Liste der Kulturdenkmale in Bisingen
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In der Liste der Kulturdenkmale in Bisingen sind alle Bau- und Kunstdenkmale der Gemeinde Bisingen und ihrer Teilorte verzeichnet, die im „Verzeichnis der unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale und der zu prüfenden Objekte“[1] des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg verzeichnet sind.
Diese Liste ist nicht rechtsverbindlich. Eine rechtsverbindliche Auskunft ist lediglich auf Anfrage bei der Unteren Denkmalschutzbehörde des Zollernalbkreises erhältlich.[Anm. 1]
Legende
Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.
- Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen:

- Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
- Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals, gegebenenfalls auch Gemarkung oder Ortsteil. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. In einem Tool mit Kartenansicht können die Koordinaten durch Verschieben korrigiert werden.
- Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
- Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
- ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Abkürzungen
- Bei Datierungen: a = archivalisch, d = dendrochronologische Untersuchung, gk = gefügekundlich, i = inschriftlich, s = stilistisch
- P = Denkmaleigenschaft wird geprüft
Kulturdenkmale nach Ortsteilen
Bisingen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
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Weitere Bilder |
Bahnhof Bisingen mit Empfangsgebäude (Bahnhofstraße 1) | Bahnhofstraße 1, 1/1, 1/3 (Karte) |
Zweieinhalbgeschossiger Putzbau, Erdgeschoss in Haustein, Kniestock verbrettert, Satteldach mit Zwerchhäusern, Güterschuppen (Bahnhofstraße1/1) und Abortgebäude (bei Bahnhofstraße 1), jeweils eingeschossige Holzbauten, nach Entwurf von Joseph von Schlierholz, 1874
Der Bahnhof entstand als Station an der 1874 von Hechingen bis Balingen verlängerten Bahnstrecke Tübingen–Sigmaringen. Sie brachte dem bisher landwirtschaftlich geprägten Bisingen wirtschaftlichen Aufschwung, was seit 1882 zur Ansiedlung von Industriebtrieben führte. Das Stationsgebäude und die Nebenbauten sind mit ihrer stilistischen Orientierung an einer vom Schweizerhausstil geprägten Landbauarchitektur charakteristisch für die Bahnhofsgebäude in Dörfern und Kleinstädten in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in Württemberg und Hohenzollern. Der Bahnhofskomplex ist wichtiges Dokument der Bisinger Orts- und Wirtschaftsgeschichte sowie der regionalen Verkehrsgeschichte. |
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| Bildstock als Gedenkstein für den 1681 verstorbenen Hans Diebolt | Hauptstraße 20 (Karte) |
Gedrungener Pfeiler mit Kapitell und Inschrift, im tabernakelartigen Aufsatz architektonisch gerahmte Figurennische, seitlich Reliefbild eines Rades, am Giebel Voluten, bezeichnet 1682
Der frühbarocke Bildstock ist, wie die lateinische Inschrift ausweist, ein charakteristisches und künstlerisch qualitätvolles Zeugnis einer privaten Gedächtnisstiftung. Er dokumentiert die tiefe Religiosität in dem katholisch geprägten Gebiet der einstigen Grafschaft Hechingen-Zollern. |
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Weitere Bilder |
Kath. Friedhofskapelle St. Wendelinkapelle | Hungerbol 1 (Karte) |
Verputzter Saalbau mit Dachreiter, errichtet aus Abbruchmaterial der Kapelle am Totenbach, 1842, samt Denkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs: beiderseits des Spitzbogenportals Namenstafeln für die Gefallenen von 1914–18, darüber Reliefbild mit Totenklage, im Inneren Gedenktafeln für die Toten von 1939–45
