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Liste der Kulturdenkmale in Balingen

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In der Liste der Kulturdenkmale in Balingen sind alle Bau- und Kunstdenkmale der Stadt Balingen und ihrer Teilorte verzeichnet, die im „Verzeichnis der unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale und der zu prüfenden Objekte“[1] des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg verzeichnet sind. Dieses Verzeichnis wurde im März 2000 erstellt, die Teilliste für die Stadt Balingen hat den Stand vom 22. Juni 2010 und verzeichnet die folgenden unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmäler.

Friedrichstraße, Balingen

Diese Liste ist nicht rechtsverbindlich. Eine rechtsverbindliche Auskunft ist lediglich auf Anfrage bei der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Balingen erhältlich.[Anm. 1]

Allgemein

Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.

  • Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen: Datei hochladen
  • Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
  • Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals, gegebenenfalls auch Gemarkung oder Ortsteil. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. In einem Tool mit Kartenansicht können die Koordinaten durch Verschieben korrigiert werden.
  • Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
  • Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
  • ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg

Abkürzungen

Kernstadt Balingen

Kulturdenkmale in der Kernstadt Balingen (mit der Stadt Balingen, dem Stadtteil Heselwangen, dem Gehöft Reichenbacher Hof und den Häusern Holderhof und Stadtmühle):

Balingen

Weitere Informationen Bild, Bezeichnung ...
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

Gasthaus zur Brücke Alte Hechinger Straße 16
(Karte)
zweigeschossig, verputzt, mit Mansardengiebeldach, um 1800
Geschützt nach §§ P DSchG

Villa Am Heuberg 76
(Karte)
zweigeschossiger Hausteinbau in Hanglage mit Terrasse und Balkon
Geschützt nach §§ P DSchG

Weitere Bilder
Stadtbefestigung Am Rappenturm 1 Stadtbefestigung mit sämtlichen sichtbaren und in die Bebauung integrierten Mauern, sowie Grabenbereiche, Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung
Geschützt nach §§ 28 und 12 DSchG
102439111

Weitere Bilder
Stadtbefestigung Am Rappenturm 3 Stadtbefestigung mit sämtlichen sichtbaren und in die Bebauung integrierten Mauern, sowie Grabenbereichen
Geschützt nach §§ 28 und 12 DSchG
102439111

Weitere Bilder
Stadtbefestigung Am Rappenturm 8
(Karte)
Stadtbefestigung mit sämtlichen sichtbaren und in die Bebauung integrierten Mauern, sowie Grabenbereichen
Geschützt nach §§ 28 und 12 DSchG
102439111

Evangelische Stadtkirche Am Spitaltörle 1
(Karte)
1443–1512 Sandstein, Chorturmanlage mit dreischiffigem, überhöhtem und kapellengesäumtem Langhaus, Chorturm mit oktogonalem Grundriss; ausgeführt durch Fam. Jörg, später Meister Franz, 1443 bis 1512, Turmobergeschoss 1541

Die repräsentative Kirche, die das Selbstbewusstsein der Balinger Bürgerschaft widerspiegelt, entstand auf Basis der 1342 ersterwähnten Nikolauskapelle. Durch den markanten Turm ist die Kirche von weitem sichtbar und als eine Art Wahrzeichen der Stadt zu betrachten. Sie ist das größte Bauwerk der Gotik im Zollernalbkreis und ein sprechendes Zeugnis der Kirchen- und Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 28 DSchG

96615977

Stadtbefestigung Auf dem Graben 16
(Karte)
Stadtbefestigung mit sämtlichen sichtbaren und in die Bebauung integrierten Mauern, sowie Grabenbereichen
Geschützt nach §§ 28 und 12 DSchG
102439111

Bahnhof Bahnhof 1
(Karte)
ein- bis zweigeschossiger Gruppenbau, verputzt, mit Mittelrisalit, Erkern, Krüppelwalmdächern und Zwerchgiebeln sowie Bahnsteigüberdachung, 1911; Architekt: W. Fuchs, Stuttgart, Abteilungsingenieur[2]

Das Empfangsgebäude ist in seiner Formensprache charakteristisch für seine Entstehungszeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es ist neben seiner Bedeutung in der Funktion als Bahnhof ein technikgeschichtliches Denkmal mit ortsgeschichtlicher Relevanz.
Geschützt nach § 2 DSchG

96613996

Fußgängersteg bei Bahnhof 1 (Flstnr. 3385)
(Karte)
um 1910 über die Gleise im Bahnhofsgelände, eiserne parallelgurtige Fachwerkträger (Durchlaufträger) über einer Pendelstütze, mit abgewinkeltem Treppenaufgang und Podest, vermutlich Eisenwerke Jagstfeld.

Als um 1900 der Eisenbahnverkehr so dicht und schnell wurde, dass eine Querung der nun oft mehrgleisigen Strecke gefährlich war, errichteten die Eisenbahngesellschaften vielerorts Fußgängerbrücken. Eine bei den königlich württembergischen Staatseisenbahnen weit verbreitete Bauform war die Konstruktion des Überbaus als eiserner parallelgurtiger Fachwerkträger (Durchlaufträger), der auf ebenfalls stählernen, als Fachwerk ausgebildeten Widerlagertürmen mit abgewinkeltem Treppenaufgang und dazwischen auf Pendelstützen ruht. Manchmal lag eine Seite auch am Berg, so dass nur ein Treppenturm notwendig war (neben Balingen z. B. auch Geislingen/Steige; im Unterschied zu Biberach). Das Balinger Beispiel, das um 1910 vermutlich von den Eisenwerken Jagstfeld errichtet wurde, ist eines der ganz wenigen, die bis heute ihrer ursprünglichen Funktion dienen. Der Steg zeigt die außerordentlich klare Gestaltung von Fachwerkbrücken der Staatseisenbahnen, indem er die reine Tragwerksfunktion hervortreten lässt. Das feingliedrige, zurückhaltend gestaltete Stabwerk vermittelt eindrucksvoll die Identität von Brückengestalt, statischem System und Nutzung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96613997

Hausnummernschild Bahnhofstr 29
(Karte)
um 1900 reich geschmückte Metallkartusche mit Straßenname und Nummer.

Die drei Hausnummernschilder dokumentieren die Gusseisenproduktion um 1900 und den Repräsentationsanspruch der Bewohner. Sie sind Kulturdenkmale mit kunst- und ortsgeschichtlicher Bedeutung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96613998

Bahnhofstr 31
(Karte)
um 1900 reich geschmückte Metallkartusche mit Straßenname und Nummer
Geschützt nach § 2 DSchG

Mietshaus (Sichelschule) Behrstraße 28/Hermann-Berg-Straße 15
(Karte)
1920er Jahre zweigeschossig, verputzt mit Walmdach, samt Garten und Einfriedung.

Das Wohngebäude ist in seiner Formensprache charakteristisch für die 1920er-Jahre. Es ist ein anschauliches Dokument des Mietshausbaus jener Zeit und von Bedeutung für die Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96614124

Schulgebäude
Sichelschule
[3]
Behrstraße 30
(Karte)
1921-1923 zwei- bis dreigeschossiger verputzter Gruppenbau in Hanglage mit Treppentürmen, Hofarkaden und Walmdach, samt Hof, Einfriedung und Märchenbrunnen, nach den 1914 fertiggestellten Plänen von Architekt Friedrich Imbery aus Sigmaringen erbaut.

Die Schule befindet sich westlich der Bahnlinie am Hang des Heubergs. In ihrer Formensprache folgt sie - neben letzten Verweisen auf den Jugendstil - den Prinzipien der Heimatschutzarchitektur, die auf Grundlage traditioneller, heimischer Baukunst Neubauten zu schaffen suchte, die sich in das historisch gewachsene Umfeld der Siedlungen und der Kulturlandschaft harmonisch einfügen sollten. Der seit 1925 in Sigmaringen ansässige Architekt Imbery führte für die Region und andere Teile Deutschlands zahlreiche Gebäude im Heimatstil aus.
Geschützt nach § 2 DSchG

96614125

Villa „Wörner“ Behrstraße 52
(Karte)
1913 eingeschossiger Putzbau auf hohem Sockelgeschoss, mit Erker, Walmdach und Zwerchhäusern, von Oberamtsbaumeister Wilhelm Wörner für sich selbst erbaut.

Die für den Eigenbedarf errichtete Villa in zentraler Lage Balingens zeigt eindrucksvoll den Repräsentationsanspruch des Eigentümers. Charakteristisch für die Architektur des Jugendstils ist die Verbindung von Kunst und Handwerk, was durch aufwendige Bauformen und Dekor sichtbar wird. Die Villa Wörner ist ein äußerst qualitätvolles Dokument dieser Baugattung und für die Bau- und Kunstgeschichte von Bedeutung. Aufgrund des für den Ort prominenten Bauherren ist sie zudem bedeutend für die Ortsgeschiche.
Geschützt nach § 2 DSchG

96614126

Villa „Rössle“ Behrstraße 54
(Karte)
1911 zweigeschossiger Putzbau mit Erker, Walmdach und hohen Zwerchhäusern samt Garten und Einfriedung, nach Plänen von Steck und Diemer, Balingen, für Gustav Rössle erbaut.

Die Villa in zentraler Lage Balingens zeigt eindrucksvoll den Repräsentationsanspruch des Eigentümers. Charakteristisch für die Architektur des Jugendstils ist die Verbindung von Kunst und Handwerk, was durch aufwendige Bauformen und Dekor sichtbar wird. Die Villa Rössle ist ein äußerst qualitätvolles Dokument dieser Baugattung und für die Bau- und Kunstgeschichte von Bedeutung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96614127

Überlandwerk Eppler Blumenstraße 19
(Karte)
1863 Elektrizitätswerk, zweigeschossiger, ehemaliger Mühlenbau, zum Teil verschindelt, mit Satteldach und Zwerchhaus, im Inneren alte technische Einrichtungen zur Stromerzeugung ab 1910.

Das Elektrizitätswerk ist für seine Entstehungszeit in der Mitte des 19. Jahrhunderts charakteristisch. Es ist ein sprechendes Dokument der Industrie- und Wirtschaftsgeschichte Balingens und daher von Bedeutung für die Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96614128

Spital Ebertstraße 15
(Karte)
nach 1810 ehemaliges Altenheim und Armenhaus, heute Wohnhaus, dreigeschossig, verputzt, mit Walmdach und Dachreiter, Uhrturm von 1860.

Das Spital wurde anstelle des 1809 niedergebrannten Vorgängers in der verlängerten Friedrich- heute Ebertstraße errichtet. Der Dachreiter mit Glocke folgte 1860 und diente den Bewohnern der Oberen Vorstadt als öffentlicher Zeitmesser. Das einstige Spital ist als wichtiger Baukomplex innerhalb der Stadt ein Zeugnis für die Sozialfürsorge der Zeit und hat Bedeutung für die Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96601530

Villa Engelestäle 40
(Karte)
zweigeschossiger Bau mit säulentragendem Balkon und Walmdach, samt Garten, 1932 nach Plänen der Architekten Egelhaaf, Freudenstadt
Geschützt nach §§ P DSchG

Mehrfamilienhaus Eyachstraße 19
(Karte)
1913 zweigeschossiger Putzbau auf hohem Sockel, mit Balkon und Erkern im Obergeschoss, Krüppelwalmdach und übergiebelte Dachgauben, nach Plänen von Steck und Diemer, Ebingen.

Die beiden Mehrfamilienhäuser Eyachstraße 19 und 21 sind in ihrer Formensprache für die Entstehungszeit Anfang des 20. Jahrhunderts charakteristisch und verdeutlichen den Repräsentationsanspruch der Bauherren. Der Reformstil, bei dem die Architekten weitestgehend auf schmückenden Dekor verzichteten und Materialien aus der Region bevorzugten, markiert den Übergang von Historismus und Jugendstil zur Moderne.
Geschützt nach § 2 DSchG

96603989

Mehrfamilienhaus Eyachstraße 21
(Karte)
1913 zweigeschossiger Putzbau auf hohem Sockel, mit Balkon und Erkern im Obergeschoss, Krüppelwalmdach und übergiebelte Dachgauben, nach Plänen von Steck und Diemer, Ebingen
Geschützt nach § 2 DSchG
96603989

Rathaus Färberstraße 2
(Karte)
1811 dreigeschossig, verputzt, auf hohem Sockel mit zweiläufiger Freitreppe an der Nordfassade, Walmdach mit nördlichem Dreiecksgiebel und Dachreiter, von Bauinspektor Carl Christian Nieffer (1787–1871),samt westlich angebautem Reiherbrunnen.

Das heutige Rathaus wurde anstelle eines Vorgängers errichtet, der dem Stadtbrand 1809 zum Opfer fiel. Der stattliche klassizistische Repräsentationsbau ist ein Zeugnis der kommunalen Verwaltung und ein zentrales Dokument der Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96607234

ehemalige Beschälplatte Färberstraße 4
(Karte)
1818 zugänglich über Neue Straße 33, mit Pferdestall, Futterlager und Schlafkammer für einen Gestütsknecht, heute Bürogebäude, eingeschossig, verputzt mit zwei Rundbogenportalen und Satteldach
Geschützt nach § 2 DSchG

Frauenarbeitsschule[3] Filserstraße 9
(Karte)
1898 zweigeschossiger Putzbau mit reichen Holzverzierungen, Walmdach, Zwerchgiebel und geschnitzte Windbretter, von Stadtbaumeister Schuster.

