Liste der Kulturdenkmale in Dettenheim
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In der Liste der Kulturdenkmale in Dettenheim sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Dettenheim im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg aufgelistet.

Legende
Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.
- Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen:

- Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
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- Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
- Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
- ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Abkürzungen
- Bei Datierungen: a = archivalisch, d = dendrochronologische Untersuchung, gk = gefügekundlich, i = inschriftlich, s = stilistisch
- P = Denkmaleigenschaft wird geprüft
Kulturdenkmale nach Ortsteilen
Liedolsheim
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
Weitere Bilder |
Gedenkstein | Alt Dettenheim 4 (Karte) |
Findling mit Inschrift, errichtet in Erinnerung der Umsiedlung des Dorfes Dettenheim 1813, 1938 gestiftet von der Gemeinde Karlsdorf
Der Gedenkstein befindet sich in den Rheinniederungen von Dettenheim. Er erinnert an die Umsiedlung des Dorfes Alt-Dettenheim 1813, welches ursprünglich aufgrund seiner Nähe zum Rhein starken Überschwemmungen ausgesetzt war. Im Zusammenhang mit den Planungen der Rheinbegradigung, die auch eine Verlegung des Dorfes vorsahen, stimmte der Großherzog von Baden einer Umsiedlung in Richtung Bruchsal zu. Der Gedenkstein markiert die Lage des verschwundenen Dorfes und besitzt ortsgeschichtliche Bedeutung. |
100196739 ( | |
| Grenzstein | Alt Dettenheim 5 (Karte) |
Vor dem Gasthaus Löwe, inschriftlich bezeichnet 1729
Der Grenzstein ist ein Zeugnis der Territorialgeschichte aus der Zeit des 18. Jahrhunderts und besitzt als solcher ortsgeschichtliche Bedeutung. |
100196777 | ||
| Gemarkungsgrenzstein | Alt Dettenheim 5 (Karte) |
Transloziert vom linksrheinischen Gewann Willich, bez. „LD / Wappen Liedolsheim (Hufeisen) // H / 1731“
Der Grenzstein ist ein Zeugnis der Territorialgeschichte aus der Zeit des 18. Jahrhunderts und besitzt als solcher ortsgeschichtliche Bedeutung. |
100196751 | ||
| Gasthaus Löwen | Alt Dettenheim 5 (Karte) |
Zweigeschossig, Fachwerk über massivem modernisiertem Erdgeschoss, Krüppelwalmdach, 1711 erstmals erwähnt, zusammen mit dem 1938 gesetzten Gedenkstein einziges Relikt des wegen der beständigen Hochwassergefahr 1813 verlassenen Fischerdorfes Dettenheim
Das Gasthaus Löwen ist einziges Relikt des wegen der beständigen Hochwassergefahr 1813 verlassenen Fischerdorfes Dettenheim. Es besitzt somit wichtige ortsgeschichtliche Bedeutung und ist darüber hinaus ein seltenes und aussagekräftiges Zeugnis der regionalen Siedlungsgeschichte im Zusammenhang mit den Planungen zur Rheinbegradigung zu Beginn des 19. Jahrhunderts. |
100196712 | ||
| Flusskilometerstein | Mehlfuhrt (Karte) |
Sandsteinkubus, Kopf leicht gewölbt, bez. in kleinem aufgemalten weißen Feld mit schwarzer Schrift: 208
Der Flusskilometerstein diente auch bei Hochwasser der Orientierung an einem Flusslauf und wurde wohl nach Einführung des metrischen Systems seit den 1870er-Jahren aufgestellt. Er ist Zeugnis der systematischen Vermessung, der Verkehrswegekennzeichnung und Kilometrierung von Wasserwegen im 19. Jahrhundert. |
111824144 | ||
| Fachwerkhaus | Augartenstraße 13 (Karte) |
Massiver Sockel, zweigeschossig, giebelständig, Satteldach, im Eckständer bezeichnet 1765