Die neugotische Friedhofskapelle steht auf dem in charakteristischer Ortsrandlage befindlichen Friedhof. Der schlichte Bau besticht durch das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, das als monumental wirkende Portalarchitektur die schmale Spitzbogenpforte an der Westseite fasst. Damit wurde die Friedhofskapelle zum zentralen Gedenkraum der Gemeinde. Das in dieser Form ungewöhnliche Denkmal dokumentiert zusammen mit den Gedächtnistafeln für die Toten des Zweiten Weltkriegs im Inneren der Kapelle die lokale Erinnerungskultur an zwei katastrophale Ereignisse der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert. |
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Kath. Kirche St. Nikolaus | Kirchgasse 13 (Karte) |
Verputzte Saalkirche aus zwei unterschiedlich alten Baukörpern, mit Flankenturm, Dachreiter, Querhaus und polygonalem Chor, nach Plänen von Richard Raisch, Stuttgart, 1900–02, unter Verwendung des Schiffs von 1786
Die großzügige Erweiterung und der damit verbundene Umbau der bestehenden spätbarocken Dorfkirche dokumentieren eindrucksvoll das Wachstum der Kirchengemeinde Bisingen in Folge der Industrialisierung des Dorfes, das Standort wichtiger Schuh- und Textilfabriken war. Die neuromanischen Formen sind dabei charakteristisch für katholische Kirchenneubauten des frühen 20. Jahrhunderts. Der ortsbildprägende Bau zeugt auch vom Selbstbewusstsein der jungen Pfarrgemeinde, hatte Bisingen doch bis 1888 zur Pfarrei Steinhofen gehört. Die Kirche ist damit nicht nur ein Zeugnis historischen Sakralbaus, sondern auch eines der zentralen Dokumente der Orts- und Kirchengeschichte. Herausragende künstlerische Bedeutung haben innerhalb der Ausstattung die spätgotische Muttergottes, eine ulmische Arbeit um 1440, und eine Beweinungsgruppe, um 1450. |
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| Laufbrunnen | Kirchweg 2 (Karte) |
Eiserner Stock samt eisernem Trog, Ende 19. Jahrhundert
Der Brunnen ist ein charakteristisches Zeugnis für die industriell in Serie gefertigten gusseisernen Laufbrunnen, die im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts aufgestellt wurden. Er diente nicht nur der Wasserversorgung, sondern war als künstlerisch gestaltetes Objekt auch Mittel zur Dorfverschönerung Steinhofens. |
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| Ehemaliger Pfarrhof Steinhofen | Kirchweg 3 (Karte) |
Bestehend aus dem Wohnhaus, heute Gemeindehaus, eingeschossiger Putzbau auf hohem Sockel in Hanglage, um 1700, und der Scheune, zweigeschossiger Fachwerkbau in Hanglage, wohl 19. Jahrhundert
Die Anlage ist ein anschauliches Beispiel für einen ländlichen Pfarrhof. Der stattliche Hauptbau mit seinem steilen Giebel bildet eine deutliche Dominante innerhalb der dörflichen Bebauung und belegt so die herausgehobene Stellung des Pfarrers innerhalb des örtlichen Sozialgefüges. Der stattliche Bau zeugt dabei von der einstigen Bedeutung der großen Pfarrei Steinhofen, zu der die Orte der Nachbarschaft, darunter auch Bisingen, gehörten. Die Scheune ist charakteristischer Bestandteil des Pfarrhofs, wurden doch hier die Naturalien als Teil der Besoldung der Pfarrstelle gelagert und die Vorräte der eigenen kleinen Landwirtschaft. |
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Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul Steinhofen | Kirchweg 5, 7 (Karte) |
Verputzter Saalbau mit Walmdach, eingezogener, halbrund schließender Chor, Chorseitenturm mit Staffelgiebeln, zweigeschossiger Sakristeianbau mit Walmdach, hohe Rundbogenfenster und Ecklisenen, innen flach gedecktes Langhaus mit Deckengemälden von Kunstmaler Spießler, 1879/80; Westempore mit Orgelprospekt, Ende 18. Jahrhundert; Turm um 1500, Schiff, wohl nach Entwurf von Bauinspektor Johann Adam Groß III., 1795 (i), Turmdach und Treppengiebel erneuert 1901; Kirchhof mit neugotischer Totenleuchte, Steinstele mit offener Laterne unter kreuzbekröntem Walmdach