Als eigenständiger Bautypus entwickelte sich das Schulhaus erst im 19. Jahrhundert, nachdem 1870 durch die „Königlich Württembergische Schulbauverordnung“ klare Regelungen für diese Bauaufgabe erstellt wurden. Das Gebäude ist mit den zahlreichen hölzernen Details ein charakteristisches Beispiel für den Heimat- oder Schweizerhausstil. Es dokumentiert als Zeugnis des Bildungswesens den Stand der Schulpädagogik der Zeit.
Geschützt nach § 2 DSchG

96601638

Friedhofkirche Friedhof 1
(Karte)
um 1300 flach gedeckte Saalkirche mit polygonal geschlossenem Chor und südlich anschließendem, älteren Flankenturm mit Fachwerkobergeschoss; umgeben von historischen Grabsteinen
Geschützt nach § 28 DSchG
110376938

Obelisk Friedhof 1
(Karte)
1881 Denkmal für Maria Friederike Rösler (1819–1880), von M. Stähle
Geschützt nach § 2 DSchG
110376938

Grabmal Familie Kraut Friedhof 1
(Karte)
2. Hälfte 1950er Jahre mit lebensgroßen Figuren eines idealtypischen Ehepaars in antikisierenden Gewändern, bezeichnet H. Retzbach
Geschützt nach § 2 DSchG
110376938

Gefallenendenkmal Friedhof 2
(Karte)
Denkmal zum Gedächtnis der Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs, zwei gegeneinander versetzte Mauern aus verschiedenen Zeiten, jeweils mit Namen und Reliefschmuck (1928 von Imbery und Franz Xaver Marmon, 1957 von Manfred Lehmbruck und Alfred Lörcher) um ein vertieftes Rasenfeld mit bronzener Grabplatte (von Bohnet) und Hochkreuz,1957
Geschützt nach § 2 DSchG
110376938

Sparkasse Friedrichstraße 3
(Karte)
1952 Westtrakt, zweigeschossiger Putzbau mit Arkaden im Erdgeschoss der Straßenfassade,Satteldach und Dachreiter mit Uhr, nach Plänen von Dr. Eduard Krüger, Schwäbisch Hall (Sieger des Wettbewerbs von 1939).

Das Sparkassengebäude befindet sich im Altstadtkern Balingens. Die Friedrichstraße entstand als zentrale Hauptachse im Rahmen des Wiederaufbaus der Stadt mit klassizistischem Grundriss nach dem Brand von 1809. Architekt Krüger studierte bei Paul Schmitthenner und Heinz Wetzel, zudem war er Meisterschüler von Bonatz dessen Stellvertreter er an der TH Stuttgart wurde. Seine Ausbildung im Rahmen der Stuttgarter Schule wird durch die konservativ orientierte Ausführung seiner Architektur sichtbar. Die Balinger Sparkasse ist ein anschauliches Dokument der Architektur- und Stadtgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96601694

Wirtshausschild Friedrichstraße 28
(Karte)
Anfang 19. Jahrhundert vom ehemaligen Wirtshaus Weißer Ochsen

Der kunstvoll gestaltete Ausleger bezeugt als ortsgeschichtlich bedeutendes Objekt die ehemalige Funktion des Gebäudes. Zudem dokumentiert er die Entwicklung des Kunstgewerbes zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
Geschützt nach § 2 DSchG

96601695

Wohnhaus (mit Ladeneinbau) Friedrichstraße 52
(Karte)
1810 dreigeschossig mit zurückgesetztem Dachterrassengeschoss, Putzbau, gegliederte Fassade, Satteldach, für den Stadt- und Amtsschreiber G. C. Hobbahn, spätere Umbauten.

Das klassizistische Wohn- und Geschäftshaus befindet sich inmitten der Balinger Altstadt. Die Friedrichstraße entstand als zentrale Hauptachse im Rahmen des Wiederaufbaus der Stadt mit klassizistischem Grundriss nach dem Brand von 1809. Die Fassadengestaltung des Gebäude in der Friedrichstraße war auf Repräsentation angelegt und für die Erbauungszeit im frühen 19. Jahrhundert charakteristisch. Im Historismus wurden einige der Häuserfassaden optisch aufgewertet, so auch dieses. Das Gebäude ist ein sprechendes Zeugnis der Orts- und Stadtbaugeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96601696

Hausnummernschild Friedrichstraße 52
(Karte)
um 1900 reich geschmückte Metallkartusche mit Straßenname und Nummer
Geschützt nach § 2 DSchG

Wohnhaus (mit Ladeneinbau) Friedrichstraße 61
(Karte)
1810 zweigeschossig, verputzt, Satteldach mit Zwerchhaus unter Walmdach,über der Tür Keilstein mit Reliefbild eines Hahns, hier wuchs der später berühmte Theologieprofessor Johann Tobias Beck (1804–1878) auf.

Das klassizistische Wohn- und Geschäftshaus befindet sich inmitten der Balinger Altstadt. Die Friedrichstraße entstand als zentrale Hauptachse im Rahmen des Wiederaufbaus der Stadt mit klassizistischem Grundriss nach dem Brand von 1809. Die Fassadengestaltung des Gebäude in der Friedrichstraße war auf Repräsentation angelegt und für die Erbauungszeit im frühen 19. Jahrhundert charakteristisch. Das Gebäude ist ein sprechendes Zeugnis der Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96601697

Oberamtsgebäude Friedrichstraße 67
(Karte)
um 1810 später Finanzamt, zweigeschossig, verputzt, Walmdach.

Das klassizistische Gebäude in zentraler Lage im Ort diente als Sitz des herrschaftlichen Amtmannes. Das zeittypische Gebäude mit symmetrischer Achsengliederung, Walmdach und betontem Eingangsportal ist ein Zeugnis für die Herrschafts- und Gemeindegeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96601474
Torbrücke Friedrichstraße 67
(Karte)
bei Friedrichstraße 67 (in Verlängerung der Friedrichstraße Richtung Viehmarktplatz), steinerne Bogenbrücke über die Steinach. Eine Reparatur der einsturzgefährdeten Brücke unter Erhaltung der überlieferten Substanz in einem aussagekräftigen Umfang ist nicht möglich. Gegen den Abbruch wird daher kein Einwand erhoben. Br. 22.09.2009
Geschützt nach § 2 DSchG
BW

Wasserturm Friedrichstraße 67/1 um 1480 südwestlicher Eckturm der Stadtbefestigung, Fachwerkgeschoss
Geschützt nach § 28 DSchG

Scheune Froschstraße 4
(Karte)
1812 zweigeschossiges Eckhaus mit freiliegendem konstruktivem Fachwerk und Walmdach.

Als eines der letzten erhaltenen Ökonomiegebäude aus der Wiederaufbauzeit Balingens nach dem Stadtbrand von 1809 ist die stattliche Scheune an der Ecke Froschstraße/Obere Kirchstraße ein anschauliches Dokument für die einst stark von Ackerbau und Viehhaltung geprägte Wirtschaftsstruktur der Stadt zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Der Stellenwert eines solchen Ökonomiegebäudes wird durch seine herausgehobene Lage als Eckbau deutlich, die das Gesicht der Stadt seit dem systematischen Wiederaufbau prägen, und in der Regel bevorzugte Standorte für Wohnhäuser waren. Hier wurden nämlich architektonische Akzente gesetzt, indem man die Eckgebäude geringfügig höher als die übrigen Bauten gestaltete und mit einem Walmdach versah. Die Abfolge solcherart gestalteter Kreuzungen macht bis heute den Hauptreiz der nicht nur hygienisch befriedigenden, sondern auch nach städtebaukünstlerischen Grundsätzen geplanten Stadt aus.
Geschützt nach § 2 DSchG

96613644

Katholische Heilig-Geist-Kirche Heilig-Geist-Kirchplatz 1
(Karte)
1898/99 früher Paulinenstraße 1, neugotisches Langhaus mit polygonal geschlossenem Ostchor und Chorflankenturm, nach Plänen von Ulrich Pohlhammer (Stuttgart), Schiff heute nach Norden geöffnet und im Inneren mit dem Erweiterungsbau von Martin Schilling (Rottenburg), alter Chor mit Glasfenstern von August Blepp dient heute als Seitenkapelle, neue Betonglasfenster von Albert Birkle (Salzburg).

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, einhergehend mit dem Anschluss an das Eisenbahnnetz und die damit fortschreitende Industrialisierung, wuchs der Anteil katholischer Einwohner in Balingen. Dem Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus wird, auch aufgrund der Bedeutung Balingens als Oberamtsstadt, 1897 entsprochen und der königl. Regierungsbaumeister Pohlhammer beauftragt. Die Heilig-Geist-Kirche ist ein für die Neugotik charakteristisches Bauwerk und von Bedeutung für die Kirchen- und Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96606998
Hermann-Berg-Straße 15 siehe Behrstraße 28
Geschützt nach § 2 DSchG
Stadtbefestigung bei Im Zwinger 1
(Karte)
In die Bebauung integrierte Mauern sowie Grabenbereiche [§ 28 und § 12]; Wasserturm [§ 28], südöstlicher Eckturm der Stadtbefestigung, fünfgeschossig mit Kegeldach, Bruchsteinmauerwerk, Schießscharten, vergitterte Rechteckfenster und einzelnes Maßwerkfenster, drittes Obergeschoss leicht vorkragend, verbunden über Holzbrücke mit dem Zollernschloss, viertes Obergeschoss in Fachwerk, Untergeschoss sowie erstes und zweites Obergeschoss eingewölbt, Zelleneinbauten; errichtet 1482/83 (d), Einrichtung zum Gefängnis, 1825 (a)

Die erhaltene Stadtbefestigung mit Zollernschloss, Reiterhaus und Wasserturm sowie Mauern und Grabenbereichen im Südosten der historischen Stadtkerns ist ein wichtiges Zeugnis der Stadtgeschichte. Im 13. Jahrhundert bestand hier bereits die Burganlage der Grafen von Zollern-Schalksburg. Nach diversen Besitzer- und Funktionswechseln ist hier mittlerweile das Museum für Waage und Gewicht eingerichtet. Das Reiterhaus, urspr. Gesindehaus, verfügte an der Südseite ursprünglich über Laubengänge, durch die man direkt zum Schloss gelangte. Der sog. Wasserturm an der Ecke der Zwingerbefestigung stellt eine charakteristische Verstärkung der Stadt- und Burgbefestigung Balingens im 15. Jahrhundert dar. Er ist mit seinen Schießscharten zum Einsatz früher Handfeuerwaffen eingerichtet und barg im ersten Obergeschoss offenbar einen netzgewölbten Raum, dem das Maßwerkfenster und eine reich profilierte Pforte zuzuordnen sind. Dieser diente dem Schloss, seit 1403 Sitz der württembergischen Obervögte, sehr wahrscheinlich als Kapelle. Im 19. Jahrhundert fanden Einbauten von Haftzellen statt, die bis heute anschaulich die Einrichtung eines Gefängnisses jener Zeit zeigen. Es war bis 1910 in Gebrauch. Der Turm ist damit nicht nur ein wichtiges Zeugnis spätmittelalterlichen Wehrbaus, sondern auch der Stadt- und Herrschaftsgeschichte.
Geschützt nach §§ 28 und 12 DSchG

102439111BW

Stadtbefestigung bei Im Zwinger 5
(Karte)
Stadtbefestigung mit sämtlichen sichtbaren und in die Bebauung integrierten Mauern, sowie Grabenbereichen
Geschützt nach §§ 28 und 12 DSchG
102439111

Stadtbefestigung bei Im Zwinger 6
(Karte)
Stadtbefestigung mit sämtlichen sichtbaren und in die Bebauung integrierten Mauern, sowie Grabenbereichen
Geschützt nach §§ 28 und 12 DSchG
102439111
Stadtbefestigung bei Im Zwinger 7
(Karte)
Stadtbefestigung mit sämtlichen sichtbaren und in die Bebauung integrierten Mauern, sowie Grabenbereichen
Geschützt nach §§ 28 und 12 DSchG
102439111BW
Stadtbefestigung bei Im Zwinger 9
(Karte)
Stadtbefestigung mit sämtlichen sichtbaren und in die Bebauung integrierten Mauern, sowie Grabenbereichen
Geschützt nach §§ 28 und 12 DSchG
102439111BW
Stadtbefestigung bei Im Zwinger 16
(Karte)
Stadtbefestigung mit sämtlichen sichtbaren und in die Bebauung integrierten Mauern, sowie Grabenbereichen
Geschützt nach §§ 28 und 12 DSchG
102439111BW

„Kronenhäusle“ Kalkofen 14
(Karte)
18. Jahrhundert Wasch- und Gartenhaus, später Wohnhaus, zweigeschossig in den Hang gebaut auf quadratischem Grundriss, verputzt, Zeltdach.

Private Waschäuser, hier in Kombination mit einem Gartenhaus wurden im Sinne der Feuerschutzmaßnahmen vermehrt seit dem späten 18. Jahrhundert bei großen Bauernhäusern und vor allem bei Pfarrhäusern errichtet. Sie sind charakteristische Vertreter kleiner Funktionsbauten im Dorf und Zeugnisse der dörflichen Arbeits- und Lebenswelt.
Geschützt nach § 2 DSchG

96613648

Wohnhaus Karlstraße 2
(Karte)
1898/99 zweigeschossig mit Kniestock, Eckerker und Mittelrisaliten an den Straßenfassaden, Bossenquadersockel, Erdgeschoss mit hellen Ziegeln, Obergeschoss verschindelt, auf der Rückseite offene Logia, im Kniestock Fachwerk, Walmdach, mit Garten und Einfriedung, für den Fabrikbesitzer Gottfried Reiber erbaut.

Gottfried Reiber gründete zusammen mit Carl Roller 1889 die Trikotwarenfabrik in der Bahnhofstraße. Anhand der detailreichen Gestaltung des Wohngebäudes, die für die Entstehungszeit im ausgehenden 19. Jahrhundert charakteristisch ist, lässt sich der Repräsentationsanspruch des Bauherren ablesen. Die Fabrikantenvilla ist ein architektur- und ortsgeschichtlich bedeutendes Bauwerk in Balingen.
Geschützt nach § 2 DSchG

96607642

Marktbrunnen Marktplatz (Flstnr. 125/7)
(Karte)
achteckiger Steintrog mit zentralem, steinernem Stock und Ritterfigur als Wappenhalter (württembergisches Wappenschild), Bronzekopie einer Steinfigur des 16. Jahrhunderts.

Errichtet wurde der Brunnen, der in der Vergangenheit mehrmals seinen Standort wechselte, um 1550. Anhand der Figur des Ritters, die von den Balingern als Herzog Ulrich bezeichnet wird, mit einem herzoglich-württembergischen Wappen wird die Zugehörigkeit Balingens seit 1495 zu Württemberg ausgedrückt. Die originale Figur aus Sandstein kann man im Heimatmuseum betrachten. Der Marktbrunnen hat als zentrale öffentliche Bauaufgabe repräsentative Funktion.
Geschützt nach § 28 DSchG

96613645

Wohnhaus, ab 1864 Forstamt Neue Straße 18
(Karte)
um 1810 zweigeschossig über niedrigem Sockel, verputzt, Walmdach, über dem Eingang Staatswappen.

Das klassizistische Wohnhaus, das ab 1864 als Forstamt diente, ist für die Entstehungszeit im frühen 19. Jahrhundert charakteristisch und von Bedeutung für die Architektur- und Ortsgeschichte Balingens.
Geschützt nach § 2 DSchG

96607643

Wohnhaus, heute Stadtbauamt Neue Straße 31
(Karte)
um 1810 dreigeschossig, verputzt, geohrte beziehungsweise bedachte Fenster, Walmdach.