Das giebelständig ausgerichtete Fachwerkgebäude ist charakteristischer Bestandteil der überlieferten historischen Bausubstanz im alten Ortskern von Liedolsheim und belegt den Wiederaufbau des Dorfes nach den Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg. Es dokumentiert dabei die landwirtschaftliche Prägung des Siedlungsbildes in vormoderner Zeit und veranschaulicht die einstigen Wohn- und Lebensverhältnisse einer bäuerlichen Familie im 18. Jahrhundert. Die Giebelseite mit ihrem Zierfachwerk deutet auf einen gewissen Wohlstand des Bauherrn hin. Es besitzt ortsbau- und sozialgeschichtliche Bedeutung. |
100181201 | ||
| Gasthaus Schwanen | Bächlestraße 3 (Karte) |
Zweigeschossiger Fachwerkbau über Bruchsteinsockel, traufständig, Sandsteintreppe vor südlicher Giebelseite, im Eckständer bezeichnet „1727 Johann Heyl und Heylin“
Das einstige Gasthaus Schwanen befindet sich in Liedolsheim an einer Hauptverkehrsachse des Dorfes. An seiner zentrale Lage lässt sich der Verlauf der alten Landstraßen durch das Dorf erkennen und belegt auch die besondere Bedeutung, welche Landgasthäusern in den Dörfern als Treffpunkt des öffentlichen Lebens zukam. Das Gasthaus ist ein anschauliches Dokument der Orts- und Sozialgeschichte von Liedolsheim zur Barockzeit. |
100181222 | ||
| Doppelwohnhaus | Bächlestraße 56, 58 (Karte) |
Zweigeschossiger Fachwerkbau mit Satteldach mit niedrigem Massivsockel im Obergeschoss und im Giebel Zierfachwerk mit Viertelkreisbögen und K-Streben, traufseitige Erschließung, 17./18. Jahrhundert
Das giebelständig ausgerichtete Doppelwohnhaus war ursprünglich Bestandteil eines Gehöfts mit separaten Scheunen. Das Gebäude ist mit seinen Zierformen ein besonders anschauliches Beispiel für den Fachwerkbau in der nördlichen Oberrheinregion und dokumentiert den Wiederaufbau des Dorfes nach den umfassenden Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg. Es veranschaulicht frühneuzeitliche Wohn- und Lebensverhältnisse und ist ein hauskundlich interessantes Zeugnis der Ortsbau- und Siedlungsgeschichte von Liedolsheim. |
100191480 | ||
| Wohnhaus | Hauptstraße 18, 20 (Karte) |
Zweigeschossiges Fachwerkgebäude mit Krüppelwalmdach, über massivem Sockel errichtet, vorkragendes Obergeschoss, geschnitzte Eckständer, 1780 (i)
Das giebelständig ausgerichtete Fachwerkgebäude eines einstigen Gehöfts ist charakteristischer Bestandteil der überlieferten historischen Bausubstanz im alten Ortskern von Liedolsheim und belegt den Wiederaufbau des Dorfes nach den Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg. Es dokumentiert dabei die landwirtschaftliche Prägung des Siedlungsbildes in vormoderner Zeit und veranschaulicht die einstigen Wohn- und Lebensverhältnisse einer bäuerlichen Familie im 18. Jahrhundert. Das Wohnhaus besitzt ortsbau- und sozialgeschichtliche Bedeutung. |
100461936 | ||
| Doppelwohnhaus | Hauptstraße 21, 23 (Karte) |
Fachwerk über massivem Erdgeschoss, giebelständig, Satteldach, im linken Eckpfosten bezeichnet 1787
Das giebelständig ausgerichtete Fachwerkgebäude ist charakteristischer Bestandteil der überlieferten historischen Bausubstanz im alten Ortskern von Liedolsheim und belegt den Wiederaufbau des Dorfes nach den Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg. Es dokumentiert dabei die landwirtschaftliche Prägung des Siedlungsbildes in vormoderner Zeit und veranschaulicht die einstigen Wohn- und Lebensverhältnisse im 18. Jahrhundert. Die Giebelseite mit ihrem Zierfachwerk deutet auf einen gewissen Wohlstand des Bauherrn hin. Es besitzt ortsbau- und sozialgeschichtliche Bedeutung. |
100192166 | ||
| Wohnhaus | Hauptstraße 24 (Karte) |
Zweigeschossiges Fachwerkhaus mit massivem verputzten Kellersockel, Satteldach (nach Brand erneuert), Erschließung über seitliche segmentbogige Tordurchfahrt, bez. „17 HMH * ARAH 73“, 1773 (i)
