Lokalbahn Wien–Baden

Bahnstrecke und Bahnunternehmen in Wien und Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Lokalbahn Wien–Baden, auch Wiener Lokalbahn oder Badner Bahn genannt, ist eine Lokalbahn im Großraum Wien. Die im Eigentum der Wiener Stadtwerke stehende Wiener Lokalbahnen GmbH (WLB) betreibt die Lokalbahn zugleich als Infrastruktur- und als Verkehrsunternehmen.

Weitere Informationen Wien–Baden ...
Wien–Baden
Logo der Badner Bahn
Logo der Badner Bahn
Kursbuchstrecke (ÖBB):515
Streckenlänge:27,2 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:Oper–Schedifkaplatz: 600V =
Schedifkaplatz–Inzersdorf: 750V =
Inzersdorf–Baden: 850V =
Maximale Neigung: Oper–Schedifkaplatz: 50
Schedifkaplatz–Leesdorf: 22,9
Leesdorf–Baden: 50 
Minimaler Radius:Oper–Schedifkaplatz: 19,28m
Schedifkaplatz–Leesdorf: 100m
Leesdorf–Baden: 19,28 m
Streckengeschwindigkeit:Oper–Schedifkaplatz: 60km/h
Schedifkaplatz–Baden: 80 km/h
Zweigleisigkeit:Wien–Baden Landesklinikum
| (früher Baden Veranstaltungshalle)
U-Bahn-StreckeU-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Oper U-Bahn Wien
U-Bahn-StreckeU-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Karlsplatz U-Bahn Wien
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Resselgasse
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Paulanergasse
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Mayerhofgasse
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Johann-Strauß-Gasse
U-Bahn-Tunnelanfang
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle (im Tunnel)
Laurenzgasse
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle (im Tunnel)
Kliebergasse
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle (im Tunnel)
0,000 Matzleinsdorfer Platz S-Bahn Wien
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle (im Tunnel)
Eichenstraße
U-Bahn-Tunnelende
U-Bahn-StreckeU-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Wolfganggasse (bis 31.03.2018)
U-Bahn-Haltepunkt / HaltestelleU-Bahn-Strecke
Marx-Meidlinger-Straße (seit 01.04.2018)
U-Bahn-Haltepunkt / HaltestelleU-Bahn-Strecke
Flurschützstraße/Längenfeldgasse
U-Bahn-Haltepunkt / HaltestelleU-Bahn-Strecke
Aßmayergasse
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Dörfelstraße S-Bahn Wien
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Bahnhof Meidling S-Bahn Wien U-Bahn Wien
U-Bahn-Abzweig geradeaus und nach rechts
Straßenbahnlinie 62 nach Lainz
U-Bahn-Grenze
Infrastrukturgrenze Wiener Linien / WLB
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Schedifkaplatz S-Bahn Wien U-Bahn Wien
Überleitstelle / Spurwechsel
2,510 Üst Schedifkaplatz
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
2,687 Wienerbergstraße (bis 06.04.1995)
Abzweig geradeaus und nach rechts
3,336 Anschlussgleis U6
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
3,400 Altmannsdorf[1] (bis 04.12.1907)
Haltepunkt / Haltestelle
3,601 Schöpfwerk
Abzweig geradeaus und von links
Anschlussgleis Pottendorfer Linie/Donauländebahn
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
4,208 Neu Steinhof (bis 1922)
Haltepunkt / Haltestelle
4,260 Gutheil-Schoder-Gasse
Brücke über Wasserlauf
5,050 Liesingbach
ehemaliger Bahnhof
5,240 Inzersdorf Personenbahnhof
Haltepunkt / Haltestelle
5,500 Inzersdorf Lokalbahn
ehemaliger Bahnhof
5,900 Inzersdorf Frachtenbahnhof
Abzweig geradeaus und ehemals nach rechts
Anschlussbahn O&K
Haltepunkt / Haltestelle
6,655 Neu Erlaa
Abzweig geradeaus und ehemals von rechts
7,188 Anschlussbahn zur Altmannsdorfer Straße (Wetzler, Terranova etc.)
Grenze
Landesgrenze Wien / Niederösterreich
Haltepunkt / Haltestelle
7,250 Schönbrunner Allee früher Laxenburger Allee
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
Waagner-Biro Fabrik (bis 1949)
Abzweig geradeaus und ehemals von links
Anschlussbahn Waagner-Biro
Bahnhof
8,427 Vösendorf-Siebenhirten
Brücke über Wasserlauf
8,525 Petersbach
Abzweig geradeaus und ehemals nach rechts
Anschlussbahn Danubia Mineralöl (bis 1958)
ehemaliger Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
9,400 Neubergerfeld (bis 11.01.1902)
Abzweig geradeaus und ehemals nach rechts
Anschlussbahn Ziegelwerk (bis ca. 1960)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
9,700 Union (bis 1949)
Haltepunkt / Haltestelle
9,992 Vösendorf SCS
Abzweig geradeaus und ehemals von links
Anschlussbahn IKEA (stillgelegt)
ehemaliger Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
10,800 Block Krottenbach (Posten 6) (bis 1949)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
11,294 Krottenbach (bis 1928)
Brücke über Wasserlauf
11,310 Krottenbach
Überleitstelle / Spurwechsel
11,400 Üst Vösendorf
Haltepunkt / Haltestelle
11,718 Maria Enzersdorf-Südstadt
Bahnhof
12,735 Wiener Neudorf
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
12,900 Neudorf (bis 27.01.1895)
Brücke über Wasserlauf
Mödlingbach
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
13,134 Wiener Neudorf Mitte (bis 1928)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
13,712 Mödling-Laxenburgerbahn (bis 01.10.1909)
Kreuzung (Querstrecke außer Betrieb)
Laxenburger Bahn
Haltepunkt / Haltestelle
13,820 Griesfeld
Abzweig geradeaus und ehemals von rechts
Verbindungsbogen zur Laxenburger Bahn
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
14,365 Herzfelder (bis 1931)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
14,417 Griesfeld (bis 02.05.1996)
Umkehrschleife (nur während des Zweiten Weltkriegs)
Überleitstelle / Spurwechsel
14,500 Üst Griesfeld
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
14,789 Biziste (bis 1928)
Abzweig geradeaus und von links
15,112 Anschlussbahn IZ NÖ Süd
Haltepunkt / Haltestelle
15,335 Neu Guntramsdorf (ab 1939, bis 1945: Holzwebersiedlung)
Überleitstelle / Spurwechsel
15,600 Üst Guntramsdorf
ehemaliger Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
16,000 Ausweiche Guntramsdorf (bis 11.01.1902)
Abzweig geradeaus und ehemals nach rechts
16,137 Anschlussgleis Ziegelwerk
Kreuzung (Querstrecke außer Betrieb)
16,213 Anschlussbahn Aspangbahn – Ziegelwerk (bis 10.03.1905)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
16,431 Guntramsdorf (bis 04.12.1907)
Brücke über Wasserlauf
16,804 Wiener Neustädter Kanal
Bahnhof
17,205 Guntramsdorf Lokalbahn
Abzweig geradeaus und ehemals von links
Anschlussbahn Druckfabrik (stillgelegt)
Abzweig geradeaus und ehemals nach rechts
Anschlussgleis Blechfabrik/Papierfabrik (stillgelegt)
Haltepunkt / Haltestelle
18,440 Eigenheimsiedlung
Überleitstelle / Spurwechsel
18,700 Üst Eigenheimsiedlung
Haltepunkt / Haltestelle
19,815 Möllersdorf
Bahnhof
21,375 Traiskirchen Lokalbahn
Abzweig geradeaus und ehemals nach links
21,690 Anschlussgleis Semperit
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
22,000 Wienersdorf (bis 1928. Neue Station in Evaluierung)
Abzweig geradeaus und von links
22,400 von Traiskirchen Aspangbahn
Haltepunkt / Haltestelle
23,410 Tribuswinkel-Josefsthal
Brücke über Wasserlauf
23,869 Wiener Neustädter Kanal
Haltepunkt / Haltestelle
24,077 Pfaffstätten Rennplatz
Brücke über Wasserlauf
24,197 Mühlbach
Haltepunkt / Haltestelle
24,682 Melkergründe
ehemaliger Bahnhof
24,900 Baden Leesdorf Frachtenbahnhof
Haltepunkt / Haltestelle
25,100 Baden Landesklinikum
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
25,175 Baden Veranstaltungshalle
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
25,587 Leesdorf
U-Bahn-Abzweig geradeaus und ehemals nach links
26,057 Anschlussgleis Gaswerk (bis 1927)
U-Bahn-Bahnhof
26,439 Baden Viadukt S-Bahn Wien
ehemaliger U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
26,707 Baden Wassergasse (bis 1944)
U-Bahn-Kopfbahnhof Strecke ab hier außer Betrieb
27,055 Baden Josefsplatz
Schleife Josefsplatz (bis 24.07.1989)
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Die 25 Kilometer lange Eisenbahnstrecke führt vom Schedifkaplatz im 12. Wiener Stadtbezirk, Meidling, nach Baden; dort endet sie auf dem Josefsplatz. Die Bahn ist elektrifiziert und bis auf einen 2,3 Kilometer langen eingleisigen Abschnitt in Baden durchgehend zweigleisig ausgebaut. Täglich werden auf der Badner Bahn 35.000 Menschen befördert,[2] sie ist in den Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) integriert.