Das klassizistische Gebäude in Ecklage steht beispielhaft für die Phase des Wiederaufbaus nach dem Stadtbrand von 1809. Es ist für die Ortsgeschichte bedeutend.
Geschützt nach § 2 DSchG

96607644

Wohnhaus Neue Straße 33
(Karte)
um 1810 Zweigeschossig, verputzt, Walmdach; östlich damit verbunden (früher: Färberstraße 4) Beschälplatte mit Pferdestall, Futterlager und Schlafkammer für einen Gestütsknecht (heute Bürogebäude), eingeschossig, verputzt mit zwei Rundbogenportalen und Satteldach, 1818

Das klassizistische Gebäude mit Nebenbau steht beispielhaft für die Phase des Wiederaufbaus nach dem Stadtbrand von 1809. Es ist für die Ortsgeschichte bedeutend und dokumentiert das Wohnen und Wirtschaften im frühen 19. Jahrhundert.
Geschützt nach § 2 DSchG

96601637
Stadtbefestigung Neue Straße 39/1 Stadtbefestigung mit sämtlichen sichtbaren und in die Bebauung integrierten Mauern, sowie Grabenbereichen
Geschützt nach §§ 28 und 12 DSchG
102439111

Wohnhaus Neue Straße 47
(Karte)
2. Hälfte 19. Jahrhundert zweigeschossig, verputzt, Satteldach über langem Aufschiebling
Geschützt nach §§ P DSchG

Scheune Neue Straße 53
(Karte)
heute Wohn- und Geschäftshaus, zweigeschossig, verputzt, Rundbogenportal, Satteldach
Geschützt nach § 2 DSchG

Stadtbefestigung Neue Straße 55
(Karte)
Stadtbefestigung mit sämtlichen sichtbaren und in die Bebauung integrierten Mauern, sowie Grabenbereichen
Geschützt nach §§ 28 und 12 DSchG
102439111

Zehntscheune, heute städtisches Museum Neue Straße 59
(Karte)
1617 Putzbau mit mehreren unterschiedlich großen Rundbogenöffnungen an der Straßenfassade, Satteldach, 1675 Wiederaufbau nach Bränden.

Der durch seine Kubatur und Stellung im Ortsbild hervorstechende Ökonomiebau ist ein Dokument des Abgabewesens der Feudalzeit sowie ein Zeugnis der Wirtschaftgeschichte in Balingen. Heute sind in den Räumlichkeiten das Heimatmuseum und eine Galerie untergebracht.
Geschützt nach § 2 DSchG

96597919

Stadtbefestigung Neue Straße 59
(Karte)
Stadtbefestigung mit sämtlichen sichtbaren und in die Bebauung integrierten Mauern, sowie Grabenbereichen
Geschützt nach §§ 28 und 12 DSchG
102439111

Wohnhäuser Ölbergstraße 9, 11 13,15, 17, 19
(Karte)
geschlossener Baubestand der Zeit vor dem Stadtbrand von 1809
Geschützt nach § 2 DSchG

Kameralamt Ölbergstraße 23
(Karte)
heute Bürohaus, dreigeschossiger, rückwärts orientierter Dreiflügelbau, verputzt, mit Stadtwappen, 1815 aus zwei Gebäuden zusammengefügt, in der Ostfassade des Südflügels Teil der mittelalterlichen Stadtmauer, Satteldach, südlich davon Steinmauer mit Gartentörchen.

Das Alte Kameralamt besteht aus ursprünglich zwei Gebäuden: im einen Teil war die um 1500 errichtete Ölbergkapelle untergebracht, die zum Fruchtkasten der Geistlichen Verwaltung umgebaut wurde. Daneben stand das Wohnhaus des geistlichen Verwalters, das nach einem Stadtbrand 1724 neu aufgebaut wurde. Seit 1806 gehörte das gesamte Bauensemble zum Kameralamt, 1815 wurden ein verbindender Querbau geschaffen. Das Kameralamt ist ein sprechendes Zeugnis der Stadtgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96601182

Stadtbefestigung Ölbergstraße 23
(Karte)
Stadtbefestigung mit sämtlichen sichtbaren und in die Bebauung integrierten Mauern, sowie Grabenbereichen
Geschützt nach §§ 28 und 12 DSchG
102439111

Eckständer Ölbergstraße 29
(Karte)
1724 figürlich geschnitzt und farbig gefasst, übernommen vom Vorgängerbau, Gasthaus Rose.

Das Objekt, das im unteren Abschnitt Adam und Eva darstellt, gehört zu den Beispielen regionaltypischer kunsthandwerklicher Arbeiten des 18. Jahrhunderts. Das Original aus Eichenholz ist heute im Heimatmuseum zu bestaunen. Einst war es am Gasthaus Rose angebracht, das 1970 niederbrannte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96606997

Hochwasserdenkmal Paulinenstraße/Ecke Robert-Wahl-Straße (an der Eyachbrücke)
(Karte)
Obelisk aus Fichtelberger Granit mit Inschriften und vollplastischer Taube, zur Erinnerung an das Eyach-Hochwasser von 1895.

Das Wasser der Eyach war für Balingen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, da Mahl- und Sägmühlen durch das Wasser angetrieben wurden und auch Gerber und Färber mit ihren Werkstätten am Mühlkanal davon profitierten. Einige Male stellte das Wasser jedoch auch eine Bedrohung für die Menschen dar. Das Denkmal, das an das starke Hochwasser im Jahr 1895 erinnert, befindet sich in der Paulinenstraße, Ecke Robert-Wahl-Straße, an der Eyachbrücke. Es ist ein Zeugnis der Erinnerungskultur und Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96606999

Brückenträger Rollerstraße (Steg über die Eyach, Flstnr 214, 1359, 3418, 4315)
(Karte)
1911 Zwei Hauptträger der ehemaligen Schellenbergbrücke über die Zollernbahn, Stahlfachwerk, genietet, wieder verwendet 2002 als Teile eines Fußgängerstegs in Verlängerung der Rollerstraße.

Die Stahlfachwerkbrücke über die Eyach ist ein historisches Zeugnis der Verkehrsgeschichte. Sie veranschaulicht die Anstrengungen, die für die Verbesserung des Straßennetzes unternommen wurden und ist außerdem siedlungsgeschichtliches Dokument.
Geschützt nach § 2 DSchG

98841883

„Reiterhaus“, heute Jugendherberge Schlossstraße 5
(Karte)
18. Jahrhundert dreigeschossiger Putzbau, ehemaliges Gesindehaus des Zollernschlosses, im ersten und zweiten Obergeschoss der Straßenfassade sowie im Giebel freiliegendes Fachwerk, Satteldach, unter der Südtraufe kolossale Holzstützen einer ehemaligen doppelten Galerie.

Das Reiterhaus wurde nach starken Beschädigungen im Dreißigjährigen Krieg Mitte des 17. Jahrhunderts neu errichtet. Über zwei an der Südseite angebrachte Laubengänge konnte man über die Schlossmauer zum Hauptbau des Schlosses gelangen. Nach dem Verkauf des Schlosses in private Hände 1753 erfuhr das Gebäude wechselnde Nutzungen, 1858 waren im Reiterhaus eine Brauerei, eine Wirtschaft mit Gästezimmern und eine Wohnung eingerichtet. Als Teil des Zollernschlosses ist das Reiterhaus ein eindrückliches Zeugnis der von zollernschen und württembergischen Herrschafts- und Stadtgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96607000

Stadtbefestigung Schlossstraße 5
(Karte)
Stadtbefestigung mit sämtlichen sichtbaren und in die Bebauung integrierten Mauern, sowie Grabenbereichen
Geschützt nach §§ 28 und 12 DSchG
102439111

Zollernschloss Schlossstraße 6
(Karte)
dreigeschossiger Bau, Erdgeschoss und erstes Obergeschoss massiv, zweites Obergeschoss mit Sichtfachwerk, Westseite verbrettert, Außentreppe, Krüppelwalmdach, 1935 bis 1937 unter Verwendung alter Substanz von Grund auf rekonstruiert durch Architekt Egelhaaf.

Das Zollernschloss bildet den Hauptbau der einstigen Balinger Stadtburg der Grafen von Zollern. Es nimmt eine für diesen Bautypus charakteristische Ecklage ein und dürfte in seinen Ursprüngen in die Gründungsphase der Stadt um 1255 zurückgehen. Das Zollernschloss diente 1403 bis 1735 als Sitz der württembergischen Obervögte, danach gelangte es in Privathände und wurde u.a. als Scheune genutzt. Nach dem Erwerb durch die Stadt Balingen 1920 entschloss man sich zu einer Renovierung, musste aber feststellen, dass die Bausubstanz völlig marode war. Dies führte 1935 zum weitgehenden Abbruch und der vollständigen Rekonstruktion anhand von Baubefunden durch den Architekten Egelhaaf 1936/3 für die Nutzung als Heimatmuseum und Heim der Hitlerjugend. Dabei konnte auch die mittelalterliche Raumaufteilung des Fachwerkstocks ermittelt werden, die als Rekonstruktion mit gewölbten Balken-Bretter-Decken der Stuben einen wichtigen Eindruck von der Raumaufteilung eines spätmittelaltelrichen Burggebäudes vermittelt. Das Zollernschloss ist damit nicht nur eines der zentralen Zeugnisse der Balinger Stadt- und Herrschaftsgeschichte, sondern auch ein wichtiges Dokument der Denkmalpflegegeschichte und eines späten, vom Heimatschutzgedanken getragenen wissenschaftlichen Historismus.
Geschützt nach § 28 DSchG

96608058

Stadtbefestigung Schlossstraße 6
(Karte)
Stadtbefestigung mit sämtlichen sichtbaren und in die Bebauung integrierten Mauern, sowie Grabenbereichen
Geschützt nach §§ 28 und 12 DSchG
102439111

Ehemaliger städtischer Farrenstall und Scheune Schwanenstraße 11
(Karte)
1812 zweigeschossiger Fachwerkbau, von der Balinger Spitalpflege errichtet, 1814 der Stadt überlassen.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde in Württemberg eine Verordnung erlassen, die den Gemeinden die Haltung von sog. Farren, männlichen, geschlechtsreifen Hausrindern, vorgab. Dazu wurden auch gemeindeeigene Ställe errichtet. Mit der Zeit setzte sich die künstliche Besamung der Kühe durch, sodass die Farrenställe leer standen und meist umgenutzt wurden. Das Beispiel in Balingen ist ein sprechendes Dokument der Viehzucht im 19. Jahrhundert.
Geschützt nach § 2 DSchG

96607001

Krankenhaus Tübinger Straße 20/1
(Karte)
1890 zweigeschossiger Backsteinbau, Eckrisalite mit Walmdächern,übergiebelter Mittelrisalit.

Das Krankenhaus ist eine Bauaufgabe, die in besonderer Weise auf Genesung und Unterbringung von Patienten ausgelegt ist und die entsprechenden Vorstellungen sowie den Stand der Medizin veranschaulicht. Es ist neben seiner architekturhistorischen Bedeutung auch ein zentrales Zeugnis der Sozialfürsorge im späten 19. Jahrhundert.
Geschützt nach § 2 DSchG

96607110

Siechenkapelle Tübinger Straße 48
(Karte)
1427/28 Putzbau auf rechteckigem Grundriss, Giebelreiter.

Das 1440 erstmals schriftlich erwähnte, nahe dem Krankenhaus gelegene schlichte Kirchlein war die ehemalige Kapelle des nach den Kreuzzügen erbauten Siechen- oder Gutleutehauses. Sie diente den dort untergebrachten, an Lepra Erkrankten als Andachtsstätte. Sie ist ein Zeugnis der Sozialfürsorge und wichtiges Dokument der Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 28 DSchG

96601636

Gasthaus „Sonne“ Viehmarktplatz 8
(Karte)
2. Hälfte 18. Jahrhundert zweigeschossiges Fachwerkhaus, Erdgeschoss verputzt, Mansardgiebeldach.

Das stattliche Gasthaus befindet sich zentral gelegen am Viehmarktplatz. Es ist ein für die Entstehungszeit in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts charakteristisches Gebäude. Als traditionsreicher, im öffentlichen Leben der Gemeinde eine wichtige Rolle spielender Bau besitzt das Gasthaus auch ortsgeschichtliche Bedeutung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96607111

Stadtbefestigung Vor dem Gerbertor 20
(Karte)
Stadtbefestigung mit sämtlichen sichtbaren und in die Bebauung integrierten Mauern, sowie Grabenbereichen
Geschützt nach §§ 28 und 12 DSchG
102439111

Wohnhaus (mit Ladeneinbau) Wilhelm-Kraut-Straße 5
(Karte)
1832/33 zweigeschossig, Erdgeschoss mit Rustikaquaderung, Obergeschoss mit Backsteinverbelendung und aus der Mittelachse gerücktem, übergiebeltem Erker, Satteldach, Zwerchhaus, Umbau und Neugestaltung der Fassade 1899.

Die Gebäude der Oberen Vorstadt, zu der auch die Wilhelm-Kraut-Straße gehört, haben den Stadtbrand von 1809 aufgrund ihrer Lage außerhalb der Stadtmauer gut überstanden und gehören damit zu den ältesten Balingens. Das Wohnhaus mit Ladeneinbau des früheren 19. Jahrhunderts ist mit seiner später hinzugefügten historisierenden Fassade für das Erscheinungsbild der unteren Bereichs der Straße mit prägend.
Geschützt nach § 2 DSchG

96607113

Wohnhaus (mit Ladeneinbau) Wilhelm-Kraut-Straße 8
(Karte)
1788 dreigeschossiger Putzbau mit Mansardengiebeldach.

Die Gebäude der Oberen Vorstadt, zu der auch die Wilhelm-Kraut-Straße gehört, haben den Stadtbrand von 1809 aufgrund ihrer Lage außerhalb der Stadtmauer gut überstanden und gehören damit zu den ältesten Balingens. Das Wohnhaus aus dem späten 18. Jahrhundert ist für das Erscheinungsbild der unteren Bereichs der Straße mit prägend und ein Zeugnis der Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96607114

Wohnhaus (mit Ladeneinbau) Wilhelm-Kraut-Straße 10
(Karte)
1788 dreigeschossiges Fachwerkhaus mit Mansardengiebeldach, am Portal bezeichnet 1788.