Der große Kirchenbau zeugt von der einstigen Bedeutung der Pfarrei Steinhofen, in die eine Reihe umliegender Dörfer, darunter Bisingen, inkorporiert waren. Der Bau ist sehr wahrscheinlich ein Werk des württembergischen Baumeisters Johann Adam Groß III. (1750–1817), der der bekannten und für Württemberg wichtigen Winnendener Baumeisterfamilie entstammte. Er zählt zu den Vertretern eines frühen Klassizismus, der sich vor allem im Inneren der Steinhofer Pfarrkirche zeigt. Der Bau stellt eine der ersten und größten KIrchen in Nachfolöge der Hechinger Stiftskirche dar. Er belegt, dass Groß auch überregional und überkonfessionell tätig war. Johann Wolfgang von Goethe fand bei seiner Durchreise durch Steinhofen auf dem Weg in Schweiz lobende Worte für das Bauwerk. Vom mittelalterlichen Vorgängerbau zeugt noch der mächtige ortsbildprägende Turm in spätgotischen Formen. Seltenheitswert hat die Totenleuchte auf dem umgebenden Kirchhof. Die Pfarrkirche hat neben ihrer Bedeutung als Beispiel für die Sakralarchitektur des späten 18. Jahrhunderts zentralen Wert für die Orts- und Kirchengeschichte Bisingens bzw. Steinhofens. |
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| Ruinen der Fabrik für Ölschieferabbau | Außenbach; Kuhloch 1 (Karte) |
Betonierte Grundmauern, 1944
Die Fundamente in einem Waldstück zeugen von dem sog. „Unternehmen Wüste“, das die Wehrmacht 1944 in der Region etablierte. Ziel war die Gewinnung von Treibstoff aus den ölhaltigen Posidonionschiefervorkommen im Südwesten der Schwäbischen Alb. Schon im 19. Jahrhundert hatte es Ideen und Versuche zur Gewinnung von Schieferöl gegeben, die aber wirtschaftlich völlig unrentabel waren. Bedeutung gewannen diese Überlegungen ab 1933, als das nationalsozialistische Deutschland im Hinblick auf den geplanten Krieg eine von Importen unabhängige Mineralölversorgung aufzubauen bestrebt war. Umso wichtiger wurde dies, nachdem 1944 durch alliierte Luftangriffe die wichtigen Hydrieranlagen zerstört worden waren und der von der Wehrmacht dringend benötigte Treibstoff knapp wurde. Im Sommer 1944 wurde daher bei Bisingen durch die Deutsche Bergwerks- und Hüttenbau AG, eine Tochtergesellschaft der Reichswerke Hermann Göring, ein Werk zum Ölschieferabbau und zur Gewinnung von Schieferöl errichtet. Der Abbau des Ölschiefers stand unter Leitung der Organisation Todt. Von Anfang an wurden dort Tausende von Häftlingen aus dem Konzentrationslager Natzweiler/Struthof im Elsass zur Arbeit gezwungen, von denen weit über Tausend Menschen ums Leben kamen. Die Ruinen der Ölschieferfabrik sind daher nicht nur technik- und kriegsgeschichtliche Dokumente, sondern auch Zeugnisse des menschenverachtenden Einsatzes von Zwangsarbeitern durch das nationalsozialistische Regime und damit wichtige Erinnerungsmale der deutschen Geschichte im 2. Viertel des 20. Jahrhunderts. |
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| Lenaukeller | Lenaustraße 9 (Karte) |
Ehemaliger Eis- und Bierkeller, gewölbte Dreikammeranlage im Hang und mit Schüttraum unter dem Satteldach, vor 1864, Vorbau Ende 19. Jahrhundert
Der Eis- und Bierkeller ist Zeugnis der lokalen Bierproduktion, die nach Aufhebung herrschaftlicher Braugerechtigkeiten seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in Städten und Dörfern auflebte. Für die Bierlagerung im Sommer wurde Eis benötigt, das man im Winter brach und in tiefen Gewölbekellern aufbewahrte. Der Name des Kellers ruft dabei einen Aufenthalt des romantischen Dichters Nikolaus Lenau 1832 in Erinnerung, der in Steinhofen zu seinem Gedicht „Der Postillion“ angeregt wurde. |
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| Ehrenfriedhof für die Opfer des Konzentrationslagers | Ludenstall 2 (Karte) |
