Liste der Kulturdenkmale in Pfronstetten
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In der Liste der Kulturdenkmale in Pfronstetten sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Pfronstetten im Landkreis Reutlingen in Baden-Württemberg aufgelistet.

Legende
Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.
- Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen:

- Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
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- Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
- Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
- ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Abkürzungen
- Bei Datierungen: a = archivalisch, d = dendrochronologische Untersuchung, gk = gefügekundlich, i = inschriftlich, s = stilistisch
- P = Denkmaleigenschaft wird geprüft
Kulturdenkmale nach Ortsteilen
Aichelau
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Ventilbrunnen | Franz-Arnold-Straße 19 (Karte) |
Gusseiserner Brunnenstock mit Aufsatz für Wegweiser (Schilder fehlen), genieteter Metalltrog, 2. Hälfte 19. Jahrhundert
Der Brunnen ist ein charakteristisches Beispiel für einen Ventilbrunnen aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, als durch die Entwicklung der industriellen Eisengussherstellung relativ preiswerte Brunnen mit Architekturschmuckgliedern seriell gefertigt werden konnten. Er ist zudem ein Zeugnis der historischen Wasserversorgung in Aichelau vor Einführung eines modernen Wasserleitungsnetzes. Mit seinem zentralen Aufstellungsort an einer Straßengabelung ist er ein wichtiges ortsbildprägendes Element. |
102263664 | ||
| Waaghaus | Franz-Arnold-Straße 34 (Karte) |
Eingeschossiges Wellblechhäuschen, Wiegebrücke, im Inneren technische Einrichtung der Fuhrwerkswaage, um 1920
Die öffentlichen Waagen gehörten spätestens seit den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg zur Grundausstattung der landwirtschaftlich geprägten Gemeinden. Die wenigen noch erhaltenen Waaghäuschen dokumentieren somit einen wichtigen Teil des bäuerlichen Lebens. |
102433061 | ||
| Brunnentrog | Franz-Arnold-Straße 34 (Karte) |
Großer, steinerner Trog, möglicherweise ehemalige Viehtränke des Farrenstalls, 19./20. Jahrhundert
An dem langen Brunnentrog, der vermutlich zum einstigen Farrenstall gehörte, wurde das Vieh getränkt. Er ist ein anschauliches Zeugnis der Wasserversorgung auf dem Dorf vor Anlage eines flächendeckenden modernen Wasserleitungsnetzes. |
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| Kath. Pfarrhaus | Franz-Arnold-Straße 42 (Karte) |
Zweigeschossig, massives, verputztes Erdgeschoss, Sichtfachwerk mit Zierelementen in Obergeschoss und Giebeln, 17. Jahrhundert; samt Teilen der Garteneinfriedung mit Tor
Das katholische Pfarrhaus erhebt sich in prominenter Lage am zentralen Kreuzungspunkt der drei Hauptachsen von Aichelau. Das stattliche Gebäude belegt mit seinen aufwendigen Zierformen die Bedeutung und gehobene gesellschaftliche Stellung des Pfarrers in der Gemeinde und ist somit wichtiges Dokument der Kirchen- und Ortsgeschichte in der Frühen Neuzeit. Darüber hinaus ist das Fachwerkgebäude als Zeugnis des regionalen Zimmermannshandwerks im 17. Jahrhundert und auch hauskundlich bedeutend. |
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| Ventilbrunnen mit Wegweiser | Franz-Arnold-Straße 42 (Karte) |
Reich ornamentierter, gusseiserner Brunnenstock, aufgesetzter Wegweiser mit drei Richtungsschildern, 2. Hälfte 19. Jahrhundert
Der Brunnen ist ein charakteristisches Beispiel für einen Ventilbrunnen aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, als durch die Entwicklung der industriellen Eisengussherstellung relativ preiswerte Brunnen mit Architekturschmuckgliedern seriell gefertigt werden konnten. Er ist zudem ein Zeugnis der historischen Wasserversorgung in Aichelau vor Einführung eines modernen Wasserleitungsnetzes. Mit seinem zentralen Aufstellungsort an einer Straßengabelung ist er ein wichtiges ortsbildprägendes Element. Mit den Wegweisern ist er darüber hinaus ein Dokument des historischen Verkehrswegenetzes. |
102209223 | ||
| Kath. Pfarrkirche St. Laurentius | Friedhofgasse 10 (Karte) |
Saalkirche mit Westturm und eingezogenem, flach schließendem Chor, im Inneren Hochaltar, spätes 17. Jahrhundert, Seitenaltäre um 1760/70, Orgelprospekt mit Wappen des Zwiefaltener Abtes Augustin Stegmüller (gest. 1774), einschließlich weiterer Ausstattung, Kirche 18. Jahrhundert mit älterem Kern; Kirchhof mit umgebender Mauer, Portal mit Figurennische und Heiligenfigur; am Turm Gefallenendenkmal