Die Gebäude der Oberen Vorstadt, zu der auch die Wilhelm-Kraut-Straße gehört, haben den Stadtbrand von 1809 aufgrund ihrer Lage außerhalb der Stadtmauer gut überstanden und gehören damit zu den ältesten Balingens. Das Wohnhaus ist für das Erscheinungsbild der unteren Bereichs der Straße mit prägend und ein sprechendes Zeugnis der Architektur- und Stadtgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96600476

Schwefelbrunnen bei Wilhelm-Kraut-Straße 16
(Karte)
1935 im gegenüberliegenden Hofbereich zwischen Wilhelm-Kraut-Straße und Spitalstraße (Flstnr. 29), Laufbrunnen mit Froschrelief als Wasserspeier, samt zugehöriger Brunnenstube von 1835 mit reduzierter Trockenmauer des Vorschachts und hölzernem Deichel.

Der Brunnen wurde 1935 installiert und ist der einzige Schwefelbrunnen der Stadt, der heute noch in Betrieb ist. Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in Balingen aufgrund von mehreren Schwefelwasservorkommen ein regelrechter Kurbetrieb, der durch den Oberamtsarzt Dr. Johann Conrad Bronner gefördert wurde. Dem Schwefelwasser werden heilende Eigenschaften zur Linderung verschiedener Krankheiten zugesprochen.
Geschützt nach § 2 DSchG

96600477
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Ehemalige Kulturdenkmäler

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

Wohnhaus Inselstraße 8
(Karte)
um 1810 zweigeschossig, verputzt, Satteldach mit Aufzugsgaub, Besichtigung 9. Januar 2013
Geschützt nach §§ P DSchG

Scheune Wilhelm-Kraut-Straße 23/1
(Karte)
1829 mit freiliegendem Fachwerk und Satteldach, einst Bierbrauerei und Branntweinbrennerei, Besichtigung 27. Juni 2013
Geschützt nach §§ P DSchG
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Balingen-Heselwangen

Kulturdenkmale in Heselwangen (einem Teilort auf der Gemarkung der Kernstadt Balingen):

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Bauernhof Bürgermeister-Jetter-Straße 1, Streichener Straße 4
(Karte)
18. Jh. Bauernhof, bestehend aus Wohnhaus, ehemals Gasthaus Krone, zweigeschossig, verputzt, Fachwerkscheune und Waschhaus (2007 nicht mehr vorhanden) 18. Jahrhundert.

Der stattliche Hof, der im auffälligen Gegensatz zu den sonst für Heselwangen und die übrigen Dörfer des Albvorlandes charakteristischen, so genannten Einhäusern steht, liegt unmittelbar neben der Kirche an einem kleinen Platz. Er ist seit 1837 weitgehend unverändert geblieben, lässt sich bereits für das 18. Jahrhundert urkundlich nachweisen und war im Besitz mehrerer Vögte (Schultheißen) von Heselwangen. Die Ausdehnung der Gebäudegruppe deutet auf einen wohlhabenden und damit einflussreichen Eigentümer hin. Die Hofanlage ist heimatgeschichtlich bedeutend und besitzt dokumentarischen Charakter für die Architekturgeschichte der Region.
Geschützt nach § 2 DSchG

96611299

Schul- und Rathaus[3] Bürgermeister-Jetter-Straße 3
(Karte)
1829/1876 Schul- und Rathaus, zweigeschossig, verputzt, Krüppelwalmdach, 1829 von Carl-Christian Nieffer, 1876 vergrößert.

Dieser Schulbau veranschaulicht einen für seine Entstehungszeit charakteristischen Bautypus. Neben dem strengen symmetrischen Aufbau der Fassade ist vor allem der Verzicht auf dekorativen Reichtum kennzeichnend für den Klassizismus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Gebäude ist für die Schul- und Ortsgeschichte Balingens von Bedeutung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96611300

Evangelische Kirche Bürgermeister-Jetter-Straße 5
(Karte)
1830 Evangelische Kirche, verputzter Saalbau mit eingezogenem Westturm und quadratischer Sakristei im Osten, 1830 von Carl Christian Nieffer.

Die äußere Schlichtheit der Kirche ist auch im Innenraum weitergeführt. Sie ist ein charakteristisches Beispiel klassizistischer Sakralbaukunst in Württemberg und von Bedeutung für die Kirchen- und Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96611301

Gedenkstein Streichener Straße (auf dem Friedhof, Flstnr.516)
(Karte)
1914 Grab- und Gedenkstein für Wilhelm und Hermann Jetter, 1914.
Geschützt nach § 2 DSchG
Grab- und Gedenkstein für Wilhelm und Hermann Jetter Streichener Straße 74
(Karte)
1914

Das Denkmal dient der Erinnerung an die Gebrüder Wilhelm und Hermann Jetter, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben ließen. Es ist ein Zeugnis der Erinnerungskultur auf lokaler Ebene.

96611302BW
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Balingen-Stadtmühle

Kulturdenkmale am Wohnplatz Stadtmühle (auf der Gemarkung der Kernstadt Balingen):

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Weitere Bilder
Stadtmühle Stadtmühle 1,3,4
(Karte)
um 1800 Stadtmühle, ehemals Gießen- beziehungsweise Untere Mühle, bestehend aus Mühlengebäude, zweigeschossig, verputzt, Satteldach mit Zwerchhaus und Wiederkehr, Anfang 19. Jahrhundert, Rückgebäude mit zweigeschossigem Mahlraum, heute unterteilt, an einer Stütze bezeichnet 1787, samt Wasserbau, einem Wohnhaus, heute Gastwirtschaft, zweigeschossiger Fachwerkbau, um 1800, und einer Scheune, Putzbau, Satteldach mit westlichem Krüppelwalm, um 1800.

Die heutige Stadtmühle gehörte zu den vier großen Mühlen, die in Balingen bestanden hatten. Sie wurde 1318 erstmals urkundlich erwähnt und nach zahlreichen Besitzerwechseln erwarb sie 1893 Heinrich Walter. Nach dem großen Hochwasser von 1895 musste er Wasserrad und Wehranlage der Mühle wiederaufbauen und rüstete sie durch den Einbau einer Turbine zur Stromerzeugung um.

Zusammen mit dem Wasserbau und der Scheune vermittelt die Anlage ein anschauliches Bild eines Mühlengehöfts. Antriebswelle und Turbine machen sie zu einem wichtigen Zeugnis der Technik- und Wasserbaugeschichte und als noch einzig erhaltene Mühle in Balingen hat sie darüber hinaus zentrale ortsgeschichtliche Bedeutung.
Geschützt nach § 2 DSchG

102448897
( Wikidata)
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Stadtteile

Endingen

Kulturdenkmale im Stadtteil Endingen mit dem Dorf Endingen und den Häusern Eckhaus, Galgenrain und Kutzmühle:

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Hermesbrunnen bei Am Wettbach 1
(Karte)
1950er Jahre ursprünglich vor der Sparkasse in Balingen aufgestellt.

Der Hermesbrunnen vor der Sparkasse in Endingen gehört eigentlich zum Sparkassengebäude in Balingen, Friedrichstraße 3. Der Brunnen stand dort einst im Vorgarten und wurde später nach Endingen versetzt. Hermes ist in der griechischen Mythologie der Schutzgott des Verkehrs und der Kaufleute, was wiederum zur Aufstellung vor einem Bankgebäude passt. Der Brunnen ist ein wichtiges Zeugnis mit repräsentativer Funktion.
Geschützt nach § 2 DSchG

96610444

Bauernhaus Am Wettbach 14
(Karte)
Anfang 18. Jahrhundert Erdgeschoss verputzt, Obergeschoss und Giebel mit freiliegendem Fachwerk, Satteldach.

Das stattliche Bauernhaus ist mit seinem konstruktiven Fachwerk ein anschauliches Dokument für die Fachwerkarchitektur des frühen 18. Jahrhunderts. Es dokumentiert das Wohnen und Wirtschaften im ländlichen Raum.
Geschützt nach § 2 DSchG

96610445

Evangelische Pfarrkirche St. Blasius Am Wettbach 21
(Karte)
samt Kirchhof und Mauer, verputzter Saalbau mit polygonalem Chor, 1654–57 nach Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg, Kirchturm 1866 von Bauinspektor Herzog.

Kirche und Pfarrei sind seit 1275 belegt, der Kirchturm entstand Mitte des 19. Jahrhunderts. Der im 17. Jahrhundert errichtete Kirchenbau ist ein zentrales Zeugnis der Kirchen- und Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96607499

Pfarrhaus Am Wettbach 23
(Karte)
1664 Geburtshaus des Malers Friedrich Oelenhainz (geboren 1745) //ein- bis zweigeschossig in Hanglage, verputzt, Satteldach mit einseitigem Krüppelwalm, zum Garten ebenerdig zwei Rundbogenportale. Das Pfarrhaus ist als Wohnsitz der Pfarrfamilie ein Dokument der Kirchen- und Sozialgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG
96610446

Bauernhaus Schömberger Straße 38
(Karte)
um 1700 zweigeschossig mit Satteldach, verputzt.

Das Gebäude ist eines der letzten nahezu vollständig erhaltenen barocken Bauernhäuser im Dorf. Als gutes Beispiel für die Fachwerkbauweise dieser Zeit und als anschauliches Zeugnis der Wohn- und Lebensverhältnisse einer bäuerlichen Familie im 18. und 19. Jahrhundert ist es ein Kulturdenkmal mit bauhistorischer und ortsgeschichtlicher Bedeutung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96610693

Bauernhaus Schömberger Straße 40
(Karte)
17. Jahrhundert Zweigeschossig mit Satteldach, verputzt, Geschossvorkragungen, 17. Jahrhundert (Dachstuhl), erneuert 1958

Aufgrund des vollständig erhaltenen Dachstuhls, der in seinem stehend-verblatteten Gefüge und dem von innen erkennbaren regionaltypischen Sichtfachwerk des Straßengiebels ein Muster des Fachwerkbaus im Alb-Vorland während des 17. Jahrhunderts darstellt, und zudem über mit Holznägeln verzierte Wendebohlentüren verfügt, ist das Gebäude bauhistorisch von Bedeutung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96610694

ehemaliges Bahnhofsgebäude Steingrüble 6
(Karte)
1910 Empfangs- und Verwaltungsgebäude des ehemaligen Bahnhofs Endingen, Putzbau mit Krüppelwalmdächern und offener hölzerner Wartehalle, nach Plänen des hochbautechnischen Büros der Königlich württembergischen Staatseisenbahnen.

Das Empfangsgebäude ist ein anschauliches Gebäude dieser Gattung aus der Zeit des frühen 20. Jahrhunderts. Es ist beispielgebend für die Entwicklungsgeschichte des regionalen Verkehrswesens.
Geschützt nach § 2 DSchG

96610695
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Engstlatt

Kulturdenkmale im Stadtteil Engstlatt:

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

Sühnekreuz gegenüber Alte Steige 18
(Karte)
16/17. Jahrhundert Steinkreuz an der Ecke Alte Steige/Querverbindung zur Schweizer Straße.

Nach mittelalterlichem Recht wurden bei Totschlag zwischen dem Täter und der Familie des Opfers ein Sühnevertrag ausgearbeitet, zu dem in der Regel auch das Setzen eines Steinkreuzes am Tatort gehörte. Die Kreuze sind Zeugnisse der Rechtsgeschichte und Beleg für die Formenvielfalt sakraler Kleindenkmale.
Geschützt nach § 2 DSchG

96610696

Schmiedewerkstatt bei Caspar-Nagel-Straße 9
(Karte)
19. Jahrhundert heute Schuppen, eingeschossiger, verputzter Bau mit Satteldach, reiliegendem Giebelfachwerk und alten Festmachringen.

Die Schmiedewerkstatt ist ein anschauliches Dokument des Handwerks sowie der Baugeschichte und von ortsgeschichtlicher Bedeutung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96598125

Wirtshausschild bei Caspar-Nagel-Straße 37 (an der Hausecke)
(Karte)
1870er Jahre vom Gasthaus „Hirsch“, ornamental und figürlich geschmückter eiserner Ausleger mit Hirschfigur.

Der Wirtshausausleger ist ein repräsentatives Beispiel eines seriell hergestellten Artikels, der die Entwicklung des Kunstgewerbes und der Gusseisenproduktion des 19. Jahrhunderts dokumentiert. Zudem weist er auf die Gasthaustradition am Standort hin und ist damit ein Dokument der Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96598126

Pfarrhof Hechinger Straße 1/1
(Karte)
18. Jahrhundert dreigeschossiges Fachwerkhaus in Hanglage am Kirchhof, Erdgeschoss verputzt, Satteldach einseitig mit Krüppelwalm, 1705 von Werkmeister Johann Ulrich Haimb, und ehemaliges Waschhaus.

Das Pfarrhaus besitzt als traditionsreicher Ort des öffentlichen Lebens der Gemeinde lokalgeschichtliche Bedeutung. Zusammen mit dem Waschhaus gibt es Aufschluss über das Leben der Pfarrer und darüber hinaus ist es für die Architektur des frühen 18. Jahrhunderts charakteristisch.
Geschützt nach § 2 DSchG

96598253

Bauernhaus Hechinger Straße 6
(Karte)
18. Jahrhundert zweigeschossig, verputzt, teilweise mit Platten verkleidet, teilweise freigelegtes Fachwerk.

Das Einhaus ist ein anschaulich überlieferter Bautypus, der über Jahrhunderte die regionale Baukultur prägte. Bauform und Raumaufteilung sind sprechendes Zeugnis des frühneuzeitlichen Bauernhauses im ländlichen Raum und dokumentieren das Wohnen und Wirtschaften.
Geschützt nach § 2 DSchG

96598254

Wirtshausschild Hechinger Straße 8
(Karte)
Anfang 19. Jahrhundert Wirtshausschild vom Gasthaus „Schwanen“ (an der Hausecke).

Der Wirtshausausleger ist ein repräsentatives Beispiel eines seriell hergestellten Artikels, der die Entwicklung des Kunstgewerbes und der Gusseisenproduktion des 19. Jahrhunderts dokumentiert. Als Hinweis auf die ehemalige Funktion des Gebäudes als Gasthaus ist es zudem ein Dokument der Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96598255

Bauernhaus Hechinger Straße 9
(Karte)
Anfang 18. Jahrhundert Fachwerkbau, Erdgeschoss straßenseitig verputzt, Obergeschoss und Giebel verschindelt.