Das traufständig ausgerichtete Fachwerkwohnhaus eines einstigen Gehöfts ist wichtiger Bestandteil der überlieferten historischen Bausubstanz im alten Ortskern von Liedolsheim und belegt den Wiederaufbau des Dorfes nach den Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg. Es dokumentiert dabei die landwirtschaftliche Prägung des Siedlungsbildes in vormoderner Zeit und veranschaulicht die einstigen Wohn- und Lebensverhältnisse einer bäuerlichen Familie im 18. Jahrhundert. Das Gebäude besitzt ortsbau- und sozialgeschichtliche Bedeutung. |
100192198 | ||
| Gasthaus Zur alten Brauerei | Hauptstraße 29 (Karte) |
Zweigeschossiges verputztes Gebäude mit hohem Kellersockel, Walmdach mit Aufschiebling, seitlich große segmentbogige Tordurchfahrt, Erschließung über einläufige Außentreppe, im Erdgeschoss Segmentbogenfenster mit Keilstein; Saalanbau, eingeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach; 1927/28 im Auftrag des Bierbrauers Karl Ludwig Fürniß an der Stelle seines 1927 abgebrannten Gasthausanwesens errichtet
Das Gasthaus Zur alten Brauerei befindet sich in Liedolsheim in markanter Ecklage an einer Hauptverkehrsachse des Dorfes. Seine zentrale Lage belegt die wichtige Bedeutung, welche Landgasthäusern ehemals in den Dörfern als Treffpunkt des öffentlichen Lebens zukam. Das Gasthaus ist ein anschauliches Dokument der Orts- und Sozialgeschichte von Liedolsheim im 19. und früheren 20. Jahrhundert. Mit dem überlieferten Saalanbau dokumentiert das Gasthaus darüber hinaus eine typische Entwicklung in jener Zeit und spiegelt den sich verändernden Zeitgeschmack und die wechselnden Anforderungen an ein Gasthaus im 19. und 20. Jahrhundert wider. Es besitzt somit auch kulturgeschichtliche Aussagekraft. |
100192235 | ||
| Gehöft | Hauptstraße 35 (Karte) |
18. Jahrhundert, bestehend aus:
Das Gehöft liegt im alten Ortskern von Liedolsheim und prägt mit seinem giebelständig ausgerichteten Wohnhaus das Ortsbild des ehemals landwirtschaftliche geprägten Dorfes. Das Wohnhaus ist mit seinen Zierformen ein anschauliches Beispiel für den Fachwerkbau in der nördlichen Oberrheinregion und dokumentiert den Wiederaufbau des Dorfes nach den umfassenden Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg. Das Gehöft veranschaulicht frühneuzeitliche Wohn- und Lebensverhältnisse einer bäuerlichen Familie im 18. Jahrhundert und ist ein hauskundlich interessantes Zeugnis der Ortsbau- und Siedlungsgeschichte von Liedolsheim. |
100194518 | ||
| Gehöft | Hauptstraße 34, 36 (Karte) |
1. Hälfte 18. Jahrhundert, bestehend aus:
Das Gehöft mit dem zur Hauptstraße giebelständig ausgerichteten Fachwerkwohnhaus ist wichtiger Bestandteil der überlieferten historischen Bausubstanz im alten Ortskern von Liedolsheim und belegt den Wiederaufbau des Dorfes nach den Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg. Mit seinen überlieferten Nebengebäuden dokumentiert es anschaulich die landwirtschaftliche Prägung des Siedlungsbildes in vormoderner Zeit und veranschaulicht die einstigen Wohn- und Lebensverhältnisse einer bäuerlichen Familie im 18. Jahrhundert. Das Gehöft besitzt ortsbau- und sozialgeschichtliche Bedeutung. |
96587433 | ||
| Ev. Pfarrhaus | Hauptstraße 54 (Karte) |
Zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Walmdach, Bruchsteinaußenmauern, Innenwände Fachwerk, Sandsteinecklisenen, Fenster-, Türlaibungen und Gesimse aus Sandstein, erbaut 1755; Garten mit Einfriedung, zugehörige Mauer mit Torbogen
