt zurückging. Seit 1995 gibt es einen musikalischen Schwerpunkt an der Schule. Des Weiteren existiert seit 2005 der Schwerpunkt Naturwissenschaften und seit 2011 ist das Gymnasium MINT-EC-Schule.[7] Das Gymnasium ist als „Netzwerkschule der RPTU“ im Verbund mit der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität (RPTU) am Standort Kaiserslautern und kooperiert im Bereich der MINT-Fächer.[8]

Das Gymnasium besitzt bis heute einen Schulwald im zehn Kilometer entfernten Höningen, der aus dem Besitz des Klosters Höningen stammt, von da an die Höninger Lateinschule überging und schließlich ihrer Nachfolgeschule in Grünstadt, dem heutigen Leininger-Gymnasium zufiel. Er wurde 1826 mit Grenzsteinen versehen, welche die Buchstaben „PG“ (= Progymnasium Grünstadt) aufweisen.[9]

Bekannte Schüler

Glückwunschadresse des Mainzer Bischofs Ludwig Maria Hugo (ehem. Schüler der Anstalt) zum 200. Gründungsjubiläum, Grünstadter Zeitung, 1929
Jubiläumsbuch von Schulleiter Friedrich Ernst, 1929

Bekannte Lehrkräfte

Literatur

  • Johann Georg Lehmann: Geschichtliche Gemälde aus dem Rheinkreise Bayerns, Band 1, S. 173–184, Heidelberg, 1832; (Digitalscan).
  • Friedrich Ernst: Geschichte des leiningischen Gymnasiums zu Höningen und zu Grünstadt 1573–1819, Verlag Emil Sommer, Grünstadt, 1927.
  • Friedrich Ernst: Die Geschichte des bayerischen Pro-Gymnasiums zu Grünstadt 1819–1929, Verlag Emil Sommer, Grünstadt, 1929.
  • Walter Lampert: 1100 Jahre Grünstadt. Ein Heimatbuch. Stadtverwaltung Grünstadt, Grünstadt 1975.

Einzelnachweise

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