Die Bahnlinie verläuft im Bereich der ersten 16 Stationen in Wien, teilweise in Tieflage, über Strecken der Straßenbahn Wien (blau in der Liniengrafik), anschließend auf etwa 23 Kilometer überwiegend (ausgenommen in der Feldgasse in Guntramsdorf) auf selbstständigem Gleiskörper (rot in der Liniengrafik), die letzten etwa 2 Kilometer im Zentrum von Baden wieder als – oberirdische – Straßenbahn (blau in der Liniengrafik).

Betrieb

Die Züge von und nach Baden verkehren durchgehend bis und ab Wien Oper im Zentrum der Hauptstadt. Nördlich der Haltestelle Schedifkaplatz benützen sie dabei auf einer Länge von 4,2 Kilometern das Netz der Straßenbahn Wien, dort sind die Wiener Linien für die Infrastruktur zuständig.

Ebenso findet zwischen Baden Josefsplatz und Baden Leesdorf straßenbahnmäßiger Betrieb statt. Auf der restlichen Strecke ist die Badner Bahn hingegen eine Vollbahn. Bis zum Herbst 2025 verkehrten zwischen dem Industriezentrum NÖ Süd und der Abzweigung Wienersdorf auch planmäßig Güterzüge. Mit dem Eisenbahnnetz der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) ist die Badner Bahn im Bereich der Haltestelle Gutheil-Schoder-Gasse und bei Traiskirchen verknüpft.

Im Personenverkehr bedient die Badner Bahn heute insgesamt 22 Bahnhöfe und Haltestellen. Hinzu kommen 16 Haltestellen im Bereich der Wiener Straßenbahn, wobei der Karlsplatz nur in Fahrtrichtung Wien Oper bedient wird. Die Lokalbahn ist heute bis zur Station Baden Landesklinikum zweigleisig ausgebaut. Der Abschnitt Baden Landesklinikum bis zum Streckenende Josefsplatz ist eingleisig, wobei die Station Baden Viadukt als Ausweiche ausgeführt ist. In der Endstation Baden Josefsplatz gibt es zwei Stumpfgleise.

Auf der als Straßenbahn betriebenen Strecke innerhalb Wiens wird auf Sicht gefahren, ausgenommen im Tunnelabschnitt der Unterpflaster-Straßenbahn-Strecke unter dem Gürtel. Hier wird signalgesichert gefahren, allerdings ohne Zugbeeinflussungssystem und spezifischen Signalen. An den Verzweigungen in den Stationen Matzleinsdorfer Platz und Kliebergasse befinden sich Signalanlagen mit Fahrstraßensicherung. Auch auf der restlichen Strecke zwischen Schedifkaplatz und Baden wird signalgesichert gefahren. Es gibt Hauptsignale, Schutzsignale, Signalnachahmer, Verschubsignale und Weichensignale sowie die im österreichischen Eisenbahnnetz üblichen Signaltafeln wie Geschwindigkeits- oder Fahrleitungssignale.

Zwischen Wien Oper und Wiener Neudorf wird Montag bis Samstag ein 7,5-Minuten-Takt angeboten. Ansonsten wird die Strecke im Viertelstundentakt bedient. Die Fahrzeit über die Gesamtstrecke beträgt rund eine Stunde. Die Symmetriezeit des Fahrplans liegt eineinhalb Minuten vor der vollen Stunde und entspricht damit exakt der in Mitteleuropa üblichen.

Seit dem Fahrplanwechsel mit 10. Dezember 2023 wird die Strecke Wien Oper bis Wiener Neudorf vor Samstagen, Sonn- und Feiertagen die ganze Nacht im 30-Minuten-Takt befahren. Die Fahrpläne sind an die Nacht-U-Bahn der Wiener Linien am Karlsplatz und in Meidling bzw. die Nacht-S-Bahn in Meidling und Matzleinsdorfer Platz angepasst.[3]

Das Fahrplanangebot wird seit Dezember 2020 durch einen über 15 Jahre laufenden Verkehrsdienstevertrag seitens des Verkehrsverbunds Ost-Region im Auftrag der Länder Wien und Niederösterreich beauftragt.[4]

Das Verkehrsunternehmen Wiener Lokalbahnen GmbH erkennt die Vorteilscard der ÖBB in den Zügen der Lokalbahn Wien-Baden an. Fahrradmitnahme ist nicht zulässig.

Zwischen Wien Oper und Vösendorf-Siebenhirten sind alle Tickets für die Kernzone Wien gültig.

Sicherungsanlagen

Herzstück mit beweglichen Flügelschienen (Üst Schedifkaplatz)

In den ersten Betriebsjahren gab es keine Sicherungsanlagen, erst durch eine technisch-polizeiliche Prüfung am 10. Jänner 1902 wurden bei allen Weichen, die gegen die Spitze befahren werden, Schlösser vorgeschrieben. Die ersten mechanischen Mittelstellwerke der Bauart 3500 der Firma Siemens & Halske sowie Schleppgleisapparate bei den Anschlussbahnen wurden am 18. Mai 1907 in Betrieb genommen – gleichzeitig wurde die Streckenhöchstgeschwindigkeit auf 50km/h erhöht. Während die Ein- und Ausfahrsignale mechanisch fernbedienbar wurden, blieben die Weichen ortsbedient. Sie wurden allerdings mit Weichenriegeln in die Signalabhängigkeit einbezogen.

Zwischen März 2006 und Mai 2007 wurde in Wiener Neudorf ein Zentralstellwerk mit Fernsteuerzentrale eingerichtet. Die übrigen Stellwerke sind im Regelbetrieb unbesetzt und werden von Wiener Neudorf ferngesteuert. Die Technik für das Stellwerk lieferte Siemens. Der Bau wurde im März 2006 begonnen und im Mai 2007 eröffnet. Wegen des Mischbetriebes von Fahrzeugen mit Fernbahn- und Straßenbahnradreifen sind die Weichen in den durchgehenden Hauptgleisen im Eisenbahnabschnitt zwischen Schedifkaplatz und Baden-Leesdorf Fbf mit Herzstücken mit beweglichen Flügelschienen ausgerüstet. In Eisenbahnweichen mit festen Herzstücken besteht für die Personentriebwagen eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 20km/h.

Weitere Informationen Kilo­meter, Bezeichnung ...
Kilo­meterBezeichnungBauartInbetrieb­nahmeAuflassungBemerkung
04,208Zugmeldeposten 2350018.05.190723.10.1980 fernbedient von Inzersdorf, Verbindungsgleis zur Pottendorfer Linie
05,220Inzersdorf Personenbahnhof350018.05.190702.10.1980
05,220Inzersdorf PersonenbahnhofDrS03.10.1980
06,270Inzersdorf Lokalbahn350018.05.190703.10.1980 fernbedient von Inzersdorf
08,427Vösendorf-Siebenhirten350018.05.190730.04.1985
08,427Vösendorf-SiebenhirtenDrS01.05.1985
10,746Zugmeldeposten 6350018.05.19071939/1940
12,735Wiener Neudorf350018.05.190718.10.1983
12,735Wiener NeudorfDrS19.10.19832007
12,735Wiener NeudorfESTW2007
13,700Zugmeldeposten 8350018.05.190716.09.1955 Kreuzung mit der Laxenburger Bahn
14,198Zugmeldeposten 8a500719421945
17,205Guntramsdorf350018.05.19071990
17,205GuntramsdorfDrS1976 Abzw. IZ NÖ
17,205GuntramsdorfDrS1990
21,375Traiskirchen350018.05.190730.11.1988
21,375TraiskirchenDrS01.12.1988
22,382Abzw. Wienersdorf (Posten 11)350018.05.19071989 fernbedient von Traiskirchen, Verbindungsgleis nach Traiskirchen Aspangbahn
23,400Tribuswinkel350018.05.19021989
24,955Baden Leesdorf350018.05.19071990 fernbedient von Traiskirchen
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Gesicherte Eisenbahnkreuzungen