Das stattliche Anwesen ist ein charakteristisches Beispiel für einen barocken Pfarrsitz auf dem Land und nimmt aufgrund seiner qualitätvollen Ausführung und seiner geschlossenen Erhaltung im Baubestand von Liedolsheim einen wichtigen Stellenwert ein. Durch seine Größe und prominente Lage neben der evangelischen Kirche prägt es das Erscheinungsbild im Norden des alten Ortskerns wesentlich. Mitsamt der Einfriedung und dem überlieferten Pfarrgarten veranschaulicht das Anwesen die Lebens- und Wohnverhältnisse eines evangelischen Ortsgeistlichen im 18. Jahrhundert. Seine Lage und Gestaltung vermitteln einen repräsentativen Charakter, der die gesellschaftliche Stellung und Bedeutung des Pfarrers in der Gemeinde verdeutlicht. Für die Orts- und Kirchengeschichte von Liedolsheim ist das Pfarrhaus von hohem Wert. |
100194555 | ||
| Denkmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges | Hauptstraße 54 (Karte) |
Findling mit Inschriftentafel, 1922 eingeweiht
Das Gefallenendenkmal ist ein Dokument der lokalen Erinnerungskultur und bezeugt anschaulich die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf die Geschichte des Ortes. |
100461661 | ||
| Ev. Kirche | Hauptstraße 60 (Karte) |
Verputzte Hallenkirche mit polygonalem Chorhaupt, verputzter Westturm mit Eckquaderung und Knickhelm, im Inneren Predigtsaal mit Empore, Wandkruzifix von 1762, Stieffell-Orgel von 1794, Vorgängerbau im polnischen Erbfolgekrieg abgebrannt 1734, auf den vorhandenen Fundamenten unter Beibehaltung der unteren drei Turmgeschosse und der mittleren Teile der Langhausmauern erbaut 1736 bis 1738, Sandsteinportal am Turmeingang und Turmerhöhung von 1887
Eine Kirche wurde in Liedolsheim erstmals 1504 erwähnt, wobei das Patrozinium nicht überliefert ist. Der Vorgängerbau der heutigen Kirche wurde 1734 im polnischen Erbfolgekrieg abgebrannt. Der Wiederaufbau erfolgte bereits 1736 bis 1738 auf den vorhandenen Fundamenten und unter Beibehaltung der unteren drei Turmgeschosse und der mittleren Teile der Langhausmauern. Das Sandsteinportal am Turmeingang und die Turmerhöhung gehen hingegen auf Umbauten im Jahr 1887 zurück. Die evangelische Kirche ist ein charakteristisches Beispiel für einen schlichten Kirchenbau des 18. Jahrhunderts auf dem Lande mit Predigtsaal und hat zentrale Bedeutung für die Orts- und Kirchengeschichte von Liedolsheim. Sie dokumentiert die lange Tradition des Standortes und besitzt somit auch für die Siedlungsgeschichte des Ortes wichtige Aussagekraft. |
100461689 | ||
| Denkmäler auf dem Gelände des Friedhofes:
- Kruzifix |
Hauptstraße 56 (Karte) |
Gusseisernes Kreuz auf Sandsteinsockel mit Inschrift, erinnert an die Friedhofserweiterung im Jahr 1856;
Die Denkmäler auf dem Gelände des heutigen Friedhofs von Liedolsheim erinnern an unterschiedliche Ereignisse, die für die Ortsgeschichte von Liedolsheim von wichtiger Bedeutung waren. Als Zeugnisse der lokalen Erinnerungskultur besitzen sie dokumentarischen Wert. So verweist das gusseiserne Kruzifix auf die Friedhofserweiterung im Jahr 1856. Das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71 ist ein zeittypisches und charakterististisches Zeugnis des Patriotismus wie auch der bürgerlichen Monarchenverehrung im späten 19. Jahrhundert. Die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf die Geschichte des Ortes bezeugt ein Gefallenendenkmal an der Südwestseite des Friedhofs. |
100192098 | ||
| Wohnhaus eines ehem. Gehöfts | Hauptstraße 87 (Karte) |
Fachwerkhaus mit Torfahrtflügel, Bruchsteinsockel, Gewölbekeller, giebelständig, bezeichnet „HMD 172x“
Das giebelständig ausgerichtete Fachwerkwohnhaus eines einstigen Gehöfts ist charakteristischer Bestandteil der überlieferten historischen Bausubstanz im alten Ortskern von Liedolsheim und belegt den Wiederaufbau des Dorfes nach den Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg. Es dokumentiert dabei die landwirtschaftliche Prägung des Siedlungsbildes in vormoderner Zeit und veranschaulicht die einstigen Wohn- und Lebensverhältnisse einer bäuerlichen Familie Anfang im 18. Jahrhundert. Das Gebäude besitzt ortsbau- und sozialgeschichtliche Bedeutung. |
100194723 | ||
| Gehöft | Hauptstraße 91 (Karte) |
Bestehend aus: Wohnhaus, zweigeschossiges Fachwerkgebäude, massiver verputzter Sockel, Satteldach, Zierfachwerk, bez. 1771 (i); rückwärtiges Ökonomiegebäude und Hoffläche (Sachgesamtheit)
Das Gehöft mit dem zur Hauptstraße giebelständig ausgerichteten Fachwerkwohnhaus ist wichtiger Bestandteil der überlieferten historischen Bausubstanz im alten Ortskern von Liedolsheim und belegt den Wiederaufbau des Dorfes nach den Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg. Mit seinen überlieferten Nebengebäuden dokumentiert es die landwirtschaftliche Prägung des Siedlungsbildes in vormoderner Zeit und veranschaulicht die einstigen Wohn- und Lebensverhältnisse einer bäuerlichen Familie im 18. Jahrhundert. Das Gehöft besitzt ortsbau- und sozialgeschichtliche Bedeutung. |
100195160 | ||
| Orgel in der kath. Kirche St. Pankratius | Kirchfeldstraße 47 (Karte) |
Von Mathias Burkard 1881 gebaut, 1960 aus der kath. Pfarrkirche Leimen/RNK übernommen
Die Orgel in der katholischen Filialkirche St. Pankratius befand sich ursprünglich in der katholischen Pfarrkirche in Leimen im Rhein-Neker-Kreis. Sie wurde 1960 von dort übernommen, um in Liedolsheim den neu errichteten Kirchenbau mit einer Orgel auszustatten. Die Orgel wurde 1881 von Mathias Burkard gebaut und ist ein Zeugnis für den südwestdeutschen Orgelbau in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. |
103058482 |
Rußheim
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Hinteres Schulhaus | Geißstraße 24 (Karte) |
Zweites Schulhaus, zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach, Fassade mit Backsteingliederung, Lisenen, Brüstungsgesims und Bogenfries entlang der Ortgänge, im Inneren massiv gemauerter gewölbter Keller, 1868 (a)
Das Schulhaus von Rußheim wurde Ende der 1860er-Jahre errichtet und ist ein Beispiel für den ländlichen Schulbau im einstigen Großherzogtum Baden. An dem für eine kleine Landgemeinde repräsentativen Erscheinungsbild lässt sich der Anspruch und der wichtige gesellschaftliche Stellenwert ablesen, den die Schulbildung Ende des 19. Jahrhunderts einnahm. Wie für Schulbauten dieser Zeitstellung üblich, war im Erdgeschoss ehemals der große Schulsaal untergebracht, im Obergeschoss befand sich die Lehrerwohnung. Die einstige Schule ist Zeugnis der Orts- und Bildungsgeschichte Rußheims in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. |
100195547 | ||
| Schleifmühle | Grabener Straße 1 (Karte) |
Mühlenstandort erstmals erwähnt 1566, Mahlmühle mit einem Malgang um 1700, Mühle neu aufgebaut mit 3 Mahlgängen und einem Schälgang 1839, Gebäudekomplex bestehend aus:
Die sog. Schleifmühle wurde bereits 1566 erwähnt und liegt südlich des historischen Ortskerns von Rußheim in topographisch-charakteristischer Lage am Flusslauf der Pfinz. Mit den überlieferten Wasserbauten und Nebengebäuden veranschaulicht das Mühlanwesen die traditionsreiche und jahrhundertelange Nutzung der Wasserkraft vom 16. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert und ist ein aussagekräftiges Dokument der Technikgeschichte. Darüber hinaus besitzt die Schleifmühle als einer der wichtigsten dörflichen Sonderbauten für die Landwirtschaftsgeschichte von Rußheim seit dem Mittelalter wichtige Aussagekraft. |
100195773 | ||
| Waldmühle | Grabener Straße 7 (Karte) |
Mühlenstandort seit dem 15. Jahrhundert, Mühlanlage in Betrieb bis in die 1960er-Jahre, Gebäudekomplex bestehend aus:
Der Standort sog. Waldmühle besitzt eine lange Tradition und geht auf das 15. Jahrhundert zurück. Das Mühlenanwesen liegt südlich des historischen Ortskerns von Rußheim in topographisch-charakteristischer Lage am Flusslauf der Pfinz. Mit den überlieferten Wasserbauten und Nebengebäuden veranschaulicht die Waldmühle die traditionsreiche und jahrhundertelange Nutzung der Wasserkraft vom 15. Jahrhundert bis in die 1960er-Jahre und ist mit der Mühlanlage ein aussagekräftiges und anschaulich überliefertes Dokument der Technikgeschichte. Darüber hinaus besitzt die Mühle als einer der wichtigsten dörflichen Sonderbauten für die Landwirtschaftsgeschichte von Rußheim seit dem Mittelalter wichtige Aussagekraft. |
100195812 | ||
| Hakengehöft | Herrgottstraße 5, 7 (Karte) |
Doppelhaus mit Wirtschaftsgebäuden, Mitte 19. Jahrhundert; eingeschossiger Fachwerkbau auf Bruchsteinsockel, giebelständig, Satteldach; Doppelstallscheune; Holzschuppen; Hoffläche (Sachgesamtheit)
Das Gehöft mit dem giebelständig ausgerichteten Fachwerkwohnhaus ist wichtiger Bestandteil der überlieferten historischen Bausubstanz im Ortskern von Rußheim. Mit seinen überlieferten Nebengebäuden dokumentiert es anschaulich die landwirtschaftliche Prägung des Siedlungsbildes im 19. Jahrhundert und veranschaulicht die einstigen Wohn- und Arbeitsverhältnisse einer bäuerlichen Familie. Das Gehöft besitzt ortsbau- und sozialgeschichtliche Bedeutung. |
100195853 | ||
| Wohnhaus | Hinterstraße 41 (Karte) |
Zweigeschossiger, giebelständiger Fachwerkbau über Sandsteinsockel, Satteldach, erbaut 1763 für Johannes Geiß
Das giebelständig ausgerichtete Fachwerkgebäude eines einstigen Gehöfts ist wichtiger Bestandteil der überlieferten historischen Bausubstanz im alten Ortskern von Rußheim. Es dokumentiert dabei die landwirtschaftliche Prägung des Siedlungsbildes in vormoderner Zeit und veranschaulicht die einstigen Wohn- und Lebensverhältnisse einer bäuerlichen Familie im 18. Jahrhundert. Das Gebäude ist ein ortsbau- und sozialgeschichtliches Zeugnis. Mit dem überlieferten Namen des Bauherrn besitzt es überdies Aussagekraft für die Ortsgeschichte von Rußheim. |
100195983 | ||
| Wohnhaus | Huttenheimer Straße 12 (Karte) |
Zweigeschossiger, traufständiger Fachwerkbau auf Bruchsteinsockel, Satteldach, Zugang über Sandsteinaußentreppe, um 1770 erbaut
Das traufständig ausgerichtete Fachwerkwohnhaus eines einstigen Gehöfts ist charakteristischer Bestandteil der überlieferten historischen Bausubstanz im alten Ortskern von Rußheim. Es dokumentiert dabei die landwirtschaftliche Prägung des Siedlungsbildes in vormoderner Zeit und veranschaulicht die einstigen Wohn- und Lebensverhältnisse einer bäuerlichen Familie im 18. Jahrhundert. Die Giebelseite mit ihrem Zierfachwerk deutet auf einen gewissen Wohlstand des Bauherrn hin. Das Gebäude besitzt ortsbau- und sozialgeschichtliche Bedeutung. |
100196043 | ||
| Ev. Kirche | Kirchbergstraße 23 (Karte) |
Neugotische Hallenkirche aus rotem Sandstein, mit angesetztem oktogonalen Chor, drei Eingänge in Turmfassade, Fenster unterhalb der Empore als doppelte Spitzbogenfenster, oberhalb der Empore und im Chor als große Spitzbogenfenster ausgebildet, 1873 nach Plänen von Franz Serger erbaut, Orgelgehäuse von 1876, Orgelbauer Mathias Burkard
Ein dem hl. Michael geweihter Kirchenbau wurde in Rußheim 1248 erwähnt. Der heutige Kirchenbau entstand jedoch östlich des alten, später abgebrochenen Gotteshauses 1875/76. Er zeichnet somit eine charakteristische Entwicklung in Landgemeinden im 19. Jahrhundert nach, als die vorherigen Gotteshäuser baufällig und zu klein geworden waren und durch Neubauten ersetzt wurden. Die evangelische Kirche in Rußheim wurde dem damaligen Zeitgeschmack entsprechend in neugotischen Formen errichtet. Sie ist ein charakteristisches Beispiel für einen historistischen Kirchenbau des 19. Jahrhunderts auf dem Lande und hat zentrale Bedeutung für die Orts- und Kirchengeschichte von Rußheim. |
100196092 | ||
| Gefallenendenkmal | Kirchbergstraße 23 (Karte) |
Gewidmet den Gefallenen des Krieges 1870/71, ergänzt durch die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, gestufte Stele aus rotem Buntsanstein mit Darstellung eines Soldaten mit Stahlhelm sowie eingelassenen Schrifttafeln, bekrönende Adlerfigur, spätes 19. Jahrhundert
Das Gefallendenkmal vor der evangelischen Pfarrkirche von Rußheim erinnert an die gefallenen Soldaten von 1870/71 und memoriert den Sieg über Frankreich und die daraus resultierende deutsche Reichsgründung in Versailles. Das Denkmal hat Bedeutung für die Entwicklung und Gestaltung von Kriegerdenkmälern im Kaiserreich und für die lokale, nationalpatriotisch gefärbte Gedenkkultur gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Durch Tafeln mit den Namen der Gefallenen von 1914–18 ergänzt, dokumentiert es überdies die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf die Gemeinde. |
100196138 | ||
| Gehöft | Rheinstraße 13 (Karte) |
Wohnhaus mit Scheune; zweigeschossige, giebelständige Fachwerkhaushälfte mit Zierfachwerk, Satteldach, am Eckständer bezeichnet 1687; mit massiver Scheune; Hoffläche (Sachgesamtheit)
Das Gehöft mit dem giebelständig ausgerichteten Fachwerkwohnhaus gehört aufgrund seines Alters zu den ältesten Gebäuden in Rußheim. Als seltener Bestandteil der überlieferten historischen Bausubstanz aus dem 17. Jahrhundert besitzt es wichtige Aussagekraft für die Siedlungsgeschichte des Ortes und ist überdies für die Gefügekunde von Interesse. Mit seinen überlieferten Nebengebäuden dokumentiert es anschaulich die landwirtschaftliche Prägung des Siedlungsbildes in vormoderner Zeit und veranschaulicht die einstigen Wohn- und Arbeitsverhältnisse einer bäuerlichen Familie im 17. Jahrhundert. Das Gehöft ist somit auch von wirtschafts- und sozialgeschichtlichem Wert. |
100196166 | ||
| Altes Rathaus | Rheinstraße 22 (Karte) |
Zweigeschossiger Massivbau, verputzt, Satteldach, Erdgeschoss an der straßenseitigen Giebelfront mit Quadermauerwerk und Segmentbogen sowie Erschließung über Eingangstreppe mit Vorhalle, Stockwerksgesims, Obergeschoss mit Rundbogenfenstern, Sandsteingewände, kreisrunder Okulus im Giebel, teilunterkellert, Gewölbekeller, 1842 errichtet; rückwärtig giebelständige Scheune, verputzter Massivbau mit Rundbogenarkatur, Mitte 19. Jahrhundert (Sachgesamtheit)
Der zwar schlichte, aber in seinen Grundformen repräsentative Bau ist in Kubatur und Architektursprache ein charakteristisches Beispiel eines Rathausbaus Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Fassadenaufbau mit dem Quadermauerwerk im Erdgeschoss, die Größe des Gebäudes, seine zentrale Lage im Ortskern und die Fensterformen heben den Bau als einstigen Sitz der Ortsverwaltung im Gesamtbild von Rußheim hervor. Es ist nicht nur ein anschauliches Zeugnis des Verwaltungsbaus im Königreich Württemberg, sondern besitzt auch ortsgeschichtliche Bedeutung. |
100196568 | ||
| Gehöft | Rheinstraße 24 (Karte) |
Bestehend aus Handwerkerwohnhaus, eingeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach sowie hohem Zwerchhaus, seitliche Tordurchfahrt, im Torbogen Bäckerzunftwappen und Datierung 18?7 (i); Seitengebäude; Scheune; Hoffläche
Das einstige Wohnhaus eines Bäckers ist Teil einer Hofanlage im alten Ortskern von Rußheim. Mit den überlieferten Nebengebäuden überliefert es anschaulich die einstigen Arbeits- und Lebensverhältnisse einer Handwerkerfamilie im 19. Jahrhundert. Es besitzt Bedeutung für die Orts- und Sozialgeschichte. |
100196620 |
Einzelnachweise
Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.