Das Bauernhaus überliefert die historische Lebens- und Arbeitsweise und veranschaulicht die landwirtschaftliche Prägung des Dorfes. Mit seiner überkommenen Bausubstanz des frühen 18. Jahrhunderts und der im Inneren weitgehend bewahrten Einteilung ist es von baugeschichtlicher und ortsbaulicher Bedeutung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96598256

Bauernhaus Hechinger Straße 11
(Karte)
um 1700 Gestelzt, zweigeschossig mit Satteldach, Erdgeschoss zum Teil massiv, Obergeschoss und Giebel in Fachwerk mit Zierformen, Geschossvorkragungen.

Das gestelzte Quereinhaus ist ein anschaulich überlieferter Bautypus, der über Jahrhunderte die regionale Baukultur prägte. Bauform und Raumaufteilung sind sprechendes Zeugnis des vorindustriellen Bauernhauses im ländlichen Raum.
Geschützt nach § 2 DSchG

96598310

Bauernhaus Hechinger Straße 21
(Karte)
um 1700 zweigeschossig, verputzt, im Straßengiebel freiliegendes Fachwerk.

Das Bauernhaus überliefert historische Lebens- und Arbeitsweisen und veranschaulicht die landwirtschaftliche Prägung des Ortes. Mit seiner übernommenen Bausubstanz um 1700 und der im Inneren weitgehend bewahrten Einteilung ist es von baugeschichtlicher und ortsbaulicher Bedeutung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96598311

Gasthof „Krone“ Hechinger Straße 24
(Karte)
Anfang 18. Jahrhundert bestehend aus dem Gasthaus, zweigeschossig mit Satteldach, verputzt und der Fachwerkscheune, zum Teil verputzt, giebelseitiger Anbau.

Als traditionsreicher, im öffentlichen Leben der Gemeinde eine wichtige Rolle spielender Bau besitzt das Gasthaus mitsamt der Scheune ortsgeschichtliche Bedeutung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96598312

Bauernhaus Hechinger Straße 29
(Karte)
um 1700 zweigeschossiger Fachwerkbau mit Satteldach.

Das gestelzte Quereinhaus ist ein anschaulich überlieferter Bautypus, der über Jahrhunderte die regionale Baukultur prägte; Bauform und Raumaufteilung sind sprechendes Zeugnis des frühneuzeitlichen Bauernhauses im ländlichen Raum.
Geschützt nach § 2 DSchG

96598313

Bauernhof Im Hof 1,6
(Karte)
18. Jahrhundert ehemaliger Gasthof, bestehend aus dem Wohnhaus, zweigeschossig verputzt und einem Schuppen, eingeschossig, mit abgeschlepptem Satteldach
Geschützt nach §§ P DSchG

Bauernhof Im Hof 4
(Karte)
1776 bestehend aus dem Wohnhaus, zweigeschossiger Fachwerkbau mit Satteldach und Aufschiebling, zum Teil verputzt, an Giebelseite Zierformen, im Giebel neu bezeichnet 1776 und der Fachwerkscheune mit Satteldach.

Die Hofanlage mit Wohnhaus und Scheune ist ein anschauliches Dokument des Wohnens und Wirtschaftens im 18. Jahrhundert im ländlichen Raum. Die Zierformen im giebelseitigen Fachwerk des Wohnhauses bezeugen zudem das Zimmermannshandwerk.
Geschützt nach § 2 DSchG

96604279
Bauernhaus Im Hof 7
(Karte)
um 1700 zweigeschossig über hohem Sockel in Hanglage, verputzt, Straßengiebel mit freiliegendem Fachwerk.

Das stattliche Bauernhaus ist ein für die historische Hauslandschaft von Balingen charakteristisches Gebäude und wichtiges Zeugnis des dörflichen Hausbestandes um 1700.
Geschützt nach § 2 DSchG

96604280BW

Evangelische Peterskirche Im Hof 13
(Karte)
1471 Verputzter Saalbau mit Satteldach und polygonalem Chor, von 1471 und Einturmfassade [§ 28]; samt Kirchhof, Kirchhofmauer und Gefallenendenkmal [§ 12].

Die spätgotische Peterskirche mit ihrem stattlichen, in die Ferne wirkenden Westturm und das Pfarrhaus bilden eine malerische Baugruppe. Aufgrund der erhöhten Lage über dem Ort und den Schießschartenöffnungen des Turms kann die einstige Funktion als Wehrkirchenanlage vermutet werden. Zusammen mit der qualitätvollen Innenausstattung ist die Kirche ein eindrucksvolles Zeugnis der Kirchen- und Ortsgeschichte Balingens.
Geschützt nach §§ 28 und 12 DSchG

96607500
Bauernhaus Schloßrain 5/1
(Karte)
18. Jahrhundert zweigeschossiger Fachwerkbau, teilweise verputzt
Geschützt nach §§ P DSchG
BW
Türlaibung mit Reliefbild Unter Netzenberg 2
(Karte)
1857 Mutterschaf und Lamm als Hauszeichen des Schafhalters Jakob Jetter.

Hausmarken waren an Gebäuden angebracht, um Besitz und Eigentum der Familien anzugeben. Ähnlich den Wappen ist auch an Hausmarken die Familienzugehörigkeit und/oder der Beruf, wie in diesem Falle, abzulesen. Die Hausmarke ist ein kulturhistorisch bedeutendes Kleindenkmal.
Geschützt nach § 2 DSchG

96604282BW
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Ehemalige Kulturdenkmäler

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Hälfte eines Doppelbauernhauses Caspar-Nagel-Straße 38
(Karte)
um 1800 zweigeschossig, verputzt, mit getäfelter Stube. Durch ungenehmigte Maßnahmen zerstört, gestrichen am 1. Dezember 2005
Geschützt nach § 2 DSchG
BW
Lagerhalle Caspar-Nagel-Straße 57a
(Karte)
um 1910 Hölzerne Lagerhalle mit Parabel-Dachbindern nach Howe-System, flaches gewölbtes Dach, Oberlichter, Bedenken gegen Abbruch zurückgestellt, Oktober 2007
Geschützt nach § 2 DSchG
BW
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Erzingen

Kulturdenkmale im Stadtteil mit dem Dorf Erzingen und der Staatsdomäne Bronnhaupten:

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

Laufbrunnen Erzingen, vor Bellinger Straße 15 und Martin-Luther-Straße 1
(Karte)
Ende 19. Jahrhundert mit eisernem Trog und eisernem Stock.

Der Brunnen ist ein gut überliefertes Beispiel für einen Laufbrunnen aus dem späten 19. Jahrhundert, in dem es durch die Entwicklung der Eisengussherstellung möglich wurde, in größeren Serien und damit relativ preiswert Brunnen mit Architekturschmuckgliedern und ähnlichem nach künstlerisch mehr oder weniger aufwendigen Vorlagen zu produzieren. Er ist zudem ein Zeugnis der historischen Wasserversorgung Balingens vor Einführung des Wasserleitungsnetzes.
Geschützt nach § 2 DSchG

96615817

Zehntscheune Erzingen, Bellinger Straße 19
(Karte)
1800 Fachwerkbau, Krüppelwalmdach an Traufseite abgeschleppt, zum Teil massiv, wohl um 1800

Der durch seine Kubatur und Stellung im Ortsbild hervorstechende Ökonomiebau ist ein Dokument des Abgabewesens der Feudalzeit sowie ein Zeugnis der Wirtschaftgeschichte in Balingen.
Geschützt nach § 2 DSchG

96615818

Evangelische Kirche Erzingen, Martin-Luther-Straße 9
(Karte)
18. Jahrhundert verputzter Saalbau mit Einturmfassade und polygonalem Chor, Turm möglicherweise 1748, Schiff 1833 von Bauinspektor Carl Christian Neiffer, 1910 nach Westen erweitert; mit Kirchhofmauer und Portalen.

Der neuklassizistische Kirchenbau ist in seiner heutigen Erscheinung auf das Jahr 1833 zurückzuführen. Er beinhaltet ältere Bauteile, wie beispielsweise den spätgotischen Chor und das Untergeschoss des Turms. Die Georgskirche ist ein zentrales Zeugnis der ländlichen Kirchen- und Ortsgeschichte.
Geschützt nach §§ 28 und 12 DSchG

96597911

Sebastianskapelle (Marienkapelle) Erzingen, Martin-Luther-Straße 20
(Karte)
um 1400 Saalbau mit polygonalem Chor, Eckquaderungen, heute Lagerraum.

Die idyllisch gelegene Marienkapelle aus der Zeit um 1400 ist ein sprechendes Zeugnis der Kirchen- und Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96600903

Bauernhof Erzingen, Rosengartenstraße 2
(Karte)
Ende 17. Jahrhundert bestehend aus dem zweigeschossiges Wohnhaus mit Satteldach, Fachwerkbau mit Zierformen und verputztem, rückwärtigem Wohnteil und der Fachwerkscheune.

Die Hofanlage ist ein sprechendes Dokument des Wohnens und Wirtschaftens im ausgehenden 17. Jahrhundert und ein Zeugnis der Zimmermannskunst in der ländlichen Region um Balingen.
Geschützt nach § 2 DSchG

96615819

Feuerlöschteich Bronnhaupten
(Karte)
Anfang 19. Jahrhundert einschließlich Hydrant von Bopp & Reuther, Mannheim, um 1890.

Die Dorfhüle nimmt die Mitte der historischen Ortslage ein. Sie bildete vor Einrichtung der Wasserversorgung in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts das Wasserreservoir des Dorfes. Die durch Oberflächenwasser gespeisten Hülen (auch Hülben genannt) dienten als Viehtränken und Löschwasserteiche und sind für diese Gegend charakteristisch. Der Balinger Feuerlöschteich mit dem qualitätvollen Hydranen ist ein sprechendes Zeugnis dieser Teichgattung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96615821
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Frommern

Kulturdenkmale im Stadtteil Frommern (mit den Dörfern Frommern und Dürrwangen, dem Gehöft Ziegelhütte und dem Haus Säge):

Dorf Frommern

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

Denkmal Balinger Straße (gegenüber Einmündung der Blumenstraße, Flstnr. 123)
(Karte)
Denkmal für die Opfer des Eyach-Hochwassers von 1895, steinerner Bildstock mit Satteldach, Ehrenkranz und Inschrift.

Das Wasser der Eyach war für Balingen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, da Mahl- und Sägmühlen durch das Wasser angetrieben wurden und auch Gerber und Färber mit ihren Werkstätten am Mühlkanal davon profitierten. Einige Male stellte das Wasser jedoch auch eine Bedrohung für die Menschen dar. Das Denkmal, das an das starke Hochwasser im Jahr 1895 erinnert, befindet sich in der Balinger Straße gegenüber der Einmündung der Blumentalstraße. Es ist ein Zeugnis der Erinnerungskultur und Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96603245
Straßenbrücke Nähe Blumentalstraße 3
(Karte)
Stahlfachwerk, 1895

Die Straßenbrücke an der Ecke Balinger Straße und Blumentalstraße ist zum einen ein Dokument der Straßenbaugeschichte, zum anderen – zusammen mit dem nahegelegenen Erinnerungsmal des Hochwassers – ein Zeugnis der Ortsgeschichte, da sie nach dem Eyach-Hochwasser von 1895 durch staatliche Hilfe errichtet wurde.

111023028BW
Lokomobile (Kesseldampfmaschine) im Gebäude der ehemaligen Möbelfabrik Erhard Blumentalstraße 6
(Karte)
1937 Kesseldampfmaschine im Gebäude der ehemaligen Möbelfabrik Erhard

Balingen und der Zollernalbkreis allgemein gelten seit dem 19. Jahrhundert als wichtige Industriestandorte. Die Möbelfabrik Erhard wurde 1889 von Schreinermeister Friedrich Erhard gegründet und besteht bis heute. Die Kesseldampfmaschine ist ein bedeutendes technikgeschichtliches Zeugnis der 1930er-Jahre.
Geschützt nach § 2 DSchG

96603246BW

Lagerhalle Blumentalstraße 6 (Flstnr. 2041)
(Karte)
zwischen 1920 und 1940 ursprünglich Flugzeughalle, Ingenieur-Holzbau nach System Kübler, 1949 von Sigmaringen umgesetzt nach Frommern

Die ursprünglich als Flugzeughalle dienende Lagerhalle ist ein Zeugnis der Ingenieurstechnik und dokumentiert die lange Tradition des Unternehmens Kübler, das bereits seit dem 18. Jahrhundert besteht.
Geschützt nach § 2 DSchG

96603247

Villa „Erhard“ Blumentalstraße 8
(Karte)
1910–1912 zweigeschossiger Putzbau mit Standerkern und Portikus, Walmdach, von Steck und Diemer, Ebingen, für den Möbelfabrikanten Erhard samt Garten.

Das einst unweit der Möbelfabrik auf einem Hügel oberhalb der Eyach allseits freistehend errichtete Gebäude entstand als repräsentativer Wohnsitz der Fabrikantenfamilie Erhard. Es zeigt Gestaltungselemente des Jugendstils, Spätbarock und Klassizismus und ist ein bemerkenswertes Dokument für den gehobenen Wohnhausbau im frühen 20. Jahrhundert und mitsamt der qualitätvollen Innenausstattung ein wichtiges Beispiel für die bürgerliche Wohnkultur jener Jahre. Als Wohnhaus eines Unternehmers, der mit seiner Möbelfabrik den Grundstock für eine in Frommern jahrzehntelang blühende Industrie geschaffen hat, handelt es sich außerdem um ein ortsgeschichtlich bedeutsames Objekt.
Geschützt nach § 2 DSchG

96603248

Bahnhofsgebäude Buhrenstraße 45
(Karte)
1874 Empfangsgebäude des Bahnhofs Frommern, zweigeschossig mit Kniestock und Krüppelwalmdach, im Obergeschoss freiliegendes Fachwerk.

Im Zuge der Industrialisierung wurde auch das Eisenbahnnetz in Balingen seit 1869 weiter ausgebaut. Das Empfangsgebäude ist ein anschauliches Beispiel seines Typs in Formen des Heimatstils, der auf Elemente regionaler Architektur zurückgreift und damit charaktersitisch ist für die Bahngebäude des 19. Jahrhunderts im ländlichen Raum.
Geschützt nach § 2 DSchG

96603370

Pfarrhaus Fronhof 10
(Karte)
1600–1607 zweigeschossig, verputzt, Satteldach, nach Süden mit Krüppelwalm, im Nordgiebel Stockwerksvorkragung, neu errichtet, Geburtshaus von Heinrich Lang (1826–1876), Portal bezeichnet 1911.