1946/47 von Gartenarchitekt Lilienfein und Kreisbauamt Hechingen im Auftrag der französischen Militärregierung, Hochkreuz auf gestuftem Sockel mit französischer und lateinischer Inschrift, 1961–63 Umgestaltung: auf der Rasenfläche um das Hochkreuz Doppelkreuze aus Kunststein, am Rande der Anlage eine Stele mit Bildreliefs und erläuternder Inschrift, beides von Bildhauer Ugge Bärtle, Tübingen
Der Ehrenfriedhof mit den Gräbern von 1158 namentlich bekannten Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnert an das Konzentrationslager, das 1944/45 in Bisingen existierte. Es stand im Zusammenhang mit dem sog. „Unternehmen Wüste“: Zur Treibstoffgewinnung versuchte das Regime in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs aus dem ölhaltigen Posidonionschiefer der Region Treibstoff für den Kriegsbedarf zu extrahieren. Als billige Arbeitskräfte wurden unter unmenschlichen Bedingungen Häftlinge aus dem Konzentrationslager Natzweiler/Struthof im Elsass zur Zwangsarbeit eingesetzt. Tausende kamen dabei ums Leben, viele starben auch auf den Todesmärschen bei Räumung des Lagers im April 1945. Sie fanden auf dem Ehrenfriedhof ihre letzte Ruhe, der wichtiges Mahnmal für die Verbrechen des Nationalsozialismus ist und die Verstrickung der Region in die gesamtdeutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts veranschaulicht. |
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| Wegkreuz | Raichbergstraße 28 (Karte) |
Steinkruzifix auf hohem Sockel und mit Metallkorpus, Ende 19. Jahrhundert
Das Wegkreuz ist anschaulicher Ausdruck einer tief verwurzelten Religiosität in der Gegend und charakteristisches Element einer mit solchen kleinen Andachtsstätten gleichsam sakral überhöhten Kulturlandschaft in dem traditionell katholisch geprägten Gebiet. |
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| Unterführung (Straßentunnel) unter den Gleisen der Bahnstrecke Tübingen–Sigmaringen | Südlicher Reutewasen (Karte) |
Tonnengewölbte Durchfahrt mit Bossenmauerwerk, eines der Einfahrtstore in Rustika, das andere mit glattem Mauerwerk, 1874
Die Straßenunterführung entstand im Zusammenhang mit der Verlängerung der von Tübingen über Hechingen führenden Bahnstrecke bis Balingen 1874. Die Strecke war eines der großen Eisenbahnprojekte im Königreich Württemberg in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Unterführung unter der Eisenbahntrasse dient als Straßen- und Bachdurchlass gleichermaßen. Sie ist wichtiges verkehrsgeschichtliches Dokument für die Region. In charakteristischer Weise wurde einer der Tunneleingänge repräsentativ in der Art von Toren mit Rustikafassung ausgebildet. Auch das Innere wurde mit schwerem Bossenquadermauerwerk architektonisch gestaltet, wodurch ein grottenartiger Eindruck erzielt wurde. |
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| Schulhaus (heute Vereinshaus) | Schulplatz 3 (Karte) |
Zweigeschossiger Fachwerkbau in Hanglage, Sockelgeschoss verputzt, Außentreppe, Krüppelwalmdach, 1814/15
Der stattliche Schulhausbau steht in seiner Kubatur und mit seinem Sichtfachwerk noch ganz in der Tradition barockzeitlicher Bauten und ist damit charakteristisch für öffentliche Gebäude auf dem Land wie Amts-, Pfarr- und Schulhäuser. Der Bau belegt im einstigen zentralen Pfarrdorf Steinhofen die Bemühungen um die Bildung im Fürstentum Hohenzollern-Hechingen auch auf dem Land, nachdem erst 1783 eine allgemeine Schulpflicht eingeführt worden war. Der Bau hat damit ortsgeschichtliche Bedeutung. |
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| Öffentliche Waage (Viehwaage | Schulplatz 7 (Karte) |
30-1500 kg), eingeschossiger Holzbau mit Satteldach, 1920
Die öffentliche Waage in Steinhofen ist charakteristischer Teil der Infrastruktur ländlicher Gemeinden. Solche Waagen dienten dem Wiegen von Vieh und landwirtschaftlichen Produkten für den Verkauf. Sie ist Zeugnis der Orts- und Technikgeschichte. |
