Lindau (Trebgast)

Gemeindeteil von Trebgarst From Wikipedia, the free encyclopedia

Lindau (oberfränkisch: Lindah[2]) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Trebgast im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Lindau liegt teils auf dem Gemeindegebiet von Trebgast, teils auf dem Gemeindegebiet von Neudrossenfeld. Sie hat eine Fläche von 12,139 km² und ist in 2160 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 5619,86 m² haben.[4] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Fohlenhof, Hainbühl, Heidelmühle, Rehleithen, Siebenbrunn, Unterlaitsch und Waldau.[5]

Schnelle Fakten Gemeinde Trebgast ...
Lindau
Gemeinde Trebgast
Koordinaten: 50° 4′ N, 11° 31′ O
Höhe: 342 m ü. NHN
Einwohner: 220 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 95367
Vorwahl: 09203
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Geographie

Das Dorf liegt in einem Talkessel am Kesslerbach, einem linken Zufluss der Trebgast. Im Norden grenzt der Rangen an, im Westen der Rauhe Berg und im Süden der Hohenberg, allesamt Erhebungen des Obermainischen Hügellandes.

Die Kreisstraße KU 15 führt nach Trebgast zur Staatsstraße 2182 (2,9 km nordöstlich) bzw. an Rehleithen vorbei nach Leuchau zur Bundesstraße 85 (3 km nordwestlich). Die Kreisstraße KU 29 führt nach Hainbühl (1,4 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an Siebenbrunn vorbei nach Schwingen (1,2 km südwestlich).[6]

Geschichte

Der Ort wurde im Landbuch der Herrschaft Plassenberg (=Amt Kulmbach) 1398 als „Lindaw“ erstmals urkundlich erwähnt. Der ursprüngliche Flurname bezeichnete eine mit Linden bestandene Wiesenaue.[7]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Lindau 36 bewohnte Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Dieses hatte zugleich die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Grundherren waren das Kastenamt Kulmbach (22 Güter, 1 unbebautes Gut, 4 Söldengüter, 1 Söldengut mit Zapfenschankgerechtigkeit, 1 Sölde, 6 Tropfhäuser) und die Amtsverwaltung Donndorf (2 Sölden).[8]

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde 1811 der Steuerdistrikt Lindau gebildet, zu dem die Orte Hainbühl, Heidelmühle, Rehleithen, Siebenbrunn, Unterlaitsch und Waldau gehörten. 1812 entstand die Ruralgemeinde Lindau, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kulmbach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kulmbach (1919 in Finanzamt Kulmbach umbenannt). Ab 1862 gehörte Lindau zum Bezirksamt Kulmbach (1939 in Landkreis Kulmbach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kulmbach (1879 in das Amtsgericht Kulmbach umgewandelt). In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde Fohlenhof auf dem Gemeindegebiet gegründet.[9] Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 12,118 km².[10]

Am 1. Juni 1972 wurde die Gemeinde Lindau im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst: Fohlenhof, Hainbühl, Heidelmühle, Unterlaitsch und Waldau wurden nach Neudrossenfeld eingegliedert, während Lindau, Rehleithen und Siebenbrunn nach Trebgast eingegliedert wurden.[11][12]

Baudenkmäler

In der Bayerischen Denkmalliste sind 5 Baudenkmäler aufgeführt:

Abgegangene Baudenkmäler
  • Haus Nr. 6 und 15: Zwei eingeschossige Wohn- und Stallbauten, von Anfang des 19. Jahrhunderts; Nr. 15 Frackdachhaus. Beide mit hübschem Fachwerkgiebel.[13]
  • Haus Nr. 24: Gasthaus, ehemaliges Forsthaus. Zweigeschossiges Haus von drei zu sechs Achsen, wohl Mitte des 18. Jahrhunderts. Riegelfachwerk an Obergeschoss und Giebel, an letzterem verputzt. Westgiebel mit Krüppelwalm. Portal mit geohrter Profilrahmung.[13]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Lindau

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181818401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 497585606646670676676678710673656657662651619640628575539798786738589570
Häuser[14] 88107106103115104110120
Quelle [9][15][15][15][16][17][18][19][20][21][22][15][23][15][24][15][25][15][15][15][26][15][10][27]
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Ort Lindau

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001809001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 226232 *289296298296270332241248220
Häuser[14] 43 *475045465258
Quelle [28][9][16][18][21][23][25][26][10][27][1]
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* 
inklusive Siebenbrunn

Religion

Lindau ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannes (Trebgast) gepfarrt.[8][10]

Literatur

Commons: Lindau (Trebgast) – Sammlung von Bildern

Fußnoten

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