Die katholische Kirche St. Laurentius in Aichelau ist ein Beispiel eines ländlichen Sakralbaus einer ursprünglich eigenständigen Pfarrei und späteren Filialkirche des Klosters Zweifalten, der im 17. und 18. Jahrhundert eine barocke Umgestaltung des Inneren erfuhr. In der künstlerisch anspruchsvollen, barocken Ausstattung lassen sich u. a. Bedeutung, Einfluss und Machtanspruch der Abtei Zwiefalten ablesen, der es 1750 gelang, sich gegenüber Württemberg freizukaufen und die Reichsunmittelbarkeit zu erlangen. Die Kirche in Aichelau ist somit nicht nur ein aussagekräftiges Zeugnis der Ortsbaugeschichte, sondern besitzt auch wichtige Bedeutung für die Kirchengeschichte der ehemals zum Herrschaftsbereich von Zwiefalten gehörenden Region. |
1212361 | ||
| Schul- und Rathaus | Hayinger Straße 2 (Karte) |
Zweigeschossiges verputztes Gebäude mit Satteldach, Fensterverdachungen, Glockentürmchen, im Inneren Ausstattung aus der Erbauungszeit, errichtet vom Schultheiß Josef Wörz, 1890
Der stattliche ortsbildprägende und im Zentrum von Aichelau gelegene Bau ist ein anschaulich überliefertes Beispiel des ländlichen Schul- und Rathausbaus Ende des 19. Jahrhunderts sowie wichtiges Dokument der Orts- und Verwaltungsgeschichte. Auf die öffentliche Funktion des Gebäudes verweist bereits der rechteckige Dachreiter für die Glocke. Bezeichnend für diesen Bautyp ist zudem seine Doppelfunktion, die auch heute noch an den beiden separaten Eingängen und im Innern an der nahezu unveränderten Grundrissdisposition ablesbar ist. Im Erdgeschoss des Rathausteils war traditionell die Feuerwehrremise untergebracht, erkennbar an dem großen Einfahrtstor. |
102208875 | ||
| Wegkreuz | Bergäcker (Karte) |
Gedenkkreuz, Sandsteinsockel mit Inschrift, gusseisernes Kruzifix, 1892 (i)
Das nördlich von Aichelau an einer Weggabelung gelegene Wegkreuz ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität Ende des 19. Jahrhunderts. Es ist charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der traditionell katholisch geprägten Region um Pfronstetten, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. Durch die Inschrift auf dem Sockel, die an den am Aufstellungsort verstorbenen Jakob Schmid erinnert, erhält es überdies ortsgeschichtliche Aussagekraft. |
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| Wegkapelle | Steighalde (Karte) |
Kleines, hölzernes Gebäude mit Altar, neugotische Formen, gestiftet und gefertigt vom Wagner Stokmeyer (Aichelau), um 1900
Die südlich von Aichelau am Waldrand gelegene Wegkapelle ist Zeugnis einer gelebten Religiosität aus der Zeit um 1900 und ein wichtiges Element in der Kulturlandschaft der traditionell katholisch geprägten Region um Pfronstetten. Mit ihrer für Entstehungszeit charakteristischen Formensprache - gefertigt und gestiftet von dem Wagner Stokmeyer aus Aichelau - ist sie ein anschauliches Beispiel einer privaten Andachtsstätte, die überdies Bedeutung für die Ortsgeschichte besitzt und die Fertigkeiten des lokalen Handwerks aus der Zeit um 1900 dokumentiert. |
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Aichstetten
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Zehntscheune des Klosters Zwiefalten | Aichelauer Straße 18 (Karte) |
Rundbogiges Eingangstor, im Giebel vierpassförmige Lüftungsöffnungen, nachträglich eingebauter Stall, 18. Jahrhundert
Der stattliche, langgestreckte Scheunenbau ist ortsbildprägender Bestandteil der Bebauung an der Hauptachse des landwirtschaftlich geprägten Straßendorfes. Als ehemalige Zehntscheune des Klosters Zwiefalten ist das Gebäude ein wichtiges Dokument der Orts- und Herrschaftsgeschichte von Aichstetten. |
102481605 | ||
| Ventilbrunnen | Aichelauer Straße 30 (Karte) |
Gusseiserner Brunnenstock, genieteter Metalltrog, um 1880
Der Brunnen ist ein charakteristisches Beispiel für einen Ventilbrunnen aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, als durch die Entwicklung der industriellen Eisengussherstellung relativ preiswerte Brunnen mit Architekturschmuckgliedern seriell gefertigt werden konnten. Er ist zudem ein Zeugnis der historischen Wasserversorgung in Aichstetten vor Einführung eines modernen Wasserleitungsnetzes. |
102481777 | ||
| Scheune mit Gemeindebackhaus (bis 1842 Gemeindeschafstall) | Aichelauer Straße 31 (Karte) |
Verputztes eingeschossiges Gebäude mit Satteldach, Einbau des Backhauses, 1842, im Backraum zwei Öfen, bezeichnet Jakob Rilling, Nehren-Tübingen, 19. Jahrhundert, Einbau einer Feuerwehrremise, um 1888
In Württemberg bestand nach einem Erlass von 1835 für die Gemeinden die Verpflichtung, aus Gründen der Holzersparnis und zur Verringerung der Feuergefahr öffentliche Backhäuser zu bauen. Dabei wurden oftmals auch bestehende Gebäude umgenutzt, wobei die Unterbringung von mehreren Funktionen in einem Gebäude insbesondere für kleinere Gemeinden charakteristisch war. Das anschaulich überlieferte Gemeindebackhaus, das im Gemeindeschaftstall eingerichtet wurde, ist somit ein typischer Vertreter jener Funktionsbauten, die im 19. Jahrhundert für die öffentliche Nutzung durch das Gemeinwesen entstanden. Die Scheune mit heute noch funktionsfähigem Backhaus ist ein aussagekräftiges Zeugnis der der dörflichen Arbeits- und Lebenswelt des 19. Jahrhunderts. |