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Thanheim
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
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Weitere Bilder |
Friedhofkapelle | Härlesstraße 2 (Karte) |
Verputzter Saalbau mit eingezogenem Chor und Giebelreiter, 1897
Die Kapelle steht auf dem 1819 auf einem Hügel am nördlichen Ortstrand angelegten Friedhof. Sie ist eine private Stiftung des Pfarrers Caspar Leibold, der im Inneren beigesetzt wurde. Der kleine Sakralbau besitzt eine qualitätvolle bauzeitliche Ausstattung mit Ausmalung, Altar und neugotischer Kassettendecke. Er ist von orts- und kirchengeschichtlicher Bedeutung. |
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| Friedenslinde samt Gedenkstein | Härlesstraße 4 (Karte) |
Sandsteinobelisk mit Eisernem Kreuz in Relief über Bruchsteinsockel, bekrönt von einem Metallkreuz, Anfang 1870er-Jahre
Das Ensemble aus Friedenslinde und Gedenkstein erinnert an die Teilnahme von Thanheimern am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71, der zugleich den Gründungszeitpunkt des Deutschen Kaiserreiches unter preußischer Führung markierte. Das Denkmal ist als Zeugnis des damaligen Patriotismus ein ortsgeschichtlich wichtiges Dokument der lokalen Erinnerungskultur. |
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Weitere Bilder |
Kath. Kirche St. Ulrich | Onstmettinger Straße 29 (Karte) |
Verputzter Saalbau mit leicht eingezogener Apsis und Walmdach, Dachreiter mit Zwiebelhaube, Rundbogenfenster, an Stelle eines älteren Vorgängers errichtet, Langhaus und Chor mit flacher, stuckierter Decke, bauzeitlicher Altar, 1790 (i)
Die schlichte Dorfkirche steht in architektonischer Nachfolge der Hechinger Stiftskirche und ist damit ein Bau am Übergang vom Spätbarock zum Frühklassizismus. In diese Übergangsphase gehört stilistisch auch der Hochaltar mit seinem Figurenschmuck. Der seinerzeit an Stelle eines älteren, 1228 erwähnten Vorgängers erstellte und relativ groß konzipierte Bau, sollte allen Thanheimern als Gottesdienstraum dienen, die bis dahin überwiegend noch nach Steinhofen eingepfarrt waren. Tatsächlich wurde Thanheim schließlich in den Rang einer eigenen Pfarrei erhoben. Der Bau ist damit nicht nur wichtig für die Entwicklung des Sakralbaus im späten 18. Jahrhundert im einstigen Fürstentum Hohenzollern-Hechingen, sondern auch von orts- und kirchengeschichtlicher Bedeutung. |
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| Wirtshausschild des Gasthofes Zum Rössle | Onstmettinger Straße 30 (Karte) |
Schmiedeeiserner ornamentaler Ausleger, im Schild farbig gefasste Pferdedarstellung, um 1800
Die künstlerisch anspruchsvolle Schmiedeeisenarbeit in frühklassizistischen Formen ist ein qualitätvolles Zeugnis des regionalen Kunsthandwerks an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Es belegt die Bedeutung des traditionsreichen alten Gasthofes Zum Rössle und hat damit auch ortsgeschichtliche Bedeutung. |
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| Rathaus | Onstmettinger Straße 41 (Karte) |
Zweigeschossiges Fachwerkhaus, Erdgeschoss straßenseitig verputzt, Krüppelwalmdach, wohl um 1800
Der Bau steht mit seiner Kubatur und dem Sichtfachwerk noch in barockzeitlicher Tradition und ist damit charakteristisch für öffentliche Bauten wie Amts-, Pfarr- oder Schulhäuser. In für ländliche Kommunalbauten typischer Weise umfasst das Gebäude im Erdgeschoss auch eine Spritzenremise. Es ist Zeugnis der Selbstverwaltung des bis zur Eingemeindung 1974 nach Bisingen selbständigen Dorfes Thanheim und damit wichtiges bauliches Dokument der Ortsgeschichte. |
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| Bauernhaus | Zimmerner Straße 6 (Karte) |