Der lang gestreckte Bau liegt am westlichen Rand des Frommerner Kirchhofs, außerhalb der Einfriedung und stammt im Kern noch aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts, was sich durch Baudetails im Dachwerk feststellen lässt. Frommern besitzt mit diesem Gebäude eines der älteren evangelischen Pfarrhäuser, die schon vor dem Dreißigjährigen Krieg bestanden und trotz Zerstörungen und Veränderungen bis heute ihrem ursprünglichen Zweck dienen. Dabei bildet das Haus zusammen mit der Kirche eine markante Baugruppe mit Wahrzeichencharakter für das Dorf. Von heimatgeschichtlichem Interesse ist außerdem, dass hier 1826 Heinrich Lang zur Welt kam, der sich nach seiner Beteiligung an der Revolution von 1848 als Pfarrer in der Schweiz niederließ und einer der wichtigsten Vertreter der freisinnigen Reformtheologie des Landes wurde.
Geschützt nach § 2 DSchG

101513491

Evangelische Galluskirche Fronhof 12
(Karte)
17. Jahrhundert verputzter Bau mit Einturmfassade, Seitenschiff und polygonalem Chor, samt integriertem Gefallenendenkmal, Kirchhof und Kirchhofmauer, Turm mit älterem Kern.

Eine Pfarrei wird in Frommern 1228 erstmals erwähnt. Es ist davon auszugehen, dass die Kirche vom Kloster St. Gallen nach 800 gestiftet wurde. In seiner heutigen Form ist das Kirchenschiff der Früh- und Spätgotik zuzuschreiben, der Turm ist nachweislich aus dem 17. Jahrhundert und enthält wiederum ältere Substanz. Die St. Gallus Kirche ist ein zentrales Zeugnis der ländlichen Sakralbaukunst und dokumentiert zudem die Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96601089

Zehntscheune St.-Gallus-Straße 7
(Karte)
um 1700 eingeschossig in Hanglage, verputzt, Satteldach, Giebel mit Wetterdächern, seit 1872 Wohnhaus.

Der durch seine Kubatur und Stellung im Ortsbild hervorstechende Ökonomiebau ist ein Dokument des Abgabewesens der Feudalzeit sowie ein Zeugnis der Wirtschaftgeschichte in Balingen.
Geschützt nach § 2 DSchG

96603371
Ehem. Ölschieferwerk Ohnrastraße 13
(Karte)
Sog. LIAS-Werk Frommern, bestehend aus Schwelhalle mit Resten der ehemals entlang einer Kranbahn geführten Ofenaufhängungen, sowie Kesselhaus, 1943 bis 47, samt Flächen der Bodendenkmalpflege.

Am Rande des Albtraufes begannen im Auftrag der Wehrmacht u.a. auf den Markungen Frommem, Endingen und Rosswangen geologische Voruntersuchungen mit dem Ziel fossile Brennstoffe aus dem dort anstehenden Ölschiefer zu gewinnen. Trotz des Wissens um den relativ geringen Ölgehalts des schwäbischen Ölschiefers, war in der Region bereits 1942/43 mit dem Bau von vier Versuchsanlagen begonnen worden, in denen verschiedene Unternehmer unterschiedliche Verfahren der Ölgewinnung testeten. Für den nötigen Abbau des Rohmaterials und die Schieferölgewinnung wurde die Arbeitskraft von Kriegsgefangenen, Zwangsarbeitern und Häftlingen der Außenlager des Konzentrationslagers Natzweiler eingeplant. In unmittelbarer Nähe des LIAS-Werkes bestand daher vom 1. März 1944 bis 17. April 1945 ein Außenlager, in dem etwa 120 Häftlinge als Arbeitskräfte unter menschenunwürdigen Bedingungen ausgebeutet wurden. Die französische Militärregierung übernahm die Anlagen in der Nachkriegszeit, stellte sie teilweise fertig und versuchte sich an der Produktion. Alle betriebenen Anlagen blieben jedoch unrentabel und wurden noch in den späten 1940er Jahren aufgegeben. Die großflächigen Industrieruinen bestimmten noch bis weit in die 1950er-Jahre das regionale Landschaftsbild, erst dann begann man mit dem Rückbau der Werksrelikte und der Rekultivierung der Flächen in Agrarland. Bis heute prägen Überreste der Anlagen, wenn auch teilweise in subtiler Form, die Kulturlandschaft. Das ehem. LIAS-Werk Frommern ist ein höchst bedeutendes Zeugnis der Heimat- und Technikgeschichte im Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit.

110447226BW
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Frommern-Dürrwangen

Kulturdenkmale in Dürrwangen (einem Dorf auf der Gemarkung des Balinger Stadtteils Frommern):

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

Gasthaus „Löwen“ Ebinger Straße 30
(Karte)
um 1800 zweigeschossig, Erdgeschoss massiv, verputzt, Obergeschoss mit Blechschindeln verkleidet, getäfelte Wirtsstube mit Holzdecke, um 1900 erneuert.

Das Gasthaus mit Ausleger ist ein für seine Entstehungszeit charakteristischer Vertreter seines Typs und von Bedeutung für die Baugeschichte. Als traditionsreicher, im öffentlichen Leben der Gemeinde eine wichtige Rolle spielender Bau besitzt das Gasthaus auch ortsgeschichtliche Bedeutung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96603372

Laufbrunnen Ebinger Straße 33
(Karte)
Ende 19. Jahrhundert Eiserner Stock eines Laufbrunnens mit Doppeltülle.

Der Brunnen ist ein vollständig erhaltenes und gut überliefertes Beispiel für einen Laufbrunnen des späten 19. Jahrhunderts, in der es durch die Entwicklung der Eisengussherstellung möglich wurde, in größeren Serien und damit relativ preiswert Brunnen mit Architekturschmuckgliedern und ähnlichem nach künstlerisch mehr oder weniger aufwendigen Vorlagen zu produzieren. Er ist zudem ein Zeugnis der historischen Wasserversorgung Balingens vor Einführung des Wasserleitungsnetzes.
Geschützt nach § 2 DSchG

96603373
Bauernhaus Ebinger Straße 52
(Karte)
1849 Zweigeschossig mit Satteldach, verputzt, mit großem Gewölbekeller, über der Tür bezeichnet, 1849 (i).

Das Bauernhaus dokumentiert das historische Wohnen und Wirtschaften und die landwirtschaftliche Prägung des Ortes. Mit seiner aus der Mitte des 19. Jahrhunderts überkommenen Bausubstanz ist es von baugeschichtlicher und ortsbaulicher Bedeutung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96609205BW

„Rathaus Dürrwangen“ Ebinger Straße 56
(Karte)
1796 zweigeschossiger Fachwerkbau, ursprünglich Bauernhaus, 1837 bis 1937 Rathaus, heute Haus der Volkskunst des Schwäbischen Albvereins, bezeichnet am Scheunentor 1796.

Das stattliche landwirtschaftliches Anwesen mit konstruktivem Fachwerk belegt eindrucksvoll die früheren Wohn- und Wirtschaftsverhältnissen auf dem Land. Das Einhaus, bei dem Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach vereint sind, ist ein anschaulich überlieferter Bautyp des späten 18. Jahrhunderts mit Bedeutung für die Bau- und Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96609206

Evangelische Peterskirche Ebinger Straße 73
(Karte)
1913–1914 verputzter Saalbau mit eingezogenem Chor und Rundturm, an der Straßenseite Vorhalle mit Arkaden, erbaut von Theodor Dolmetsch und Felix Schuster, Stuttgart.

Die Kirche wurde von Theodor Dolmetsch, dem Sohn des bekannten Heinrich Dolmetsch, mitgeplant. Sie entstand anstelle eines Vorgängerbaus, der aufgrund eines Erdbebens im Jahr 1911 abgebrochen werden musste. Auffällig ist der runde Kirchturm mit mehreckigem Aufsatz und ungewöhnlicher Dachform. Die Kirche St. Peter ist ein zentrales Zeugnis ländlicher Sakralbaukunst und bedeutend für die Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96609207
Bauernhaus Franziskanerstraße 2
(Karte)
um 1700 zweigeschossig, verputzt, im Ostgiebel freiliegendes Fachwerk, Stube mit Bohlenbalkendecke, heute Wohnhaus.

Das stattliche Bauernhaus ist ein für die historische Hauslandschaft von Balingen charakteristisches Gebäude und wichtiges Zeugnis des dörflichen Hausbestandes um 1700.
Geschützt nach § 2 DSchG

96615380BW

Türlaibung Schwaderloch 9
(Karte)
1812 mit Reliefdarstellung beziehungsweise Inschrift im Keilstein: über dem Eingang zur Mahlmühle Relief eines Wasserrads, über dem Wohnungseingang Initialen und Jahreszahl, über dem Eingang zum Gaststall Reliefdarstellung eines Pferdes.

Hausmarken waren an Gebäuden angebracht, um Besitz und Eigentum der Familien oder die Funktion des Gebäudes anzugeben. Ähnlich den Wappen ist auch an Hausmarken die Familienzugehörigkeit und/oder der Beruf abzulesen. Die Hausmarke ist ein kulturhistorisch bedeutendes Kleindenkmal.
Geschützt nach § 2 DSchG

96615381
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Ehemalige Kulturdenkmäler
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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Bauernhaus Ebinger Straße 45
(Karte)
18. Jahrhundert zweigeschossig, verputzt, Fachwerk, im Obergeschoss freiliegend mit vertäfelter Kammer im Dach, Giebel um 1830 massiv erneuert, Besichtigung 24. Januar 2013
Geschützt nach § 2 DSchG
BW
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Ostdorf

Kulturdenkmale im Stadtteil Ostdorf (mit dem Dorf Ostdorf, dem Gewann Leimgrube außerhalb des Ortes und den Häusern Böllatsmühle, Gießmühle, Obere Mühle und Wirtschaft zum Kühlen Grund):

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

Bauernhaus Bei der Linde 2
(Karte)
um 1800 zweigeschossig, verputzt, auf der rückwärtigen Traufseite freiliegendes Fachwerk, beziehungsweise Bohlenwände, mit getäfelter Stube
Geschützt nach § 2 DSchG

Bauernhaus Bei der Linde 8/2
(Karte)
Anfang 18. Jahrhundert zweigeschossig, verputzt, Giebel mit freiliegendem Fachwerk
Geschützt nach § 2 DSchG
96615382

Laufbrunnen Dorfstraße (Ecke Dorfwiese)
(Karte)
1846 mit steinernem Trog und gusseisernem Stock

Der Laufbrunnen befindet sich in der Dorfstraße/Ecke Dorfwiese. Er ist ein typisches und gut überliefertes Erzeugnis des nach Vorlagen industriell produzierenden Eisengusses. Nachdem die serienmäßige Großproduktion von Gusseisen ab etwa der Mitte des 19. Jahrhunderts in Württemberg möglich geworden war, avancierte dieses zu einem wichtigen bautechnischen und kunsthandwerklichen Material des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Geschützt nach § 2 DSchG

96615487

Bauernhaus Dorfstraße 2
(Karte)
18. Jahrhundert zweigeschossig, verputzt, Fachwerkgiebel verbrettert, getäfelte Stube.

Das stattliche Bauernhaus ist ein für die historische Hauslandschaft von Ostdorf, einem kleinen Haufendorf mit Wohnvierteln aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, charakteristisches Gebäude und wichtiges Zeugnis des dörflichen Hausbestandes des 18. Jahrhunderts.
Geschützt nach § 2 DSchG

96615488

Inschriftentafel Dorfstraße 7
(Karte)
1616 Die Inschrifttafel informiert über den Brand und Wiederaufbau der Zehntscheune im Jahr der Anbringung. Sie ist ein kulturhistorisch bedeutendes Kleindenkmal mit Bedeutung für die Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG
96615489

Pfarrhaus Dorfstraße 8
(Karte)
um 1700 dreigeschossiger Putzbau, mit Satteldach und freiliegendem, neuem Giebelfachwerk, Waschhaus und Mauer

Das Pfarrhaus bildet zusammen mit der benachbarten Kirche anschaulich das Zentrum im nordöstlichen Ortsteil. Das Pfarrhaus ist ein stattliches und aufgrund der gesellschaftlichen Stellung und Aufgaben der Pfarrer ein ortsgeschichtlich bedeutendes Gebäude. Das zugehörige Waschhaus belegt die bei größeren Bauernhöfen und insbesondere bei den Pfarrhöfen zum Tragen kommenden Anstrengungen, durch den Bau dieser Sonderbauten die Feuergefahr einzuschränken. Das Pfarrhaus mit Nebengebäuden ist ein bedeutendes Zeugnis der Bau- und Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96615490

Bauernhaus Dorfstraße 9
(Karte)
um 1700 zweigeschossig, verputzt, Giebel mit Vorkragungen und zweigeschossigem Anbau, Satteldach

Das Bauernhaus, bei dem es sich um ein Wohnstallhaus handelt, ist ein anschauliches Dokument des Wohnens und Wirtschaftens im 17. Jahrhundert im ländlichen Raum.
Geschützt nach § 2 DSchG

96615491

Weitere Bilder
Evangelische Medarduskirche Dorfstraße 14
(Karte)
14. Jahrhundert Verputzte Saalkirche mit polygonal geschlossenem Chor des 13. Jahrhunderts, Chorflankenturm des 14. Jahrhunderts, von Carl Christian Niefer, 1832, umgebaut 1570, 1843 und 1861 [§ 28]; Kirchhof mit Denkmal und alten Grabsteinen sowie Umfassungsmauer [§ 12]

Kirche und Pfarrei wurden 1275 ersterwähnt. Die heutige Gestalt der Kirche mit ihrem neugotisch beeinflussten, klassizistischen Langhaus ist im Wesentlichen auf die Umbauphase im frühen 19. Jahrhundert zurückzuführen. Mit ihren Bestandteilen verschiedener Bauphasen und der erhöhten Lage über dem Ort ist die Kirche als städtebauliche Dominante ein zentrales Zeugnis ländlicher Sakralbaukunst mit Bedeutung für die Bau- und Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96612954
( Wikidata)

Bauernhaus Dorfstraße 19
(Karte)
16. Jahrhundert zweigeschossig, verputzt, Dachstuhl von 1552, mit getäfelter Stube von 1754

