Liste der Kulturdenkmale in Rudersberg
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In der Liste der Kulturdenkmale in Rudersberg sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Rudersberg im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg aufgelistet.

Legende
Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.
- Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen:

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- Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
- Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
- ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Abkürzungen
- Bei Datierungen: a = archivalisch, d = dendrochronologische Untersuchung, gk = gefügekundlich, i = inschriftlich, s = stilistisch
- P = Denkmaleigenschaft wird geprüft
Kulturdenkmale nach Ortsteilen
Asperglen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Wohnstallhaus | Berglenstraße 14 (Karte) |
Gestelztes Einhaus von zwei Geschossen unter Satteldach, das Erdgeschoss gemauert mit alten profilierten Türöffnungen, über dem Eingang zum Rossstall Jahreszahl, über dem zum Kuhstall Ochsenkopf, im Keilstein der Haustüre Nennung des Bauherrn, das Obergeschoss in verputztem und an der Vorderseite verbrettertem Fachwerk, bauzeitliches Haustürblatt; erbaut 1828 (i)
Das Haus ist ein anschauliches Beispiel für die Bauernhäuser der Region im frühen 19. Jh., die, wie die profilierten Gewände zeigen, noch lange barockzeitliches Formengut tradierten. In der Fensterverteilung zeichnet sich im äußeren die Aufteilung des Wohnstocks in Stube und Kammern an und kündet so von den Wohnverhältnissen auf dem Land. |
101159588 | ||
| Wohnstallhaus | Brückenstraße 11 (Karte) |
Zweigeschossiger Bau unter Satteldach, das Erdgeschoss in Werkstein gemauert und teilweise verputzt, mit vorgesetztem Kellerhals unter Satteldach, das Obergeschoss in Fachwerk mit Vorkragungen, 18. Jahrhundert
Das Gebäude ist mit seinem in den Straßenraum vorgestezten Kellerhals ein charakteristisches Beispiel für ein Weinbauernhaus. Deutlich lässt sich die innere Einteilung in Stube und Kammern an der Fensterverteilung im Außenbau ablesen. |
101157204 | ||
| Quereinhaus | Brückenstraße 20 (Karte) |
Zweigeschossiger Bau unter giebelseitig abgewalmtem Dach, das Erdgeschoss gemauert, im Keilstein über der Türe Besitzerinitialen und Datum, das Obergeschoss in Fachwerk, errichtet um 1600, erneuert 1833 (i)
Das Haus ist ein wichtiges Dokument für die Ortsbaugeschichte von Asperglen. Das ausgesprochen stattliche Gebäude zeugt von einer wohlhabenden Bauherrschaft und vereinigt offensichtlich mehrere Bauphasen in sich. Am Giebel deutlich erkennbar ist ein renaissancezeitliches Zierfachwerk mit Resten ursprünglicher Fensterbänder. Die historische Raumeinteilung in Stube und Kammern ist bis heute am Äußeren in der Verteilung der Fenster ablesbar. |
101157234 | ||
| Wohnstallhaus eines Gehöfts | Im Winkel 8 (Karte) |
Gestelzter Bau unter Satteldach mit Aufschieblingen, das Erdgeschoss gemauert mit Kantenquaderung und Rundbogenpforte, das Obergeschoss in Fachwerk, erbaut um 1800 unter Verwendung älterer Bauteile des 16. Jahrhunderts
Das Gebäude ist beispielhaft für den regionalen Fachwerkbau des 18. Jahrhunderts und lässt in der Verteilung der Fenster im Außenbau deutlich die Einteilung des Wohnstockwerks in Stube und Kammern erkennen. |
101157261 | ||
| Ruhebank | Oppelsbohmer Straße (Karte) |
An einer Biegung der Straße nach Oppelsbohm, mit steinerner Sitz- und Abstellbank, 17./18. Jahrhundert
Die Ruhebank ist ein charakteristisches Element für die einst durch den Weinbau geprägte Kulturlandschaft um Rudersberg. Sie diente dem Abstellen der schweren Körbe beim Transport der Trauben zur Kelter, die Bank daneben lud zur Rast ein. |
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| Scheune des einstigen Adelberger Hofes | Südhalde 12 (Karte) |
Unterkellerter Fachwerkbau auf Fußmauer und unter Satteldach, errichtet laut später neben dem Kellerzugang vermauertem Scheitelstein 1546 (i)
Das Gebäude ist ein selten überliefertes Beispiel für einen Scheunenbau des 16. Jahrhunderts. Als letzter Rest des einstigen Klosterhofes des Klosters Adelberg kommt der Scheune große Bedeutung als Zeugnis der Herrschaftsgeschichte in Krehwinkel zu. |
101158215 |
Rudersberg
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Amts- und Rathaus | Alter Rathausplatz 4 (Karte) |
Zweigeschossiger, verputzter Bau unter Mansarddach mit Glockentürmchen auf dem First und Giebelgauben, das Erdgeschoss massiv mit großem Rundbogentor, daneben Tafel mit Rudersberger Wappen und Datierung, das Obergeschoss auf Konsolen vorkragend in Fachwerk, der Giebel in Sichtfachwerk mit Fensterarkade, errichtet 1593 (i) und 1936 (i) umgebaut
Das ehem. Amts- und Rathaus ist ein zentrales Zeugnis der Rudersberger Orts- und Verwaltungsgeschichte, da Rudersberg bis 1811 Mittelpunkt eines württembergischen Unteramtes war. Der stattliche Bau wird im Wesentlichen durch den Umbau unter den Prämissen des Heimatstils 1936 geprägt, das Glockentürmchen hebt ihn als öffentliches Gebäude unter den umstehenden Bauten hervor. In seinem Kernbestand dokumentiert es die Ortsbaugeschichte vor der Brandzerstörung des Dorfes durch die Franzosen 1693. |
101154145 | ||
| Pfarrhaus | Alter Rathausplatz 6, 6/1 (Karte) |
Zweigeschossiger Bau unter Satteldach, das Unter- und Erdgeschoss gemauert mit Rundbogentüren, eine im Bogen mit Bauinschrift, das Obergeschoss in Fachwerk mit Vorkragungen, errichtet 1633 (i), der Fachwerkstock von 1743 nach Entwurf von G. F. Majer und Maurer Friedrich Suffel neu aufgesetzt, das ganze Haus 1793 durch Stiftszimmermann Jakob Friedrich Schächterle nach Entwurf von Oberweginspektor Johann Adam Groß III. gegen Westen erweitert, 1839 nochmals umgebaut
Das ehemalige, bis 1876 als solches genutzte ev. Pfarrhaus ist in seiner Größe ein stattliches und anschauliches Beispiel für diesen Bautyp, der hier noch in die Renaissanceepoche zurückreicht und damit den Baubestand des Ortes vor der Brandzerstörung von 1693 durch die Franzosen dokumentiert. Es ist ein wichtiges Zeugnis für die Orts- und Kirchengeschichte von Rudersberg. |
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| Schule | Alter Rathausplatz 8 (Karte) |
Zweigeschossiger Fachwerkbau über massivem und verputztem Erdgeschoss, mit Satteldach, errichtet 1763/64 nach Riss von G. F. Majer, 1867 verändert
Der stattliche Bau ist ein charakteristisches Beispiel für die Schulbauten im Herzogtum Württemberg in der 2. Hälfte des 18. Jh. Um die große Anzahl an Schülern fassen zu können, wurde er dreigeschossig ausgeführt. Er ist ein zentrales Zeugnis für die Orts- und insbesondere die Schulgeschichte von Rudersberg und mit seinem Fachwerk regionaltypisch für die Entstehungszeit. |
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| Brücke | Wieslauf (Karte) |
Einbogig, Keupersandstein, Metallgeländer zwischen Sandsteinpylonen, von Ingenieur Reinhardt (Stuttgart), 1884
Die Bogenbrücke ist die erste in einer Reihe, welche die „württembergische Bauweise“ begründete. Die bekannten Probleme, dass beim Absenken des Lehrgerüstes bei Massivbrücken immer wieder Risse auftraten, brachten Reinhardt auf die Idee, sämtliche Wölbsteine trocken zu versetzen und anschließend die Fugen mit Mörtel auszustampfen. Er hat damit den Ruf des württembergischen Massivbrückenbaus im späten 19. Jh. begründet. |
106748316 | ||
| Ev. Gemeindehaus | Dr.-Hockertz-Straße 5 (Karte) |
Eingeschossiger, verputzter Massivbau mit Fachwerkgiebeln und Eingangsrisalit mit Fachwerkobergeschoss unter abgewalmtem Mansarddach, über dem Eingangsportal zwischen Ochsenaugen gewelltes Vordach in Bogenform; errichtet 1910 von dem Architekturbüro Klatte & Weigle
Das Gemeindehaus ist ein charakteristischer Vertreter der Reformarchitektur im frühen 20. Jahrhundert, die hier mit Fachwerkelementen im Sinne des Heimatstils den regionalen Bezug herstellt. Es ist überdies ein Beispiel für die seit dem späteren 19. Jh. aufgekommene neue Bauaufgabe des Gemeindehauses, das jenseits des Kirchenraums ein aktives Gemeindeleben ermöglicht. |
101154440 | ||
| Schloss | Im Hof 2 (Karte) |
Seit 1876 Pfarrhaus, zweigeschossiger verputzter Bau unter Satteldach, das massive Erdgeschoss mit geohrtem, fasziertem Türgewände auf der Traufseite, darüber gusseisernes württembergisches Wappen des 19. Jh., das Obergeschoss über Vorkragung in Fachwerk, errichtet 1732 für den Oberstleutnant Carlin de Sommaripa über dem am Zugang mit 1616 bezeichneten älteren Keller des einstigen Widumhofs
Das Haus ist ein anschauliches Beispiel für einen kleinen adeligen Herrensitz der Barockzeit, der sich nicht sehr von den großen Bauernhöfen in der Region unterscheidet. Ortsgeschichtlich ist er von Bedeutung, da er sich an Stelle eines der beiden Widumhöfe erhebt, der sich seit 1628 in adeligem Besitz befand und von dem noch der ältere Keller zeugt. |
101154492 | ||
| Wasch- und Backhaus des Schlosses (Im Hof 2) | Im Hof (Karte) |
Eingeschossiger verputzter Massivbau mit Quaderkanten, daran alter Holzschuppen, beide unter Sattel- bzw. Walmdach, errichtet 1735 (i)
Das kleine Gebäude ist ein charakteristisches Beispiel für ein Wasch- und Backhaus, wie sie seit dem 18. Jh. aus Feuerschutzgründen zunehmend neben den Wohnhäusern der großen Höfe errichtet wurden. Es ist ein beredtes Zeugnis für die Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse auf dem Land in früherer Zeit, in diesem speziellen Fall für die Versorgung des Herrensitzes am Ort. |
101154573 | ||
| Wohnhaus | Im Hof 7 (Karte) |
Zweigeschossiger verputzter Bau unter Satteldach mit Aufschieblingen und seitlichem Zwerchhaus, das massive Erdgeschoss mit Eckquaderung, das Obergeschoss in Fachwerk, errichtet im 17. Jh., 1793 (i) verändert
Der stattliche Bau bezeugt den Wiederaufbau Rudersbergs nach der Brandzerstörung durch die Franzosen im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1693 und ist damit ein Dokument für die Ortsbaugeschichte. |
101156560 | ||
Weitere Bilder |
Ev. Pfarrkirche (St. Johannes der Täufer) | Im Hof 11 (Karte) |
Rechteckiger verputzter Saalbau mit nur leicht eingezogenem Chor unter Walmdach, der Chorseitenturm mit Fachwerkaufsatz unter Pyramidendach, auf der anderen Seite die eingeschossige Sakristei, die Fassaden des Langhauses streng durch Lisenen und hochrechteckige Putzfelder mit hohen Rundbogenfenstern rhythmisiert, innen Predigtsaal mit Emporen, errichtet 1782/83 durch Johann Friedrich Karch nach Entwurf von Johann Adam Groß II. unter Einbeziehung des spätmittelalterlichen Turms des Vorgängerbaus
Die Rudersberger Pfarrkirche ist ein anschauliches Beispiel für die schlichten, aber in der Außenarchitektur doch anspruchsvollen evangelischen Sakralbauten an der Wende vom Spätbarock zum Frühklassizismus, wie sie unter Herzog Carl Eugen im Herzogtum Württemberg mehrfach entstanden. Es handelt sich im Inneren um weitgehend schmucklose, einfache Predigtsäle mit Emporen. Sie ist ein charakteristisches Werk im Schaffen des Landbaumeisters Groß, der mehrfach solche Bauten entworfen hat (vgl. die etwa zeitgleiche Stadtpfarrkirche Fellbach). An die ältere Kirche, erstmals 1245 als Kapelle St. Johannes erwähnt, erinnert noch der spätgotische Turm. Damit stellt die Kirche nicht nur ein wichtiges Zeugnis für die Orts- und Kirchengeschichte Rudersbergs, sondern auch für die evangelische Kirchenarchitektur des 18. Jh. in Württemberg dar. |
1205152 ( | |
| Gasthaus zum Lamm | Marktplatz 5 (Karte) |
Zweigeschossiges verputztes Haus unter Satteldach, das Erdgeschoss massiv, das Obergeschoss in Fachwerk, der Giebel mit Vorkragungen auf Balkenköpfen, im Kern 18. Jh., schmiedeeisernes Wirtshausschild, um 1820/30.
Der Gasthof ist mit seinem (verputzten) Fachwerkgiebel ein Dokument für den Wiederaufbau Rudersbergs nach der Brandzerstörung durch die Franzosen im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1693. Er legt mit seiner charakteristischen zentralen Lage am Markt Zeugnis ab von der einstigen Bedeutung der Wirtshäuser für das gesellschaftliche Leben auf dem Dorf. |
101156612 | ||
| Gasthaus Zur Krone | Marktplatz 13 (Karte) |
Zweigeschossiger, verputzter Bau unter Satteldach mit Aufschieblingen, das Erdgeschoss massiv, das Obergeschoss über giebelseitiger Vorkragung in Fachwerk, vom schmiedeisernen Wirtsschild des späten 18. Jh. noch der Arm überliefert; errichtet um 1793 (i)
Der stattliche Bau legt mit seiner charakteristischen zentralen Lage am Markt Zeugnis ab von der einstigen Bedeutung der Gasthöfe für das gesellschaftliche Leben auf dem Dorf. |
101156645 | ||
| Wohnhaus mit Anbau | Mühlbachweg 2 (Karte) |
Zweigeschossiger verputzter Bau unter abgewalmtem Mansarddach, das hohe Sockel- und das Erdgeschoss massiv mit Kellerportal, das rundum vorkragende Obergeschoss in Fachwerk, an zwei Türen noch christliche Sinnsprüche in Latein und Initialen, am Anbau über der Tür Metzgerbeil zwischen Initialen, bez. 1785
Das stattliche Haus liegt ortsbildprägend am historischen Dorfrand Rudersbergs und war wohl kein gewöhnliches Bauernhaus. Dafür spricht die äußere Baugestalt, die charakteristisch ist für Verwaltungs- und Amtsbauten unter Herzog Carl Eugen. Die eingemeiselten Hirschstangen über einer der Türen könnten auf eine Funktion als Gebäude der Forstverwaltung schließen lassen. |
101156685 | ||
| Maschinenhaus des Sägewerks Klotz | Sauerhöfle 2 (Karte) |
Ziegelbau mit Fachwerkgiebel unter flach geneigtem Satteldach mit Monitor, errichtet 1946, mit Lokomobile der Firma Assman & Stockder, Stuttgart-Bad Cannstatt, Baujahr 1946, Fabr. Nr. 334
Das Maschinenhaus mit seiner Ausstattung ist ein technikgeschichtliches Zeugnis. |
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| Wohnstallhaus | Steinhaldenweg 1 (Karte) |
Gestelztes Quereinhaus unter Satteldach, teilweise massiv, teilweise in verputztem und verbrettertem Fachwerk, im Erdgeschoss aufwändiges Portal mit vegetabil gestalteter Pilasterrahmung, am Scheunenteil große Tore, errichtet 1800 (i)
Das gestelzte Quereinhaus, ein anschaulicher Vertreter dieses Haustyps, sticht vor allem durch die ungewöhnlich aufwändige Gestaltung des Eingangs hervor, der klassische Architekturelemente wie die Pilaster mit bäuerlichem Blumendekor mischt. Es ist ein charakteristisches Beispiel für die einstigen Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse auf dem Land. |
101156915 | ||
Weitere Bilder |
Burg Waldenstein | Waldenstein 3, 8, 9, 9/1 (Karte) |
Gegründet in der 1. Hälfte des 13. Jh. durch die Herren von Waldenstein, bestehend aus: Ringmauer aus Buckelquadern mit Eckturmrest und Wohnbau (Nr. 8) der Kernburg, errichtet in der 1. Hälfte 13. Jh., ab 1960 zur Burggaststätte aus- und umgebaut und der eingeschossigem Flügel in Werkstein entlang der Innenseite der Ringmauer (Nr. 9) angefügt, in der Mauer, die der alten Krone beraubt ist, neuere Öffnungen; Reste der Zwingermauern der ehem. Vorburg, 15./16. Jh.; Bauernhaus (Nr. 3) in der Vorburg, zweigeschossiges Einhaus unter abgewalmtem Satteldach, massiv und in Fachwerk, entstanden nach 1792 durch Ausbau der 1786 errichteten Scheune
Burg Waldenstein, errichtet in beherrschender Spornlage, ist mit ihrer für die Entstehungszeit charakteristischen Buckelquaderringmauer und dem unregelmäßig sechseckigen Wohnbau ein anschauliches und eindrucksvolles Beispiel für den stauferzeitlichen Burgenbau. Das bäuerliche Einhaus im ehem. Vorburgareal bezeugt, dass die Anlage 1792 als herrschaftlicher Verwaltungssitz aufgegeben und zur Aufsiedlung freigegeben wurde. Die Burg ist ein zentrales Dokument der regionalen Herrschaftsgeschichte bis ins 18. Jh. und ein beispielhaftes Zeugnis für die hochmittelalterlichen Burgenarchitektur. |
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| Wohnhaus | Wieslaufstraße 7 (Karte) |
Gestelztes Einhaus in Fachwerk mit gemauertem Sockel, unter Satteldach, errichtet im 17. Jh.
Das Haus weist mit den Zierlelementen und den Kopfdreiecken im Giebel Merkmale des Fachwerkbaus des 17. Jahrhunderts auf, dürfte aber ein später Vertreter sein. Es ist ein charakteristisches Beispiel für den bäuerlichen Hausbau der Region in der Barockzeit. |
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| Wohnstallhaus | Wieslaufstraße 15 (Karte) |
Gestelztes Einhaus unter Satteldach, das Erdgeschoss über hohem Werksteinsockel später in Ziegeln weitgehend neu aufgemauert, das Obergeschoss in Fachwerk, errichtet um 1600, umgebaut im 18. und 19. Jh.
Das stattliche, ortsbildprägende Haus dürfte im Kern noch in die Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg gehören (Giebelfachwerk), hat aber verschiedene Umbauphasen im 18. und 19. Jh. durchlaufen. Deutlich ablesbar sind die bäuerlichen Lebens- und Wohnverhältnisse: im Erdgeschoss der Stall, im Obergeschoss die Wohnung mit Stube und Kammern, unter dem Dach der Speicher. |
101166064 | ||
| Wohnstallhaus eines einstigen Gehöfts | Wieslaufstraße 23 (Karte) |
Gestelztes Einhaus unter Satteldach mit Aufschiebling, das in Werkstein gemauerte Erdgeschoss mit Segmentbogentüren, an der Haustüre im Keilstein Krone, Besitzerinitialen und Pflugschar mit Pflugsech und Baudatum, das Obergeschoss in teilverputztem Fachwerk, errichtet 1796 (i)
Das stattliche, ortsbildprägende Haus in Ecklage ist ein charakteristisches Beispiel für die Wohnstallhäuser in der Region und belegt die bäuerlichen Wohn- und Lebensverhältnisse im späten 18. Jahrhundert. |
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| Wohnstallhaus | Wieslaufstraße 29 (Karte) |
Gestelztes Einhaus unter Satteldach, das gemauerte und verputzte Erdgeschoss mit zwei Konsolsteinen an den Ecken der Vorderfront, eine mit Baudatum und Neidkopf, das Obergeschoss Fachwerk, komplett verbrettert, errichtet 1605 (i)
Das Haus ist mit seinen Vorkragungen ein für die Entstehungszeit charakteristischer Bau, volkskundlich interessant der Neidkopf mit Schweinerüssel als Nase. |
101166103 |
Schlechtbach
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Wohnhaus | Heilbronner Straße 3 (Karte) |
Zweigeschossiger Bau unter Satteldach, das hohe Sockelgeschoss mit Kellereingängen in Werkstein, das Erdgeschoss in Ziegel mit Werksteinelementen, der Giebel in Fachwerk mit Ziegelausriegelung, geschnitzten Büggen und vorgehängtem Schwebgiebel, gegen die Straße Vorbau mit hölzerner Loggia, die Brüstungsfelder in Laubsägeornamentik, errichtet um 1870/80
Das Haus, in ortsbildprägender Lage an der Hauptstraße des Dorfes gelegen, besticht durch den Kellervorbau mit der darüber gesetzten zierlichen Loggia aus geschnitzten Holzelementen, die ihm wie die verzierten Bügen und der Schwebgiebel in der Tradition des Schweizerhausstils den Anstrich eines Landhauses verpassen. Es ist ein qualitätsvoller Vertreter des Wohnbaus auf dem Lande im späteren 19. Jahrhundert und zeigt die baugeschichtliche Entwicklung der ländlichen Architektur in der Gründerzeit. |
101168089 | ||
| Kelter | Kelterwiesen 1 (Karte) |
Teilverputzter Massivbau mit Kantenquaderung unter Walmdach, das große Einfahrtstor bis in den dachstock reichend, in der Vorderseite Bauinschrift mit Angabe des Brotpreises und Wappentafel der Herrschaft Limpurg sowie Initialen des Friedrich Carl Graf zu Pückler und Limpurg in Rocaillerahmen, an den Eckquadern historische Initialen in Rötel, innen noch das alte Spreng- und Hängewerk, errichtet 1783 durch die Steinhauerbrüder Bulling (i)
Das stattliche, außerhalb des Dorfes, direkt unterhalb der zugehörigen Weinberge gelegene Gebäude ist ein anschaulich überliefertes Beispiel für einen barockzeitlichen Kelterbau. Er belegt die einstige Bedeutung des Weinbaus für die Gegend um Rudersberg bis zum Einfall der Reblaus 1910 und ist ein zentrales historisches Dokument der Geschichte Lindentals, das samt der Kelter seit 1531 zur Herrschaft der Schenken von Limpurg gehörte. In der Wappentafel zeigt sich die herrschaftliche Keltergerechtigkeit, die Bauinschrift mit Nennung des Brotpreises von 16 Kreuzern pro Laib zur Bauzeit ist eine wichtige wirtschafts- und solzialgeschichtliche Momentaufnahme aus dem späteren 18. Jh. |
101158834 | ||
| Gedenkstein | Brandhau (Karte) |
1841
Der Gedenkstein im Wald bei Schlechtbach ist ein Zeugnis des Monarchenverehrung. Die Erinnerung an die hier stattgefundene Jagd hat orts- und kulturgeschichtliche Bedeutung. |
113184657 | ||
| Wohnhaus | Lindentaler Straße 4 (Karte) |
Zweigeschossiger verputzter Bau unter Satteldach mit Giebel in Zierfachwerk, errichtet im 17. Jh.
Der reich gestaltete Giebel ist mit seinen dreieckigen Kopfhölzern, den geschweiften, genasten Streben und den langen Querstreben ein charakteristisches Zeugnis für den Fachwerkbau der Region im 17. Jahrhundert und belegt einen gewissen Wohlstand der Besitzer. |
101168159 | ||
| Wohnhaus | Stuttgarter Straße 9 (Karte) |
Dreigeschossiger Bau unter Giebeldach, das verputzte Erdgeschoss massiv, die Obergeschosse in Fachwerk mit Vorkragungen, der obere Teil des Giebels verbrettert, errichtet im 18. Jh.
Der stattliche Bau lässt im Außenbau die historische Nutzung mit zwei Wohngeschossen und Speicherräumen im Dach anschaulich erkennen und ist damit nicht nur ein charakteristisches Zeugnis für die früheren Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse auf dem Land, sondern auch für die Ortsbaugeschichte von Schlechtbach. |
101168197 | ||
| Wohnstallhaus | Stuttgarter Straße 16 (Karte) |
Gestelztes Einhaus unter Satteldach, das verputzte Erdgeschoss massiv und mit Rundbogenpforte, das Obergeschoss in Fachwerk mit Zierformen im Giebel, 17. Jahrhundert
Das Haus ist ein anschaulich überliefertes, sehr qualitätsvolles Beispiel für die Fachwerkbauten des 17. Jahrhunderts mit charakteristisch engen Gefachen und dicht gesetzten Kopfdreiecken sowie geschweiften und genasten Streben im Giebel. Es ist ein Zeugnis für die Ortsbaugeschichte und die ländlichen Wohnverhältnisse vergangener Zeit. |
101168229 | ||
| Wohnstallhaus | Stuttgarter Straße 23 (Karte) |
Gestelztes Einhaus, das massive Erdgeschoss verputzt und mit Kellerportal, das verputzte Obergeschoss in Fachwerk, der Giebel in Zierfachwerk mit Vorkragungen und mit kleinem Fenstererker als Hinweis auf eine Stube, errichtet um 1600
Das Haus stellt mit seinen volkskundlich bedeutenden Schnitzereien wie dem Neidkopf im Giebelspitz ein besonders qualitätvolles Beispiel für den Fachwerkbau der Spätrenaissanceepoche in der Region dar und zeugt vom gehobenen Lebensstil einer wohlhabenden bäuerlichen Schicht. |
101168267 | ||
Weitere Bilder |
Technische Einrichtung einer ehem. Ölmühle | Weilerwiesen 1 (Karte) |
Insbesondere die Transmissionen, der Kollergang und die Pressen (zum geringen Teil von 1860/70, vorwiegend 1945 bis 1950), Standort wohl von 1830
Die technischen Teile der Mühleneinrichtung geben einen anschaulichen Eindruck von der Veränderung der Mühlentechnik in der 2. Hälfte des 19. Jh. unter dem Einfluss der Industrialisierung und erinnern an die Ölproduktion in der Region. |
101159184 |
Steinenberg
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Abstellstein einer Ruhebank | Stockwiesen (Karte) |
Sitzstein auf kurzen Pfostenstummeln, wohl 18./19. Jh.
Der Abstellstein einer Ruhebank ist ein charakteristisches Zeugnis für die einst vom Weinbau geprägte Kulturlandschaft um Steinenbach. Er diente dem Abstellen der schweren Traubenkörbe. |
101172259 | ||
| Schmiede | Freibadweg 3 (Karte) |
Zweigeschossiges Haus unter Satteldach, das massive Erdgeschoss verputzt, das Obergeschoss in Fachwerk, 18. Jh.
Das Haus ist mit seinen zurückhaltenden Zierelementen ein für die Region charakteristischer Fachwerkbau und ein Zeugnis für das auf dem Land ansässige Handwerk. |
101166511 | ||
| Wohnhaus | Freibadweg 15 (Karte) |
Dreigeschossiger Bau unter Satteldach, das massive Erdgeschoss und das erste Obergeschoss verputzt, das zweite Obergeschoss in Fachwerk auf Balkenköpfen vorkragend und zusammen mit dem Giebel verbrettert, rundbogige Kellerpforte, an der Traufseite Freitreppe zur Haustüre mit gedecktem Vorplatz, im Kern wohl noch 16. Jh.
Das stattlichem, ortsbildprägende Gebäude ist ein charakteristisches Beispiel für ein Weinbauernhaus und belegt die einstige Bedeutung Steinenbergs als Weinbauort. |
101166575 | ||
| Wohnstallhaus | Kanalstraße 14 (Karte) |
Gestelztes Einhaus unter Satteldach mit Aufschieblingen, das verputzte Erdgeschoss massiv, das Obergeschoss in Fachwerk, Giebel verschalt, errichtet im 18. Jh.
Das Haus ist ein charakteristisches Beispiel für die einfacheren Wohnstallhäuser im 18. Jahrhundert und bezeugt damit die am Baubestand ablesbaren sozialen Unterschiede innerhalb der Ortsbaustruktur. |
101166632 | ||
| Wohnhaus | Kanalstraße 19 (Karte) |
Zweigeschossiger Bau unter Satteldach, das massive Erdgeschoss verputzt, das Obergeschoss in Fachwerk mit Andreaskreuzen und Rautenmotiven, 2. Hälfte 17. Jh.
Das Bauernhaus stellt ein Zeugnis der dörflichen Lebens- und Arbeitswelt dar. Es ist ein charakteristisches Beispiel für die Zimmermannskunst der Region in der Barockzeit. |
101166740 | ||
| Doppelscheune | Kanalstraße 29/1 (Karte) |
Bau in Fachwerk mit gemauerten Teilen unter Satteldach, mit zwei Kellern, die Kellerportale mit alten zweiflügeligen Türblättern, über einem Rundbogen im Scheitel Initialen, bez. 1776
Die Scheune ist ein in ihrem Bestand anschaulich überliefertes Beispiel für den Bautypus und ein Zeugnis für bäuerliche Wirtschaftsweise und Vorratshaltung. Die Keller verweisen auf die Bedeutung des Weinbaus für die Region bis ins späte 19. Jahrhundert. |
101166776 | ||
| Schule (jetzt Rathaus) | Kirchplatz 1 (Karte) |
zweigeschossiger verputzter Massiv- und Fachwerkbau unter Halbwalmdach mit Aufschiebling, errichtet 1817 nach Entwurf des Landbaumeisters I. D. Dillenius, 1850 und 1913 umgebaut
Das einstige Schulhaus ist in seiner Kubatur und mit seiner Dachform ein charakteristisches Beispiel für die obrigkeitlichen Verwaltungs- wie auch Schulbauten des frühen 19. Jahrhunderts in Württemberg. Es ist für Steinenberg von orts- und schulgeschichtlicher Bedeutung. |
101166854 | ||
| Pfarrhaus | Kirchplatz 2 (Karte) |
Zwei- bis dreigeschossiger Winkelhakenbau unter abgewalmten Satteldächern, das massive Erdgeschoss verputzt und mit Kantenquadern, die Obergeschosse in zweiphasigem Fachwerk, verblattet und gezapft, errichtet 1461 (d), umgebaut 1767 (i)
Das ausgesprochen stattliche Gebäude in orstbildprägender Lage bei der Pfarrkirche ist ein gut überliefertes Beispiel für einen spätmittelalterlichen Pfarrhof mit weitgehend originalem, verblattetem Dachstuhl der Bauzeit. Das Fachwerk zeigt, wie man beim barockzeitlichen Umbau die wesentlichen tragenden Elemente beibehielt und die Wandgerüste mit neuen, größeren Fensterformaten neu einsetzte. Das Pfarrhaus ist ein zentrales Dokument der Ortsbau- und der Kirchengeschichte Steinenbergs und hat als spätmittelalterlicher Fachwerkbau Seltenheitswert in der Region. |
1209893 | ||
| Ev. Pfarrkirche (St. Petrus) | Kirchplatz 6 (Karte) |
Dreiseitig schließender, verputzter Saalbau unter mehrteiligem Dach, über dem verschieferten Giebel ebenso verschieferter zweigeschossiger Turmaufbau in Fachwerk mit Uhren unter Achteckhelm, seitlich Sakristeianbau unter steilem Walmdach, in der Westwand links und rechts des Eingangs Gedenktafeln für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs nach Entwurf von Max Walker durch Bildhauer Schwab; errichtet 1707/08 unter Verwendung spätgotischer Fenstergewände des Vorgängerbaus durch Steinmetzmeister Johann Michael Hirning
Die Kirche ist ein charakteristisches Beispiel für einen schlichten evangelischen, auf die Predigt konzentrierten Sakralbau der Barockzeit. Sie zeigt in der Verwendung der Fenster- und Türgewände aus dem um 1500 errichteten Vorgängerbau nicht nur die beim Bau angewandte Sparsamkeit, sondern auch ein gewisses Traditionsbewusstsein für die Historie des Standortes. Sie ist ein zentrales Zeugnis der Steinenbacher Orts- und Glaubensgeschichte. |
1205144 | ||
| Wohnhaus | Kirchplatz 7 (Karte) |
Zwei- bis dreigeschossiger Bau unter Satteldächern, das massive Erdgeschoss verputzt, die Obergeschosse in Fachwerk mit Vorkragungen auf Balkenköpfen, errichtet in der 2. Hälfte 17. Jh.
Das in ortsbildprägender, prominenter Lage am Kirchplatz gelegene Eckhaus zeugt in seinen Dimensionen von einer wohlhabenden Bauherrschaft und ist ein charakteristischer Vertreter für den Fachwerkbau der Barockzeit in der Region. |
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| Wohnhaus | Kirchplatz 9 (Karte) |
Zweigeschossiger verputzter Bau mit breitem Fachwerkgiebel unter Satteldach, errichtet wohl in der 2. Hälfte des 17. Jh.
Das breitgelagerte Haus zeugt von einem wohlhabenden Bauherrn, der Fachwerkgiebel mit seinen Rautenmustern ist charakteristisch für die barockzeitliche Zimmermannskunst in der Region. |
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| Wohnhaus | Lenkstraße 2 (Karte) |
Zweigeschossiger Bau unter Satteldach, das verputzte Erdgeschoss massiv mit späteren Tür- und Fensteröffnungen, das Obergeschoss Fachwerk, auf Balkenköpfen vorkragend, die rückwärtige Giebelseite verbrettert, errichtet wohl noch in der 1. Hälfte des 17. Jh.
Der stattliche Bau belegt in seinen Dimensionen den durch den Weinbau erlangten Wohlstand Steinenbachs im 17. Jh. und ist mit seinem reich gestalteten Zierfachwerk im Giebel ein charakteristisches Zeugnis für den Fachwerkbau der Region. Eventuell handelt es sich um den ehem. Amts- und Wirtschaftshof des Klosters Adelberg, das seit 1524 alle Rechte und Obrigkeit sowie den Mühlenbann in Steinenberg besaß, womit dem Gebäude orts- und herrschaftsgeschichtliche Bedeutung zukommt. |
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| Ruhebank | Fockenberg (Karte) |
Bestehend aus einer höheren Abstellbank und einer wieder errichteten Sitzbank, beide aus Sandstein, wohl 18. oder 19. Jh.
Die Ruhebank ist ein charakteristisches Zeugnis für die einst vom Weinbau geprägte Kulturlandschaft um Steinenbach. Die hohe Bank diente dem Abstellen der Traubenkörbe, die niedrigere lud zur Rast ein. |
101167873 | ||
| Wohnhaus | Römerstraße 18 (Karte) |
Eingeschossiges, verputztes Einhaus unter Satteldach, Fachwerk über massivem Sockel, traufseitig über kleine Freitreppe erschlossen, seitlich Scheunentor; frühes 19. Jh.
Das Einhaus eines zum Kleinbauern aufgestiegenen Seldners ist in seinen bescheidenen Dimensionen gegenüber den großen Bauernhäusern am Ort ein charakteristisches Zeugnis der dörflichen Sozialgeschichte im frühen 19. Jh. |
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| Teil einer Ruhebank | Schlauchhalden (Karte) |
Bestehend aus einer Abstellbank aus Sandstein, wohl 18. oder 19. Jh.
Die Ruhebank ist ein charakteristisches Zeugnis für die einst vom Weinbau geprägte Kulturlandschaft um Steinenbach. Die hohe Bank diente dem Abstellen der Traubenkörbe. |
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| Ruhebank (am Straßenrand) | Gebesreute (Karte) |
Bestehend aus einer höheren Abstellbank und einer Sitzbank, beide aus Sandstein, wohl 18. oder 19. Jh.
Die Ruhebank ist ein charakteristisches Zeugnis für die einst vom Weinbau geprägte Kulturlandschaft um Steinenbach. Die hohe Bank diente dem Abstellen der Traubenkörbe, die niedrigere lud zur Rast ein. |
101167862 | ||
| Wohnhaus | Schorndorfer Straße 12 (Karte) |
Zweigeschossiger, traufständig erschlossener Bau unter Krüppelwalmdach, das massive Erdgeschoss verputzt, das Obergeschoss in Fachwerk, im Giebel große Rundbogenöffnung als Ladeluke, errichtet um 1800
Das stattliche, ortsbildprägende Haus zeigt ein für die Entstehungszeit charakteristisches schlichtes Fachwerk und veranschaulicht mit der großen Ladeluke im Giebel die bäuerliche Vorratshaltung in den Dachgeschossen. |
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| Sühnekreuz | Schorndorfer Straße 45/1 (Karte) |
Sandstein, 15. Jh.
Das Sandsteinkreuz ist ein charakteristisches Dokument der mittelalterlichen Rechtspraxis, nach der zur Sühne für einen Totschlag u.a. ein steinernes Kreuz als Denkmal für die Bluttat gesetzt werden musste. |
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Einzelnachweise
Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.