Zweigeschossiger Putzbau in Hanglage, Fachwerk im Obergeschoss zum Teil freiliegend, Giebel straßenseitig verbrettert, 18. Jahrhundert
Der stattliche Bau ist ein anschauliches Beispiel für den Typus des quergestelzten Wohnstallhauses, wie es in Schwaben weit verbreitet ist. Der gut überlieferte Sichtfachwerkbau aus der Barockzeit ist von hauskundlicher und ortsbaugeschichtlicher Bedeutung. |
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Wessingen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Bahnwärterhaus (Posten 35) | Auf der Riesen 12 (Karte) |
Eineinhalbgeschossig in Hanglage auf L-förmigem Grundriss, Kniestock kragt leicht vor, Fassaden verbrettert, um 1874
Das Bahnwärterhaus wurde an dem 1874 eröffneten Abschnitt der Bahnlinie von Hechingen nach Balingen errichtet. Charakteristisch für solche kleinen Bahnbauten der Zeit ist die Orientierung am Schweizerhausstil, mit dem man die Bahnwärterhäuschen der ländlichen Architektur zuordnete und in pittoresker Weise ins Landschaftsbild einzupassen suchte. |
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Weitere Bilder |
Bahnhof Zollern | Bahnhof Zollern 1 (Karte) |
Bestehend aus dem ehemaligen Empfangsgebäude mit Dienstwohnung, Wartesälen und Kaisersalon, heute Wohnhaus, Gruppenbau auf Doppel-T-förmigem Grundriss mit unterschiedlich hohen Eckpavillons aus Sandstein, Mittelbau in Fachwerk, 1873/74 nach Plänen von Joseph von Schlierholz, auf Wappenkartuschen bezeichnet JS 1874, Nordturm in den 1920er-Jahren abgetragen, samt Nebengebäude
Der repräsentative Bau in historistischen, von der Neugotik bestimmten Formen orientiert sich mit der Wahl des gelblich-roten Malbsteins nicht zufällig am Baumaterial der Burg Hohenzollern. Das hölzerne Nebengebäude zeichnet sich durch qualitätvolle Laubsägedekorationen aus. Der Bahnhof war wichtiger Endpunkt für die preußischen Hofzüge, mit denen die deutschen Kaiser, insbesondere Wilhelm II., anreisten, um die Stammburg zu besuchen, diente aber auch den zahlreichen patriotisch gesonnenen Touristen, denen es nun ermöglicht wurde, zum Besuch der Stammburg des preußisch-deutschen Herrscherhauses per Bahn anzureisen. Das Empfangsgebäude in Wessingen hat daher nicht nur verkehrsgeschichtliche Bedeutung, sondern ist auch wichtiges Zeugnis der Ortsgeschichte und für die Entwicklung des Albtourismus seit dem 19. Jahrhundert. |
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| Wegkreuz | Binsen (Karte) |
Steinkruzifix auf Inschriftsockel, Metallkorpus, 1910 (i)
Das Wegkreuz, aufwendig gestaltet in klassizisierenden Formen, ist ein anschauliches Dokument für die tiefe Religiosität der katholisch geprägten Region und ein charakteristisches Element einer Kulturlandschaft, die durch solche kleinen Andachtsorte eine gleichsam sakrale Überhöhung erfuhr. Der gusseiserne Korpus ist dabei ein zeittypisches serielles Produkt, das von der industriellen Massenfabrikation religiöser Kunstobjekte seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zeugt. |
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| Kath. Filialkirche St. Wolfgang | Kirchstraße 2 (Karte) |
Verputzter Saalbau mit polygonalem Chorschluss, Giebelreiter, Sakristeianbau, flach gedeckter Innenraum, im Chorraum Reste der Ausmalung von Albert Birkle, 1925/26; erbaut wohl Ende 18. Jahrhundert
Die bestehende Filialkirche St. Wolfgang stammt wohl aus der Zeit des Spätbarock und folgt in ihrer Grundform einem in der Spätgotik entwickelten Typus einfacher Saalkirchen mit Dreiachtelschluss. Sie entstand an Stelle einer mittelalterlichen Kapelle, deren Bau durch Graf Eitel Friedrich I. von Zollern 1428 genehmigt worden war. Das Gebäude ist damit wichtiges Zeugnis der Orts- und Kirchengeschichte Wessingens. Künstlerische Bedeutung haben die Reste der expressionistischen Ausmalung Albert Birkles im Chor. |