Das stattliche Einhaus wurde im Kern Mitte des 16. Jahrhunderts errichtet und Mitte des 18. Jahrhunderts um eine Zone nach Norden erweitert. Sowohl Wohnteil, als auch Okonomie, Stall und Lager können als Nutzungsbereiche nachgewiesen werden. Dieser Bautyp prägte die regionale Baukultur über Jahrhunderte hinweg und ist ein sprechendes Zeugnis des Wohnens und Wirtschaftens.
Geschützt nach § 2 DSchG

96609480

Bauernhaus Dorfstraße 21
(Karte)
Mitte 18. Jahrhundert zweigeschossig, verputzt, getäfelte Stube

Das Bauernhaus mit vertäfelter Stube ist ein Dokument des Wohnens und Wirtschaftens im 18. Jahrhundert im ländlichen Raum.
Geschützt nach § 2 DSchG

96609481

Ehemaliger Gasthof „Krone“ Dorfstraße 26
(Karte)
19. Jahrhundert mit Wirtschaftsgebäuden und Brauerei, samt Hofbereich; Hauptgebäude zweigeschossig verputzt, mit Fensterverdachung, Westgiebel verschindelt, Satteldach mit Zwerchhaus, Nordostflügel Brauereigebäude mit Aufzugsgaube und Schornstein, Bierkeller, im Osten querstehende Scheune, Massivbau mit gewölbtem Stallbereich, im Süden Remise, Fachwerkbau mit Backsteinausfachungen (Gasthaus wohl Anfang 19. Jahrhundert, Wirtschaftsgebäude und Brauerei 1863,nach Plänen von Werkmeister Steidl, Balingen, 1874 und 1887 erweitert von Oberamtsbaumeister Heinz)
Geschützt nach §§ P DSchG
Bauernhof Dorfstraße 41
(Karte)
zweigeschossiges Wohngebäude, Putzbau mit Satteldach und Fachwerkscheune mit massivem Sockelgeschoss
Geschützt nach §§ P DSchG
BW
Gusseiserner Stock eines Laufbrunnens bei Dorfstraße 49
(Karte)
19. Jahrhundert Gusseiserner Stock eines Laufbrunnens

Der Brunnenstock ist ein gut überliefertes Beispiel für einen Bestandteil eines Laufbrunnens des 19. Jahrhunderts, als es durch die Entwicklung der Eisengussherstellung möglich wurde, in größeren Serien und damit relativ preiswert Brunnen mit Architekturschmuckgliedern und ähnlichem nach künstlerisch mehr oder weniger aufwendigen Vorlagen zu produzieren. Er ist zudem ein Zeugnis der historischen Wasserversorgung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96609484BW

Bauernhaus Fritzengasse 8
(Karte)
18. Jahrhundert zweigeschossig, verputzt
Geschützt nach §§ P DSchG

Bauernhaus Fritzengasse 10
(Karte)
1748 zweigeschossig, verputzt, im Ökonomiebereich und am Ostgiebel freiliegendes Fachwerk
Geschützt nach §§ p DSchG

Bauernhaus Hegengasse 2
(Karte)
18. Jahrhundert zweigeschossig, verputzt, mit massiver Vormauerung im Erdgeschoss, Straßengiebel verbrettert, Satteldach
Geschützt nach §§ P DSchG

Bauernhaus Lindengasse 2
(Karte)
um 1680/90 zweigeschossig, verputzt, Nordseite mit freiliegendem Fachwerk, (Fassadenmalerei neu)
Geschützt nach § 2 DSchG

Eiserner Stock eines Laufbrunnens bei Lindengasse 13
(Karte)
19. Jahrhundert Eiserner Stock eines Laufbrunnens

Der Brunnenstock ist ein gut überliefertes Beispiel für einen Bestandteil eines Laufbrunnens des 19. Jahrhunderts, als es durch die Entwicklung der Eisengussherstellung möglich wurde, in größeren Serien und damit relativ preiswert Brunnen mit Architekturschmuckgliedern und ähnlichem nach künstlerisch mehr oder weniger aufwendigen Vorlagen zu produzieren. Er ist zudem ein Zeugnis der historischen Wasserversorgung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96608861

Bauernhaus Martin-Haug-Straße 2
(Karte)
um 1800 Geburtshaus des Orientalisten Martin Haug (1827–1876), zweigeschossig, verputzt, Satteldach, an der Giebelfassade Erinnerungstafel mit Reliefbild von Martin Haug, angebracht 1909
Geschützt nach § 2 DSchG
96608862

Bauernhaus Martin-Haug-Straße 16
(Karte)
17. Jahrhundert bis 1784 „Täfer“ (=Schildwirtschaft), zweigeschossig, verputzt, mit großer vertäfelter Stube, im Kern wohl älter als 17. Jahrhundert

Das ausgesprochen stattliche Haus erhebt sich auf einem Grundstück in der Ortsmitte und ist mit seiner nördlichen Giebelfassade zum Platz des ehemaligen Rathauses orientiert. Einer alten Ortstradition zufolge befand sich auf diesem Grundstück schon seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts die (bis 1684) einzige Gastwirtschaft in Ostdorf. Diese herrschaftliche „Täfer“ (Taverne) bestand bis 1784 in diesem Gebäude, das offenkundig mit seiner Bausubstanz zumindest bis in die Jahre vor dem Dreißigjährigen Krieg zurückreicht und somit zu den ältesten bisher bekannten Häusern des Ortes gehört. Es ist somit als ehemalige herrschaftliche Taverne, deren Tradition bis in das Mittelalter zurückreicht, und, im Hinblick auf seine wandfeste Ausstattung, ein Zeugnis hoher Wohnkultur im ländlichen Raum mit Bedeutung für die Bau- und Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96615130
Bauernhaus Hegenwettengasse 4
(Karte)
1786 dreigeschossiger Bau mit sichtbarem Fachwerk, laut inschrift erbaut von Herrn Vötsch und Vötschin
Geschützt nach § 2 DSchG
BW

Ehemaliges Schulhaus[3] Rathausstraße 3
(Karte)
1874/75 heute Rathaus, zweigeschossiger Bau mit zwei übergiebelten Eckpavillons, Zugang in der Rücklage, Erdgeschoss massiv, Obergeschoss und Giebel mit Schindeln verklebt, rückwärtiger Scheunenanbau

Als eigenständiger Bautypus entwickelte sich das Schulhaus erst im 19. Jahrhundert. Der stattliche, in seiner Formensprache an den Reformstil angelehnte Bau des späten 19. Jahrhunderts, drückt das bürgerliche Selbstbewusstsein aus. Unterstützt wird dies durch die städtebaulich herausgehobene Lage und repräsentative Bauelemente, wie in diesem Falle der Eckpavillons und Holzdetails. Die Schule ist ein Zeugnis der Bildungsgeschichte und bündelt durch die heutige Nutzung als Rathaus die wichtige öffentliche Funktion in der Kommune.
Geschützt nach § 2 DSchG

96615131

Weitere Bilder
Schafhaus Gewann Leimgrube, verlängerte Hegengasse, Flstnr.4583
(Karte)
eingeschossiger Fachwerkbau über Bruchsteinsockel, Walmdach
Geschützt nach § 2 DSchG
Klappenwehr Ostdorf-Böllatmühle, bei der Böllatmühle in der Eyach, flussabwärts
(Karte)
1895 Das Klappenwehr, das den Wasserstand mit durch Hydraulik oder Zahnstangengetriebe bewegten Klappen reguliert, befindet sich bei der Böllatmühle in der Eyach. Es ist ein anschauliches Dokument der Technikgeschichte im ausgehenden 19. Jahrhundert.
Geschützt nach § 2 DSchG
96615133BW
Schafhaus Leimgrube 1
(Karte)
Eingeschossiger Fachwerkbau mit Walmdach über Bruchsteinsockel, 1889

Der inmitten von Weiden und Streuobstwiesen gelegene, langgestreckte Bau diente als Schafhaus und gehört somit einer einst in dieser Gegend häufigen Gebäudekategorie an. Vor allem im 19. und frühen 20. Jahrhundert war die Schafhaltung auf der Schwäbischen Alb und in ihrem Vorland weit verbreitet. In Ostdorf erlangte sie besonders nach 1860 Bedeutung, als die Verpachtung einer auf Gemeindeland neu eingerichteten Schafweide an ortsfremde Schafhalter für Jahrzehnte zur wichtigen öffentlichen Einnahmequelle wurde. 1889 entstand aus Gemeindemitteln das bis heute bestehende Schafhaus, das noch immer gelegentlich von durchziehenden Herden genutzt wird. Das mehr als hundert Jahre alte Ostdorfer Schafhaus ist ein anschauliches Zeugnis für die Wirtschafts- und Ortsgeschichte.

96615132BW
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Ehemalige Kulturdenkmäler

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Bauernhof Felsenstraße 16
(Karte)
18. Jahrhundert zweigeschossiges Wohngebäude, Putzbau,Ostgiebel mit freiliegendem Fachwerk und Scheune, besichtigt am 25. Februar 2009. Kein KD.Ke. 4. März 2008
Geschützt nach §§ P DSchG
BW
Bauernhaus Lindengasse 6
(Karte)
zweigeschossig,verputzt, mit getäfelter Stube vom Ende des 19. Jahrhunderts, Dachstuhl vor 1700, Gestrichen laut Mitteilung RPTÜ 13. April 2011
Geschützt nach § 2 DSchG
BW
Bauernhaus Lindengasse 7
(Karte)
1837 samt Zaun mit Steinplattenpfosten, zweigeschossig, verputzt, am Südgiebel Vorkragungen, getäfelte Stube mit Felderdecke, 18. Jahrhundert
Geschützt nach § 2 DSchG
BW
Wohnteil eines Bauernhauses Martin-Haug-Straße 14
(Karte)
18. Jahrhundert zweigeschossig, verputzt, im Straßengiebel freiliegendes Fachwerk und Wetterdächer. Wegen Verlusts der Kulturdenkmaleigenschaft durch erhebliche Veränderungen am Haus zwischen Besichtigung und Übergabe des Verzeichnisses 1999/2000, gestrichen am 21. Dezember 2007, 25/Br
Geschützt nach § 2 DSchG
BW
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Roßwangen

Kulturdenkmale im Stadtteil Roßwangen:

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Bauernhaus Weilstetter Straße 15
(Karte)
Ende 17. Jahrhundert zweigeschossig, verputzt, im Giebel freiliegendes Fachwerk

Das Bauernhaus, hier als Einhaus errichtet, ist ein anschauliches Beispiel der über Jahrhunderte die regionale Baukultur prägenden Typen. Es dokumentiert das Wohnen und Wirtschaften Ende des 17. Jahrhunderts und ist bedeutend für die Bau- und Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96615173

Katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist Weilstetter Straße 52
(Karte)
1667 verputzter Saalbau mit polygonalem Chorschluss und Flankenturm, 1766–1769 und 1948 Vergrößerung des Schiffes

Kirche und Pfarrei wurden 1275 erstmals nachweislich erwähnt. In ihrer heutigen Form besteht die Kirche seit 1948, die ältesten erhaltenen Bestandteile stammen aus dem Jahr 1668. Sie ist ein zentrales Dokument ländlicher Sakralbaukunst und bildet eine Dominante im Roßwangener Stadtbild.
Geschützt nach § 28 DSchG

96615174

Pfarrhaus Weilstetter Straße 54
(Karte)
1816 zweigeschossig, ursprünglich verputztes Einhaus mit Wohnteil, Scheune, Stall und Schopf unter einem gemeinsamen Krüppelwalmdach, vom Freiherrn von Cotta als Pfarrhaus erbaut, 1984 im Innern zum Gemeindehaus umgestaltet.

Das stattliche Pfarrhaus, das mit der benachbarten Kirche repräsentativ in das Ortsbild wirkt, gibt anschaulich die frühere Lebensweise und Lebensgrundlage einer Pfarrersfamilie wider, die neben der Pfarrbesoldung auch landwirtschaftliche Selbstversorgung betrieb. Als traditionsreicher Ort des öffentlichen Lebens der Gemeinde hat das Pfarrhaus zudem lokalgeschichtliche Bedeutung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96615175

Friedhofskreuz bei Oberer Brühl 6
(Karte)
1898 auf dem Friedhof, Flstnr. 1537, Steinkruzefix auf hohem Inschriftensockel und mit Metallkorpus, von Steinhauer Bertsch aus Dormettingen

Das Steinkruzifix befindet sich auf dem Friedhof in Roßwangen, einem Teilort von Balingen, der 1094 ersterwähnt wurde und sich aus einem locker bebauten Haufendorf entwickelt hat. Es ist das Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität.
Geschützt nach § 2 DSchG

96615176

Bauernhaus Zinkenstr. 4
(Karte)
Mitte 18. Jahrhundert ab 1862 Rathaus, heute Wohnhaus, zweigeschossig, Erdgeschoss verputzt, Obergeschoss und Giebel mit freiliegendem Fachwerk.

Das stattliche landwirtschaftliche Anwesen in Form eines Einhauses, das mit seiner Raumaufteilung eindrucksvoll Zeugnis ablegt von den früheren Wohn- und Wirtschaftsverhältnissen auf dem Land, ist für die Baugeschichte von Bedeutung. Durch die zwischenzeitige Nutzung als Rathaus hat es darüber hinaus Relevanz für die Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96615177
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Stockenhausen

Kulturdenkmale im Stadtteil Stockenhausen:

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Gasthaus „Krone“ Zillhauser Straße 5
(Karte)
1856 heute Wohnhaus, zweigeschossig, verputzt, südliche Giebelseite mit freiliegendem Fachwerk

Das ehemalige Gasthaus Krone wurde als Einhaus errichtet und ist für die Entstehungszeit Mitte des 19. Jahrhunderts charakteristisch. Als traditionsreicher, im öffentlichen Leben der Gemeinde eine wichtige Rolle spielender Bau besitzt das Gebäude auch ortsgeschichtliche Bedeutung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96608251BW

Schul- und Rathaus[3] Zillhauser Str. 7
(Karte)
1923 zweigeschossig auf hohem Sockel, mit zweiläufiger Außentreppe, im zweiten Obergeschoss freiliegendes Fachwerk, flaches Walmdach mit Uhr und Dachreiter

Das Schul- und Rathaus von Stockenhausen wurde unter Schultheiß Jakob Herre anstelle eines abgebrochenen Vorgängers errichtet. Im ersten Geschoss waren Amts- und Schulräume für sieben Klassen untergebracht, im Obergeschoss wohnte der Lehrer. Nachdem Stockenhausen nach Frommern eingemeindet wurde, verlor das Rathaus seine einstige Funktion. Das Gebäude wurde Überlieferungen zufolge lange Zeit als „das schönste in der Gegend“ bezeichnet und ist aufgrund seiner Architektur und Funktion ein sprechendes Zeugnis der Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96608252
Gedenksteine an der Zillhäuser Straße
(Karte)
1932/1934 östlich vom Ort, Gedenksteine für den freiwilligen Arbeitsdienst und zwei ums Leben gekommene Arbeitsdienstmänner, mit Relief, beziehungsweise Inschrift

Die beiden Gedenksteine befinden sich an der Zillhauser Straße östlich vom Ort. Sie sind Zeugnisse der Erinnerungskultur in Stockenhausen und von ortsgeschichtlicher Bedeutung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96608253BW
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Streichen

Kulturdenkmale im Stadtteil Streichen:

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Bauernhaus Aspenstraße 4
(Karte)
1912/1913 eingeschossiger Fachwerkbau mit zwei, im rechten Winkel zueinander stehenden Krüppelwalmdächern, vermutlich nach Plänen von Felix Schuster (gezeichnet von Bauführer Kiemle)

Das stattliche Bauernhaus ist für die Entstehungszeit Anfang des 20. Jahrhunderts charakteristisch und überliefert die historische Lebens- und Arbeitsweise eines wohlhabenderen Bauern. Als Zeugnis der landwirtschaftlichen Prägung Streichens ist es von baugeschichtlicher und ortsbaulicher Bedeutung.
Geschützt nach § 2 DSchG

96608254

Rathaus Kirchenstraße 5
(Karte)
18. Jahrhundert Rathaus seit 1933,früher Bauernhaus, danach Armenhaus, zweigeschossiger, verputzter Bau auf hohem Sockel, im Giebel freiliegendes Fachwerk

Das Gebäude hat eine wechselvolle Nutzungsgeschichte. Es wurde ursprünglich als Bauernhaus errichtet, später zum Armenhaus umgenutzt und dient seit 1933 als Rathaus der Gemeinde Streichen. Es ist damit sowohl als baugeschichtliches Zeugnis des 18. Jahrhunderts sowie als zentrales Dokument kommunaler Selbstverwaltung bedeutend.
Geschützt nach § 2 DSchG

96614463

Evangelische Liebfrauenkirche Kirchenstraße 15
(Karte)
1912/1913 mit Treppenaufgang, Kirchhof und Gefallenendenkmal, verputzter Saalbau mit Einturmfassade, eingezogener Chor und Apsis, nach Plänen von Theodor Dolmetsch und Felix Schuster, Stuttgart, Turm 1949 aufgestockt.

Die 1565 erstmals erwähnte Kirche entstand anstelle eines Vorgängerbaus, der nach einem Erdbeben im Jahr 1911 abgebrochen werden musste. Sie wurde unter anderem von Theodor Dolmetsch, dem Sohn des bekannten Kirchenbauers Heinrich Dolmetsch, errichtet und ist ein charakteristisches Zeugnis des Sakralbaus des frühen 20. Jahrhunderts.
Geschützt nach § 2 DSchG

96614464
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Ehemalige Kulturdenkmäler

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Kleinstbauernhaus Im Winkel 21 um 1800 eingeschossiger Fachwerkbau mit Sockel und Satteldach, um 1800. Wegen jahrzehntelanger Unterlassung von Reparaturen einsturzgefährdet und in seiner Substanz derart zerstört, dass eine Sanierung im Ergebnis einem Neubau gleichkommen würde. Daher seitens Ref. 25/Br, 26. Februar 2008, kein Einwand gegen die Erteilung der denkmalschutzrechtlichen Genehmigung zum Abbruch mit Dokumentationsauflagen
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Weilstetten

Kulturdenkmale im Stadtteil Weilstetten (mit dem Dorf Weilstetten, dem Ort Hotel Lochen und dem Haus Maienwiesle):

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Bauernhaus Bachstraße 4 Weilstetten, Bachstraße 4
(Karte)
Ende 17. Jahrhundert Zweigeschossiger Fachwerkbau mit Satteldach, über Stallbereich abgeschleppt, Ende 17. Jahrhundert

Bei dem Einhaus sind Wohnen und Ökonomie unter einem Dach vereint. Dieser Bautypus, der die regionale Baukultur über Jahrhunderte hinweg prägte, ist ein sprechendes Zeugnis der Bauernhausarchitektur im ausgehenden 17. Jahrhundert im ländlichen Raum.
Geschützt nach § 2 DSchG

96614465

Wohnhaus Bachstraße 17 Weilstetten, Bachstraße 17
(Karte)
um 1932 zweigeschossig, verschindelt, mit Treppenrisalit und Krüppelwalmdach
Geschützt nach § 2 DSchG

„Bühlburg“, Wohnhaus Weilstetten, Espachstraße 85
(Karte)
1590 Wohnhaus, zweigeschossiger Fachwerkbau mit Bohlenstube und Krüppelwalmdach, Zierformen im Fachwerk, über der Tür bezeichnet 1590

Der stattliche Fachwerkbau aus dem späten 16. Jahrhundert ist Bestandteil einer ehemaligen Hofanlage. Die zum Teil kunstvoll gefertigten Fachwerkelemente an den Giebelseiten zeigen spätgotische Übergangsformen, beispielsweise den Eselsrücken über dem traufseitigen Eingang. Als ältestes Gebäude Weilstettens ist die Bühlburg von großer Bedeutung für die Bau- und Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96614593

Bauernhaus Hauptstraße 13 Weilstetten, Hauptstraße 13
(Karte)
19. Jahrhundert zweigeschossig, zum Hof und zur Straße mit Holzplatten verkleidet, in den Brüstungsfeldern mit andersfarbigem Holz eingelegte Muster, Zierbretter an Gesims und Traufe, Fensterrahmen, gestaltete Klappläden, 19. Jahrhundert, Verkleidung um 1900

Bei dem Einhaus sind Wohnen und Ökonomie unter einem Dach vereint. Dieser Bautypus, der die regionale Baukultur über Jahrhunderte hinweg prägte, ist mit seinem reichen Dekor ein sprechendes Zeugnis der Bauernhausarchitektur im 19. Jahrhundert im ländlichen Raum.
Geschützt nach § 2 DSchG

96614594
Pfarrhaus Weilstetten, Hauptstraße 18
(Karte)
1927/1928 zweigeschossig in Hanglage mit Gemeindesaal im Erdgeschoss, an der Gebäudedecke eingezogenerVorplatz mit Bogenstellung, Putzbau, Walmdach, 1927/1928 von Klatte und Weigle, Stuttgart

Das Pfarrhaus besitzt als traditionsreicher Ort des öffentlichen Lebens der Gemeinde lokalgeschichtliche Bedeutung. Es ist zudem ein sprechendes Zeugnis der Architektur der späten 1920er-Jahre.
Geschützt nach § 2 DSchG

96614595BW

Evangelische Kirche St. Dionysius Weilstetten, Hauptstraße 22
(Karte)
1933/1934 Putzbau mit polygonalem Chorabschluss und Flankenturm, erneuert und umgebaut, 1933/34; farbige Chorfenster nach Entwurf von Walter Kohler, ausgeführt von der Glaswerkstatt Saile in Stuttgart, 1934; Gefallenendenkmal

Die Kirche wird 1429 erstmals erwähnt und vermutlich stammen die ältesten erhaltenen Bauteile - der Chor und der Turm mit drei kleinen spitzbogigen Fenstern - aus dieser Zeit. Im Zuge einer Renovierung zu Beginn der 1930er-Jahre wurden auch die qualitätvollen neuen Fenster eingebaut. Die Kirche ist ein zentrales Zeugnis des ländlichen Sakralbaus.
Geschützt nach § 2 DSchG

96602033

Bauernhaus Hauptstraße 35 Weilstetten, Hauptstraße 35
(Karte)
1831 zweigeschossig, Erdgeschoss mit Holzplatten verkleidet, Obergeschoss und Stallbereich verputzt, Giebel verschindelt, über dem Scheunentorbezeichnet 1831
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Zillhausen

Kulturdenkmale im Stadtteil Zillhausen (mit dem Dorf Zillhausen und dem Gehöft Wannental):

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Mahlmühle An der Mühle 4
(Karte)
dreigeschossiger Putzbau mit vollständiger technischer Einrichtung, vorwiegend aus den 1950er Jahren, samt Wasserbau, Druckrohrleitung und Pelton-Turbine.

Mühlen gehörten zu den wichtigsten dörflichen Sonderbauten und waren zumeist in herrschaftlichem Besitz. Diese Mahlmühle war, vergleichbar den Keltern, der Ort, an dem der Jahresertrag der Felder überprüft und der Zehnte abgezweigt werden konnte. Sie ist damit ein sprechendes Zeugnis der Landwirtschaftsgeschichte. Die erhaltene technische Ausstattung ist zudem ein technikgeschichtliches Dokument.
Geschützt nach § 2 DSchG

96602034BW

Villa „Herre“ Ebnetstraße 7
(Karte)
1919 eingeschossiger Putzbau in Hanglage auf hohem Sockel samt vasengeschmückter Freitreppe, Krüppelwalmdach mit Zwerchhaus, von J. Schlienz, Balingen

Die 1919 für den Zillhauser Möbelfabrikanten Herre errichtete Villa bildet mit dem umgebenden, für die freie Entfaltung ihrer Architektur wichtigen Garten samt Rosengang zur ehemaligen Fabrik eine qualitätvolle Baugruppe. Diese ist als anschauliches Zeugnis für die bürgerliche Wohnkultur unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg und als Sitz der für die heimische Wirtschaftsgeschichte bedeutsamen Fabrikantenfamilie Herre ein architektur- und sozialhistorisch, sowie heimatgeschichtlich bedeutendes Dokument.
Geschützt nach § 2 DSchG

96602035

Evangelische Kirche (St. Johannes) Hochholzstraße 14
(Karte)
1838 rechteckiger, verputzter Saalbau mit Einturmfassade von Carl Christian Nieffer

Die Ev. Johanneskirche befindet sich in der Ortsmitte direkt an der Hauptstraße Zillhausens. Der schlichte Bau wurde anstelle eines Vorgängers errichtet und ist in seiner Formensprache für die Entstehungszeit charakteristisch. Im Inneren interessant ist die Aufstellung des Altares an der westlichen Längsseite und die eindrückliche Kassettendecke. Sie ist ein zentrales Zeugnis der Bau- und Ortsgeschichte im ländlichen Raum.
Geschützt nach § 2 DSchG

96603973

Gefallenendenkmal bei Hochholzstraße 14
(Karte)
Mehrteiliger Steinsockel mit zwei steinernen Granaten, darüber Tafel mit Namen der 17 Gefallenen aus Sandstein, als oberer Abschluss Stahlhelm

Mit Namen und Lebensdaten der im Ersten Weltkrieg Gefallenen versehen, besitzt das Denkmal den Wert eines ortsgeschichtlichen Dokuments. Es ist ein Zeugnis der flächendeckenden Auswirkungen des ersten Weltkrieges sowie der lokalen Erinnerungskultur.
Geschützt nach § 2 DSchG

96613917

Pfarrhaus Pfarrstraße 8
(Karte)
1863 Zweigeschossiger, unverputzter Massivbau mit Satteldach, sichtbaren Mauerankern und kleiner Außentreppe, über dem Eingang bezeichnet 1863 (i)

Das Pfarrhaus tritt durch seine unverputzte Bauweise und die kreuzförmigen Fensteröffnungen an Giebel- und Traufseite hervor, wodurch seine Funktion direkt ablesbar wird. Es ist ein sprechendes Dokument der Kirchen- und Sozialgeschichte und zudem für die Baugeschichte des mittleren 19. Jahrhunderts bedeutend.
Geschützt nach § 2 DSchG

96613918
Bauernhaus Ufhofer Straße 1
(Karte)
18. Jahrhundert Zwei- bis dreigeschossiger Putzbau (später mit Blechplatten verkleidet), in starker Hanglage an der Abzweigung der Rossgumpenstraße von der Ufhofer Straße, um 1800

Das Haus steht im alten Dorfkern von Zillhausen und ist bereits auf der Urkarte des Ortes aus dem frühen 19. Jahrhundert verzeichnet. Zu den Besonderheiten des Hauses gehören die beiden gut überlieferten großen Eckstuben in den Obergeschossen. Vor allem die untere Stube mit dem wandhohen Täfer, einem Wandschrank und der hölzernen Felderdecke ermöglicht lebendige Einblicke in die Wohn- und Lebensverhältnisse von bäuerlichen Familien im 19. Jahrhundert. Als eines der wenigen vergleichsweise gut überlieferten Beispiele für die Bauernhäuser im Albvorland um 1800 ist das Gebäude wegen der anschaulichen Details, die sein inneres und äußeres Erscheinungsbild prägen, ein Kulturdenkmal mit Bedeutung für die Bau- und Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96613920BW

Hofgut Wannental
(Karte)
1800 Bestehend aus: Wohnhaus, zweigeschossig, verputzt, Krüppelwalmdach; Scheune und Stall, beide mit Krüppelwalmdächern, um 1800 mit älterem Kern

Die Hofanlage Wannental in Zillhausen liegt abgeschieden zwischen Burgfelden und Stockenhausen. Sie dokumentiert anschaulich das Wohnen und Wirtschaften um 1800 im ländlichen Raum und ist ein Zeugnis der Bau- und Ortsgeschichte.
Geschützt nach § 2 DSchG

96613919
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Siehe auch

Literatur

  • Ingrid Helber: Kunst- und Kulturdenkmale im Zollernalbkreis. mit einem Beitrag von Andreas Zekorn. Hrsg.: Zollernalbkreis. Konrad Theiss, Stuttgart 2001, ISBN 3-8062-1526-X, S. 58–87.
  • Schätze am Wegesrand. Kleindenkmale im Zollernalbkreis. In: Helmut Lorenz und Andreas Zekorn (Hrsg.): Zollernalb Profile Reihe B. Band 4. Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2019, ISBN 978-3-7995-1226-8.

Anmerkungen

  1. Diese Liste entspricht möglicherweise nicht dem aktuellen Stand der offiziellen Denkmalliste. Diese kann über die zuständigen Behörden eingesehen werden. Daher garantiert das Vorhandensein oder Fehlen eines Bauwerks oder Ensembles in dieser Liste nicht, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein eingetragenes Denkmal ist oder nicht. Eine verbindliche Auskunft erteilt das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg.

Einzelnachweise

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