102482071 | ||
| Wegkapelle | Kirchbühl (Karte) |
Putzbau mit Satteldach, Segmentbogennische, Tafelbild mit Darstellung einer Marienkrönung, 18./19. Jahrhundert
Die an der Landstraße zwischen Aichstetten und Tigerfeld gelegene Kapelle ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten Religiosität im 18./19. Jahrhundert. Die Wegkapelle, die der privaten Andacht dient, ist charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der traditionell katholisch geprägten Region um Pfronstetten, welche seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. |
102268304 | ||
| Bildstock | Grosser Acker (Karte) |
Säule mit Postament, tabernakelartiger Aufsatz (beschädigt) mit Reliefdekor an den Außenseiten, 1820 (i)
Der Bildstock mit (beschädigten) Aufsatz vertritt einen in Pfronstetten verbreiteten Typus eines Andachtsbildes in der Feldflur, in Dörfern und an Straßen. Er ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität im zu Beginn des 19. Jahrhunderts und charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region um Pfronstetten, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. |
102270840 | ||
| Bildstock | Reis (Karte) |
Säule mit Postament, am Säulenhals Girlandendekor, tabernakelartiger Aufsatz mit geschweiftem Dach, rundbogige Bildnische (leer), 1806 (i)
Der Bildstock mit seinem geschweiften Aufsatz vertritt einen in Pfronstetten verbreiteten Typus eines Andachtsbildes in Feldflur, Dörfern und an Straßen. Er ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität zu Beginn des 19. Jahrhunderts und charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region um Pfronstetten, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. |
102270893 | ||
| Wegkreuz | Marktweg 6 (Karte) |
Steinerner Sockel mit Inschrift, gusseisernes Kruzifix, 1918
Das westlich von Aichelau an der Landstraße nach Pfronstetten gelegene Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität Anfang des 20. Jahrhunderts. Es ist charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der traditionell katholisch geprägten Region um Pfronstetten, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. |
102270968 | ||
| Bildstock | Nach Pfronstetten (Karte) |
Kunststein, tabernakelartiger Aufsatz mit Satteldach, Nische mit Reliefbild der Muttergottes, Inschrift, um 1945
Der Bildstock mit seinem Aufsatz vertritt einen in Pfronstetten verbreiteten Typus eines Andachtsbildes in der Feldflur, in Dörfern und an Straßen. Er ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität Mitte des 20. Jahrhunderts und belegt die lange Tradition solch charakteristischer Elemente in der Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region um Pfronstetten. Als eine gegen Ende des Zweiten Weltkriegs errichtete Andachtsstätte besitzt der Bildstock auch ortsgeschichtliche Bedeutung. |
102271076 | ||
| Wegkreuz | Marktweg (Karte) |
Mehrfach gestufter Steinsockel, Inschriftfelder, gusseisernes Kruzifix mit Dreipassenden, gestiftet von Anna Jaudas, 1870
Das östlich von Aichelau an der Landstraße nach Hayingen gelegene Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es ist ein charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der traditionell katholisch geprägten Region um Pfronstetten, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. Mit der Stifterinschrift besitzt es überdies ortsgeschichtliche Bedeutung. |
102482219 |
Geisingen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Wegkreuz | Wegscheide (Karte) |
Steinerner Sockel, gusseisernes Kreuz in neugotischen Formen, am Kreuzstamm Relief mit Darstellung der Himmelfahrt Mariä, bezeichnet 1881
Das nordwestlich von Geisingen gelegene Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es ist ein charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der traditionell katholisch geprägten Region um Pfronstetten, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. Das qualitätvoll gestaltete Kreuz ist überdies ein Beispiel des industriellen Eisengusses und der seriellen Fertigung nach künstlerischen Vorlagen im 19. Jahrhundert. |
102271182 | ||
| Wirtshausschild des Gasthauses Zum Hirsch | Kettenacker Straße 16 (Karte) |
Vollplastische Figur eines Hirschs auf einfacher Standplatte, 19. Jahrhundert
Die vollplastische Figur des 19. Jahrhunderts ist ein Hinweis auf den traditionsreichen Standort des Gasthauses Zum Hirsch und anschauliches Beispiel eines seriell hergestellten Artikels, der die Entwicklung des Kunstgewerbes und der industriellen Gusseisenproduktion im 19. Jahrhundert dokumentiert. |
102271464 | ||
| Backhaus | Kettenacker Straße 31 (Karte) |