Weitere Informationen Kilo­meter, Straße ...
Kilo­meterStraßeInbetrieb­nahmeFirmaSicherungsart
05,248Werkstättenzufahrt2007Scheid&BachmannLichtzeichenanlage
05,309Anton-Baumgartner-Straße1999ZeliskoLichtzeichenanlage
05,452Purkytgasse2022Scheid&BachmannHalbschrankenanlage
06,227GoldhammergasseZeliskoLichtzeichenanlage
06,568Sobotagasse2012Scheid&BachmannLichtzeichenanlage
06,679Triester StraßeZeliskoLichtzeichenanlage
06,970ErlaaerstraßeZeliskoLichtzeichenanlage
07,005ErlaaerstraßeZeliskoLichtzeichenanlage
07,180Schönbrunner AlleeZeliskoLichtzeichenanlage
07,852KonsumstraßePfeifsignal
08,446OrtsstraßeZeliskoLichtzeichenanlage
12,757HauptstraßeZeliskoVerkehrslichtzeichenanlage
(12,757Hauptstraße2027 geplantScheid&BachmannLichtzeichenanlage)
12,935PrivatwegePfeifsignal
12,949PrivatwegePfeifsignal
12,981PrivatwegePfeifsignal
13,028Triester StraßeZeliskoLichtzeichenanlage
(13,028Triester Straße2027 geplantScheid&BachmannLichtzeichenanlage)
13,064GemeindestraßePfeifsignal
(13,064Gemeindestraße2027 geplantScheid&BachmannLichtzeichenanlage)
13,170RathausgassePfeifsignal
13,265Schillerstraße1996ZeliskoLichtzeichenanlage
13,767Brown-Boveri-StraßeZeliskoLichtzeichenanlage
15,030Triester Straße2024Scheid&BachmannLichtzeichenanlage
15,347FußwegPfeifsignal
17,111HauptstraßeZeliskoLichtzeichenanlage
17,295Am KirchangerZeliskoLichtzeichenanlage
17,344RaiffeisengassePfeifsignal
17,510LichteneggergassePfeifsignal
17,680Steinfeldgasse2026Scheid&BachmannLichtzeichenanlage
18,849Wienerbergstraße2025Scheid&BachmannHalbschrankenanlage
19,670Anton HermannstraßeZeliskoLichtzeichenanlage
19,846SchulgasseZeliskoLichtzeichenanlage
20,090Triester Straße1990ZeliskoLichtzeichenanlage
20,636Oskar-Helmer-Straße1983ZeliskoHalbschrankenanlage
21,102Michel-Buchberger-StraßeZeliskoLichtzeichenanlage
21,433Otto-Glöckel-StraßeScheid&BachmannLichtzeichenanlage
21,521Pfaffstättner StraßeScheid&BachmannLichtzeichenanlage
21,605FußwegPfeifsignal
22,014Steinfeldgasse2026Scheid&BachmannVollschrankenanlage
22,875Landesstraße 4011ZeliskoHalbschrankenanlage
23,350Josefsthaler Straße1996ZeliskoLichtzeichenanlage
23,646SeligerstraßePfeifsignal
24,030L 4011ZeliskoLichtzeichenanlage
24,386Kleingartenweg2024Scheid&BachmannLichtzeichenanlage
24,767Kastnerweg2024Scheid&BachmannLichtzeichenanlage
25,174Dr. Julius-Hahn-GasseZeliskoLichtzeichenanlage
25,530WimmergasseStVO (Straßenbahnbetrieb)
25,548AugustinergasseStVO (Straßenbahnbetrieb)
25,784AugasseStVO (Straßenbahnbetrieb)
26,278DammgasseVerkehrslichtzeichenanlage
26,707WassergasseStVO Verkehrslichtzeichenanlage
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Fahrzeuge

Ursprünglich dienten 14 Triebwagen und 11 Beiwagen der Reihe 200, geliefert von der Prager Waggonfabrik Ringhoffer, dem Verkehr. Ab 1911 beförderte der Hofsalonwagen der WLB auch allerhöchste Fahrgäste nach Baden und Bad Vöslau. 1927/28 wurden die modernen Fahrzeuge der Reihe 220/230 von Graz/ELIN in Betrieb genommen. Von den 1970er bis in die 1990er Jahre trugen die »Kölner« der Reihe 10/90 die Hauptlast des Verkehrs.

Reste des Fahrzeugparks bestehen heute noch aus Hochflurwagen der Reihe 100, gebaut in den Jahren 1979 bis 1993 von SGP Simmering und AEG Austria. Von diesen dreiteiligen und achtachsigen, auf dem Typ Mannheim basierenden Zweirichtungsgelenkwagen wurden insgesamt 26 Stück geliefert, wobei 2010 aufgrund von Ersatzteilmangel zwei ältere, 1979 und 1983 in Dienst gestellte Wagen ausgemustert wurden. Mit diesen Fahrzeugen begann der schaffnerlose Betrieb auf der Lokalbahn Wien–Baden. Die Wagen sind mit einer Vielfachsteuerung ausgestattet, die eine Kupplung von bis zu drei Einheiten erlaubt, wobei im Normalbetrieb nur in Doppeltraktion gefahren wird. Die 26 Wagen tragen links vorne und rechts hinten die Vornamen Adi, Alois (ursprünglich Loisl), Andreas, Claudia, Elfride, Erich, Erika, Ernst, Franziska, Hans, Harald, Heri, Herta, Inge, Josef, Karl, Margot, Michaela, Reni, Robert, Rudi, Susanne, Theo, Toni, Vera und Wilhelm.[5]

Mit der Auslieferung der TW 500 wurde mit der Teilausmusterung der 100er-Reihe begonnen. Dies betraf bislang die Wagen 113 und 114. Wagen 106 wurde nach einem Auffahrunfall auf einen ULF im Jahre 2020 verschrottet.

Zusätzlich stehen 14 Niederflurwagen der Reihe 400 (auch T2500 und T400 genannt, abgeleitet vom Typ T der Wiener U-Bahn) zur Verfügung, welche in den Jahren 2000, 2006, 2009 und 2010 von Bombardier gebaut wurden.[6][7] Verglichen zur Type T sind die Wagen der Reihe 400 mit einer Breite von 2,50 Metern etwas schmaler, und können sich im Gegensatz zu den Type T begegnen. Es gibt nur zwei statt drei Türen pro Seite sowie an beiden Enden Führerstände. Die Fahrzeuge der neueren Serien sind mit Videoüberwachung, Klimaanlage sowie einem Rollstuhllift ausgestattet. Nur ein Wagen ist mit dem Vornamen Gabi benannt.

Alle auf der Strecke eingesetzten Triebwagen können unter allen drei auf der Badner Bahn verwendeten Spannungen verkehren. Die Wagen der Reihe 400 sind für eine Geschwindigkeit von 80km/h zugelassen, die der Reihe 100 für 78km/h.[8] Die Vielfachsteuerung der Wagen der Reihe 100 wurde nach Lieferung der Reihe 400 an diese angepasst, seitdem verkehren die Wagen miteinander gekuppelt. Damit kann bei jedem Zug, der die Gesamtstrecke befährt, ein stufenloser Einstieg gewährleistet werden. Solange die Anpassungsarbeiten liefen, waren die bereits umgebauten Wagen mit einer zusätzlichen Ziffer »4« vor der Wagennummer gekennzeichnet.

Nach mehrmaligen Tests wurde kurz vor dem 24. Dezember 2022 die behördliche Bewilligung für den Einsatz der Wagen von Alstom (Reihe 501 ff.) erteilt. Der Wagen 501 wurde schon im Dezember 2022 eingesetzt, ab Anfang Jänner 2023 folgten weitere. Seit Mai 2023 sind alle 18 Fahrzeuge der Basisbestellung in Betrieb.[9] Die Wagen der Reihe 500 sind klimatisiert, haben mehr Platz für Rollstühle und Kinderwägen, bieten WLAN, USB-Ladebuchsen und 230-V-Schutzkontaktsteckdosen.[10] Der Einsatz im Linienbetrieb begann am 27. Dezember 2022.[11]

Fahrzeuge in Betrieb

Weitere Informationen Reihe, Hersteller Typ ...
Reihe Hersteller
Typ
Baujahre Nummern Anzahl Länge Breite Leer­masse Leistung Höchstge­schwindigkeit Anmerkung
100 SGP Simmering
Mannheim
1979, 1983, 1987, 1989, 1991–1993 101–126 10 (16 bereits ausgemustert);[12]
im Juli 2025 noch sporadisch im Einsatz[13]
26.750mm 2,40m 37t 2 × 190kW 80km/h (auf 78km/h beschränkt)
400 Bombardier 2000, 2006, 2009–2010 401–414 14 26.942mm 2,50m 35t 4 × 100kW 80km/h
500[14][15] Alstom Transport Austria
Flexity 2
2021–2025 501–534 34[13] 27.820mm 2,55 m 42t 4 × 110kW 80km/h
Draisine Knotz 1978 01"-02" 2 2004 ex Wien UDD 6901 und 6902
Containerwagen Simmeringer Waggonfabrik/WLB 1929/2005 912 1 Containerwagen für Hilfszug, ex 902"
Bahnwagen ÖBB Werke Wörth
BWG 63
ab 1963 921–924 4 (2 bereits ausgemustert) 4.960 mm 1.980 mm 1,7 t 50 km/h ex ÖBB X 601.3077, 3078, 3233 und 3541
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Ehemalige Fahrzeuge[16][17][18]

1. Lokalbahn

Dampflokomotiven

Weitere Informationen Nummern, Hersteller ...
Nummern Hersteller Baujahre Anzahl Achsfolge Länge Leer­masse Leistung Anmerkung
26–28 StEG 1886 3 Bn2t 10,4 t Dampftramway-Lokomotiven, 1888 ex NWT 26–28, Nr. 27 1889 zurück an NWT, Nr. 26 1916 verkauft an ÖAMG, Nr. 28 1916 verkauft an Kupferraffinierie Bernhard Wetzler in Neu Erlaa[19]
33 StEG 1887 1 Bn2t 10,4 t Dampftramway-Lokomotive, 1889 ex NWT 33, Ersatz für Nr. 27
50–53 Wr. Neustadt 1887 4 Cn2t 13,2 t Dampftramway-Lokomotiven, 1888 ex NWT 50–53
54–57 Wr. Neustadt 1893–1894 2 Cn2t 14,5 t Dampftramway-Lokomotiven
60–61 Floridsdorf 1899–1900 2 Cn2t 7.489 mm 18,4 t Verkauf an Stieglbrauerei bzw. Andritzer Schleppbahn
62
ab 1906 64
Wr. Neustadt 1873 1 Cn2t 13.312 mm 31,1 t 1905 ex kkStB 49.08
71 Krauss Linz 1915 1 Dn2vt 9.358 mm 38,8 t 1949 ex ÖBB 92.2256
72–73 Krauss Linz 1919 2 Dn2vt 9.358 mm 38,8 t ex kkStB 178.217 und 218
Lok 72 Verkauf an ÖAMG (dort 400.1) für Steirische Gußstahlwerke AG, Judenburg
74 Floridsdorf 1944 1 1'D1'h2t 11.980 mm 48,0 t 1951 Verkauf an ÖBB (dort 93.1468 → ÖBB 93.1500)
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Diesellokomotiven

Weitere Informationen Nummern, Hersteller ...
Nummern Hersteller Baujahre Anzahl Achsfolge Länge Leer­masse Leistung Anmerkung
80 Jenbacher Werke 1962 1 C-dh 10.500 mm 600 PS Verkauf an SLB (dort V 82)
81 Jenbacher Werke 1967 1 B-dh 7.916 mm 400 PS Verkauf an SLB (dort V 81)
82–83 Jenbacher Werke 1976, 1980 2 C-dh 10.500 mm Verkauf an Hafen- und Industriebahn Krems bzw. Regiobahn
90–92 Bombardier 2001 3 B'B'-dh 14.360 mm 600 PS Umbau aus DR V 100, 2007 Verkauf an WLC
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Triebwagen

Weitere Informationen Reihe (Rh. ab 1971), Hersteller ...
Reihe
(Rh. ab 1971)
Hersteller Baujahre Nummern
(Nr. ab 1971)
Anzahl Länge Breite Leer­masse Leistung Höchstge­schwindigkeit Anmerkung
Hofsalonwagen Grazer Waggonfabrik, ELIN/WLB 1902/1911 - 1 12.440mm 2.180mm 21,4 t ca. 158kW ursprünglich Straßenbahn Tw 200
- Grazer Waggonfabrik/WLB 1899/1908 95 1 8,5 t ursprünglich für Straßenbahnbetrieb
200 Ringhoffer, ÖSSW 1906 201–214,
251–255
14+5 13.870 mm 2.180 mm 27,5 t 60 km/h Die Tw 251–255 wurden 1907 aus den Bw 251–255 umgebaut
1927-1928 Umbau von Tw 202, 205, 208, 209, 211, 214 und 251–255 in Beiwagen, wobei die Nummern großteils getauscht wurden. 1944 wurde noch Tw 206 in Bw 206 umgebaut
220/230
(20/30)
Grazer Waggonfabrik, ELIN 1927, 1928 220–227, 230-233
(21–28, 31–34)
12 15.860 mm 2.370 mm 31,4 t 360 kW 70 km/h
240 Simmeringer Waggonfabrik 1925 241–243 3 11.600 mm 16,6 t 1962 ex Stadtbahn Wien N 2702, 2746 und 2752; Umzeichnung in Atw 03–05
10 DWM 1958 11–19 9 14.020 mm 18,5 t ex Köln
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Steuerwagen

Weitere Informationen Reihe, Hersteller ...
Reihe Hersteller Baujahre Nummern Anzahl Länge Breite Leer­masse Anmerkung
90 DWM 1958 91–96 6 14.020 mm 12,8 t ex Köln; zu Tw Reihe 10
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Beiwagen

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Reihe
(Rh. ab 1971)
Hersteller Baujahre Nummern
(Nr. ab 1971)
Anzahl Länge Breite Leer­masse Anmerkung
- Grazer Waggonfabrik 1886 100–114, 116 16 3,6 t Wagen für Dampfbetrieb
- Simmeringer Waggonfabrik 1894–1899 117–124 8 9,0 t / 11,9 t ursprünglich Wagen für Dampfbetrieb
130 Grazer Waggonfabrik/WLB 1886/1902–1903 131–140 10 4,4 t Wagen für Dampfbetrieb
Umbau aus Bw 100, 101, 104, 105, 112, 113, 114, 116, 102 und 103, 137 Umbau in Turmwagen,
150 Grazer Waggonfabrik/WLB 1886/1902–1903/1906 (157: 1916) 151–157 7 4,4 t Umbau aus Bw 131, 132, 134, 135, 136, 138 und 141; 152 Umbau in Turmwagen, 154 Umbau in Straßenbahn-Bw 1"
200, 250
(60)
Simmeringer Waggonfabrik 1906 206, 211–214, 251–262
(61–69)
17
(9)
13.870 mm 15,9 t / 16,2 t 206 und 211–214 Umbau aus Triebwagen 206, 208, 212, 213 und 214
251–255 1907 Umbau in Tw mit gleicher Nr., 1927–1928 wieder Rückbau in Bw 251, 205, 253, 254 und 202 (ab 1946 255)
Bw 61–69 Umzeichnung aus Bw 206, 211–213, 251, 252, 255, 256 und 261
270
(70)
SGP 1950 270–273
(71–75)
4
(5)
14.400 mm
(14.350 mm)
16,7 t Umbau aus Bw 257, 259, Tw 201 und 205
1979 folgte noch Bw 75 durch Umbau Aus Atw 06 (ex Tw 210)
280 Simmeringer Waggonfabrik 1925 281–283 3 11.600 mm 9,5 t ex Stadtbahn Wien n 5515, 5527 und 5557
300
(40/50)
Ringhoffer 1908 301–315
(41–55)
15 12.370 mm 10,5 t / 13,5 t 1954–1958 bekamen die Wagen 302–305 und 310–313 (später 42–45, 55 und 51–53) bei Gräf&Stift neue Wagenkästen
Die restlichen Wagen 41, 46–49 und 54 folgten 1974–1977 durch SGP
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Arbeitstriebwagen

Weitere Informationen Nummern bis 1970, Nummern ab 1971 ...
Nummern
bis 1970
Nummern
ab 1971
Hersteller Baujahr Anzahl Anmerkung
1001 01 Grazer Waggonfabrik/WLB 1898/1926 1 Verschublok in der Remise Wolfganggasse
1002 02 Graz/Simmering/WLB 1900/1925/1950 1 Benzinelektrischer Arbeitstriebwagen für Turmwagenfahrten, ehemals Tw 77"
1003 Kromag 1960 1 Motordraisine Type BM 40 G, 1963 von Semperit übernommen
03–05 Simmeringer Waggonfabrik 1925 3 Umzeichnung aus Tw 241–243
06 Ringhoffer/WLB 1906/1961 1 Umzeichnung aus Tw 210, 1979 Umbau in Bw 75
07 Ringhoffer/Lohner/WLB 1901/1954/1977 1 Dieselelektrischer Arbeitstriebwagen, ex Wien T1 404
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Arbeitsbeiwagen

Weitere Informationen Nummer, Hersteller ...
Nummer Hersteller Baujahr Anzahl Anmerkung
1 Grazer Waggonfabrik/WLB 1886/1903/1908 1 Turmwagen, ex Bw 137
900 Grazer Waggonfabrik/WLB 1901/19xx 1 Salzstreuwagen mit Schneepflug, ex Straßenbahn Tw 100
901 Grazer Waggonfabrik/WLB 1886/1902/1906/1927 1 Turmwagen, ex Bw 152
902 1 kleiner Turmwagen
903 1 Rüst- und Sanitätswagen, ursprünglich Nr. 4
904 Grazer Waggonfabrik 1895/1952 1 Schneepflug, ex Gw 637
905 Grazer Waggonfabrik 1895/1951 1 Schneepflug, ex Gw 646
906 Simmeringer Waggonfabrik 1903/1939/1958 1 Spritzwagen, ex Gw 83
904" Gräf&Stift/WLB 1961/1984 1 Rüstwagen, ex Wien l 1793
901"–902" Simmeringer Waggonfabrik/WLB 1925, 1929/2005 2 Containerwagen für Hilfszug, ex Wien ko3 7507 und 7514; 902" Umzeichnung in 912
903"–904"' Simmeringer Waggonfabrik/WLB 1929/2005 2 Spritzwagen, ex Wien ko3 7510 und 7517
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Darüber hinaus gab es auf der Lokalbahn zahlreiche gedeckte und offene Güterwagen.

2. Straßenbahn

Triebwagen

Weitere Informationen Nummern, Hersteller ...
Nummern Hersteller Baujahre Anzahl Länge Breite Leer­masse Anmerkung
76–81 Falkenried 1897 6 8,5 t 1911/1912 ex Wien C1 76–81
82–85 Grazer Waggonfabrik 1898 3 8,5 t 1911 ex Wien C1 82–85 für Strecke Oper – Eichenstraße, ab 1925 82, 83 und 85 Straßenbahn Baden, 84 Umbau in Verschublok 1001
92–94 Grazer Waggonfabrik/WLB 1899/1908 3 8,1 t Umbau aus Bw 15–17
95–99 Grazer Waggonfabrik 1899 4 8,1 t / 9,5 t 95 1906 Umbau für Lokalbahnbetrieb; ab 1926 wieder Straßenbahn
96–98 1926–1928 Umbau durch WLB
100 Grazer Waggonfabrik 1901 1 7,0 t Umbau in Salzstreuwagen mit Schneepflug 900
101–110 Grazer Waggonfabrik 1894 10 6,0 t 1926–1931 Umbau Tw 101, 102 und 106–110 in Bw mit gleichen Nummern
111–112 Maschinenbau-AG Nürnberg 1894 2 6,0 t 1908–1909 Umbau in Bw 14 und 15
200 Grazer Waggonfabrik 1902 1 17,0 t 1911 Umbau in Hofsalonwagen für Lokalbahn
76"–79", 95"–98" Ringhoffer, Graz, Simmering/Simmering 1899–1901/1925–1926 8 8,8 t ehemals Wien D1 308, 314, 319, 325, 327, 377, 381 und 391 (Umbau aus Type D), ab 1942 angemietet, 1947 übernommen
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Beiwagen

Weitere Informationen Nummern, Hersteller ...
Nummern Hersteller Baujahre Anzahl Länge Breite Leer­masse Anmerkung
1–6 1885 6 2,0 t ex Pferdebahn 13–18
7–13 Hernalser Waggonfabrik 1873 7 2,9 t (1: 3,2 t) ex Pferdebahn 7–12 und 1
(14–18) Hernalser Waggonfabrik 1873 5 3,2 t ex Pferdebahn 2–6, nicht in Betrieb genommen und 1898 ausgeschieden
1" Grazer Waggonfabrik/Lohner-Werke 1906/1924 1 4,6 t Umbau aus Lokalbahn-Beiwagen 154
5"–8" Grazer Waggonfabrik 1882–1883 4 4,0 t ex Wien s1 1571, 1592, 1603 und s 1606, ab 1942 angemietet, 1947 übernommen
14–15 Maschinenbau-AG Nürnberg/WLB 1894/1908–1909 2 3,5 t Umbau aus Tw 111 und 112
15–17 Grazer Waggonfabrik 1899 3 4,5 t 1908 Umbau in Tw 92–94
18–23 Grazer Waggonfabrik 1881–1884 6 4,5 t 1905 ex NWT
101–102, 106–110 Grazer Waggonfabrik/WLB 1894/1926–1931 7 3,5 t Umbau aus Tw mit gleichen Nummern
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Bilder

Stationen

Geschichte

Schema der historischen Streckenführungen der Lokalbahn im Stadtgebiet Baden
Elektrische Vöslau–Baden, Linienplan Vöslau (1909)
Elektrische Baden–Vöslau beim Hotel Stefanie in Bad Vöslau (Ansichtskarte, o. J.)
Elektrische Baden–Vöslau, Fahrplan, Arnoldi 1895
Eine Kölner Garnitur in der ehemaligen Schleife am Josefsplatz (1975)

Die Badner Bahn entstand aus zwei Teilen. Am 29. September 1886[21] wurde in Abfolge einer Vorkonzession[22] auf Basis der Concessionsurkunde vom 10. März 1885, für die Locomotiv-Eisenbahn von Wien nach Wiener Neudorf[23] von der Neuen Wiener Tramway-Gesellschaft eine Dampfstraßenbahnstrecke von Wien nach Wiener Neudorf eröffnet, die hauptsächlich dem Gütertransport zu den Ziegelfabriken im Süden Wiens diente.[Anm. 1] Für den Bau und Betrieb einer Fortsetzungsstrecke wurde mit der Concessionsurkunde vom 29. December 1886, für die Localbahn (Dampftramway) von Wiener Neudorf nach Guntramsdorf[24] die Grundlage geschaffen.

Die Verlängerung der Wiener Strecke bis Guntramsdorf erfolgte am 26. Jänner 1895[25] (die ursprünglich in Aussicht genommenen Eröffnungstermine, 18. August 1894[26] sowie 15. November 1894,[27] waren beide nicht zu halten). — Die am 22. November 1894 abgeführte Kommissionierung hatte folgende vier Haltestellen zum Gegenstand gehabt: Neudorf Mitte, Haltestelle und Kreuzung der Laxenburgerbahn, Adamhof sowie Guntramsdorf [in der Nähe der Reichsstraße].[28]

Am anderen Ende der Strecke war schon ab 1873 die Straßenbahn von Baden Leesdorf nach Rauhenstein mit Pferdetraktion (siehe: § 1 RGBl 1892/159) eröffnet worden, für die 1882 auf Grundlage eines (sogar eine Linie von Sattelbach nach Heiligenkreuz berücksichtigenden) Ministerialerlasses vom 9. Mai 1881[29] Vorbereitungen zum Weiterbau bis Alland und Klausen-Leopoldsdorf getroffen wurden,[30][31][32][33] ein Projekt, das bei Realisierung bedeutende finanzielle Einnahmen durch Holztransporte hätte erwarten lassen und Baden ab Klausen-Leopoldsdorf vom (wetterbestimmten) Schwemmbetrieb auf der Schwechat großenteils unabhängig gemacht haben würde.

1882 erwarb die Südbahn-Gesellschaft die Straßenbahn.[30]

Die Strecke nach Rauhenstein wurde ab 16.  Juli 1894 elektrisch betrieben,[34][35][Anm. 2] wobei der Streckenabschnitt Baden Josefsplatz–Leesdorf ein Bestandteil der heutigen Badner Bahn ist. Die Straßenbahn in Baden ist damit die älteste elektrisch betriebene Normalspurstraßenbahn in Österreich. Unter anderem gestützt auf eine Vorkonzession, um die am 22. Dezember 1887 der Wiener Ingenieur Franz Fischer angesucht hatte,[36] sowie die im Februar 1898 angeordnete Trassenrevision[37] wurde am 22. Mai 1895 auf Basis der Concessionsurkunde vom 29. Juli 1892, für die Localbahn mit elektrischem Betriebe von Baden nach Vöslau[38][39] die von Anfang an elektrisch betriebene, mindestens vom 1. Mai bis 30. September eines jeden Jahres in ununterbrochenem Betrieb zu erhaltende Straßenbahn BadenSooßVöslau eröffnet.[40][41][42] (Gemäß § 1 der Konzessionsurkunde bestand das Recht, die Linie bis zu den Bädern in Vöslau zu bauen sowie eine Ergänzungslinie zum Bahnhofe in Vöslau zu errichten. — Beide Vorhaben wurden nie ausgeführt. Die Endstelle lag bis zum Betriebsende außerhalb des Vorplatzes zu den Bädern.) Am 30. März 1897 kaufte die Actiengesellschaft der Wiener Localbahnen die Straßenbahn Baden und übernahm rückwirkend per 1. Jänner 1897 die Betriebsführung.[43][Anm. 3]

Am 1. Jänner 1898 übernahm die Localbahn-Gesellschaft von der Firma Arnoldi die Betriebsführung auf den Bahnlinien Wien–Wiener Neudorf und Wiener Neudorf–Guntramsdorf. In der Folge wurden die Konzessionsverhandlungen wegen Ausbaues der Linien Guntramsdorf–Baden, Badener Ringlinie und die Umwandlung der Linie Wien–Guntramsdorf in elektrischen Betrieb zum Abschluss gebracht. Auch wurde in jenen Monaten das Unternehmen Baden-Vöslau von der Regierung angekauft.[44]

Mit 1. Juni 1898 wurde, nachdem alle Vorarbeiten hinsichtlich des Ausbaus der Strecke Guntramsdorf–Baden vollendet waren, mit dem Unterbau begonnen,[45] Monate bevor für diesen Streckenabschnitt die Konzession erteilt wurde.[46]

Anfang November 1898 waren die Arbeiten schon ziemlich weit fortgeschritten, die Verkehrsübergabe des neuen Schienenwegs für Mai 1899 bereits absehbar.[47]

Die Verlängerung der Badener Strecke von Leesdorf bis Guntramsdorf wurde (gestützt auf die Concessionsurkunde vom 17. October 1898 für die Localbahn Guntramsdorf–Leesdorf […] mit einer Verbindungslinie zur Station Traiskirchen der k. k. privilegierten Eisenbahn Wien-Aspang […])[46] am 11. Mai 1899[Anm. 4] als elektrische Bahn und schon zweigleisig in Regelbetrieb genommen.[48][49][Anm. 5]

Am 30. August 1899 wurde die Ringlinie in Baden[50][51] und am 28. Jänner 1900[Anm. 6] die Zweiglinie von Wienersdorf nach Traiskirchen-Aspangbahnhof eröffnet, ein Projekt, das in größerem Rahmen bereits 1881 Fürsprecher gefunden hatte.[52]

Ende 1898 bestand die bestimmte Absicht, einen Flügel auch von Wiener-Neudorf nach Mödling zu bauen, wodurch später Mödling und Baden direct mit Wien durch die elektrische Bahn verbunden wären.[53][54][55][Anm. 7]

Bis 1902 wurde der zweigleisige Ausbau bis Guntramsdorf fertiggestellt[Anm. 8] – im Hinblick auf dessen Elektrifizierung die Abänderung der Concessionsbestimmungen für die Localbahnen von Wien nach Wiener-Neudorf und von Wiener-Neudorf nach Guntramsdorf am 20. August 1898 kundgemacht worden war.[56] Im Jahr 1900 wurde für das Folgejahr der Weiterbau der Linie Wien–Baden–Vöslau bis nach Wittmannsdorf vorgesehen. Dieses Vorhaben dürfte in seiner Streckenführung Gainfarn und (bei Überwindung des Veitinger Gebirges) Hirtenberg eingeschlossen haben und sollte durch die Leobersdorfer Bahn sowie die Lokalbahn Wittmannsdorf–Ebenfurth weiterführende Verbindungen herstellen.[57]

Im September und Dezember 1906 wurde etappenweise der elektrische Betrieb zwischen Matzleinsdorf und Leesdorf aufgenommen.[58]

Der feierlichen Eröffnung des durchgehenden elektrischen Verkehrs am 30. April 1907 wohnten neben dem Wiener Bürgermeister Karl Lueger und dem Niederösterreichischen Statthalter Erich Graf Kielmansegg auch der damalige Eisenbahnminister Julius Derschatta von Standhalt sowie Landmarschall Aloys Prinz von Liechtenstein bei.[59][60]

Stromsystem

Seit dem 1. Mai 1907 wird die gesamte Strecke von Wien-Oper bis Baden-Josefsplatz durchgehend elektrisch betrieben. Aufgrund der größeren Distanz wurde für die Überlandstrecke (Philadelphiabrücke–Leesdorf) das damals neue Wechselstromsystem angewendet, in diesem Falle 500 V/15 Hz. Die Österreichischen Siemens-Schuckert-Werke entwarfen und lieferten die elektrische Ausrüstung von Strecke und Fahrzeugen. Sechs von einer Übertragungsleitung mit 10.000 Volt gespeiste Trafostationen sorgten für eine gleichmäßige Einspeisung des Stromes, der vom bahneigenen Kraftwerk in Leesdorf sowie dem Wiener Kraftwerk Simmering geliefert wurde. In stromlosen Schutzstrecken musste der Triebfahrzeugführer bei den von Ringhoffer in Prag gebauten Triebwagen der Serie 200 vom Gleichstrom-Fahrschalter auf einen eigenen Transformatorschalter umschalten. Die Motoren konnten mit beiden Stromarten betrieben werden.[58][61][62][63]

Aufgrund von kriegsbedingten Schäden im Zweiten Weltkrieg wurde der Wechselstromantrieb nach Kriegsende aufgegeben und die Gesamtstrecke fortan mit Gleichstrom betrieben. Güterverkehr erfolgte bis in die 1960er-Jahre noch mit Dampflokomotiven, später mit eigenen Diesellokomotiven.

Fahrgastzahlen

Die Verbindung erwies sich als voller Erfolg, bereits im Eröffnungsjahr 1907 konnten 1.837.876 Personen befördert werden. Die Frequenz steigerte sich in Folge immer weiter, so dass im Jahr 1914 bereits 3.546.387 Personen mit der Wiener Lokalbahn fuhren. 1911 wurde der innen von Otto Wagner gestaltete Hofsalonwagen für Mitglieder des Kaiserhauses in Betrieb genommen.[58]

Der Erste Weltkrieg stellte enorme Anforderungen an Personal und Fahrzeuge. Teilweise mussten Dampflokomotiven den Betrieb übernehmen, die Personenzüge wuchsen auf bis zu sieben Wagen an. Während der Güterverkehr fast gänzlich zum Erliegen kam, stieg der Personenverkehr aufgrund der kriegswichtigen Betriebe südlich von Wien um bis zu 58 % an. Ab 1917 benutze auch der zeitweise von Baden aus regierende Kaiser Karl I. die Wiener Lokalbahn und fuhr dabei mit dem Hofsalonwagen. Gemäß dem Reglement für Hofzüge musste dabei jeder Gegenzug anhalten und das Passieren des Hofsalonwagens abwarten.[58]

Im Jahre 1918 wurde mit 5,8 Millionen Passagieren ein Rekord aufgestellt. Infolge mangelnder Wartung der Fahrzeuge und Überstrapazierung des ohnehin durch den Kriegseinsatz dezimierten Personals kam es zu zahlreichen Unfällen, aufgrund Kohlenmangels musste in der unmittelbaren Nachkriegszeit der elektrische Betrieb mehrmals eingestellt werden. Der Verkehr konnte erst 1922 wieder in vollem Umfang aufgenommen werden.[58]

Entwicklung ab der Zwischenkriegszeit

1927/28 konnten die völlig neu konzipierten Triebwagen der Baureihe 220/230 in Betrieb genommen werden. Nach Probe- und Besichtigungsfahrt am 15. Mai 1927 wurde ab 1. Juni selben Jahres auf der Strecke Wien Oper–Baden Josefsplatz und zurück bei 36 Zügen ein Kaffeehausbetrieb offeriert, in sogenannten Speisewagen, vollständig neuartigen Triebwagen, jeweils ausgestattet mit einem eleganten Büffetkasten, der mit Kältevorrichtungen und einem elektrisch geheizten Kaffeeapparat den Passagieren an Speisen und Getränken stets das bietet, was im Kaffeehause selbst erhältlich ist. Die Innenausstattung der von ELIN und der Grazer Waggonfabrik gebauten Wagen der Serie 220 war für eine Lokalbahn sehr luxuriös gehalten: nussholzverkleidete Wände, modernste Deckenbeleuchtungskörper, rindslederbezogene Sitze sowie bei allen Sitzen Klapptische, die (ohne Konsumationszwang) zu einem Imbiss einladen sollten. Die Speisewagen wurden in Schnellzügen geführt, welche den Fahrgast die auf der ziemlich eintönigen Strecke nunmehr mit 60 Minuten festgelegte Reisezeit in angenehmster Weise vertreiben ließ.[64] Der Gastronomie-Service wurde bis 1938 offeriert.[65]

Als weitere Neuerung wurde vorgesehen, dass für die als sogenannte Bäderzüge eingestellten Schnellzüge auch ermäßigte Fahrkarten zur Ausgabe gelangen, die zugleich zur Benützung des an der Straßenbahnlinie Baden-Südbahnhof – Rauhenstein gelegenen (Haltestelle Villa St.Genois), 1926 eröffneten Badener Thermalstrandbades berechtigen und überdies noch mit der Garantie verbunden sind, bei Betreten des Bades eine Kabine zur Verfügung gestellt zu bekommen.[64] (Bereits ein Jahr zuvor war nach Beendigung des vorderen Bäderbaus des Vöslauer Park-Thermalstrandbades die Direktion der elektrischen Lokalbahn von der Gemeinde Vöslau ersucht worden, im Hinblick auf eine bäderrelevante Hebung des Fremdenverkehrs kombinierte Karten (Fahrt und Badekarte) zu angemessenen Preisen und zum direkten Verkehr Wien–Vöslau auszugeben.[66]). Weiters nahm man in Aussicht, aus Richtung Wien kommende Lokalbahn-Bäderzüge bis direkt zum Strandbad zu führen; Voraussetzung dafür: die notwendige, in drei Jahren zu realisierende Erneuerung des Geleiseunterbaus.[64]

Gleichsam mit Veröffentlichung dieses Vorhabens wurde in zukunftsträchtigem Stil die nicht schienengebundene Konkurrenz zu der in Technik wie Komfort eben aufgewerteten Lokalbahn Wien – Baden sowie der Straßenbahn Baden – Vöslau aktiviert: eine Autobuslinie von Wien-Karlsplatz zum Badener Strandbad[67] bzw. Vöslauer Parkstrandbad,[68] zunächst im Zweistundentakt verkehrend, jedoch mit Aussicht auf ein Halbstundenintervall[68] sowie bedeutende Preisermäßigungen[69][70] und ab 2. Oktober 1927 einer täglich um 23:30 Uhr abgehenden Spätverbindung Wien-Schillerplatz – Baden.[71]

Der zurückgehende Verkehr durch die Auto-Konkurrenz erzwang als erstes auf der Ringlinie in Baden die Einstellung des Straßenbahnbetriebs mit 22. Juli 1928 zugunsten einer Autobuslinie,[72][73] deren Abendverkehr im Vergleich zur Straßenbahn um eine Stunde verkürzt wurde.[74][75]

Ab 15. September 1931 wurde die Straßenbahn nach Rauhenstein wochentags eingestellt[76] und am 15. Dezember 1931 die Zweiglinie nach Traiskirchen.[77] Auch die Straßenbahn Baden – Bad Vöslau wurde am 30. September 1931 durch Autobusse ersetzt,[78][Anm. 9] allerdings wegen heftigen Widerstands der Fahrgäste[79][80] und Protesten der Sooßer Ortsvertreter[81] am 20. Dezember 1931, an Stelle des Autobusverkehrs, wieder in Betrieb genommen.[82] Endgültig eingestellt wurde die Straßenbahn Baden – Bad Vöslau am 14. Februar 1951.

Die Remise Wolfganggasse um 1943

Der Zweite Weltkrieg bedeutete abermals große Anstrengungen sowie Verluste für die Lokalbahn. Bis zum Jahr 1941 war das Aktienkapital der WLB größtenteils auf die Gemeinde Wien (37,7 %), ELIN (27,1 %) sowie die Österreichische Eisenbahn-Verkehrs-Anstalt (27,5 %) aufgeteilt, in den Folgejahren erhöhte Wien jedoch seinen Anteil auf 97 % der Aktien und übertrug diese den Wiener Verkehrsbetrieben.[58] Die südlich von Wien angesiedelten Betriebe der Rüstungsindustrie, wie z. B. die Flugmotorenwerke Ostmark, sorgten für einen starken Anstieg der Fahrgastzahlen. Allein am Pfingstsonntag den 24. Mai 1942 wurden 37.000 Personen befördert.[58]

Durch Kriegshandlungen und völlig überlastetes Personal bzw. mangelnde Wartung der Fahrzeuge kam es immer wieder zu schweren Unfällen. Ab 13. August 1943 kam es zu Fliegerangriffen und Bombardements von Strecke und Infrastruktur. Die Bahnhöfe Inzersdorf, Traiskirchen Lokalbahn und Vösendorf waren infolge Kampfhandlungen ausgebrannt bzw. völlig zerstört. Das Gebiet der Überlandstrecke lag während der Eroberung Wiens durch die Rote Armee Anfang April 1945 unmittelbar im Kampfgebiet, was schwere Folgen für Strecke und Ausrüstung hatte. Auch die Stromversorgung wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen, so dass die gesamte Strecke mit 22. Dezember 1946 auf Gleichstrom-Betrieb umgestellt wurde. Aufgrund der mangelnden Versorgung der Überlandstrecke fuhren die Züge zwischen Philadelphiabrücke und Inzersdorf bis dahin mit Vorspann einer Dampflokomotive.[58]

In den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte ein völliger Wiederaufbau der Strecke. Ab den 1950er Jahren wurde die Wiener Lokalbahn schrittweise modernisiert. Die Haltestelle Maria Enzersdorf-Südstadt wurde am 20. November 1964 eröffnet.[83] Damit wurde der Ortsteil Maria Enzersdorf-Südstadt und auch das in dieser Zeit errichtete Bundesstadion Südstadt besser erreichbar. In den Folgejahren bis 1990 konnte die alte Fahrleitungsanlage mit ihren geschwungenen eisernen Oberleitungsmasten nach und nach durch eine Kettenfahrleitung ersetzt werden, ebenso wurde der Oberbau erneuert und Betonschwellen sowie lückenlos verschweißte Gleise eingebaut. Die noch aus der Kaiserzeit stammende Sicherungsanlage mit Formsignalen wurde durch eine moderne Zugsicherung mit Lichtsignalen ersetzt. Ab 1979 kamen neue Fahrzeuge der Reihe 100 zum Einsatz, welche einen Modernisierungs- und Rationalisierungsschub durch die Möglichkeit des schaffnerlosen Betriebs brachten.[58] Ein weiterer Modernisierungsschritt war die Einflottung der Niederflurfahrzeuge der Reihe 400 ab dem Jahr 2000.

Am 22. März 2018 wurde eine neu errichtete, kombinierte Wartungs- und Abstellhalle in Wien Inzersdorf in Betrieb genommen, woran weitere Betriebsgebäude anschließen.[84] Am Vortag konnte sie bei einem beim Tag der offenen Tür besichtigt werden.[85] Damit wurde der bereits existierende Standort Inzersdorf deutlich erweitert und gleichzeitig der Bahnhof Wolfganggasse abgelöst, welcher bis dahin den wichtigsten betrieblichen Stützpunkt darstellte. Mit der Auflassung des Bahnhofs Wolfganggasse wurde auch in der Nacht vom 31. März 2018 auf den 1. April 2018 der Streckenabschnitt auf eigener Infrastruktur in der Eichenstraße und durch den Bahnhof Wolfganggasse aufgelassen. Seitdem benutzt die Badner Bahn durchgehend von der Oper bis zur Haltestelle Schedifkaplatz die Gleise der Wiener Linien und deren Straßenbahnlinie 62. Das Hauptgebäude der Remise ist von der Stadt Wien als bauliche Schutzzone definiert worden[86] und ist erhalten geblieben, heute ist dort eine gastronomische Nachnutzung etabliert.

Zudem errichteten die Wiener Lokalbahnen auf dem Areal des früheren Frachtenbahnhofs Baden-Leesdorf eine neue sechsgleisige Abstellhalle für 24 Garnituren der Badner Bahn. Im Sommer 2024 wurde der Probetrieb der Halle aufgenommen, im April 2025 startete der reguläre Vollbetrieb und ersetzte damit die alte Remise Baden Leesdorf von 1873.[87]

Ab Dezember 2020 wurde der Takt von Wien-Oper bis Wiener Neudorf montags bis samstags tagsüber auf 7,5 Minuten verkürzt (Wiener Neudorf bis Baden alle 15 Minuten), für die Ausweitung des 7,5-Minuten-Taktes auf die ganze Strecke bis Baden müssen mehrere bauliche Maßnahmen umgesetzt werden.

Seit Dezember 2022 werden neue Fahrzeuge (Reihe 500) eingesetzt, die die bisherigen Triebwagen der Reihe 100 ersetzen sollen.[88]

Wagenhallen und Remisen

Der ehemalige Betriebsbahnhof Wolfganggasse (2007)

Die Badner Bahn unterhält zwei Betriebsbahnhöfe, diese befinden sich bei den Stationen Wien Inzersdorf Lokalbahn und Baden Leesdorf. Größere Arbeiten und regelmäßige Hauptuntersuchungen werden in der Hauptwerkstätte der Wiener Linien durchgeführt.

Wagenhalle Leesdorf

Bis 2018 befand sich auch beim Bahnhof Wolfganggasse eine Remise.

Kulturelles

Die Hochbauten der Stationen Vösendorf-Siebenhirten, Wiener Neudorf, Guntramsdorf Lokalbahn, Traiskirchen Lokalbahn und Tribuswinkel-Josefsthal stammen noch aus der Ursprungszeit der Bahn und sind überwiegend in gut erhaltenem, teilweise auch zeitgenössisch restauriertem Zustand vorzufinden.

Die Wagenhalle des ehemaligen Betriebsbahnhofes Wien Wolfganggasse wird als Foodhall für gastronomische Zwecke nachgenutzt.[89][90]

Zahlreiche Fahrzeuge der Badner Bahn befinden sich in diversen Museen und Sammlungen u. a. im Wiener Verkehrsmuseum Remise, im WTM-Museumsdepot Traiskirchen oder bei der Museumstramway Mariazell.

Einige Fahrzeuge stehen unter Denkmalschutz, aber kein einziges Objekt der Hochbauten.

Jahrzehntelang bot das Bahnunternehmen Fahrten mit historischen Fahrzeugen, teilweise sogar regelmäßig nach Fahrplan, an. Unter anderem wurde dafür der Hof­sa­lon­wa­gen 200 verwendet. Nach Abgabe aller historischer Fahrzeuge an Museen und Sammlungen werden derartige Fahrten nicht mehr angeboten.