98770011 | ||
| Schmiede im Hof | Kirchstraße 21 (Karte) |
Eingeschossiger Massivbau mit Werkstatteinrichtung, 19. Jahrhundert
Die Schmiede ist ein anschauliches Zeugnis für einen Handwerkszweig, der auf dem Dorf eine zentrale Rolle spielte. Der Bau hat in seiner Überlieferung mit erhaltener Werkstatteinrichtung Seltenheitswert. |
98770427 | ||
| Bauernhaus | Schulweg 5 (Karte) |
Zweigeschossig, verputzt, Giebel mit freiliegendem Zierfachwerk, über dem Scheunentor bezeichnet 1720
Der stattliche, mit seinem Sichtfachwerkgiebel ortsbildprägende Bau ist ein anschauliches Beispiel für den Typus des quergestelztes Wohnstallhauses, wie es für Schwaben charakteristisch ist. Der Bau hat dokumentarischen Wert für die Hausforschung und die Ortsbaugeschichte Wessingens in der Barockzeit. |
98770433 |
Zimmern
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
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Weitere Bilder |
Burg Hohenzollern | Burg Hohenzollern 1; Zollerberg 1; Zur Burg Hohenzollern (Karte) |
Ausgedehnte Schloss- und Festungsanlage in Gipfellage vor dem Albtrauf mit großer Fernwirkung, bestehend aus:
errichtet an Stelle einer Burg des 11. Jahrhunderts, Kapelle St. Michael und Untergeschosse der Wohnbauten spätmittelalterlich, um 1454–1486 (a), Anlage des Bastionsrings, um 1617–1672 (a), nach Verfall 1821 Teilsprengung, Anlage der Fahrstraße 1847 (a), Neubau unter Einbeziehung der Kapelle St. Michael, Grundundmauern und Bastionen nach Entwurf von Friedrich August Stüler, Reinhold Persius, Moritz von Prittwitz und Gaffron sowie Major von Blankenburg für König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, 1850–1867 (a) Die Burg Hohenzollern liegt beherrschend auf einem Zeugenberg vor dem Albtrauf und bildet mit ihrer gegen das Albvorland gerichteten Turmfront eine weithin sichtbare Landmarke. Der Hohenzollern zählt zu den geschichtsträchtigsten Punkten des Landes und geht auf eine frühe Hochadelsburg der Grafen von Zollern des 11. Jahrhunderts zurück. Er bildet damit eine der frühen hochadeligen Höhenburgen in charakteristischer Gipfellage. Sie gilt als Stammhaus der späteren schwäbischen Grafen und Fürsten von Zollern wie auch der brandenburg-preußischen Hohenzollern, die 1871 bis 1918 den deutschen Kaiser stellten. Die heutige, dritte Burg an diesem Platz ist eine der herausragenden Schöpfungen des romantischen Historismus und der Burgenromantik in Europa. Sie ist ein charakteristisches Beispiel eines Denkmalschlosses, in dem dynastische Geschichte und edle Abstammung des preußischen Königshauses demonstriert werden sollten. Sie entstand im Auftrag des mittelalterbegeisterten Königs Friedrich Wilhelm IV., der für die Planung den Schinkelschüler Stüler verpflichtete. Stüler entwarf eine neugotische Burg, in der Vorbilder französischer und englischer Architektur mit Formen der Deutschordensburgen, allen voran der Marienburg, verschmolzen. Mit dem Grafensaal gelang eine der architektonisch großartigsten Raumschöpfungen der Zeit. Die Repräsentationsräume verherrlichen in einem dynastisch-historischen Bildprogramm das Haus Hohenzollern. Mit der Übernahme der beiden hohenzollerischen Fürstentümer in Folge der deutschen Revolution von 1848/49 durch Preußen gewann der strategisch wichtige Berg an militärischer Bedeutung und wurde zur preußischen Zitadelle in Süddeutschland ausgebaut. Durch Ingenieuroffiziere wurden die bestehenden Befestigungen des 17. Jahrhunderts nach dem sog. neudeutschen System modernisiert, mit dem Rampenturm entstand eine ästhetische und ingenieurtechnische Höchstleistung im Festungsbau um die Mitte des 19. Jahrhunderts. In Folge der deutschen Reichseinigung 1870/71 wurde die Burg schließlich zum nationaldynastischen Denkmal und