Eingeschossig, verputzt, Satteldach, hoher Kamin, im Inneren zwei Backöfen, bezeichnet Konrad Eckle, Ulm, 1. Hälfte 19. Jahrhundert
In Württemberg bestand nach einem Erlass von 1835 für die Gemeinden die Verpflichtung, aus Gründen der Holzersparnis und zur Verringerung der Feuergefahr öffentliche Backhäuser zu bauen. Das anschaulich überlieferte Backhaus ist somit ein typischer Vertreter jener kleinen Funktionsbauten, die im 19. Jahrhundert für die öffentliche Nutzung durch das Gemeinwesen entstanden. Das heute noch funktionsfähige und mit historischer Ofenanlage erhaltene Backhaus ist ein aussagekräftiges Zeugnis der Kultur- und Technikgeschichte sowie der dörflichen Arbeits- und Lebenswelt des 19. Jahrhunderts. |
96614703 | ||
| Kapelle St. Erhard | Kettenacker Straße 36 (Karte) |
Saalbau mit polygonal schließendem Chor und Dachreiter im Westen, über dem Eingang bezeichnet, 1714 (i)
Die Kapelle St. Erhard ist ortsbildprägender Bestandteil der Bebauung im Dorfzentrum an der platzartigen Aufweitung der Kettenacker Straße, wo sich ehemals die Dorfhüle befunden hatte. Sie ist wichtiges Zeugnis der Kirchengeschichte des Ortes. Geisingen war seit 1089 Filialort von Zwiefalten und gehört seit dem 19. Jahrhundert zur katholischen Pfarrei Huldstetten. |
102208732 | ||
| Bauernhaus | Kettenacker Straße 52 (Karte) |
Eingeschossig, verputzt, Satteldach, freiliegendes Fachwerk im Giebel, 17./18. Jahrhundert
Das ortsbildprägende Gebäude liegt zentral an der Hauptachse von Gesingen. Es gehört zum historischen Hausbestand des 17./18. Jahrhunderts und besitzt wichtige Aussagekraft für die Ortsbau- und Siedlungsgeschichte. Darüber hinaus ist es ein anschauliches Dokument bäuerlichen Lebens in der Frühen Neuzeit. |
102208826 | ||
| Wegkreuz | Riegelishalde 5 (Karte) |
Kreuz und Korpus aus Holz, Wetterdach und Schutzbrett, bezeichnet 1909
Das nördlich von Geisingen an der Landstraße nach Huldstetten gelegene Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es ist ein charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der traditionell katholisch geprägten Region um Pfronstetten, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. |
102271330 | ||
| Wegkreuz | Nach Huldstetten (Karte) |
Kunststein, gedrungenes Kreuz mit Korpus, Inschrift, um 1945
Das nördlich von Geisingen an der Landstraße nach Huldstetten gelegene Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität Mitte des 20. Jahrhunderts und belegt die lange Tradition solch charakteristischer Elemente in der Kulturlandschaft der traditionell katholisch geprägten Region um Pfronstetten. Als eine mit Ende des Zweiten Weltkriegs errichtete Andachtsstätte besitzt das Wegkreuz auch ortsgeschichtliche Bedeutung. |
102271234 |
Huldstetten
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Bildstock | Reutlingen/Riedlingen (Karte) |
Säule, tabernakelartiger Aufsatz mit geschweiftem Dach, Kreuzigungsrelief, 18./19. Jahrhundert
Der Bildstock mit seinem geschweiften Aufsatz vertritt einen in Pfronstetten verbreiteten Typus eines Andachtsbildes in der Feldflur, den Dörfern und an Straßen. Er ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität im 18./19. Jahrhundert und charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region um Pfronstetten, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. |
102211101 | ||
| Bildstock | Steigäcker (Karte) |
Sandstein, Sockel mit Inschriftenfeldern in Maßwerkrahmen, Baldachin aus Kreuzrippen, um 1880
Der Bildstock ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität Ende des 19. Jahrhunderts und belegt die lange Tradition solch charakteristischer Elemente in der Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region um Pfronstetten. Die Andachtsstätte ist in neugotischen Formen gestaltet und entspricht damit dem Zeitgeschmack der Entstehungszeit, wobei sie mit dem Baldachin, unter dem eine Heiligenfigur aufgestellt ist, an den in der Region traditionellen und seit dem Barock verbreiteten Typus mit einem Taberankelaufsatz anknüpft. Mit der Stifterinschrift besitzt der Bildstock auch ortsgeschichtliche Bedeutung. |
102211122 | ||
| Hausfigur | Kirchstraße (Karte) |
In einer Nische an der Scheune qualitätvolle Marienfigur auf sternförmigem Sockel, Sandstein, wohl Mitte 18. Jahrhundert
Die qualitätvolle barocke Hausfigur ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität Mitte des 18. Jahrhunderts in der katholisch geprägten Region, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. |
102271798 | ||
| Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus und Agatha (§ 28) | Kirchstraße 30 (Karte) |
Saalbau mit flach schließendem Chor im Süden, Turm an der Nordseite des Kirchenschiffs, im Inneren Einzelskulpturen des späten 15. sowie 18. Jahrhunderts, Kirche unter Einbeziehung des Turms vom Vorgängerbau errichtet, 1843/44; Teile des Kirchhofs und umgebende Mauer; Beinhaus; Friedhofskreuz; Denkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs. (§ 2)
Huldstetten besaß zunächst eine kleine, 1141 geweihte Nikolauskapelle und gehörte seit 1412 zum Besitz des Klosters Zwiefalten. Als das Zwiefalter Herrschaftsgebiet 1803 durch die Säkularisation an das Kurfürstentum Württemberg fiel, wurde aus dem Territorium zunächst das württembergische Amt Zwiefalten gebildet, das wenige Jahre später im Oberamt Münsingen aufging. So wurde Huldstetten im Rahmen von Verwaltungsumstrukturierungen, welche auch den kirchlichen Bereich betrafen, im Jahr 1807 zunächst Kaplanei und 1829 eigenständige Pfarrei, die einen Kirchenneubau erforderlich machten. Die spätklassizistische, ortsbildprägende Kirche St. Nikolaus und Agatha ist somit nicht nur ein ortsbauliches und kirchengeschichtliches Dokument, sondern auch Zeugnis der seelsorgerischen Präsenz des württembergischen Staates im 19. Jahrhundert. |
1212369 | ||
| Bildstock | Nach Geisingen (Karte) |
Holz, am Stock Inschriftkartusche, tabernakelartiger Aufsatz mit Satteldach, verglaste Bildnische, 1861 (i)
Der Bildstock mit seinem tabernakelartigen Aufsatz vertritt einen in Pfronstetten verbreiteten Typus eines Andachtsbildes in der Feldflur, den Dörfern und an Straßen. Er ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität Mitte des 19. Jahrhunderts und charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region um Pfronstetten, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. |
102271753 |
Pfronstetten
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Wegkapelle | Dechenberg (Karte) |
Nikolauskapelle, eingeschossig, verputzt, Segmentbogennische, schmiedeeisernes Gitter, kleiner Altar, 18./19. Jahrhundert
Die an der Landstraße zwischen Pfronstetten und Tigerfeld gelegene Kapelle ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten Religiosität im 18./19. Jahrhundert. Die Wegkapelle, die der privaten Andacht diente, ist charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der traditionell katholisch geprägten Region um Pfronstetten, welche seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. |
102211319 | ||
| Bildstock | Innere Reuss (Karte) |
Sandstein, kurzer Pfeiler mit tabernakelartigem Aufsatz, rundbogige Bildnische (ehemals vergittert), Heiligenbild auf Metalltafel, 1706 (i)
Der barocke Bildstock mit Aufsatz vertritt einen in Pfronstetten verbreiteten Typus eines Andachtsbildes in Feldflur, Dörfern und an Straßen. Er ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität zu Beginn des 18. Jahrhunderts und charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region um Pfronstetten, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. |
102266522 | ||
| Bildstock | Steinich (Karte) |
Säule mit Postament, tabernakelartiger Aufsatz mit vier Bildnischen und geschweiften Giebeln, 18./19. Jahrhundert
Der Bildstock mit seinem geschweiften Aufsatz vertritt einen in Pfronstetten verbreiteten Typus eines Andachtsbildes in Feldflur, Dörfern und an Straßen. Er ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität im 18./19. Jahrhundert und charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region um Pfronstetten, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. |
96614936 | ||
| Mariensäule | Hauptstraße (Karte) |
Säule mit Postament, Marienbüste auf Halbkugel mit metallenem Sternenkranz (Kopie, Original seit 1990 in Aussegnungshalle des Friedhofs, Hauptstraße 46/1), am Postament bezeichnet, 1730 (i)
Die Mariensäule ist ein Vertreter einer Gruppe religiöser Kleindenkmale, die die Kulturlandschaft in der Region um Pfronstetten in besonderer Weise prägen, welche seit dem Spätmittelalter bis zum Ende der Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zweifalten gehörte. Die qualitätvoll gearbeitete Marienbüste ist ein Dokument barocker Steinmetzenkunst, das Original befindet sich seit 1990 in der Aussegnungshalle des Friedhofs. |
102271872 | ||
| Kath. Kirche St. Nikolaus [§ 28] | Hauptstraße 46 (Karte) |
Saalkirche mit eingezogenem, polygonal schließendem Chor, Westturm, im Inneren Skulpturen des 14. und 15. Jahrhunderts sowie Ausstattung 1. Viertel 18. Jahrhundert, Kirche unter Einbeziehung des Turms vom Vorgängerbau errichtet, 1712 (i), geweiht 1736 (a), Turmsatteldach von 1974 (Kirche renoviert 1985); mit Kirchhof, Einfriedungsmauer, Gefallenendenkmal und Lourdesgrotte [§ 2]