Sonstiges

Güterzug in der Guntramsdorfer Feldgasse
  • Vor der Haltestelle Wien Schöpfwerk gibt es ein Betriebsgleis zur U6-Station Tscherttegasse. Bis 1995 war diese Verbindung zweigleisig und wurde von der Schnellstraßenbahnlinie 64 befahren, einem Vorläufer der südlichen U6, die vom Westbahnhof nach Siebenhirten führte.
  • In Guntramsdorf führt die Bahn straßenbahnähnlich durch die Feldgasse, gilt aber eisenbahnrechtlich als Vollbahn. Deswegen besteht dort eine dauernde Geschwindigkeitsbegrenzung auf 25 km/h (Güterzüge: 10 km/h in Richtung Baden bzw. 20km/h in Richtung Wien), um in Notsituationen rechtzeitig reagieren zu können. Dort verkehrten bis Herbst 2025 auch Güterzüge im öffentlichen Straßenraum. Zudem ist aufgrund des Betriebs als Vollbahn auch ein Gleiswechselbetrieb erlaubt.
  • Die Durchsagen wurden 2020 von Elisabeth Engstler eingesprochen.[91]
  • Im Herbst 2020 fand in der alten Remise in der Wolfganggasse die Aufführung des Antikriegsstücks „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus in der Inszenierung von Paulus Manker statt. Das Stück wurde in einer Simultanaufführung gezeigt, auf den ehemaligen Geleisen der Badner Bahn kam in der Aufführung auch eine echte Lokomotive mit Waggons zum Einsatz.

Güterverkehr

Die Lokalbahn diente bis Herbst 2025 auch dem Güterverkehr, zuletzt waren nur mehr einige wenige Gleisanschlüsse zum Industriezentrum Niederösterreich Süd vorhanden, primär zu Frankstahl in Guntramsdorf. Bis etwa zum Jahr 2000 bestanden zahlreiche Gleisanschlüsse zwischen Inzersdorf und Traiskirchen, u. a. zum Semperit-Werk in Traiskirchen.

Güterzüge, die die Strecke zum Industriezentrum bedienten, mussten in Guntramsdorf auch den für etwa 300 Meter durch die Feldgasse straßenbahnähnlich geführten Streckenabschnitt befahren. Einige wenige Anrainer engagieren sich vehement dagegen.[92][93] Befürchtet wurden in erster Linie Bauschäden durch auftretende Vibrationen. Diese Anrainer gewannen den Großteil der Guntramsdorfer Kommunalpolitiker sowie auch Landespolitiker, für eine Verlegung des Güterverkehrs einzutreten[94][95] und waren damit im Jahr 2024 erfolgreich.[96]

Es kam zu einem Neubau einer Verbindungsspanne vom ÖBB-Bahnhof Industriezentrum Niederösterreich-Süd, der an der Aspangbahn angebunden ist, zur Anschlussbahn der Badner Bahn. Durch diese Verbindung kann der Güterverkehr über die Aspangbahn geführt werden.[97] Diese neue Verbindung war im Sommer 2025 in Bau.[98] und wurde im Herbst 2025 mit erheblicher politischer Beteiligung und medialer Begleitung in Betrieb genommen. Damit wurde der Güterverkehr auf der Badner Bahn beendet.[99][100] Der letzte Güterzug auf der Badner Bahn verkehrte am 16. Oktober 2025 und wurde von der ÖBB-Lokomotive 2070 085 (Hektor) gezogen.[101]

Modernisierungsmaßnahmen

Laufend werden RBL-Anzeigen an allen wichtigen Haltestellen eingebaut. Sie dienen der dynamischen Fahrgastinformation und zeigen die Abfahrt der nächsten Züge in Minuten, ihr Ziel und die Zugkonfiguration an.

Seit 2012 werden ausgewählte Stationen einer kompletten Modernisierung unterzogen. Die ersten Stationen waren im Jahr 2012 die Haltestelle Schedifkaplatz und der Bahnhof Guntramsdorf. Die Haltestelle Inzersdorf Personenbahnhof wurde im Zuge der Errichtung der neuen Abstellanlage im Mai 2014 etwa 200 Meter südlich versetzt und neu als Inzersdorf Lokalbahn eröffnet.

Im Zuge der Haltestellenmodernisierungen wurden auch die Stationsschilder ausgetauscht: Die zuvor verwendeten entsprachen dem älteren Design der ÖBB-Bahnhofsschilder (abgerundete Ecken, Umrandungslinie, gesetzt in Helvetica Halbfett), nur mit den Hausfarben der Wiener Lokalbahnen (Creme statt ultramarinblau als Grundfarbe, dunkelblau statt weiß als Schriftfarbe) versehen. Diese wurden durch neue, nun mit weißer Schrift auf blauen Untergrund, ersetzt.[102]

Die neue Remise in Inzersdorf wurde am 22. März 2018 in Betrieb genommen.[84]

Weitere Informationen Jahr, Stationen ...
Übersicht der Modernisierungen
Jahr Stationen Anmerkungen
2012 Schedifkaplatz, Guntramsdorf Lokalbahn
2013 Vösendorf SCS
2014 Inzersdorf Lokalbahn, Baden Josefsplatz, Baden Landesklinikum, Möllersdorf Neubau der der Zugangsstelle Inzersdorf Lokalbahn, die bisherige Station Inzersdorf Personenbahnhof (IP) wurde aufgelassen und das Dienstgebäude 2025 abgebrochen
2016 Neu Guntramsdorf, Gutheil-Schoder-Gasse, Pfaffstätten-Rennplatz
2017 Kundenzentrum-Baden Josefsplatz, Eigenheimsiedlung
2018 Schöpfwerk, Griesfeld
2019 Schönbrunner Allee
2020/2021 Maria Enzersdorf-Südstadt Aufzug wurde 2022 eingebaut[103]
2023 Neu Erlaa
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Ausbaumaßnahmen

Laut Verkehrsministerium soll der 7,5-Minuten-Takt bis Baden ausgedehnt werden. Details finden sich im Dokument Privatbahninfrastruktur 9. Mittelfristiges Investitionsprogramm.[104] Die Tageszeitung Die Presse berichtete, dass dafür ein zweigleisiger Ausbau nötig sei.[105] Bei Gleisarbeiten im Sommer 2025 in Baden wurde aber nur das Bestandsgleis erneuert. Arbeiten für ein zweites Gleis fanden nicht statt.

Im Jahr 2024 begannen Evaluierungen für den Bau einer möglichen weiteren Station Traiskirchen-Wienersdorf.[106]

Literatur

  • Peter Wegenstein: Die elektrische Bahn Wien – Baden I, Bahn im Bild Band 54. Verlag Pospischil, Wien 1987.
  • Peter Wegenstein: Die elektrische Bahn Wien – Baden II, Bahn im Bild Band 55. Verlag Pospischil, Wien 1987.
  • Peter Wegenstein: Streckengeschichte der Wiener Lokalbahnen, Teil 5, in: Schienenverkehr Aktuell 7/2000 S. 7–9.
  • Hans Sternhart, Hans Pötschner: Hundert Jahre Badner Bahn. Die Geschichte der Badner Straßenbahn und der Lokalbahn Wien-Baden. Slezak-Verlag, Wien 1973, ISBN 3-900134-19-7.
  • Wolfgang Kaiser: Straßenbahnen in Österreich. GeraMond-Verlag, München 2004, ISBN 3-7654-7198-4.
  • Hans Pötschner: Lokalbahn Wien – Baden. Eisenbahn-Sammelheft, Band 14. Slezak, Wien 1979, ISBN 3-900134-60-X.
  • Hans Lehnhart: Die Aktiengesellschaft der Wiener Lokalbahnen (WLB). in: Straßenbahnmagazin, Heft 38, November 1980, S. 246–269.
  • Reinhold Köhler (Red.), Günther Zimmerl (Red.): Festschrift – 100 Jahre Wiener Lokalbahnen 1888–1988. Aktiengesellschaft der Wiener Lokalbahnen, Wien 1988.
  • Andreas Christopher, Gunter Mackinger, Peter Wegenstein: Privatbahnen in Österreich. Strecken – Fahrzeuge – Betrieb. 1. Auflage. Transpress-Verlag, Stuttgart 1997, ISBN 3-613-71052-8.
  • Gregor Gatscher-Riedl: Auf Schienen durch den Bezirk Mödling – Bahnen im Süden Wiens, 2015, Kral-Verlag, ISBN 978-3-99024-303-9.
  • Die Badner Bahn heute. Eigenverlag der AG der Wiener Lokalbahnen, Wien 1985.
  • Margarete Kollisch: Psychologie der Elektrischen.. In: Badener Zeitung, 9. März 1932, S. 1 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/bzt
Commons: Badner Bahn – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

Anmerkungen

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