patriotisch-monarchischen Symbol. Die bereits damals öffentlich zugänglich Anlage entwickelte sich zu einem wichtigen Ziel des Tourismus. Sie stellt eine der herausragenden Leistungen des Historismus dar und zählt zu den europaweit bedeutendsten Schlossbauten der Epoche sowie zu den zentralen Zeugnissen der Landesgeschichte. Der neugotische Wiederaufbau sollte dabei ein weithin sichtbares Wahrzeichen preußischen Königtums und Herrschaftsanspruchs setzen. Dies wir in der durch die exponierten Lage bedingten enormen Fernwirkung der Burgsilhouette ins Albvorland hinein bis heute deutlich. Burg Hohenzollern ist damit ein in höchstem Maße raumwirksames Kulturdenkmal. |
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| Grenzsteine (nur noch z.T. erhalten); Marksteine des ehem. Festungsrayons der Burg Hohenzollern | Zollerberg (Karte) |
99994103 | |||
| Bauernhof | Weidenbachweg 15 (Karte) |
Bestehend aus dem Wohnhaus, zweigeschossiger Fachwerkbau, zum Teil verputzt, mit Bruchsteinsockel, um 1700, im Erdgeschoss Tischlerwerkstatt, Anfang 20. Jahrhundert, und einer Fachwerkscheune
Die Hofanlage aus der Zeit des Barock ist in seltener Geschlossenheit überliefert. Das stattliche Wohnhaus zeigt ein reiches Zierfachwerk, das mit seinen Formen exemplarisch ist für die Entstehungszeit und den hohen Stand der damaligen Zimmermannskunst belegt. Ungewöhnlich ist der relativ kleine Stallteil im Wohnhaus. Die Tischlerwerkstatt im Erdgeschoss überliefert einen ländlichen Handwerksbetrieb. Die Hofanlage hat dokumentarischen Wert für das Bauen auf dem Lande in der Frühen Neuzeit sowie die Sozial- und Ortsbaugeschichte von Zimmern. |
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| Scheune | Zellerhornstraße 37 (Karte) |
Fachwerkbau mit flach geneigtem Satteldach, Tennentor mit Bauinschrift, errichtet für das Ehepaar Bogenschütz, 1834 (i)
Die Scheune ist ein anschaulich überliefertes Beispiel ländlicher Funktionsarchitektur in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie belegt die Vorratshaltung in früherer Zeit. |
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Weitere Bilder |
Kath. Pfarrkirche St. Georg | Zellerhornstraße 38 (Karte) |
Verputzter Saalbau mit eingezogenem Polygonalchor, Satteldach mit Giebelreiter, Sakristeianbau mit Walmdach, im Inneren flach gedecktes Langhaus mit einfachem frühklassizistischem Stuck, kreuzrippengewölbter Chor, spätgotische Skulpturen, Barockkanzel, Wandmalereien; Chor 15. Jahrhundert, Langhaus geweiht 1522, umgebaut 1728
Die kath. Pfarrkirche entstand in der Spätgotik als Kapellenbau, der sich offenbar über Jahre hinzog. Er ist der älteste erhaltene Sakralbau in der Gemeinde Bisingen. Der Schlussstein im Rippengewölbe des Chors verweist mit seinem Wappen auf die Patronatsherrschaft der Grafen von Zollern. Erst 1912 erfolgte die Erhebung zur eigenständigen Pfarrkirche. Die 1935 freigelegten Wandmalereien zeigen Apostelfiguren, die Fenster sind von Ornamenten in Grisaille gefasst. Zu den künstlerisch herausragenden Stücken gehören eine Pietà der Zeit um 1430 und ein Kruzifix vom Ende des 15. Jahrhunderts. Die Pfarrkirche ist nicht nur ein Beispiel für die spätgotische Sakralarchitektur im ländlichen Bereich, sondern auch zentrales Zeugnis der Orts- und Kirchengeschichte Zimmerns. |
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Weblinks
Anmerkungen
- Diese Liste entspricht möglicherweise nicht dem aktuellen Stand der offiziellen Denkmalliste. Diese kann über die zuständigen Behörden eingesehen werden. Daher garantiert das Vorhandensein oder Fehlen eines Bauwerks oder Ensembles in dieser Liste nicht, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein eingetragenes Denkmal ist oder nicht. Eine verbindliche Auskunft erteilt das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg.