Liste der Kulturdenkmale in Fellbach
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In der Liste der Kulturdenkmale in Fellbach sind die Kulturdenkmale der Stadt Fellbach im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg aufgelistet.

Legende
Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.
- Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen:

- Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
- Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals, gegebenenfalls auch Gemarkung oder Ortsteil. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. In einem Tool mit Kartenansicht können die Koordinaten durch Verschieben korrigiert werden.
- Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
- Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
- ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Abkürzungen
- Bei Datierungen: a = archivalisch, d = dendrochronologische Untersuchung, gk = gefügekundlich, i = inschriftlich, s = stilistisch
- P = Denkmaleigenschaft wird geprüft
Kulturdenkmale nach Ortsteilen
Fellbach
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Bahnhotel | Auberlenstraße 40 (Karte) |
Dreigeschossiges Gebäude mit Sandsteinfassade, Mansardwalmdach und Zwerchhäusern, errichtet nach Plänen von Robert Egelhof, 1910
Der markant am Beginn der Achse zwischen altem Ortskern und Bahnhof gelegene Eckbau ist mit seiner in neuklassizistischen Mischformen gestalteten Sandsteinfassade ein Zeugnis für das repräsentative Bauen vor dem Ersten Weltkrieg. In seiner Funktion als Bahnhotel belegt es den stadtbaugeschichtlichen Wandel Fellbachs vom Weingärtnerdorf zur Industriestadt. |
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Press- und Stanzwerk | Bahnhofstraße 20, 22, 24/1, 24/2; Gerhart-Hauptmann-Straße (Karte) |
Bestehend aus: Fabrikantenvilla, über unregelmäßigem Grundriss errichteter Massivbau in Ziegel- und Werksteinbauweise mit reich gegliederter Dachlandschaft, 1906; Magazingebäude, zweigeschossige mehrgliedrige Giebelbauten mit Tordurchfahrten, in gestalterischer Anlehnung an die Villa, 1908/1909; erbaut von Ingenieur Georg Hartenstein
Die in städtebaulich markanter Ecklage errichtete Fabrik Carl Wüst gehört zu den traditionsreichsten Fellbacher Unternehmen. Die erhaltenen Bauteile stellen ein charakteristisches Beispiel für den Fabrikbau des frühen 20. Jh. dar, nämlich für eine Zusammengehörigkeit von Werksbauten und Fabrikantenvilla und für die architektonisch durchgestalteten Fabrikbauten als Teil der Firmenrepräsentation. Sie sind sprechendes Zeugnis der „malerischen“ Architekturauffassung der Entstehungszeit. |
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| Wohnhaus | Bahnhofstraße 31 (Karte) |
Zweigeschossiges Gebäude in Back- und Haustein sowie Fachwerk, Mansardwalmdach mit Zwerchgiebeln und Dachhäuschen, erbaut 1907 durch Bauunternehmer Gottlob Gräber
Der markante Eckbau ist in seinem Aufbau und seiner Material- und Formenvielfalt charakteristisch für die Reformarchitektur des frühen 20. Jh. Er belegt anschaulich den Wandel Fellbachs vom Dorf zur Stadt in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. |
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| Wohnhaus | Bahnhofstraße 63 (Karte) |
Zweigeschossig, hohes Mansardgiebeldach in gemischter Bauweise, nach einem Entwurf der Architekten Hans und Hermann Moser, 1910/11
Bei dem Wohnhaus handelt es sich um ein für die künstlerischen Intentionen seiner Entstehungszeit repräsentatives, charakteristisches Beispiel des Heimatstils des frühen 20. Jahrhunderts. |
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Ev. Pauluskirche | Bahnhofstraße 88 (Karte) |
Dreischiffige Anlage mit steilem Satteldach und massivem Westturm, nach Plänen der Architekten Wilhelm Jost und Hermann Moser, bauzeitliche Ausstattung, 1925/1926
Die Pauluskirche stellt nicht nur das religiöse Zentrum des Fellbacher Erweiterungs- und Industriegebiets des 19. und 20. Jh. dar, sondern ist auch ein anschauliches Beispiel der Reformbewegung des zeitgenössischen Kirchenbaus. Der expressionistische Sakralbau der 1920er-Jahre mit seinen an die Gotik angelehnten Formen zeichnet sich besonders durch seine vollständige Überlieferung aus, so ist auch die historische Ausstattung durchkomponiert und einheitlich vorhanden. |
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Weingärtnerhaus | Burgstraße 2 (Karte) |
Zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach, Mischbauweise, massives Erdgeschoss, darüber verputztes Fachwerk mit Geschossvorkragungen, Gewölbekeller, 1661(i)/1667
Das stattliche Weingärtnerhaus in markanter Ecklage belegt in seinen Dimensionen den Reichtum der Weingärtner der Stadt und ist zudem ein in seiner Bauweise charakteristisches Gebäude dieses Berufsstandes. |
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| Weingärtnerhaus | Burgstraße 28 (Karte) |
Eingeschossiges Gebäude mit Satteldach, Sockel massiv, darüber Fachwerk z. T. mit Geschossvorkragungen, Gewölbekeller und doppelläufige Freitreppe, 17. Jahrhundert
Das an drei Seiten freistehende Gebäude in prominenter Ecklage zeugt mit seinem großen Gewölbekeller vom Reichtum der Weingärtner der Stadt und ist zudem ein in seiner Bauweise charakteristisches Gebäude dieses Berufsstandes. |
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| Methodistenkapelle | Burgstraße 32 (Karte) |
Eingeschossiger Massivbau mit Satteldach, Ziegelmauerwerk auf rustiziertem Sandsteinquadersockel und mit Zierelementen und angedeuteten Strebepfeilern, 1885
Der zu drei Seiten freistehende, von der Straßenfront etwas zurückgesetzte Sakralbau stellt die erste Methodistenkapelle und das zweitälteste Kirchengebäude Alt-Fellbachs dar. Seine sowohl horizontale als auch vertikale Fassadengliederung mit Zierelementen belegt die Bedeutung der späteren Freikirche insbesondere für die Arbeiterschaft deutlich. Sie ist somit Ausdruck der neugewonnenen Vielfalt der Glaubensbekenntnisse im 19. Jahrhundert. |
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| Bauernhaus | Cannstatter Straße 3 (Karte) |
Zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach, massives Erdgeschoss, darüber verputztes Fachwerk mit Geschossvorkragungen, Keller und Zwerchhaus an Traufseite, 17. Jahrhundert
Das zu zwei Seiten freistehende Bauernhaus belegt in seinen Dimensionen die Bedeutung der Landwirtschaft für Alt-Fellbach vor dessen Wandel zur Industriestadt. |
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Weingärtnerhaus | Cannstatter Straße 9 (Karte) |
Zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach, Erd- und Sockelgeschoss massiv, darüber Fachwerk mit Zierformen und Geschossvorkragungen, 1685 (i)
Das stattliche, an drei Seiten freistehende Weingärtnerhaus in markanter Ecklage belegt in seinen Dimensionen den Reichtum der Weingärtner der Stadt und ist zudem ein Zeugnis der historischen Zimmermannskunst. |
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Gehöft | Cannstatter Straße 12 (Karte) |
Bestehend aus: Haupthaus, zweigeschossiges Gebäude mit hohem Satteldach, Mischbauweise, Erdgeschoss massiv, darüber Fackwerk mit Geschossvorkragungen und z. T. freiliegend, Zwerchhaus, 1588 (i); Zehntscheune, zweigeschossiges Gebäude mit hohem Satteldach, Massivbau aus unregelmäßigen Steinquadern und Bruchsteinen, 1597 (i), ggf. älterer Kern; Scheune, eingeschossiges Gebäude mit hohem Satteldach, Mischbauweise z. T. mit Geschossvorkragungen, Anbau an Giebelseite, 18. Jahrhundert; Waschhaus, eingeschossiger Massivbau mit Satteldach, Fachwerkkniestock, 19. Jahrhundert Die dreiseitige Anlage, hinter dem ursprünglichen Rathaus von der Straße zurückgesetzt, wurde vermutlich als Konstanzer Pfleghof errichtet. Sie stellt gleichzeitig das größte Gehöft des alten Fellbach dar. Ihre stattliche Größe belegt ihre mittelalterliche Bedeutung als wichtiger Wirtschafts-, Handels- und Verwaltungsstützpunkt. |
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| Weingärtnerhaus | Cannstatter Straße 15 (Karte) |
Zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach, massives Erdgeschoss, darüber verputztes Fachwerk mit Geschossvorkragungen, Gewölbekeller, 17./frühes 18. Jahrhundert
Das an drei Seiten freistehende Weingärtnerhaus belegt in seinen Dimensionen den Reichtum der Weingärtner der Stadt. |
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Rathaus | Cannstatter Straße 16 (Karte) |
Dreigeschossiges Gebäude unter Walmdach samt Glockenturm, zur Straße geöffnete Arkaden, Zierelemente und horizontaler Fassadengliederung, geplant durch Hans und Hermann Moser, Erweiterungsbau von 1912 unter Einbezug des alten Rathauses, im Kern 1588 bis 1610
Das an der Hauptstraße des historischen Ortskerns stehende, sich in den Straßenzug einfügende Verwaltungsgebäude im Heimatstil verbindet neuklassizistische Tendenzen und in Spätjugendstil ausgeführte Bildhauerarbeiten mit dem Einsatz des damals neuen Werkstoffes Eisenbeton. Anschaulich verwirklicht wird dabei das Ziel der vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts wirksamen Heimatschutzbewegung, großvolumige Neubauten in das bestehende Ortsbild einzupassen. Gleichwohl dokumentiert der Umbau des alten Fellbacher Rathauses die Erweiterung der Verwaltung als Folge der beginnenden Industrialisierung und der damit verbundenen Bevölkerungszunahme. |
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Ev. Pfarrhof | Cannstatter Straße 18; Pfarrstraße 1, 1/1 (Karte) |
Bestehend aus: Haupthaus, zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach, Erdgeschoss massiv, darüber verputztes Fachwerk mit Geschossvorkragungen, nach Plänen von Joh. Heim 1680/1681 erbaut, durch den Kirchenratsbaumeister Wilh. Fr. Goez 1799 (i) erweitert; Scheune, Fachwerk mit Satteldach, Mischbauweise, Keller mit Torbogen (bez. 1730 (i)), 18. Jahrhundert; Back- und Waschhaus, eingeschossiger Massivbau mit Walmdach, 1800; Ummauerung
Der mauerumschlossene Dreiseithof mit stattlichem Pfarrhaus ist in Ecklage neben dem Rathaus an der Hauptstraße des historischen Ortskerns gelegen und bestimmt deren Straßenbild wesentlich mit. Als evangelisches Pfarrhaus des 17. Jahrhunderts besitzt die Anlage auch eine gesteigerte ortsgeschichtliche Bedeutung. |
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Bahnhofsempfangsgebäude | Eisenbahnstraße 14 (Karte) |
Zweigeschossiges Gebäude mit flachem Satteldach, Massivbau mit Sandsteinverblendung, Zwerchgiebel an Traufseite, 1859/1860
Das abseits der historischen Ortskerne von Fellbach und Schmiden gelegene Gebäude mit Empfangssaal und Schalterhalle im EG und Wohnungen für Bedienstete im OG entstand im Zuge der 1861 in Betrieb genommenen Bahnlinie von Bad Cannstatt nach Aalen. Der Anschluss an das Eisenbahnnetz ermöglichte Fellbachs industrielle Entwicklung, womit der Bahnhof ein Zeugnis für einen wichtigen Aspekt der lokalen Wirtschafts- und Verkehrsgeschichte darstellt. |
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| Mehrfamilienhaus | Endersbacher Straße 10 (Karte) |
Viergeschossiger Haupttrakt mit zurückgesetztem Dachgeschoss und Zwerchgiebel an Traufseite und dreigeschossiger Nebentrakt mit Laubengang, beide Massivbauweise mit Satteldach, 1929
Das größtenteils intakte Laubenganghaus ist in einem Erweiterungsgebiet östlich des historischen Kerns Fellbachs gelegen. Finanziert von der Stadt, ist es ein anschauliches Beispiel des sozialen Wohnungsbaus in den 1920er-Jahren mit dem Ziel der Linderung der Wohnungsnot v. a. der Arbeiterschaft in den Großstädten und - im Falle Fellbachs - in den sich bildenden Ballungsgebieten. |
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| Geschäftshaus | Esslinger Straße 75 (Karte) |
Dreigeschossiger Kernbau auf asymmetrischem Grundriss und östlichem Anbau mit Flachdach, linker Trakt mit zwei Geschossen, horizontaler Gliederung und drittem, hinter einer Veranda zurückspringenden Geschoss mit zylinderförmigem Dach, beide Gebäudeteile Massivbau in Klinkerbauweise mit Treppentürmen und oktogonalem Dach, späte 1920er-Jahre
Der prägnante Eckbau zählt mit seiner Durchgliederung sowie den vertikalen und horizontalen, runden und eckigen Bauformen heute im Großraum Stuttgart zu den wenigen Gebäuden einer expressionistischen Architektur im urbanen Raum der 1920er-Jahre. |
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Bauernhaus (heute Stadtmuseum) | Hintere Straße 26 (Karte) |
Zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach, massives Erdgeschoss, darüber verputztes Fachwerk mit Geschossvorkragungen, im Westgiebel Fachwerk mit reichen Zierformen, Keller, 1711, ggf. älterer Kern
Das deutlich aus der Straßenflucht zurückgesetzte Bauernhaus zählt zu den stattlichsten Gebäuden Alt-Fellbachs. Die aufwendig gestalteten Zierformen im Westgiebel des Fachwerkes zeugen dabei nicht nur exemplarisch von der Bedeutung der Landwirtschaft für die Stadt vor deren Wandel zur Industriestadt, sondern auch von der Handwerkskunst, wie sie vor und nach dem Dreißigjährigen Krieg in der Gegend üblich war und in Fellbach in dieser Ausprägung nur in wenigen Beispielen überliefert ist. |
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Gasthaus Hirsch | Hirschstraße 1 (Karte) |
Zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach, massives Erdgeschoss, darüber Fachwerk mit Geschossvorkragungen, Keller, 1598 (i)
Der markante, zu drei Seiten freistehende Eckbau mit einem schmiedeeisernen Wirtshausausleger von 1720/1730 nimmt einen für Gasthäuser traditionellen Standort an einer wichtigen Straßenkreuzung, der Hauptstraße Fellbachs, ein. Aufgrund seines langen Bestehens an dieser Stelle ist die Wirtschaft darüber hinaus ein bedeutendes Zeugnis für die Ortsgeschichte. |
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Weingärtnerhaus | Kappelbergstraße 4 (Karte) |
Eingeschossiges Gebäude mit einhüftigem Satteldach, verputztes Fachwerk (rückwärtiger Giebel unverputzt) mit Geschossvorkragungen, Keller und zweiläufige Freitreppe, 17. Jahrhundert; quer dazu Stallscheune, zweigeschossiges Gebäude mit steilem Satteldach, 1698
Das Weingärtnerhaus und die dahinter querstehende Stallscheune belegen in ihrer Dimension und Konstruktion die Wohn- und Wirtschaftsverhältnisse der Region und stellen dabei exemplarisch eine ortstypische Hofanlage dar. |
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Aussichtsturm | Kernen 1 (Karte) |
27 m hoher, quadratischer Massivbau aus roh behauenem Sandstein mit kleinem Balkon, zinnenbewehrter Aussichtsplattform und kleinem bekrönten Rundturm, von den Architekten Heim und Sipple entworfen, 1896; Unterstellhalle, 1930 angepasst, älterer Vorgängerbau
Das markante Wahrzeichen, zwischen Rems und Neckar gelegen, ist unter dem Einfluss der deutschen Nationaldenkmäler entstanden. Die nationale Gestaltungstradition manifestiert sich in der kühnen Höhe des schlanken, in dem mit roh behauenen Sandsteinquadern aufgemauerten Turmschaft, in der auskragenden zinnenbewehrten Aussichtsplattform und in dem konsolgestützten Balkon. Der Turm zitiert in materialgerechter Technik traditionelle, vermeintlich deutsche Bauformen, sozusagen als Legitimation des Zweiten Deutschen Kaiserreichs. |
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Alter Friedhof | Kirchhofstraße 18 (Karte) |
Friedhofsanlage mit Grabsteinen und Umfriedung samt südwestlichem Glockenturm, dieser in Massivbauweise und verputztem Fachwerk, Welsche Haube, 1605 angelegt und löste 1606 den Friedhof nördlich der Lutherkirche ab, welcher nach der Pestwelle 1597 zu klein geworden ist, 1821 und 1858 erweitert.
Der Friedhof befindet sich neben dem zuvor aufgelassenen Friedhof bei der Pfarrkirche im Wehrkirchhof. 1941 aufgelassen, belegen allen voran die zum Teil künstlerisch beachtlichen Grabsteine aus dem späten 18. und 19. Jahrhundert bis in die Zeit um etwa 1930 die ursprüngliche Funktion des Friedhofs, die dieser über 300 Jahre innehatte und ihn zu einem wichtigen Zeugnis der Stadtbau- und Sozialgeschichte des Ortes machen. |
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Ev. Lutherkirche (ehem. St. Gallus) | Kirchplatz 1 (Karte) |
Westturm und Chor des Vorgängerbaus, Werksteinbauweise, 1518/1519 (i) bzw. 1524; Saalkirche mit Satteldach, Massivbauweise z. T. verputzt, Kirchenschiff 1779 neu gebaut, historische Ausstattung
Die ursprünglich am Dorfrand gelegene Pfarrkirche St. Gallus, seit 1927 Lutherkirche, war von einer Wehranlage umgeben, von der heute außer im westlichen Kirchturmmauerwerk obertägig nichts mehr erhalten ist. Ursprünglich bestand sie aus umlaufender Wehrmauer und Toranlage(n) mit begleitendem Wassergraben und zugehörigen Brückenbauten. 1799 bis 1802 wurden sämtliche Mauern niedergelegt. Der heutige Kirchenbau ist im Baubestand neuzeitlichen Ursprungs mit späteren Veränderungen. Die einstige Kirchenburganlage (siehe archäologisches Kulturdenkmal) ist ein seltenes, hochbedeutendes Zeugnis der Kirchenbaugeschichte des Mittelalters, die heutige Kirche auch nach deren Verlust noch immer das wichtigste Zeugnis der Sakral- und Glaubensgeschichte im Ort sowie eine zentrale Dominante im Stadtbild. Die Kirche als Gesamtheit spiegelt in Baugestalt und Ausstattung kirchengeschichtliche wie ortshistorische Entwicklungen wider. |
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| Ofenstein | Lindenstraße 18 (Karte) |
Über der Haustür eingelassen, Inschriftenkartusche mit Jahreszahl, volutenförmige Füße, 1808 (i)
Der Ofenstein in charakteristischen barockisierenden Formen zeugt von der einstigen Bedeutung der „Guten Stube“ und somit von historischen Wohnverhältnissen. Dabei spiegelt er den repräsentativen Anspruch der einstigen Nutzer. Der Ofenstein, ehem. Bestandteil einer Stubenausstattung, zeugt von der Wohnkultur um 1800. |
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| Mehrfamilienhaus | Lutherstraße 20 (Karte) |
Zweigeschossiges Gebäude mit Mansardgiebeldach mit Wiederkehr, Sockel und Erdgeschoss massiv mit Hausteinverkleidung, erstes Obergeschoss massiv in gelbem Backstein, Giebel in dekorativem Fachwerk (teilweise verputzt), Zwerchhaus an Traufseite, 1908
Das Mehrfamilienhaus ist ein relativ aufwendiges und intaktes Beispiel für eine in Fellbach zu Beginn des 20. Jahrhunderts mehrfach vorkommende Bauweise und bezeugt damit den gehobenen städtischen Wohnungsbau der Jahrhundertwende. |
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Rathaus Fellbach | Marktplatz 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 (Karte) |
Dreigeschossiger Gebäudekomplex in Ortsmitte, mit Längstrakten und Quertrakten sowie Rundbau des Ratsstraktes, Stahlbeton-Skelettbau mit gelber Klinkerfassade, nach Entwürfen des Schweizer Architekten Ernst Gisel errichtet, 1983 bis 1986; inklusive gestalteter Frei- und Grünflächen und Kunst am Bau
Das Fellbacher Rathaus ist ein außergewöhnliches und eigenständiges historisches Zeugnis der Architekturströmungen der 1980er Jahre mit ihren neuen baukünstlerischen, städtebaulichen, funktionalen und gesellschaftlichen Leitbildern. Im Grundriss manifestiert sich selbstbewusst die politische Ikonografie des Rathauses, mit dem Ratssaal als Zentrum der kommunalen Selbstverwaltung und flankierenden, funktional assistierenden Verwaltungstrakten, die das Fellbacher Rathaus zu einem wichtigen Beitrag in der jüngeren Geschichte der Rathausbauten in Baden-Württemberg werden lassen. Es ist auch ein in hohem Maß durch Originalität und Integrität bestechendes, bauliches Dokument des wirtschaftlichen Wohlstands dieser Zeit, der es einer Umlandkommune in der Region Stuttgart ermöglicht, ein derart ambitioniertes Bauprojekt durchzuführen. |
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| Versammlungs- und Betsaal der Hahnschen Gesellschaft | Neue Straße 11 (Karte) |
Saal mit Holzriemendecke und mittiger Eisenstütze, 1863
Der im Rückgebäude untergebrachte, schlichte Saal diente und dient als Versammlungs- und Betsaal der Hahnschen Gemeinschaft, einer ins 18. Jahrhundert zurückreichenden altpietistischen Gemeinschaft. Der alte, vom Außenbau her nicht ablesbare Saal gibt Zeugnis von einer der wichtigsten religiösen und gesellschaftlichen Gruppierungen Alt-Fellbachs. |
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Türsturz | Neue Straße 18 (Karte) |
Sandstein, Inschrift mit Bauherrn, Initialen, geritzter Pflugschar und Jahreszahl, 1630 (i)
Der gewisse gestalterische Aufwand des erhaltenen Bogenfeldes mit Kannelierungen und Stabwerk zeugt ebenso wie die selbstbewusste Nennung des Bauherren von der repräsentativen Funktion des Gebäudes. Es handelt sich um ein relativ frühes Zeugnis der Stadtbaugeschichte. |
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Kath. Gemeindezentrum Maria Regina | Rembrandtweg 2, 4 (Karte) |
Bestehend aus: Kirche, Massivbau in Form eines schiefen Kegelstumpfes, mit schindelartig verlegten Faserzementplatten gedeckt, Belichtung durch gekappte Kegelspitze, freistehendes Vordach, Sakristei in vorgelagertem Kubus aus Sichtbeton, 1965 bis 1967; Gemeindehaus, zweigeschossiger Massivbau mit Flachdach, Keller, 1963 bis 1965; errichtet nach Plänen des Architekten Klaus Franz
Das ausgezeichnet überlieferte, stadtteilprägende Gemeindezentrum Maria Regina zählt zu den frühen Beispielen der in den 1960er-Jahren neu entstandenen Gemeindeeinrichtungen in Neubaugebieten und als Hauptwerk im Schaffen von Klaus Franz. Während der Kirchenbau als bedeutender Beleg für die Entwicklung der Liturgischen Erneuerung in der Katholischen Kirche gilt und Zeugnis ablegt von der ästhetischen und architektonischen Qualität des Kirchenbaus der Nachkriegsmoderne, steht das Gemeindehaus als frühes Beispiel für die Entwicklung von Kirchengemeindezentren in Sichtbeton. Die gesamte Anlage gewährt einen Eindruck von einer speziellen künstlerischen Haltung im Kirchenbau der beginnenden 1960er-Jahre, bei der unterschiedlich gestaltende Kräfte wie Kirchengemeinde, Architekt, Landschaftsarchitekt und Handwerker zusammenwirken. |
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| Fabrik | Ringstraße 16, 18; Röntgenstraße 21 (Karte) |
Fünfgeschossiger Stahlbeton-Skelettbau, das obere Geschoss zurückgesetzt, von Rolf Gutbrod und Hermann Kiess für die Firma Hahn-Motorfahrzeuge GmbH entworfen, 1952 und 1957
Die plastisch geformten Außenwände, das teilweise über unregelmäßigem Grundriss konzipierte Obergeschoss, das am Außen- und Innenbau angelegte Farbkonzept und viele Details verraten die Herkunft des renommierten Architekten Rolf Gutbrod aus der expressionistisch-anthroposophischen Architekturtradition. Der Fabrikbau ist dabei ein wichtiges Werk im Schaffen Gutbrods. Das Gebäude stellt insgesamt ein qualitätvolles, die für die Bauaufgabe in den 1950er-Jahren üblichen Möglichkeiten individuell ausgestaltend und bereicherndes Beispiel dar. |
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Wichernschule | Schillerstraße 8 (Karte) |
Dreigeschossiger, verputzter Massivbau mit Walmdach und giebelseitigem Turm mit barocker Haube, große Rundbogenportale im Erdgeschoss, zum Hof Halbwalmdach und Erker, nach Plänen der Architekten Bihl und Woltz entworfen, 1910 mit Nordteil begonnen, wohl 1921 bis 1933 Südtrakt angefügt
Das mit seinem großflächigen Walmdach zu den Wahrzeichen der Stadtsilhouette gehörende Gebäude liegt am Westrand des historischen Ortskerns und korrespondiert mit seinem Turm nach Norden mit dem gegenüberstehenden Friedhofsturm. Es handelt sich um ein für Württemberg in dieser Zeit typisches Schulgebäude mit qualitätvoller kunsthandwerklicher Innenausstattung, das heimatgeschichtliche Bedeutung besitzt. |
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Gemeindekelter | Untertürkheimer Straße 33 (Karte) |
Große Halle, Fachwerk auf Massivsockel, flaches weit überstehendes Halbwalmdach mit drei Dachmonitoren, Zwerchgiebel mit steilem Mandardkrüppelwalmdach, an den Längsseiten jeweils 13 Tore, 1906
Der am Südwestrand des historischen Ortskerns am Fuße der Weinberge gelegene, ungewöhnlich große Kelterbau ist ein wichtiges Zeugnis der Stadtbaugeschichte des alten Weinbauortes Fellbach und belegt in seinen Dimensionen eindrucksvoll die Wichtigkeit des Weinanbaus für die lokale Landwirtschaft. Zudem verfügt die Alte Kelter über eine außergewöhnliche Zimmermannkonstruktion des Dachwerks, die nur mit der wesentlich kleineren Uhlbacher Kelter vergleichbar ist. |
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Weingärtnerhaus | Vordere Straße 1/3 (Karte) |
Zweigeschossig, Satteldach mit drei Dachgeschossen, massives Erdgeschoss, darüber verputztes Fachwerk, Gewölbekeller, 19. Jahrhundert
Das stattliche Weingärtnerhaus weist eine für die Region typische giebelständige Ausrichtung zur Straße auf. Das Gebäude belegt in seinen Dimensionen den Reichtum der Weingärtner der Stadt. |
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| Inschriftenstein | Vordere Straße 2 (Karte) |
Schriftkartusche aus Sandstein mit Engelskopf, mit der Inschrift „1716 Ist das Haus durch Gottes hilff erbaut worden von Joseph Ebensperger und seiner Hausfrau Mariagretha. In den Leiden woller wir hoffen / geht es glücklich so ists getroffen / Kompt uns aber das widerspihl / So gescheh was Gott haben will“, 1716 (i)
Die Sandstein-Schriftkartusche erinnert an den Vorgängerbau und ist somit ein Zeugnis der Stadtbaugeschichte. |
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Weingärtnerhaus | Vordere Straße 7 (Karte) |
Zweigeschossiges Gebäude, Satteldach mit zwei Dachgeschossen, Erdgeschoss massiv, darüber verputztes Fachwerk, 17. Jahrhundert, 1748 (i) umgebaut; dahinterliegendes Waschhäuschen, eingeschossiges Gebäude mit Satteldach, massives Erdgeschoss, darüber Fachwerk, 19. Jahrhundert Das Weingärtnerhaus mit seinem angrenzenden Waschhäuschen belegt eindrucksvoll die früheren Wirtschafts- und Lebensformen der Region. Es ist Ausdruck des Reichtums der Weingärtner der Stadt. |
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| Gehöft | Vordere Straße 9 (Karte) |
Bestehend aus: Weingärtnerhaus, zweigeschossiges Gebäude, Satteldach mit drei Dachgeschossen, massives Erdgeschoss, darüber verputztes Fachwerk, Gewölbekeller, 1684; Scheune, Fachwerkgebäude mit Satteldach, Keller, 18. Jahrhundert
Die reiche Hofanlage aus ortsbildprägendem, stattlichem Weingärtnerhaus in markanter Ecklage und seiner an der Rückseite angebauten Scheune belegt eindrucksvoll die Stadtbaugeschichte und ist ein wichtiges Zeugnis für den Reichtum der Weingärtner der Region. |
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Weingärtnerhaus | Vordere Straße 12 (Karte) |
Zweigeschossig, Satteldach mit zwei Dachgeschossen, massives Erdgeschoss, darüber verputztes Fachwerk mit kleinem Vorbau, flachgedeckter Keller (daneben vermutlich Gewölbekeller), 1746 (i)
Das Weingärtnerhaus steht in markanter Ecklage in einer Kurve des Hauptstraßenzuges des alten Ortskerns. Mit seinen giebel- und traufseitig geringen Vorkragungen ist es dabei ein regionaltypisches Beispiel für ein Gebäude des 18. Jh. in Fellbach. der Bauschmuck mit einem geohrten barocken Portalgewände und einem Schlussstein mit Hausmarke belegt zudem eindrucksvoll den Reichtum der Weingärtner der Stadt. |
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Weingärtnerhaus | Vordere Straße 16 (Karte) |
Nach Kriegsbeschädigung erhalten sind: massiv gemauertes Erdgeschoss mit Fenster- und Türgewänden und Gewölbekeller, 17. Jahrhundert, Schlussstein von 1738
Das nach Kriegszerstörungen nur in Teilen erhaltene, zu drei Seiten freistehende Weingärtnerhaus ist, wie in der Region üblich, giebelständig gebaut. Die besonders reiche Ausarbeitung der Architekturdetails belegt eindrucksvoll den Reichtum der Weingärtner der Stadt und ist zudem ein wichtiges Zeugnis der Stadtbaugeschichte. |
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Zehntscheune | Vordere Straße 39 (Karte) |
Eingeschossiger Massivbau mit steilem Satteldach, 1589 (i)
Die Zehntscheune Fellbachs ist traufständig zurückgesetzt am Westrand des historischen Ortskerns gelegen und Teil eines württembergischen Zehnthofs, worauf die Sandsteintafel mit württembergischen Hirschstangen verweist. Dieser Zehnthof war vermutlich aus dem Maierhof der Herren von Velbach hervorgegangen, welche ihre Güter 1351 an das Haus Württemberg verkauften. Somit ist die Zehntscheune ein Zeugnis nicht nur des herrschaftlichen Wirtschaftens, sondern auch der Stadtbaugeschichte. |
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Bauernhaus | Vordere Straße 41 (Karte) |
Zweigeschossiges Gebäude, Walm- bzw. Krüppelwalmdach mit drei Dachgeschossen, Erdgeschoss massiv, darüber verputztes Fachwerk, Gewölbekeller, 16./17. Jahrhundert
Das Gebäude befindet sich giebelständig an der nördlichen Fortsetzung des Hauptstraßenzuges des alten Ortskerns. Seine Lage in der Nähe der alten Zehntscheune, die schräg dahinter errichtet wurde, lässt die Vermutung zu, das stattliche Bauernhaus könnte Teil des alten Maierhofes bzw. des Württembergischen Zehnthofes gewesen sein. Somit ist das Gebäude ein Zeugnis der Stadtbaugeschichte. |
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Gehöft | Waiblinger Straße 2 (Karte) |
Bestehend aus: Haupthaus, zweigeschossig, Satteldach mit drei Dachgeschossen, massives Erdgeschoss, darüber verputztes Fachwerk, Gewölbekeller, wohl um 1600; Scheune, Fachwerk, Satteldach, 18. Jahrhundert; Schopf, zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach, verputztes Fachwerk, 18. Jahrhundert
Das giebelständige Haupthaus des Dreiseithofs verfügt über eine Doppelfunktion als Weingärtner- und Wohnstallhaus. Die Hofanlage selbst stellt ein Musterbeispiel eines früher für Fellbach typischen Gehöfts dar. Somit belegt es eindrucksvoll den Reichtum der Weingärtner der Stadt und ist zudem ein Zeugnis der Stadtbaugeschichte. |
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Oeffingen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Rat- und Schulhaus | Hauptstraße 1 (Karte) |
Bestehend aus: Rathaus, zweigeschossiger, verputzter Massivbau mit steilem Satteldach, Sockel aus Haustein, Zwerchhaus, polygonaler Eckerker, Glockenaufsatz; Schul- und Feuerwehrtrakt, zweigeschossiger, verputzter Massivbau mit Walmdach, Sockel aus Haustein, drei Rundbogenportale, einseitiger eingeschossiger Aufbau über die gesamte Querseite mit Walmdach; beide Trakte nach Entwurf von Oberamtsbaumeister a. D. Münzenmayer und Ausarbeitung von den Architekten Bihl und Woltz, 1911/12
Das Rat- und Schulhaus des Ortsteils Oeffingen ist an der Kreuzung zweier Landstraßen in städtebaulich dominanter Situation erbaut. Es ist ebenso wie das Fellbacher Rathaus im Heimatstil mit Elementen des ausklingenden Jugendstils erbaut worden, dem historischen Ortsbild bewusst untergeordnet und an die in der Region üblichen Fachwerkrathäuser der frühen Neuzeit anknüpfend. Das Oeffinger Rathaus ist ein anschauliches Beispiel für das Bemühen der Jahre vor dem Ersten Weltkrieg, an die ortstypische Bauweise anzuknüpfen und somit ein Zeugnis der Stadtbaugeschichte. |
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Weitere Bilder |
Kath. Pfarrkirche Christus-König (§ 2) | Hauptstraße 25, 27 (Karte) |
Breiter Einraum in Massivbauweise mit zwei offenen Paralleldächern, mit sich zum Altar absenkendem Boden, nach Plänen des rheinischen Kirchenbaumeisters Emil Steffann unter Mitarbeit von Gisbert Hülsmann, 1966; an Pfarrkirche angeschlossener Chorturm von St. Nabor (§ 28), Chor von 1457, Glockengeschosse von 1822; Dorffriedhof, 1830; Einfriedungsmauerreste; Ölberg, eingeschossiges Gebäude in Massivbauweise mit Satteldach und zwei großen Rundbögen, Mitte 17. Jahrhundert; Grabsteine (§ 2); Grabmal der Familien Frisoni und Retti (§ 28), 1721; kath. Pfarrhaus (§ 2), zweigeschossig, Satteldach mit zwei Dachgeschossen, verputztes Fachwerk, Keller, 1713
Der Neubau der Christus-König-Kirche liegt in unmittelbarer Nähe der abgebrochenen Kirche St. Nabor, deren Chorturm durch einen Verbindungsbau integriert wurde, und des Dorffriedhofes, auf dem einige bedeutende Grabsteine des 18. Jahrhunderts, u. a. italienischer Künstler und Kaufleute, aufgestellt sind. Die Kirche ist (mit Vorhalle, Seitenkapelle, Sakristei und Ausstattung) ein Spätwerk des bedeutenden rheinischen Kirchenbaumeisters des 20. Jahrhunderts, Emil Steffann, unter Mitarbeit von Gisbert Hülsmann. Der in der Lichtsituation spätantike Raumeindrücke verarbeitende, mit ortstypischen und modernen Materialien ausgeführte Sakralbau ist eine originelle Lösung des Reformkirchenbaus des 20. Jahrhunderts und auch ein wichtiges Zeugnis der Stadtbaugeschichte. |
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| Weingärtnerhaus | Hauptstraße 29 (Karte) |
Zweigeschossiger Fachwerkbau über massivem Sockelgeschoss, Satteldach mit Krüppelwalm an der Westseite, traufseitige Freitreppe, Gewölbekeller, spätes 18. Jahrhundert
Das Gebäude ist giebelständig an der Hauptstraße des historischen Ortskerns von Oeffingen gelegen und eines der wenigen erhaltenen stattlichen Weingärtnerhäuser des historischen Ortskerns von Oeffingen. Somit ist es nicht nur ein Zeugnis der Stadtbaugeschichte, sondern belegt gleichzeitig den Reichtum der Weingärtner der Region. |
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| Obervogtei des Domkapitels Augsburg | Hauptstraße 37 (Karte) |
Zweigeschossiger, verputzter Massivbau mit Mansardwalmdach, Lisenengliederung an der Schauseite, Gewölbekeller, 1759 erbaut, 1932 und 1962 umgebaut
Das Hauptgebäude der Obervogtei des Domkapitels Augsburg mit seiner als Barockfassade gestalteten Schauseite, dem erhaltenen Schriftband und dem Wappen des Domkapitels und des Stiftes ist an der Hauptstraße im Südteil des historischen Ortskerns gelegen. Das Gebäude ist das letzte anschauliche Zeugnis für die fast dreihundertjährige Zugehörigkeit des Dorfes Oeffingen zum Domkapitel von Augsburg. Es diente als Sitz der Ortsverwaltung und weist als barockes Amtsgebäude auf den katholisch-bayerisch-schwäbischen Einflussbereich hin. |
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| Bauernhaus | Krähenstraße 20 (Karte) |
Zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach, Sockel und Erdgeschoss massiv, darüber zum Teil verputztes Fachwerk, Gewölbekeller, zweite Hälfte 17. Jahrhundert
Das traufständig zur Straße stehende, stattliche Bauernhaus stellt eine Mischform aus Weingärtnerhaus und gestelztem Wohnstallhaus dar. Es ist ein stattliches Gebäude, das sich - trotz der Veränderungen - in seinem Typus überliefert hat und das vor allem im Inneren des Gebäudes und im gesamten Dachbereich beachtliche Bausubstanz aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts aufweist. Es stellt heute im Ortskern von Oeffingen eines der wenigen überlieferten Bauernhäuser dar und belegt die einst für die Landwirtschaft des Ortes charakteristische Mischfunktion. |
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Weitere Bilder |
Kath. Heilig-Kreuz-Kapelle | Kreuzkapelle 1 (Karte) |
Eingeschossiger Massivbau aus Bruchstein mit Satteldach, altarseitig mit dreigliedrigem Walmdach, um 1600
Die kleine Feldkapelle befindet sich am alten Weg von Fellbach nach Waiblingen. Sie ist als Zeichen katholischer Volksfrömmigkeit etwas Besonderes in der ansonsten protestantisch geprägten Region und gibt Zeugnis von der Sondergeschichte des Dorfes Oeffingen als Enklave des Bistums Augsburg. Zudem besitzt die Stuckausstattung aus dem späten 17. Jahrhundert von einem Mitglied der bekannten Wessobrunner Schule besonderen künstlerischen Wert. |
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| Gefängnisturm | Schulhof 6 (Karte) |
Zweigeschossiger, verputzter Massivbau mit Walmdach, 1705
Das kleine Gebäude im Hof des Schlößle und späteren Schulhauses wurde zunächst als Gefängnis für bis zu vier Delinquenten erbaut. Nach dem Übergang an die Gemeinde 1830/1831 diente es als Gefängnis und Armenhaus, bevor es nur noch als Armenhaus genutzt wurde. Dieser Gefängnisturm aus dem 18. Jahrhundert ist in der Region ein Unikat und ein Zeugnis der Stadtbaugeschichte. |
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| Gehöft | Schulstraße 8 (Karte) |
Bestehend aus: Weingärtnerhaus, eingeschossiges Gebäude mit Satteldach, massiver Sockel, darüber verputztes Fachwerk, Gewölbekeller, frühes 17. Jahrhundert; Stall-Schuppen, eineinhalbgeschossiges Gebäude in Massivbauweise, zum Teil mit Fachwerkaufbau, 1840 (i)
Das Weingärtnerhaus, am Nordrand des historischen Dorfes gelegen, gehört zu den ältesten erhaltenen Bauten des Ortsteils Oeffingen. Der Stall-Schuppen ist ein anschauliches Beispiel der in der Region typischen landwirtschaftlichen Erweiterungsbauten bei ursprünglich nur auf den Weinanbau ausgerichteten Anwesen, die im 18./19. Jahrhundert mit dem Rückgang des Weinanbaus und der vermehrten Viehhaltung entstanden. Das Gehöft insgesamt zeigt exemplarisch die Verlagerung der Landwirtschaft vom Weinanbau zur Viehhaltung, was es zu einem wichtigen Zeugnis der Stadtbaugeschichte macht. |
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| Bauernhaus | Schulstraße 10 (Karte) |
Zweigeschossiges Gebäude, verputztes Fachwerk über massivem Sockel, Satteldach mit Krüppelwalm an der Westseite, zwei Dachgeschosse, Geschossvorkragungen, um 1600
Das stattliche Bauernhaus ist traufständig zur Schulstraße errichtet, die es zusammen mit dem „Schlössle“ prägt. Es vereint die für die heute nach Fellbach eingemeindeten Ortskerne typische Doppelfunktion eines Weingärtner- und Wohnstallhauses. Das Gebäude gehört mit dem dahinterstehenden Haus zu den ältesten, nahe dem Sitz des Ortsherrn, dem „Schlössle“, gelegenen Bauernhäusern, womit es nicht nur den Reichtum der Weingärtner der Region veranschaulicht, sondern auch ein wichtiges Zeugnis der Stadtbaugeschichte ist. |
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| Schloss | Schulstraße 14 (Karte) |
Dreigeschossiges Gebäude mit Walmdach, die beiden unteren Geschosse massiv, darüber Fachwerk, 1717 erbaut, 1827 aufgestockt und erweitert
Der barocke Hauptbau des Sitzes der Ortsherren von Neuhausen, einer niederadligen Familie, entstand 1717 und wurde 1827 für die Nutzung als Schul- und Rathaus erweitert und um ein Geschoss aufgestockt. Er ist somit nicht nur ein Zeugnis der Herrschafts-, sondern auch der Stadtbaugeschichte. |
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Schmiden
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Rat- und Schulhaus | Brunnenstraße 1 (Karte) |
Zweigeschossiges, verputztes Gebäude mit Satteldach, hangseitig eingeschossig, zwei große Zwerchgiebel, 1820 mit älterem Kern
Das Rat- und Schulhaus liegt als breiter Bauriegel am Südfuß des Kirchenhügels bzw. an einer platzartigen Erweiterung, in welche die Straßen von Oeffingen, Fellbach und Waiblingen einmünden. Der für Schmiden wichtige Rathausbau belegt dabei eindrucksvoll die Stadtbaugeschichte des Ortsteils. An der Ost- und Nordseite befinden sich zudem drei bemerkenswerte, inzwischen selten gewordene Wandleuchten mit Leichtmetallfassung nach einem Entwurf des Bauhausschülers Wilhelm Wagenfeld von 1957, die ein wichtiges Zeugnis der Geschichte des Industriedesigns sind. |
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| Weingärtnerhaus | Brunnenstraße 5 (Karte) |
Zweigeschossiges Gebäude, hohes massives Sockelgeschoss, darüber verputztes Fachwerk, steiles Satteldach später einseitig abgeschleppt, Gewölbekeller und Freitreppe, 17. Jahrhundert
Das Weingärtnerhaus ist das Haupthaus eines heute mehrfach unterteilten und veränderten Dreiseitgehöftes, das auf halber Höhe des Kirchhügels gelegen ist und zusammen mit Pfarrkirche, Schul- und Rathaus sowie Pfarrhaus die beherrschende, letzte zusammenhängend erhaltene Bautengruppe des alten Ortskerns bildet. Somit belegt das Gebäude nicht nur eindrucksvoll den Reichtum der Weingärtner der Stadt, sondern ist zudem ein wesentliches Zeugnis der Stadtbaugeschichte. |
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| Wohnstallhaus | Bühnerstraße 11 (Karte) |
Dreigeschossiges Gebäude mit Satteldach, massives Erdgeschoss, darüber zum Teil verputztes Fachwerk, um 1600; rückwärtiger Teil einbezogen in einen jüngeren Querbau mit unterkellerter Scheune
Der Hauptbau eines großen Hofes am Nordrand des ursprünglichen Dorfes zeigt ab dem zweiten Obergeschoss prächtiges Fachwerk, wie K-Figuren und in Vierblattform geschnitzte Rauten. Als auffallend reiches bäuerliches Anwesen des alten Ortskerns ist er somit ein wichtiges Zeugnis der Stadtbaugeschichte und repräsentativ für die teilweise sehr wohlhabenden Höfe von Schmiden. |
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Weitere Bilder |
Hofanlage | Bühnerstraße 13 (Karte) |
Bestehend aus: Wohnhaus, zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach, massives Erdgeschoss, darüber Fachwerk, um 1600; Stall- und Schuppengebäude, ein- bzw. zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach, massives Erdgeschoss, darüber Fachwerk, hölzerne Freitreppe, 18. Jahrhundert; Waschhaus, eingeschossiges Gebäude mit Satteldach, massiver Sockel, darüber Fachwerk (eine Ecke massiv gemauert), 19. Jahrhundert
Der unregelmäßiger Vierseithof mit seinem sehr staatlichen Wohnhaus ist repräsentativ für die teilweise sehr reichen Höfe von Schmiden. Er stellt demnach ein wichtiges Zeugnis der Bedeutung der Landwirtschaft für die Region und Stadtbaugeschichte dar. |
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| Hofanlage | Butterstraße 1 (Karte) |
Bestehend aus: Hauptgebäude, zweigeschossiges Gebäude mit hohem Satteldach, massives Sockel- und Erdgeschoss, darüber Fachwerk, Gewölbekeller und gemauerte Freitreppe, 1577; Doppelscheune, eingeschossiges Gebäude mit Krüppelwalmdach, gemischte Bauweise aus Fachwerk und Mauerwerk, 16. Jahrhundert; Schuppen, eingeschossiges Gebäude mit Satteldach, gemischte Bauweise aus Fachwerk und Mauerwerk, 18./19. Jahrhundert
In dieser, ursprünglich von einer Mauer umfassten, noch mit drei Gebäuden erhaltenen imposanten Hofanlage am Westrand des historischen Ortskerns lässt sich einer der für Schmiden belegten klösterlichen Höfe vermuten. Das als „Großes Haus“ bezeichnete, sehr stattliche Hauptgebäude, auf einer kleinen Erhebung gelegen, ist für den Westteil des Ortes ein markanter Blickpunkt. Neben der Bedeutung als Landmarke und der für die Landwirtschaft des Ortes charakteristischen Mischfunktion ist es zudem ein wichtiges Zeugnis der Herrschafts- und Stadtbaugeschichte. |
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| Scheune | Fellbacher Straße 3 (Karte) |
Eingeschossiges Gebäude mit Satteldach, gemauerter Sockel, darüber Fachwerk, 17. Jahrhundert
Die gut erhaltene Fachwerkscheune besticht durch ihre klare Fachwerkzeichnung mit geschossweise V-förmig angeordneten Streben und zwei Feldern mit diagonal-gitterförmigem Zierfachwerk am Nordostgiebel. Sie ist somit nicht nur ein Zeugnis der regionaltypischen Handwerkskunst, sondern auch ein Beleg für die landwirtschaftliche Prägung des Ortes. |
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| Wohnhaus | Fellbacher Straße 48 (Karte) |
Zweigeschossiges Gebäude mit Krüppelwalmdach, massives Erdgeschoss mit abgesetztem Sockelbereich, darüber Fachwerk, 1906
Das Wohnhaus des Großen Hakenhofs, an der nach Fellbach führenden Landstraße errichtet, besticht durch seine originelle, mithilfe des Materialgegensatzes aus zweifarbigen Ziegelsteinen und dekorativem Fachwerk lebendig wirkende Fassade. Der Bau ist ein besonders anschauliches Beispiel dafür, wie städtisch industrielle Bauformen und -materialien um 1900 auch auf ländliche Bauaufgaben übertragen wurden. |
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| Ev. Pfarrhof | Oeffinger Straße 2, 2/1 (Karte) |
Bestehend aus: Pfarrhaus, eingeschossiges Gebäude mit Satteldach, verputztes Fachwerk, Anbau mit Schleppdach und Freitreppe, hangseitig zweigeschossig in Massivbauweise im Sockel- und Erdgeschoss, 1702, ggf. älterer Kern; Pfarrscheune, eingeschossiges, verputztes Gebäude mit Krüppelwalmdach, massiver Sockel, seitlicher Anbau mit Walmdach, 18. Jahrhundert, 1948/1949 umgebaut
Das ev. Pfarrhaus und die -scheune nehmen die Westseite des Kirchhügels ein und bilden zusammen mit der Pfarrkirche, dem Rat- und Schulhaus und dem Gehöft die letzte zusammenhängende und zudem durch ihre erhöhte Lage besonders ortsbildwirksame Bautengruppe des alten Ortskerns von Schmiden. Im Gegensatz zu der bei Bauernhäusern üblichen Mischform von Wohn- und Stallhäusern waren Wohn- und Nebengebäude für die Landwirtschaft auf einem Pfarrhof meist strikt getrennt. Somit beschreibt die Anlage eindrücklich die charakteristischen Lebensumstände der Geistlichen zur damaligen Zeit. |
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Weitere Bilder |
Ev. Pfarrkirche (St. Dionys und Barbara) | Oeffinger Straße 4 (Karte) |
Massiver Einraum mit Satteldach, einjochiger, leicht aus der Achse geschobener Chor mit Fünfachtelschluss, Chorseitenturm mit Haube und seitlicher Anbau mit angedeutetem Zeltdach, innen eine über eine Längs- und Querseite verlaufende hölzerne Empore, stark unregelmäßige Fassade mit Freitreppe, spätmittelalterliche Pfarrkirche mit mehreren Bauphasen: Untergeschoss des Turmes wohl noch vorromanisch, romanische Klangarkaden des Turmes mit späterer Turmaufstockung, Chor spätgotisch, Langhaus aus Mitte 15. Jahrhundert, späterer Umbau zur Chorturmkirche, spätestens im 15. Jahrhundert wieder zur Chorseitenturmanlage verändert, Glockengeschoss und Haube von 1837 bzw. 1869 (§ 28); Friedhof (Flst. Nr. 34); Teile der alten Friedhofsmauer
Die Pfarrkirche mit ihren verschiedenen ablesbaren Bau- und Umbauphasen von der Romanik bis in die Frühe Neuzeit ist ein Beleg für die geänderten Anforderungen, denen Sakralbauten im Laufe der Jahrhunderte unterworfen waren. Die spätgotische Ausmalung des Chores zeigt beispielhaft die Farbigkeit des Kircheninneren zu jener Zeit. |
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| Gehöft | Oeffinger Straße 9, 9/1 (Karte) |
Bestehend aus: Wohnstallhaus, zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach, massiver Sockel, darüber verputztes Fachwerk, um 1476, querliegender Anbau größtenteils zweigeschossig aufgeständert mit Sattel- bzw. angedeutetem Zeltdach, größtenteils verputztes Fachwerk, um 1600; Doppelscheune, Gebäude mit Satteldach, gemischte Bauweise aus Fachwerk und Mauerwerk, Keller, 18. Jahrhundert
Das Gehöft mit dem ältesten erhaltenen Wohnstallhaus des Ortsteils Schmiden ist am alten Nordwesteingang des Dorfes mit Sichtbezug zu Kirche und Pfarrhaus gelegen. Es ist damit nicht nur ein Zeugnis der Ortsgeschichte, sondern zeigt mit seinem aufgeständerten Seitenflügel auch den Variantenreichtum des ländlichen Bauens in der Region. |
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| Bauernhaus | Remstalstraße 1 (Karte) |
Zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach, massiver Sockelbereich, darüber Fachwerk, 15./16. Jahrhundert
Das „Große Haus“ genannte Bauernhaus ist markant in einer parabelförmigen Kurve aus Fellbacher Straße und Remstalstraße gelegen. Es ist somit nicht nur ein Zeugnis der Ortsgeschichte, sondern lässt in seinen früheren Dimensionen die Bedeutung erahnen, die die Landwirtschaft für die Stadt vor deren Wandel zur Industriestadt besaß. |
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Weblinks
Quellen
Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.