Die katholische Kirche St. Nikolaus in Pfronstetten ist ein Beispiel eines ländlichen, seit dem 12. Jahrhundert belegten Sakralbaus, der im 1. Viertel des 18. Jahrhunderts barock umgestaltet und schließlich 1736 dem hl. Nikolaus geweiht wurde. Hierin lassen sich u. a. Bedeutung, Einfluss und Machtanspruch der Abtei Zwiefalten ablesen, der es 1750 gelang, sich gegenüber Württemberg freizukaufen und die Reichsunmittelbarkeit zu erwerben. Die Kirche in Pfronstetten ist somit nicht nur ein aussagekräftiges Zeugnis der Ortsbaugeschichte, sondern besitzt Aussagekraft für die Kirchengeschichte der ehemals zum Herrschaftsbereich von Zwiefalten gehörenden Region. Der Einfluss des Klosters spiegelt sich in der künstlerisch anspruchsvollen, barocken Ausstattung wider. |
102211179 | ||
| Bildstock (vom benachbarten Grundstück Flstnr. 157 versetzt) | Lindenstraße (Karte) |
Säule mit Postament, tabernakelartiger Aufsatz mit geschweiftem Giebel, Relief des Hl. Georg (erneuert), 18./19. Jahrhundert
Der Bildstock mit seinem geschweiften Aufsatz vertritt einen in Pfronstetten verbreiteten Typus eines Andachtsbildes in der Feldflur, den Dörfern und an Straßen. Er ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität im 18./19. Jahrhundert und charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region um Pfronstetten, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. |
102267005 | ||
| Hausfigur | Obere Gasse 10 (Karte) |
Sandsteinrelief mit der Darstellung eines Heiligen, bezeichnet S. Raymund, Hauß Patron, 1756 (i)
Die Hausfigur ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität Mitte des 18. Jahrhunderts in der katholisch geprägten Region, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. |
96615401 | ||
| Bildstock | Hauptstraße (Karte) |
Pfeiler mit gestauchtem Schaft, tabernakelartiger Aufsatz mit geschweiftem Dach, vergitterte Bildnische mit Relief des hl. Sebastian, 18. Jahrhundert
Der barocke Bildstock mit seinem geschweiften Aufsatz vertritt einen in Pfronstetten verbreiteten Typus eines Andachtsbildes in der Feldflur, den Dörfern und an Straßen. Er ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität im 18. Jahrhundert und charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region um Pfronstetten, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. |
102266873 | ||
| Forsthaus mit Remise (heute Wohnhaus) | Wilsinger Straße 8 (Karte) |
Zweigeschossig, verputzt, segmentbogige Fenster, im Giebel Okuli, als staatliche Revierförsterstelle 1852 bis 53 errichtet, Erweiterung der Remise 1880 bis 81
Das mit seinen Zierformen repräsentativ gestaltete Forsthaus ist mitsamt der zugehörigen Remise ein ortsbildprägendes Gebäude, das als Zeugnis der in der Region bedeutenden Forstwirtschaft ortsgeschichtliche Aussagekraft besitzt. |
102424922 |
Tigerfeld
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Bildstock | Amselweg 2 (Karte) |
Säule mit Postament, Inschrift am Säulenschaft, tabernakelartiger Aufsatz mit leicht geschweiftem Satteldach, Bildnische mit Heiligenbild auf Metalltafel, 1714 (i)
Der barocke Bildstock mit seinem tabernakelartigen Aufsatz vertritt einen in Pfronstetten verbreiteten Typus eines Andachtsbildes in Feldflur, Dörfern und an Straßen. Er ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität Anfang des 18. Jahrhunderts und charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region um Pfronstetten, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. |
102209303 | ||
| Wegkreuz | Hart (Karte) |
Sockel aus rotem Sandstein, Inschrift, gusseisernes Kreuz in historistischen Formen, am Kreuzstamm Reliefbild der Muttergottes, bezeichnet 1908
Das westlich von Tigerfeld gelegene Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität zu Beginn des 20. Jahrhunderts und belegt die lange Tradition solch charakteristischer Elemente in der Kulturlandschaft der traditionell katholisch geprägten Region um Pfronstetten. Durch die Inschrift auf dem Sockel, die an den am Aufstellungsort verstorbenen Joh. Georg Failer erinnert, erhält es überdies ortsgeschichtliche Bedeutung. Das qualitätvoll gestaltete Kreuz ist ein Beispiel des industriellen Eisengusses und der seriellen Fertigung nach künstlerischen Vorlagen. |
102267694 | ||
| Bildstock | Berg 2 (Karte) |
Säule, tabernakelartiger Aufsatz mit Bildnische (leer), bezeichnet Iacobus Fisher 1714 (i)
Der barocke Bildstock mit seinem tabernakelartigen Aufsatz vertritt einen in Pfronstetten verbreiteten Typus eines Andachtsbildes in der Feldflur, den Dörfern und an Straßen. Er ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität Anfang des 18. Jahrhunderts und charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region um Pfronstetten, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. Mit der Stifterinschrift ist der Bildstock darüber hinaus auch ortsgeschichtlich von Bedeutung. |
102209397 | ||
| Armenhaus | Berg 3 (Karte) |
Heute Wohnhaus, zweigeschossiger verputztes Gebäude, Mansardwalmdach, Hauseingang mit rahmenden Figurennischen (leer), um 1770
Das stattliche spätbarocke Gebäude liegt außerhalb des Ortes Tigerfeld an der Landstraße nach Huldstetten. Es wurde 1770 als Armenhaus vom Zwiefalter Kloster errichtet, welches bereits 1410 von den Kaiben von Hohenstein in Tigerfeld Besitz und die Vogtrechte erworben hatte. An dem für ein Armenhaus anspruchsvoll gestalteten Gebäude lässt sich der repräsentative Anspruch wie auch der Stellenwert der Sozialfürsorge der Abtei gegenüber der Bevölkerung ablesen. Es besitzt somit für die regionale Kirchengeschichte wie auch die Sozial- und Ortsgeschichte von Tigerfeld wichtige Bedeutung. |
102209358 | ||
| Sühnekreuz | Hinter dem Berg (Karte) |
Jurakalk, bezeichnet mit Initialen und Jahreszahl, 1726 (i)
Nach mittelalterlichem Recht wurde bei Totschlag zwischen dem Täter und der Familie des Opfers ein Sühnevertrag ausgearbeitet, zu dem in der Regel auch das Setzen eines Steinkreuzes am Tatort gehörte. Das Kreuz ist ein spätes Beispiel historischer Rechtsakte und damit Zeugnis der Rechtsgeschichte. |
102209843 | ||
| Wohnhaus | Gartenstraße 2 (Karte) |
Zweigeschossig, verputztes Erdgeschoss, freiliegendes Fachwerk in Obergeschoss und Giebel, Knaggen, Dach mit Firstwalmen, 16./17. Jahrhundert
Das ortsbildprägende Fachwerkgebäude liegt im Zentrum des Dorfes an der platzartigen Aufweitung des Straßenraums, wo sich ehemals die Dorfhüle (Dorfweiher) befand. Es ist anschauliches Zeugnis des dörflichen Hausbestands des 16./17. Jahrhunderts und als eines der ältesten Gebäude von Tigerfeld überdies von hoher Bedeutung für die Ortsbau- und Siedlungsgeschichte. |
102209975 | ||
| Bauernhaus | Gartenstraße 6 (Karte) |
Zweigeschossig, verputzt, Wohn- und Ökonomieteil unter einem Dach, verblattete Dachkonstruktion, 16. Jahrhundert
Das ortsbildprägende Gebäude liegt im Zentrum von Tigerfeld in Nähe der katholischen Kirche St. Stephanus und ist ein anschauliches Zeugnis des dörflichen Hausbestands des 16. Jahrhunderts. Als eines der ältesten Gebäude von Tigerfeld ist es überdies von hoher Bedeutung für die Ortsbau- und Siedlungsgeschichte. |
102484016 | ||
| Bildstock | Nähe Hart (Karte) |
Säule, am Säulenschaft Engelskopf im Relief, tabernakelartiger Aufsatz mit leicht geschweiftem Dach, rundbogige Bildnische (leer), bezeichnet M 1751 H (i)
Der barocke Bildstock mit seinem tabernakelartigen Aufsatz vertritt einen in Pfronstetten verbreiteten Typus eines Andachtsbildes in der Feldflur, den Dörfern und an Straßen. Er ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität Mitte des 18. Jahrhunderts und charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region um Pfronstetten, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. |
102209939 | ||
| Kath. Pfarrhof | Pfarrgasse 3 (Karte) |
Bestehend aus: Pfarrhaus, zweigeschossiger Putzbau, über dem Eingang Wappen des Abtes Augustin Stegmüller (1725 bis 1744); Pfarrscheuer, eingeschossig, Bruchsteinmauerwerk, teilweise verputzt, querovale Okuli; ummauerter Pfarrhof mit Eingangstoren, 1737/1738
Der katholische Pfarrhof liegt in prominenter und ortsbildprägender Lage an der platzartigen Aufweitung der Hauptachse von Tigerfeld, wo sich ehemals auch die Dorfhüle (Dorfweiher) befand. Mit der nahe gelegenen Kirche St. Stephanus bildet der stattliche Pfarrhof das geistliche Zentrum des Ortes. Seine orts- und kirchengeschichtliche Bedeutung als einstiger Zwiefalter Klosterhof lässt sich an der großen Scheune und dem repräsentativen, durch Stuckkartusche und Wappen von Kloster und Bauherrn gekennzeichnetem Wohnhaus ablesen. Darüber hinaus gibt der Pfarrhof in anschaulicher Art die frühere Lebensweise eines katholischen Landgeistlichen im 18. Jahrhundert wider. |
102209543 | ||
| Bildstock | Otto-Gauß-Straße (Karte) |
Kurzer Pfeiler mit Inschriftenkartusche, tabernakelartiger Aufsatz mit Bildnische, jüngeres Heiligenbild, bezeichnet MTW 1706 (i)
Der barocke Bildstock mit seinem tabernakelartigen Aufsatz vertritt einen in Pfronstetten verbreiteten Typus eines Andachtsbildes in der Feldflur, den Dörfern und an Straßen. Er ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität Anfang des 18. Jahrhunderts und charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region um Pfronstetten, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. |
102209731 | ||
| Kath. Pfarrkirche St. Stephanus (§ 28) | Otto-Gauß-Straße 26 (Karte) |
Saalbau mit eingezogenem, polygonal schließendem Chor, Westturm, Chor und Teile des Turms vom gotischen Vorgängerbau übernommen, im Inneren stuckierte Flachdecken, wohl Arbeit Wessobrunner Stuckatoren, Medaillons um 1770, übrige Ausmalungen von G. Baur, 1931, Altarbilder zweites Viertel 18. Jahrhundert bzw. 1709 (i), Kanzel, um 1720, Hochaltar, 1930, Gesamterneuerung und Neubau des Kirchenschiffs nach Plänen von Franz Beer, 1698; Kirchhof und umgebende Mauer, historische Grabsteine, Lourdesgrotte sowie Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege [§ 2]
Die katholische Kirche St. Stephanus in Tigerfeld wurde 1121 geweiht und 1422 dem Kloster Zwiefalten inkorporiert. Sie ist ein ländlicher, im Kern gotischer Sakralbau, der Ende es 17. Jahrhunderts vom bekannten barocken Baumeister Franz Beer von Bleichten umgestalten wurde, welcher auch mit der Ausführung der Zwiefalter Klostergebäude betraut war. Im Inneren ist die Verbindung von St. Stephanus als Fundationsgut des Klosters Zwiefalten u. a. durch die Darstellung der Zwiefaltener Reliquie der Stephanushand im Chorbogen sowie durch das Wappen des Klosters und Abtes Nikolaus Schmidler belegt. Der Sakralbau dokumentiert somit eindrucksvoll künstlerischen Einfluss und Machtanspruch der Abtei Zwiefalten auf eine ländliche, geographisch nah gelegene Gemeinde. Die Kirche in Tigerfeld ist nicht nur ein aussagekräftiges Zeugnis der Ortsbau- und Kirchengeschichte und ortsbildprägender Mittelpunkt des Dorfes, sondern besitzt Aussagekraft für die Kirchengeschichte der ehemals zum Herrschaftsbereich von Zwiefalten gehörenden Region, indem sich Einfluss der Abtei in der anspruchsvollen, barocken Ausstattung sowie der Umgestaltung des Sakralbaus widerspiegelt. |
102210065 | ||
| Bildstock | Otto-Gauß-Straße 32 (Karte) |
Säule mit Postament, Inschrift am Säulenschaft, tabernakelartiger Aufsatz mit geschweiftem Dach, Relief mit der Darstellung Christi an der Martersäule, 1810 (i)
Der Bildstock mit seinem tabernakelartigen Aufsatz vertritt einen in Pfronstetten verbreiteten Typus eines Andachtsbildes in Feldflur, Dörfern und an Straßen. Er ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität Anfang des 19. Jahrhunderts und charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region um Pfronstetten, die seit dem Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Zwiefalten gehörte. |
102209496 | ||
| Wirtschaftshof des Klosters Zwiefalten (heute Bauernhaus) | Otto-Gauß-Straße 41 (Karte) |
Zweigeschossig, verputzt, Wohn- und Ökonomieteil unter einem Dach, im Giebel Sgraffito mit der Inschrift VA 1657 und Abtsstab (Abt Ulrich IV. Gleuz), über der Haustür bezeichnet, 1870 (i)
Das langgestreckte Gebäude des Wirtschaftshofs befindet sich in markanter, ortsbildprägender Lage am südlichen Ortsrand von Tigerfeld an der nach Huldstetten führenden Landstraße. Als einstiger Wirtschaftshof des Klosters Zwiefalten ist er ein anschauliches Zeugnis der Verwaltungs- und Wirtschaftsgeschichte des Dorfes und von wichtiger Bedeutung für die Orts- und Herrschaftsgeschichte. |
102210190 | ||
| Backhaus | Ringstraße 7 (Karte) |
Eingeschossig, verputzt, Satteldach, im Inneren zwei Backöfen, ehemaliges Holzlager im Dach, 1. Hälfte 19. Jahrhundert
In Württemberg bestand nach einem Erlass von 1835 für die Gemeinden die Verpflichtung, aus Gründen der Holzersparnis und zur Verringerung der Feuergefahr öffentliche Backhäuser zu bauen. Das anschaulich überlieferte Backhaus ist somit ein typischer Vertreter jener kleinen Funktionsbauten, die im 19. Jahrhundert für die öffentliche Nutzung durch das Gemeinwesen entstanden. Das heute noch funktionsfähige und mit historischer Ofenanlage erhaltene Backhaus ist ein aussagekräftiges Zeugnis der Kultur- und Technikgeschichte sowie der dörflichen Arbeits- und Lebenswelt des 19. Jahrhunderts. |
102444327 | ||
| St. Georgenhof | St. Georgenhof 1, 2, 3, 4, 5 (Karte) |
Aussiedlerhof, später Gestüt, gegründet 1863, vom Reutlinger Fabrikanten Alfred Schradin erworben und zu Privatgestüt ausgebaut, 1920, vom Berliner Bankier Robert von Mendelssohn erworben, 1930/31, an die Haus am Berg gGmbh verkauft, 1972 (heute Freizeitheim der BruderhausDiakonie), bestehend aus:
Der St. Georgenhof liegt malerisch eingebettet in die von Wald- und Wiesenflächen geprägte Kulturlandschaft im Gebiet zwischen Aichstetten und Tigerfeld. 1863 wurde der Hof vom Landwirt Johann Georg Schneider erbaut und in den 1920er-Jahren durch den Reutlinger Kunstgarnfabrikanten Alfred Schradin ausgebaut wurde. Schradin betrieb hier eine Pferdezucht und ließ ein repräsentatives Wohnhaus vom bekannten Stuttgarter Architekten Paul Bonatz bauen. 1930/31 ging der Besitz an die vermögende Berliner Bankiersfamilie Mendelssohn als Wohnsitz und Rückzugsort fernab von der Machtzentrale der Nationalsozialisten in Berlin. Der St. Georgenhof ist ein anschaulich überliefertes Beispiel eines landwirtschaftlichen Betriebs, der unter Einfluss der Heimatschutzbewegung zu einem repräsentativen Musterhof eines Industriellen ausgebaut wurde und somit nicht nur sozial- und kulturgeschichtlich, sondern auch kunstgeschichtlich von Bedeutung ist. Darüber hinaus ist der St. Georgenhof als einstiger Wohnsitz der Familie Mendelssohn ein Dokument jüdischer Geschichte während der NS-Zeit. |
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Einzelnachweise
Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.